Pop-up-Fahrradstraße, leeres Freibad, leeres Klopapierregal im Supermarkt (Quelle: dpa/Hannibal Hanschke)
Bild: dpa/Hannibal Hanschke

Der Absacker - Bleibt dit so oder kommt dit wieder weg?

Im heutigen Absacker gibt es mehr Fragen als Antworten. Wir haben eine lange Das-Ist-Gut-Das-Ist-Schlecht-Liste erstellt (danke Buzzfeed für die Idee), die Sie unbedingt noch erweitern müssen. Wir zeigen essende Vögel in Ohio. Doch es wird auch sehr traurig. Von Tim Schwiesau

Was waren das früher für Zeiten: Sommerloch. Gefährliche Bären, ergebnisvorhersagende Pinguine und Kraken, Kaimane in Baggerseen, Elche. Darüber haben wir Journalisten früher geschrieben, wenn im Sommer nix passierte.

Dieser Sommer ist anders: Corona, Rücktritte, Räumungen, Ausschreitungen, Demos. Und es hört nicht auf.

1. Was vom Tag bleibt

Schwierig zu sagen, was wirklich bleibt. Auf jeden Fall eine Menge Fragen:

1) Verpflichtende Kontrollen für Menschen aus Risikogebieten – reicht das? Da sich doch so viele an Arbeitsplätzen oder bei privaten Feiern anstecken? Vergangene Woche meldeten wir: 1 Prozent aller getesteten Fluggäste positiv (nach wenigen Tagen in Tegel und Schönefeld). Klingt erstmal wenig bei 2.300 Kontrollen. Wenn man aber bedenkt, dass diese 23 Personen in Bus, Bahn, Supermarkt, Restaurants gesessen hätten, eigentlich ein guter Wert.

2) Schulstart-Pressekonferenzen in Brandenburg (und Berlin) – klappt das? Allein in Brandenburg geht ab Montag für fast 300.000 Schülerinnen und Schüler der Alltag wieder los. 21.000 Lehrkräfte dazu. Ohne Abstand und Maske im Raum. Für Journalistinnen und Journalisten ein schwieriger Satz, aber: Ich habe keine Antwort auf die Frage, wie das laufen wird. Spekulieren möchte ich auch nicht.

3) Rigaer Straße: Anzeige gegen Innensenator Geisel und Polizeipräsidentin Slowik wegen Strafvereitelung im Amt. Ich bin kein Jurist und kann auch in keine Glaskugel schauen, deswegen: Wie geht diese Sache aus? Wie lässt sich dieses jahrelange Ringen um die Rigaer lösen?

4) Staatsanwälte, die wegen der rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln ermitteln, werden wegen möglicher Befangenheit abgezogen. Was war da wirklich los? Kann jetzt die Generalstaatsanwaltschaft dieses brutale Treiben in Neukölln aufklären?

5) Was passiert rund um die Szenekneipe "Syndikat"? Am Freitag soll geräumt werden. Am vergangenen Wochenende wurden bei einem Protest mehrere Polizisten verletzt. Neuköllns Bürgermeister ruft zu Gewaltverzicht auf.

6) Was macht Kalayci ab 2021? Berlins Gesundheitssenatorin hat angekündigt, bei der nächsten Abgeordnetenhaus-Wahl nicht mehr anzutreten und nicht mehr Senatorin sein zu wollen.

2. Abschalten.

Ich mach es kurz: Mein Kollege Sebastian Schneider hat die "Bird Feeder Cam aus Ohio" rumgeschickt. Viel Spaß beim Bestaunen der Vögel und Eichhörnchen (angeblich wurden dort schon über 20 Arten gesehen!)

3. Und, wie geht's?

Ich habe es oft gelesen und Sie wahrscheinlich auch: "Corona hat ja vielleicht auch was Gutes." Was zur Hölle soll das sein? Menschen sterben, leiden, haben Spätfolgen. Menschen sind arbeitslos, verbrauchen ihr Erspartes, Firmen gehen pleite, etliche Milliarden werden ausgegeben, was zulasten der folgenden Generationen geht. Ich habe hier ganz viel nicht aufgezählt, dafür reicht der Platz einfach nicht.

Deshalb sucht der Mensch – glaube ich - Trost und Hoffnung im Kleinen. In seiner Umgebung, um diesem großen Wahnsinn zu entkommen. Und da gibt es auch kleine, nette Sachen. Wahrlich "etwas Gutes", was die Coronakrise natürlich nicht besser, aber vielleicht erträglicher macht.

Wir haben mal gemeinsam überlegt und eine Liste erstellt – was sich seit Corona zum Guten und was sich zum Schlechten verändert hat. Und Sie, liebe Userinnen und User, können natürlich auch beitragen (hier in den Kommentaren oder per Mail absacker@rbb-online.de).

Gut

▪️ Pop-Up-Lanes für Fahrradfahrer

▪️ (einige) Menschen haben sich an Mundschutz gewöhnt – könnte bei Krankheitswellen wie der Grippe helfen (Vorbild Asien)

▪️ Politiker*innen müssen sich häufiger auf Pressekonferenzen erklären (noch schöner wäre, Bürger*innen könnten ihnen direkt Fragen stellen)

▪️ Cafés und Restaurants haben draußen viel mehr Platz

▪️ wir hören der Wissenschaft besser zu

▪️ weniger Touristen, die Stadt ist nicht ganz so überladen

▪️ Ende der Arbeitspendelei dank digitaler Schalten

▪️ das unsinnige Händeschütteln zur Begrüßung ist weg

▪️ wir haben das Händewaschen gelernt

▪️ mehr Platz und weniger Testosteron in Freibädern

▪️ hinten einsteigen im Bus

▪️ beim Arzt kommt man schneller ran

▪️ mehr Beinfreiheit in Theater und Kino

▪️ viele Menschen haben das Backen und Kochen für sich entdeckt

▪️ Menschen haben ihre Stadt/Umgebung besser kennengelernt

▪️ Erkenntnis: beim Bundesliga-Fußball wird genauso ein Quatsch gebrüllt wie in der Kreisliga

Schlecht

▪️ Brandenburg ist voller

▪️ Hass im Netz und auf der Straße haben gefühlt eine neue Qualität

▪️ professioneller Sport macht ohne Fans keinen Sinn

▪️ keine oder sehr unsichere Umarmungen mehr mit Freunden

▪️ Rücksichtslosigkeit und Unachtsamkeit mancher Mitmenschen wird noch deutlicher

▪️ keine Interaktion mehr mit Busfahrern

▪️ man kann nicht mehr so gut mit unbekannten Menschen in der Bahn interagieren (flirten)

▪️ es gibt tatsächlich Menschen, die Klopapier hamstern

4. Ein weites Feld...

Selten haben mich Nachrichten so schnell so stark berührt wie diese:

- Dienstag, gegen 17:30 Uhr, ploppen die ersten Eilmeldungen auf: "Starke Explosion erschüttert libanesische Hauptstadt Beirut." Ich klicke nicht drauf, viele andere vermutlich auch nicht. 19:27 Uhr: "Rotes Kreuz: Hunderte Opfer bei Explosion in Beirut." Ich esse gerade Abendbrot und will das erst danach lesen, vergesse es wieder. Gegen 20:30 Uhr sehe ich bei Twitter die ersten Videos der Explosion und bin sofort derart schockiert, wie ich es gefühlt seit dem 11. September 2001 nicht mehr war. Wie paralysiert starre ich auf mein Smartphone. Bis heute.

Falls Sie das auch berührt und Sie helfen wollen: Die Tagesschau informiert hier über Spenden.

- Ebenfalls am Dienstag ist der Journalist Mathias Puddig gestorben. Mit seinem Fahrrad stand er in Berlin-Adlershof an einer Ampel. Ein Lkw-Fahrer verliert die Kontrolle über sein Gefährt, kracht in die Ampelanlage und tötet den 35-Jährigen.

Die MOZ, für die er arbeitete, schreibt in ihrem Nachruf: "Solche Schicksale ereignen sich auf den Straßen einer Millionenstadt wie Berlin. Darüber zu berichten, gehört zum Handwerk von Journalisten. Doch dieser Unfall erschüttert unsere Redaktion bis ins Mark. Denn bei dem Toten handelt es sich um unseren Kollegen und Freund Mathias Puddig. Er wurde 35 Jahre alt."

Der Tagesspiegel schreibt: "Auf entsetzliche Weise ist nun einmal mehr klar geworden, wie wichtig und richtig die Debatte über die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr war und ist." Puddig hatte vor zwei Jahren einen Kommentar geschrieben: "Abbiegeassistenten für Lkw müssen rasch her".

Es berührt mich auch deshalb noch immer zutiefst, weil sich unsere Leben so gleichen: 35, Fahrrad, Journalismus, Adlershof, an dieser Kreuzung stand ich schon 100 Mal.

Ich wünsche der Familie, Angehörigen, Freunden, Kolleginnen und Kollegen viel Kraft.

Bis bald

Tim Schwiesau

Alle Absacker

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  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Ein Jahr wie ein Schlag ins Gesicht – mit einem nassen Aal

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  • Rednerpult in der SenatsPK am 28.10.2020 in Berlin. (Quelle: rbb|24/Sebastian Schöbel)
    rbb|24/Sebastian Schöbel

    Der Absacker 

    Wir sind gekommen, um Ihnen mitzuteilen... Sie jubeln zu früh

    "Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt": So spaßbefreit steht es im Beschluss der Ministerpräsidenten. Nun wird das ab Montag umgesetzt. Umarmen Sie bis dahin noch schnell Gastronomen und Künstler*innen, rät Sebastian Schöbel.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

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    Nach etlichen Mahnungen, Drohungen, Appellen und Zurechtweisungen wird das durchgesetzt, was alle bereits erahnten – ein Lockdown. Endlich, sagt Efthymis Angeloudis. Wenn auch aus anderen Gründen, als jetzt vielleicht vermutet.

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    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Meine Straße hat kein Corona

    Maskenpflicht in zehn der rund 9.500 Berliner Straßen? Kira Pieper hat den Eindruck, dass manche die neue Regel nicht akzeptieren wollen, andere haben sie nicht mitbekommen. Und dann gibt es noch die, die sich einfach keine Namen merken können.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Janz Berlin is eene Wolke

    Da feiern 500 Flitzepiepen in Berlin ne Sause und gleich jibbet Jeschrei. Halloween fällt och flach und eijentlich ham wa nüscht mehr zu lachen inne Pandemie. Lisa Schwesig versucht et mit Amüsemang uff Berlinerisch. Een böset Pflasta musse aber trotzdem abreißen.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Ganz Berlin ist eine Wolke

    Da feiern 500 Menschen in Berlin eine Party und gleich gibt es Geschrei. Halloween fällt auch aus und eigentlich haben wir nichts mehr zu Lachen in der Pandemie. Lisa Schwesig versucht es mit Witz auf Berlinerisch. Ein böses Pflaster muss sie aber trotzdem abreißen.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Absacker 

    Der Hamster, das asoziale Wesen

    Es geht wieder los! Die Hamster kriechen aus ihren Höhlen, um ihren nicht zu bändigenden Appetit auf Klopapier zu stillen. Aber warum genau werden die Auf-Halde-Käufer noch mal mit dem Nager verglichen? Kira Pieper zumindest sieht sehr viele Ähnlichkeiten.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Wenn's im großen Zahlenraum hapert

    Wasserrechnungen nicht gezahlt, Einnahmen nicht versteuert – heute bestimmen auch große Zahlen abseits von Corona das Nachrichtengeschehen. Und Haluka Maier-Borst fragt sich, ob das auch mit fehlenden Mathematik-Kompetenzen zu tun hat.

  • Statue mit einem gebrochenen Flügel (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

    Das Berühren der Figüren durch Idioten ist verboten

    Gerade jetzt sind Museumsbesuche so wertvoll wie nie zuvor. Umso unverständlicher, wenn selbsternannte Bilderstürmer Kulturschätze zerstören wollen, wie nun offenbar auf der Museumsinsel geschehen. Da fällt es Sebastian Schöbel schwer, einen fröhlichen Absacker zu liefern.

  • Ein Mann trägt eine Gasmaske um sich vor dem Coronvirus zu schützen. (Quelle: dpa/Martin Baumann)
    dpa/Martin Baumann

    Der Absacker 

    Nutzen Sie die Chance, sich Mundgeruch zuzulegen

    Inzwischen wird es immer leichter, sich zu merken, wo man überall KEINE Maske braucht. Und Brandenburg importiert Berlins Alkoholverbot zu später Stunde. Nur die Prignitz kann feiern - aber nur im kleinen Kreis. Zeit für Zweckoptimismus, findet Sebastian Schöbel.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Es war einmal in Brandenburg

    Wogende Wellen und rieselnder Sand blieben Lisa Schwesig diesen Herbst verwehrt. Mit ängstlichem Blick schaut sie daher gen Weihnachten. Bis es soweit ist, wird aber erstmal gefeiert: Der BER wird eröffnet - zumindest ein bisschen.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Sprite statt Lütt un Lütt

    Urlaub ausgefallen. Umtrunk ausgefallen. Es war ja klar, dass der Corona-Herbst hart werden wird. Aber so hart? Kira Pieper versucht sich im positiven Denken und landet bei seltsamen norddeutschen Bräuchen.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

    Das ewige Rätsel, das Philosophen schon seit Plutarch ärgert, scheint heute um einiges einfacher zu lösen als die Frage: Wer soll einen zweiten Lockdown verhindern? Die Henne oder das Ei? Nur falsche Antworten gibt Efthymis Angeloudis.

  • Sarah Mühlberger
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Mit besten Grüßen aus der Zukunft

    Ein Nachrichtentag so unerfreulich wie das Wetter: Die Fallzahlen steigen und steigen, Bund und Länder verhandeln und verhandeln. Aber es gibt auch einen kleinen Gewinner. Von Sarah Mühlberger

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Bitte my Lederhosen lüften – but without Schadenfreude

    Coronabedingt wird ein für uns altbekanntes, in anderen Ländern aber neues Wort seinen Siegeszug durch die Welt antreten: Lüften. Haluka Maier-Borst fragt sich, inwiefern das unser Bild im Ausland verändert.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Fragen wir doch mal Dr. Alban

    Früher haben wissenschaftliche Studien keinen interessiert. Heute weiß angeblich jeder, wie man sie richtig liest. Habe ich dem wirklich umsonst ein ganzes Studium gewidmet, fragt sich Haluka Maier-Borst in einer kurzen Sinnkrise.

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Rien ne va plus und trotzdem Stress

    Die BVG streikt und Brandenburg lässt Berliner/innen nur noch unter Auflagen rein zum Urlaub machen. Auch sonst fühlt es sich an, als würde jemand die Notbremse anziehen. Und trotzdem weiß Haluka Maier-Borst nicht, wo ihm der Kopf steht.

  • Efthymis Angeloudis
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    Der Absacker 

    Dit is Klischee!

    Kaum eine Stadt wird auf solch peinliche Art und Weise für klischeehafte Sprüche benutzt wie Berlin. Arm aber sexy war mal. Jetzt scheint der Slogan der Stadt eher kalt und leer zu sein. Droht Berlin das gleiche Schicksal wie New York?, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Die sind schuld! Oder doch nicht?

    Die Corona-Fallzahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder deutlich an und für viele ist klar, wer die Schuld trägt. Lisa Schwesig bringt derweil ein ganz anderer Corona-Infizierter auf die Palme.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Das ist leider kein Fehler

    Im Frühsommer wurde noch darüber diskutiert, ab wie vielen Fällen die Lage in Berlin kritisch wird. 30 Fälle oder 50 Fälle pro 100.000 Einwohner? Neukölln hat die Unterscheidung mal eben pulverisiert. Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Illustration. (Quelle: privat/Leo Matthey)
    Leo Matthey

    Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

    Kitastreiks in Brandenburg wecken bei Sebastian Schöbel Erinnerungen an das Corona-Betreuungschaos, in Berlin fliegen menschenverachtende Chatnachrichten von Polizisten auf und die Debatte um einen kostenlosen ÖPNV lässt unsere Leser*innen nicht los.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

  • Laura Kingston
    rbb|24

    Absacker 

    Carpe den verdammten Diem!

    Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern bedeutet neue Beschränkungen für alle. Das fühlt sich für Laura Kingston zuweilen an wie Elternsprechtag. Und aus dem geht sie nicht sonderlich hoffnungsvoll hervor.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Entscheidungen mit Strahlkraft

    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Tim Schwiesau

12 Kommentare

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  1. 12.

    Gendern muss man konsequent betreiben,sonst ist es kontraproduktiv..
    Nur meist wird ein Text damit unlesbar,also lieber ganz lassen.

  2. 11.

    Da es eine Kolumne ist, darf er natürlich gerne erzählen, was er gut oder schlecht findet. Getäuscht hat er sich auch überhaupt nicht, denn es ist ja seine eigene Wahrnehmung und Meinung. Nirgendwo in der Kolumne steht, dass der Verfasser für die Empfindung anderer spricht. Wenn Sie Gerda, etwas anderes gut oder schlecht finden, so ist dass ihr gutes Recht und veröffentlichen können Sie es auch. Wertende Floskeln wie also oder so so sind fehl am Platz....wie gesagt: Kolumne und auch bei anderer Ansicht nicht schlecht geschrieben.

  3. 10.

    Tim Schwiesau darf uns also erzählen was er gut findet... so so, hat er sich aber getäuscht.

  4. 9.

    Wie wäre es hiermit:
    Größte Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren
    Wirtschaftliche Existenz von Millionen von Menschen gefährdet (Kurzarbeit, Arbetslosigkeit)?

    Gilt natürlich nicht für rbb-Redakteure. Die müssen sich die Sorgen ja nicht machen.

  5. 8.

    Sehr pauschale Kritik ist angekommen.

    Aber was wären denn Ihre Punkte? Oder was steuern Sie bei?

  6. 7.

    Oh, man sieht wieder die Wertung von Redakteuren, die über eine staatliche Zwangsabgabe finanziert werden und sich keine wirtschaftlichen Sorgen machen müssen. Auch eine Art von Egozentrismus. Ich denke, die Liste von Leuten in einer weniger privilegierten Situation sähe wohl anders aus. Ein bisschen wie Marie Antoinette: was jammert das Volk, dass es kein Brot hat? Es kann ja Kuchen essen...

  7. 6.

    Zu 2. Die Verf. hat absolut recht..es ist eine subjektive Wahrnehmung.Auch die Meinung kann sich ändern. Freue ich mich abends, dass es keine volltrunkenen Touristen gibt, die sich auf dem Spielplatz erbrechen, so nerven mich vormittags nun noch mehr Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf dem Gehweg. Find ich es schade, dass schon Läden/Rest. im Kiez zumachen mussten, kann ch mich nicht über die Neueröffnungen freuen (Nagelstudio- das xte und shishabar immer leer). Das sind Corona- Nebenwirkungen. Schlimm ist die Bildungssituation. Auch ohne C. hatten und haben die S. immer weniger ausgebildete L. Und jetzt noch das ganze Chaos zusätzlich. In welchem anderen Bereich lässt man in hoher Zahl unausgebildetes Personal wichtige Aufgaben übernehmen. Milliarden werden ausgegeben- wieviel davon ist in den Ausbau der Lehrerbildung an den Unis geflossen? Und wenn ich einige Kommentare zu "Nach dem Urlaub.." lese, frage ich mich, wann fordern die Reisenden, dass der Staat den Urlaub zahlt.

  8. 5.

    Ich suche seit vorgestern meinen libanesischen Bäcker. Ich will ihn fragen, ob mit seiner Familie alles ok ist. Ob man helfen kann. Er ist nicht mehr im Laden.
    Zum Hiroshima-Jahrestag fragt mein Kind, ob Beirut eine Atombombe war. So schlimm, wie die Bilder sind...
    Der eh schon geschundene Libanon... schrecklich.

    Negativliste, als ich das Teaser-Foto sehe: genau, ICH kann nicht ins Freibad, ich habe kein Paypal und werde es BESTIMMT nicht für Corinna anschaffen, nur um einen Slot im Freibad zu buchen. Und an der Kasse, wie schon jahrzehntelang hinter einer Glasscheibe geschützt, sitzt ein dieses Jahr total gelangweilter Typ und spielt sich an den Fußnägeln. Nein, kassieren oder gar auf den Zähler kucken, ob´s voll ist, das kann der dieses Jahr plötzlich nicht mehr. Aber staatliche Hilfen beantragen, die Bäder...

    Geschäfte machen jetzt eher zu als ich Feierabend habe. Aber schon morgens früh auf (Rentner, aufgepasst!). Einzelhandel jammert, dass keiner einkaufen kommt....

  9. 4.

    der regenwalt wird abgebrannt und hier werden kolekraftwerke in betrib genommen
    die ansteckungszahlen steigen und in berlin demonstriren tausende für ein recht andre anzustecken krankzumachen und zu töten
    es gibt angeblich kontrollen der maskenpflicht aner jeden tag fahren hunderte menschen ohne im öpv
    kleine läden die wichtig für den wohnbereich sind schlissen weil sie keine hilfen bekommen aber milarden an steuerhinterziehenden und schwarsgelder bunkerne flugzeug und auto firmen vergeben
    hier ist alles super alles ist totall ok

  10. 3.

    Ein großes negstiv ist, dass in Brasilien ungehemmt (und kaum kritisiert oder gar gebremst) gerodet wird weil wegen Corona alle einen anderen Folus haben...

  11. 2.

    So eine Liste mag ein netter Zeitvertreib sein, richtig sinnvoll erscheint sie mir nicht, zumal gute wie schlechte Aspekte ja doch subjektiv sind und variieren. Das Video von der Explosion bzw den Explosionen Bairut fand ich auch heftig, aber da differenziert mein Kopf wie ein Automatismus und sagt mir „ganz weit weg, betrifft dich nicht“. Ein Schutzmechanismus, denn niemand kann sich permanent ohne Folgen mit schlimmen Nachrichten überschwemmen lassen, permanent Leid und Elend sehen und sich dabei irgendwann nochmal gut fühlen.
    Hingegen Ihr verstorbener Kollege - es gibt erstens Parallelen, zweitens ist es „so nahe“, in vielerlei Hinsicht. Mein Beileid seiner Familie, den Freunden und Kollegen. Nachrichten, die sich um Unglücke mit Mutter-Kind-Konstellation drehen oder die Vergewaltigung in Potsdam, mein „Filter“ nimmt solche Dinge viel stärker wahr und identifiziert sich dann schneller damit, als schlimme Katastrophen, die soweit weg sind. Und das meine ich keinesfalls als objektiven Vergleich, was hier schlimmer ist, geschweige denn möchte ich dem Unglück in Bairut die Schwere absprechen.

  12. 1.

    So schlimm kann diese Krise ja nicht sein, wenn die "Schlecht"-Liste so viel kürzer ist als die "Gut"-Liste. Dann will so grandiosen Dingen wie "im Bus hinten einsteigen" mal etwas entgegensetzen:

    - Wer eine andere Meinung hat und dafür demonstriert, wird kollektiv als "Idiot" bezeichnet.
    - Wer wegen Krankheit keine Maske tragen kann, wird in Bahn und Geschäft wüst beschimpft.
    - Andere wichtige Themen unserer Zeit geraten völlig in den Hintergrund durch monatelange "Live-Ticker"
    - Das EU-Asylrecht wird weiterhin ausgehebelt.
    - schmutzige Industrien (Flugverkehr, Autolobby) werden mit Miliarden unterstützt
    - Studierende fliegen von der Uni, da sie ihr Studium nicht mehr finanzieren können

    Aber man kann "im Bus hinten einsteigen". Also vielleicht alles nicht so schlimm.

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