Der Absacker - Aller Anfang ist leicht

Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
Bild: rbb|24

Manchmal beginnt die Katastrophe ganz leise und schleichend. Alles wirkt harmlos und wie gewohnt. Doch dann nehmen die Ereignisse eine ganz andere Wendung. Das gilt für den Anschlag auf der A100, aber auch für die Corona-Pandemie, findet Lisa Schwesig.

Es begann am Dienstagabend gegen 19 Uhr mit einer kleinen Meldung auf dem Account eines unserer am meisten beobachteten Twitter-Profile. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) vermeldete einen Unfall auf der Berliner Stadtautobahn A100. Es gab eine Sperrung - nichts Ungewöhnliches soweit.

Normalerweise schreiben wir bei solchen Staumeldungen einen kurzen Artikel mit allen nötigen Informationen für Autofahrende und beobachten bei der VIZ, ob sich der Stau aufgelöst hat.

Dieses Mal war alles anders. Was am Anfang harmlos wirkte und Redaktionsalltag ist, eskalierte rasch: Ein 30-Jähriger soll mutwillig Motorradfahrende und andere Autos gerammt haben. Sechs Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Die Staatsanwaltschaft geht inzwischen von einem islamistisch motivierten Anschlag aus.

Warum erzähle ich Ihnen das nochmal? Dieser Fall zeigt, dass der Anfang von etwas Großem gewöhlich und unscheinbar sein kann. Erst durch die Entwicklung der Ereignisse nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Genauso ist es bei der Covid19-Pandemie.

Ich erinnere mich noch gut, wie wir zu Beginn des Jahres in unserer täglichen Redaktionskonferenz darüber spekulierten, ob uns auch so eine Abrieglung wie im chinesischen Wuhan bevorstehen könnte. Viele waren der Meinung, dass das hier in Deutschland überhaupt nicht möglich ist. Und als ich einen Tag vor der Einführung der Maskenpflicht im Einzelhandel mit meiner Mund-Nasen-Bedeckung an der Supermarktkasse stand, sah mich die Kassiererin spöttisch an und fragte: "Kannste unter dem Ding überhaupt atmen?"

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1. Was vom Tag bleibt

Die Nachrichtenlage passt zum Thema dieser Absacker-Ausgabe: Es geht um Anfänge. Wie es auf der A100 begann, habe ich Ihnen bereits beschrieben. Wie es weitergeht, können Sie hier nachlesen.

Einen Neuanfang plant vermutlich auch die Brandenburger AfD-Fraktion. Nachdem Andreas Kalbitz sein bereits ruhendes Amt als Fraktionsvorsitzender im Landtag abgegeben hat, braucht die Partei nicht nur einen neuen Chef bzw. eine neue Chefin, sondern muss auch interne Querelen klären. Zur Erinnerung: Gegen Kalbitz laufen Ermittlungen wegen einer mutmaßlichen Mitgliedschaft in der verbotenen, rechtsextremen Organisation "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) und wegen eines Faustschlags gegen seinen Parteikollegen Dennis Hohloch.

Einen Neuanfang könnten auch E-Scooter in Berlin bekommen: Bis Ende August sollen in Berlin-Mitte markierte Abstellflächen entstehen, in denen die Roller geparkt werden können. Das zuständige Bezirksamt erklärte: "E-Scooter und Leihräder dürfen nicht als Stolperfalle den Gehweg blockieren."

Und wer nochmal neu durchstarten möchte, hat die Wahl zwischen 12.370 unbesetzten Ausbildungsplätzen in Berlin und vor allem in Brandenburg. Das hat eine Recherche unseres Datenexperten Götz Gringmuth-Dallmer ergeben. Allerdings gibt es aktuell auch 14.000 junge Menschen, die bisher ohne Lehrstelle sind.

2. Abschalten

Ich gebe zu, dass mir das Abschalten bei der aktuellen (nicht corona-bedingten) Nachrichtenlage schwer fällt. Folgende Mitteilung des Berliner Zoos hat mich aber dennoch kurz aus der A100-Berichterstattung herausgerissen:

"Mit sichtbar rundem Kugelbauch schwingt sich Bibi (23 Jahre) von Ast zu Ast, bevor sie sich ihrem aus Paprika, Möhren und Salat bestehenden Snack widmet. Seit dem ersten Kennenlernen wich Bibi dem stattlichen Silberrücken Sango (16 Jahre) nicht von der Seite, nun brachten zwei blaue Streifen auf dem Schwangerschafts-Test die Gewissheit: Bibi bekommt erstmals Nachwuchs", schreibt der Zoo in einer Pressemitteilung.

Man könnte als Journalistin natürlich die Vermenschlichung der gesamten Mitteilung kritisieren und stattdessen professionellen Abstand wahren. Da wir aber rbb-Intern gerne als "Panda|24" bezeichnet werden, gebe ich mich der Romantik zwischen Bibi und Sango voll hin. Allein deren Namen schreien eigentlich nach einem eigenen Instagram-Kanal oder zumindest einem Youtube-Blog. Und zum Thema Anfang passt diese Babynews in jedem Fall.

3. Und, wie geht's?

Vergangene Woche schrieb ich im Absacker über unser Sicherheitsgefühl und die schwindende Freundlichkeit. Daraufhin bekam ich von Sabrina eine nette Lesermail, die ich gerne auszugsweise zitieren möchte:

"Mich betrübt es insbesondere, dass so viele 'vermeintliche' Schubfächer geöffnet und mit schneller Meinung zu Personen, Sachverhalten und Lebenssituationen auch wieder geschlossen werden, ohne wirklich interessiert zu sein, hinzuhören, zu hinterfragen geschweige denn verstehen zu wollen bzw. von einander zu lernen. Jeder glaubt nicht nur eine Meinung zu haben, arbeitet allerdings nicht mehr wirklich und gemeinsam an der Bildung selbiger.

Es mag sein, dass viele die Entwicklung auf der Welt aktuell nicht nur als bedrohlich, beängstigend, verunsichernd, schnelllebig, irritierend und fragil empfinden und diese Gefühle haben für jeden Einzelnen dann sicher auch aus individuellen Gründen seine Berechtigung, nur wie kann jeder Einzelne ab genau jetzt anders handeln?

Es gilt verständnisvoll auf Sorgen und Nöte anderer angemessen zu reagieren, zeitgleich aber auch die Akzeptanz zu finden, dass andere schon immer mit weniger Sorge oder generell sorglos durch ihr Leben gegangen sind und auch weiter gehen möchten, insbesondere da permanente Sorgen und Angst ja gleichfalls sehr krank machen können. Gibt es da ein richtig oder falsch?

Es geht doch in erster Linie darum, dass jeder für sein Leben eigenverantwortlich zu handeln hat, ohne rücksichtslos gegenüber anderen zu sein. Für mich persönlich und möglicherweise auch andere Menschen bedeutet es aber im Umkehrschluss nicht, unreflektiert Sorgen, Ängste und Nöte anderer Menschen zu übernehmen.

Viele Menschlein haben dahingehend scheinbar verlernt, dass auch dieser Umstand zu akzeptieren und zu verstehen ist. Auch ich wünsche mir, nicht nur in diesen Zeiten Abstand zu vielen Dingen, wenn auch nicht unbedingt zu den Menschen perse!

Auch schätze ich Rücksicht, Achtung, Respekt, Akzeptanz, Weitsichtig, die Gesundheit und das Leben sowie die Existenz eines jeden Menschen, allerdings bereits schon mein ganzes Leben und nicht erst seit März 2020. Vielleicht hilft es uns allen, insbesondere für die Zukunft noch mehr, wenn wir alle von den rücksichtsvollen, lieben und verständnisvollen Menschen in unserem täglichen Miteinander berichten."

Wie geht es Ihnen? Wünschen Sie sich vielleicht einen Neuanfang? Schreiben Sie uns an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld

In den Kommentaren unter dem Absacker vom Dienstag fragte eine Leserin bzw. ein Leser nach dem Ursprung des Formats. Für jene, die den Absacker noch nicht seit Beginn verfolgen, kommt hier quasi ein Gastbeitrag von Haluka Maier-Borst. Er hat den Absacker initiiert und kann es am besten erklären:

"Es gibt Tage im Journalismus, an denen es schwer fällt zu sagen, ob wirklich all das heute passiert ist. Dass aber solche Tage über Wochen passieren, das hat die erste Phase von Corona besonders gemacht. Wir haben darum eines Morgens diskutiert, ob es dafür etwas braucht. Etwas, wo wir festhalten, was vom heutigen Chaos übrig bleibt. Ich habe dann in der Runde irgendwas zwischen Briefing und Kolumne vorgeschlagen. Und weil, wenn man so eine blöde Idee vorschlägt, das auch auszubaden sollte, habe ich gesagt, ich würde das zunächst übernehmen. Ich hab mir dann an einem Tag das Format ausgedacht - mit dem Gefühl, was ich und andere gerade bräuchten: Die wichtigste News, irgendeine Ablenkung und eine Frage danach wie es uns oder anderen geht. Und weil ich starre Konzepte doof finde, habe ich das 'Weite Feld' reingemogelt. Der Name 'Absacker' stand übrigens auf einer Liste von Vorschlägen. Wenn unser Chef vom Dienst etwas anderes besser gefunden hätte, würde dieses Ding hier 'Abwasch' oder 'Kopfhygiene' heißen.

Heute bin ich heilfroh, ...
... dass wir uns für "Absacker" entschieden haben.
... dass man erst mich allein rund 30 Tage da hat rumschreiben lassen.

Auch wenn einige Absacker richtig schlecht waren...
... dass danach ganz wunderbare Kolleg*innen angefangen haben, mitzuschreiben, weil ich
a) seitdem wieder ein Privatleben habe,
b) nicht nur meine olle Meinung zu Wort kommt,
c) der Absacker kreativer wurde.
... dass wir vor allem User*innen haben, die diesen Mix aus Briefing und Kolumne (intern hat sich das Wort "Kolum-fing" leider nie durchgesetzt) gerne lesen."

Wenn Sie bis hierhin hurchgehalten haben, möchte ich mich für die Länge entschuldigen und grüße Sie wohligst,

Lisa Schwesig

Alle Absacker

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    Da feiern 500 Flitzepiepen in Berlin ne Sause und gleich jibbet Jeschrei. Halloween fällt och flach und eijentlich ham wa nüscht mehr zu lachen inne Pandemie. Lisa Schwesig versucht et mit Amüsemang uff Berlinerisch. Een böset Pflasta musse aber trotzdem abreißen.

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    rbb|24

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    Ganz Berlin ist eine Wolke

    Da feiern 500 Menschen in Berlin eine Party und gleich gibt es Geschrei. Halloween fällt auch aus und eigentlich haben wir nichts mehr zu Lachen in der Pandemie. Lisa Schwesig versucht es mit Witz auf Berlinerisch. Ein böses Pflaster muss sie aber trotzdem abreißen.

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    Absacker 

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  • Haluka Maier-Borst
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  • Efthymis Angeloudis
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    Der Absacker 

    Dit is Klischee!

    Kaum eine Stadt wird auf solch peinliche Art und Weise für klischeehafte Sprüche benutzt wie Berlin. Arm aber sexy war mal. Jetzt scheint der Slogan der Stadt eher kalt und leer zu sein. Droht Berlin das gleiche Schicksal wie New York?, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Der Absacker 

    Die sind schuld! Oder doch nicht?

    Die Corona-Fallzahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder deutlich an und für viele ist klar, wer die Schuld trägt. Lisa Schwesig bringt derweil ein ganz anderer Corona-Infizierter auf die Palme.

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Das ist leider kein Fehler

    Im Frühsommer wurde noch darüber diskutiert, ab wie vielen Fällen die Lage in Berlin kritisch wird. 30 Fälle oder 50 Fälle pro 100.000 Einwohner? Neukölln hat die Unterscheidung mal eben pulverisiert. Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Illustration. (Quelle: privat/Leo Matthey)
    Leo Matthey

    Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

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  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

  • Laura Kingston
    rbb|24

    Absacker 

    Carpe den verdammten Diem!

    Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern bedeutet neue Beschränkungen für alle. Das fühlt sich für Laura Kingston zuweilen an wie Elternsprechtag. Und aus dem geht sie nicht sonderlich hoffnungsvoll hervor.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

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    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

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Beitrag von Lisa Schwesig

10 Kommentare

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  1. 10.

    Hier muß ich Dir voll zustimmen. Rio alleine fand ich einfach genial. Obwohl ich beinahe damals in eins der besetzten Häuser in die Danckelmannstraße Charlottenburg gezogen wär, hatte ich mit Ton Stein und Scherben wenig am Hut. Alte Szene Westberlin. Da kommen auch bei mir viele Erinnerungen hoch. Z.B. der alte Winterfeldplatz. Das damals originale Trokadero mit seinen Travestieshows. Die Ruine und vor allem der“ Dschungel“. Letztgenannte Kneipe war einfach ideal zum richtigen Absturz in die Nacht.

  2. 9.

    Mein Radius ist schon ein wenig weiter, im Auto, aber Du weisst es ja - immer die beiden gleichen Personen drin. 80er songs. Übrigens... 50 Jahre Ton Steine Scherbe - von mir gerne Bau Steine Erden verunglimpft ;-) - ich mochte sie gar nicht so, wohl eher ne Jungs-Band, aber Rio, naja, Rio alleine schon wars wert, hinzuhören. Die Fotos von damals... da sind sie wieder, die Erinnerungen an die alte Szene, die Musik, an Alt-Westberlin. Ach ja....

  3. 8.

    Sehr gut kommentiert. Und es stimmt sogar. Ich handhabe es genauso schon seit Wochen. Morgens nur Einkaufen, falls nötig. Ansonsten einen Besuch beim Vietnamesen und anschließend an der Spree spazieren zu gehen. Selten geht mein Radius über 2-3 km Umkreis von der Wohnung aus.

  4. 7.

    Zitat: "warum tragen die vorsichtigen eigentlich keine ffp3 Maske ? " weil die vorsichtigen eigentlich keine Maske brauchen. Du wirst sie vermutlich gar nicht sehen. Sie gehen frühmorgens oder spätabends Lebensmittel einkaufen, sind sonst nicht umtriebig und halten Abstand. Wozu braucht man da eine Asbestsanierer-Maske?? Aber wie gesagt, weder Andreas noch Sebastian sehen diese vorsichtigen Menschen. Es sei denn, sie wären selber klammheimlich vorsichtig :-)

  5. 6.

    Das mit den Schubfächern war doch noch nie anders .... und es wird auch nie anders sein.
    Jeder.... absolut jeder macht das ..... es ist die Sekunde in den man jemand erblickt ...sofort wird er eingeordnet, nach aussehen oder Frisur oder Kleidung ....ab ins Schubfach.
    Schlimm ist nur, dass man sich nun gegenüber dem besorgten Bürger rechtfertigen muss, warum man diese oder jene Einstellung nicht teilt.
    Worauf ich noch von keinem besorgten Menschenfreund, die alle ihre Maske tragen um andere zu schützen, eine Antwort bekommen habe ist die Frage..... warum tragen die vorsichtigen eigentlich keine ffp3 Maske ?
    So könnten die Leute die noch immer sorglos oder wegen meiner auch gedankenlos durch leben trudeln das weiterhin machen.... man muss die Menschen nicht gegen ihren Willen schützen.

  6. 5.

    Ich habe - als ältere und Frau, auch das noch... - keine Ängste. Meinetwegen könnte ich selber auch ohne Maske klar kommen, wie im Büro. Woran das liegt? Ich mag keine fremden Auf-die-Pelle-Rücker, so Leute, die, wenn sie mit dir sprechen, an deinem Revers nesteln oder dir Fusseln vom Jackett friemeln. Ich habe auch keine Angst vor diesen Menschen, aber höflich finde ich, wenn man nicht ganz dicke miteinander ist, einfach und IMMER nicht so auf Tuchfühlung zu gehen, dass man die Deo-Marke des anderen sicher erkennen kann. Der Rest der ganzen Angelegenheit regelt sich dann angstfrei, höflich und zuvorkommend von ganz alleine.

    Also von Angst kann keine Rede sein. Und ich finde, seit es diese Masken gibt, kommen die Leute wieder und noch mehr näher! Näher als vor Corinna. Muss denn das sein? Ich will die doch nicht alle so persönlich kennenlernen...

    Wie gesagt, Angst habe ich keine, aber die nachlassende Höflichkeit finde ich ätzend. Sabrina hat das gut beschrieben im Lesermail.

  7. 4.

    Leider ist es mir nicht möglich, den Tenor Ihres Kommentars gänzlich zu verstehen. Ich empfinde ihn schlichtweg als "wirr".
    a) Älter und Frauen leben in goßer Angst? Das lebegen Sie mal bitte
    b) Sie ordnen sich unter und wollen deswegen nicht als Covidiot bezeichnet werden? Wem ordnen Sie sich unter?
    c) Sie halten Querdenker für dikussionsfähiger als besorgte Bürger? Wer ist denn der sog. besorgte Bürger?

    Ich bin offen für eine Diskussion auch ggü. sog. Coronaleugnern. Allerdings bitte mit Faktenanerkenntnis

  8. 3.

    'Kolum-fing' konnte sich also nicht durchsetzen? Dies ist wohl allein der Tatsache geschuldet, daß sich 'Briefumne' einfach appetitlicher liest/ anhört- da könnte man dann glatt auch noch ein Gläschen ''Foiletong'' zu reichen...

  9. 2.

    Kann mich dem Leserbrief Kommentar nur anschließen, denn nur weil einige vor allem ältere und Frauen in einer ziemlich großen Angst Welt leben, möchte ich damit nicht hineingezogen werden.
    Leider ist das eben in so einem gesellschaftlichen Kontext nicht immer möglich und bitte daher auch anzuerkennen, dass ich mich zurzeit extrem unterordne und möchte deswegen nicht noch als covIdiot beschimpft werden.
    Leider und das ist mir auch negativ aufgefallen, sind eben viele dieser besorgten Bürger, die die die diskussionskultur richtig verschlimmert haben, von den Querlenkern bis auf wenige Ausnahmen erlebt man das nicht so.

  10. 1.

    Mir gefällt Ihr inhaltlicher „roter Faden“ und die Idee, den Ursprung des Absackers darzustellen.

    Das „einige Absacker richtig schlecht waren“ mag für den einzelnen Betrachter so sein, dennoch haben sich unter den allermeisten interessante Diskussionen entwickelt. Davon abgesehen ist eben nicht jeder Tag gleich super, gleich öde oder gleich schlecht. Und so ist der Absacker eben nicht nur Informationsquelle über den entsprechenden Tag der Ereignisse, sondern eben vielleicht auch Spiegelbild des Tagesverlaufs - stressig, witzig, unspektakulär, kreativ, übermüdet, schlagfertig - des Verfassers...was für mich den größten Charme ausmacht.

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