Haluka Maier-Borst
Bild: rbb|24/Mitya

Der Absacker - Dann halt auch noch Schweinepest

Sechs Monate nach dem Ausbruch von Corona kommt nun die Afrikanische Schweinepest in die Region. Haluka Maier-Borst ist entnervt und möchte das Jahr 2020 jetzt einfach nur noch schnell abhaken.

"Haluka, du weißt nie, wann gut ist." Das ist so ein Ausspruch, mit dem ich groß geworden bin. Denn früher hatte ich die Angewohnheit (und in schlechten Momente auch heute noch), einfach alles auszureizen. Fristen, mein Guthaben für dumme Sprüche und vor allem die Geduld anderer Menschen.

Anderthalb Jahrzehnte später ertragen wir alle mit viel Geduld dieses Jahr. Rechtsextreme Gewalttaten in Deutschland, Chaos in den USA auf so vielen Ebenen, Hungerkrise in Jemen und natürlich über allem Corona. Und trotzdem würde ich nur zu gerne diesem Jahr zurufen: "Mensch, 2020, jetzt ist aber mal genug, oder?" Ist es aber nicht.

1. Was vom Tag bleibt

In einer gefühlt fernen Zeit, als wir als gesamtes rbb|24-Team noch im Büro waren, hatten wir bereits über die Afrikanische Schweinepest gesprochen. Darüber wie man sich gegen eine Krankheit vorbereitet, gegen die es keinen Impfstoff gibt. Wie Bauern ihre Tiere schützen können, was die anderen offenen Fragen sind. Dann wurde es ruhig um das Thema und ich persönlich dachte, vielleicht bleibt wenigstens diese Krankheit uns erspart. Nun ist die Afrikanische Schweinepest aber auch in Brandenburg angekommen.

Folgen hat das Virus für den Menschen keinen. Für Schweine ist das Virus aber je nach Ausprägung teilweise in bis zu 100 Prozent der Fälle tödlich. [oie.int]. Alles Weitere, was Sie dazu wissen müssen, haben die Kolleginnen Bettina Rehmann und Caroline Winkler hier zusammengetragen und anschaulich illustriert.

2. Abschalten.

Durchhalten ist also die Parole. Das kann man sogar auf künstlerisch wertvolle Art und Weise machen, im Bademantel und gesegnet mit einer Wahnsinnsstimme. So wie Marc Rebillet [instagram.com].

3. Und, wie geht's?

Irgendwie holt mich meine Vergangenheit ein. Vor Wochen hatte mir schon mein alter Deutschlehrer geschrieben. Nun also hat sich mein alter Mathelehrer Herr K. bei mir gemeldet, der sicher auch ein ums andere Mal von mir leicht entnervt war. Herr K. gewinnt der aktuelle Lage immerhin einen didaktischen Aspekt ab:

Durch Corona kommen viele Mathematik-Themen in die Nachrichten. Exponentialfunktionen, Wahrscheinlichkeits-Rechnung, Testen mit Fehlern 1. und 2. Art. Somit gibt es viele Möglichkeiten konkrete Probleme im Unterricht zu besprechen.

Und weil das alleine zu dröge wäre, hat er netterweise auch noch ein altes Fotos geschickt vom Karneval 2004, wo ich als er verkleidet in die Schule ging. Ganz so toll sind mir die Locken nicht gelungen und das obwohl ich die ganze Nacht zuvor auf pieksenden Wicklern schlief.

Der Autor als Mathelehrer
Bild: privat

Was haben Sie für lustige Fotos letztens wiedergefunden? Was fällt Ihnen zur Schulzeit ein? Schreiben Sie uns doch an: absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld...

Inzwischen sind wir glaube ich mit fast allen Peinlichkeiten hier durch. Aber wenn es Sie ein bisschen angesichts der Nachrichtenlage aufgeheitert hat, dann war es das wert.

Bleiben Sie optimistisch. Hilft ja sonst nüsch.

Haluka Maier-Borst

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9 Kommentare

  1. 9.

    Lieber Haluka! Lustig dass du das mit deinem alten Lehrer ansprichst... ich bin vor Kurzem selbst beim Rumsurfen über deinen Namen gestolpert, weil mir der so bekannt vorkam – und plötzlich ist mir eingefallen, dass wir mal im gleichen Kindergarten waren!
    Die Welt ist ja doch kleiner als man denken mag.
    Es ist zwar schon ewig her, aber vielleicht erinnerst du dich sogar auch noch an mich?!
    Ich müsste auch noch ein paar alte Fotos bei mir rumliegen haben.
    Ich weiß nicht wie dein Lehrer den Kontakt zu dir hergestellt hat, aber ich dachte mir ich nutze einfach mal diese praktische Kommentarfunktion (du liest doch bestimmt die Kommentare, hoffe ich zumindest).

  2. 8.

    Welcher Horror geht bei dir zu Hause denn ab? Journalisten sind tatsächlich selten Bürohengste in einer Büroblase :-) wer will schon immer nur "inside Rundfunkhaus" lesen? Also nur kein Neid, und Info meinerseits: Home-Office ist sch... - nur noch zu toppen durch Homeschooling.
    Und wer hier nix von den Themen lesen will, dem empfehle ich herzlich bz-online.de , ne, besser noch: Bunte.de :-)

  3. 7.

    :-)))))
    Klasse, das Foto, der Lehrer, Haluka - großartig!

  4. 6.

    Toller Absacker, gerade der erste Absatz. - Danke!

  5. 5.

    Lieber Haluka Maier-Borst, liebes RBB-Team,
    können sie bitte endlich aufhören mit dieser selbstgerechten Art aus der Home-Office-Blase, in der Sie sich vom RBB ja alle so wohl zu fühlen scheinen? Immer wieder über Corona palavern, die rechtsextremen Tendenzen kritisieren, sich über andere als ihre eigenen Meinungen aufregen etc. Wo bleibt eigentlich der Aufschrei wegen der Randale in Leipzig Ende August oder während des 1. Mai hier in Berlin.)
    Ich bin weder Querdenkerin, Spinnerin, noch links, noch rechts, aber was Sie hier zusammenschreiben, kann ich nur noch als weltfremdes Geschreibsel empfinden. Und wahrscheinlich werde ich nun von Ihnen als rechte Querdenkerin oder Spinnerin abgetan, nicht wahr?
    Es ist für Normalos oft nur ganz schwer zu ertragen.

  6. 4.

    Einer der schönsten Absacker dieses Jahres. Danke für den Tipp zum Insta-Typen; guter Mann!

  7. 3.

    Der Absacker ist sehr gut gelungen, das Foto natürlich die Krönung! :) schön, dass Sie über sich selbst schmunzeln können und das teilen. Eine sehr kreative Idee, sich als einen seiner Lehrer zu verkleiden! :)
    Ein persönlicher Absacker der mit richtig gefallen hat. :)

  8. 2.

    Deprimierende Anekdote - gar nicht böse gemeint. Interessant, aber mich deprimiert sie. Idealismus ist das wertvollste Gut, etwas an dem wir Menschen wachsen können. Aber es ist auch eine Bürde, eine unglaublich schwere Last und alleine nicht zu tragen.

  9. 1.

    Meine ehemalige Psychiaterin sagte einmal zu mir, sie habe ihren Idealismus abgelegt. Was meinen sie, was mir die Leute die hier auf dem Stuhl sitzen alles für Kanonen aus ihrem Leben erzählen und ich sie immer fragte, warum sitzen sie dann hier, wenn doch alles so oK ist ?!
    Inzwischen wusste sie, dass sie die Welt da draußen auch nicht retten konnte. Dann sagte sie oft zu mir, komm jetzt gehen wir erst mal eine rauchen, auf dem Gang an dem großen Fenster. Dann quatschten wir noch ein wenig, sie rauchte ihre Zigarette, was mich damals als notorischer Nichtraucher nicht im geringsten störte. Dann verabschiedeten wir uns gegenseitig und sie bat den nächsten in ihr Zimmer. Tag ein, Tag aus, all diese Jahre, all diese Geschichten.
    Danach ging ich dann immer in mein Stamm Restaurant und sah die Welt um einiges gelassener.
    Eigentlich wollte sie immer auswandern, weil ihr die Berliner zu dröge erschienen. Heute lebt sie immer noch in Berlin, irgendwo in Kreuzberg.

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