Pop-up-Fahrradstraße, leeres Freibad, leeres Klopapierregal im Supermarkt (Quelle: dpa/Hannibal Hanschke)
Bild: dpa/Hannibal Hanschke

Der Absacker - Bleibt dit so oder kommt dit wieder weg?

Im heutigen Absacker gibt es mehr Fragen als Antworten. Wir haben eine lange Das-Ist-Gut-Das-Ist-Schlecht-Liste erstellt (danke Buzzfeed für die Idee), die Sie unbedingt noch erweitern müssen. Wir zeigen essende Vögel in Ohio. Doch es wird auch sehr traurig. Von Tim Schwiesau

Was waren das früher für Zeiten: Sommerloch. Gefährliche Bären, ergebnisvorhersagende Pinguine und Kraken, Kaimane in Baggerseen, Elche. Darüber haben wir Journalisten früher geschrieben, wenn im Sommer nix passierte.

Dieser Sommer ist anders: Corona, Rücktritte, Räumungen, Ausschreitungen, Demos. Und es hört nicht auf.

1. Was vom Tag bleibt

Schwierig zu sagen, was wirklich bleibt. Auf jeden Fall eine Menge Fragen:

1) Verpflichtende Kontrollen für Menschen aus Risikogebieten – reicht das? Da sich doch so viele an Arbeitsplätzen oder bei privaten Feiern anstecken? Vergangene Woche meldeten wir: 1 Prozent aller getesteten Fluggäste positiv (nach wenigen Tagen in Tegel und Schönefeld). Klingt erstmal wenig bei 2.300 Kontrollen. Wenn man aber bedenkt, dass diese 23 Personen in Bus, Bahn, Supermarkt, Restaurants gesessen hätten, eigentlich ein guter Wert.

2) Schulstart-Pressekonferenzen in Brandenburg (und Berlin) – klappt das? Allein in Brandenburg geht ab Montag für fast 300.000 Schülerinnen und Schüler der Alltag wieder los. 21.000 Lehrkräfte dazu. Ohne Abstand und Maske im Raum. Für Journalistinnen und Journalisten ein schwieriger Satz, aber: Ich habe keine Antwort auf die Frage, wie das laufen wird. Spekulieren möchte ich auch nicht.

3) Rigaer Straße: Anzeige gegen Innensenator Geisel und Polizeipräsidentin Slowik wegen Strafvereitelung im Amt. Ich bin kein Jurist und kann auch in keine Glaskugel schauen, deswegen: Wie geht diese Sache aus? Wie lässt sich dieses jahrelange Ringen um die Rigaer lösen?

4) Staatsanwälte, die wegen der rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln ermitteln, werden wegen möglicher Befangenheit abgezogen. Was war da wirklich los? Kann jetzt die Generalstaatsanwaltschaft dieses brutale Treiben in Neukölln aufklären?

5) Was passiert rund um die Szenekneipe "Syndikat"? Am Freitag soll geräumt werden. Am vergangenen Wochenende wurden bei einem Protest mehrere Polizisten verletzt. Neuköllns Bürgermeister ruft zu Gewaltverzicht auf.

6) Was macht Kalayci ab 2021? Berlins Gesundheitssenatorin hat angekündigt, bei der nächsten Abgeordnetenhaus-Wahl nicht mehr anzutreten und nicht mehr Senatorin sein zu wollen.

2. Abschalten.

Ich mach es kurz: Mein Kollege Sebastian Schneider hat die "Bird Feeder Cam aus Ohio" rumgeschickt. Viel Spaß beim Bestaunen der Vögel und Eichhörnchen (angeblich wurden dort schon über 20 Arten gesehen!)

3. Und, wie geht's?

Ich habe es oft gelesen und Sie wahrscheinlich auch: "Corona hat ja vielleicht auch was Gutes." Was zur Hölle soll das sein? Menschen sterben, leiden, haben Spätfolgen. Menschen sind arbeitslos, verbrauchen ihr Erspartes, Firmen gehen pleite, etliche Milliarden werden ausgegeben, was zulasten der folgenden Generationen geht. Ich habe hier ganz viel nicht aufgezählt, dafür reicht der Platz einfach nicht.

Deshalb sucht der Mensch – glaube ich - Trost und Hoffnung im Kleinen. In seiner Umgebung, um diesem großen Wahnsinn zu entkommen. Und da gibt es auch kleine, nette Sachen. Wahrlich "etwas Gutes", was die Coronakrise natürlich nicht besser, aber vielleicht erträglicher macht.

Wir haben mal gemeinsam überlegt und eine Liste erstellt – was sich seit Corona zum Guten und was sich zum Schlechten verändert hat. Und Sie, liebe Userinnen und User, können natürlich auch beitragen (hier in den Kommentaren oder per Mail absacker@rbb-online.de).

Gut

▪️ Pop-Up-Lanes für Fahrradfahrer

▪️ (einige) Menschen haben sich an Mundschutz gewöhnt – könnte bei Krankheitswellen wie der Grippe helfen (Vorbild Asien)

▪️ Politiker*innen müssen sich häufiger auf Pressekonferenzen erklären (noch schöner wäre, Bürger*innen könnten ihnen direkt Fragen stellen)

▪️ Cafés und Restaurants haben draußen viel mehr Platz

▪️ wir hören der Wissenschaft besser zu

▪️ weniger Touristen, die Stadt ist nicht ganz so überladen

▪️ Ende der Arbeitspendelei dank digitaler Schalten

▪️ das unsinnige Händeschütteln zur Begrüßung ist weg

▪️ wir haben das Händewaschen gelernt

▪️ mehr Platz und weniger Testosteron in Freibädern

▪️ hinten einsteigen im Bus

▪️ beim Arzt kommt man schneller ran

▪️ mehr Beinfreiheit in Theater und Kino

▪️ viele Menschen haben das Backen und Kochen für sich entdeckt

▪️ Menschen haben ihre Stadt/Umgebung besser kennengelernt

▪️ Erkenntnis: beim Bundesliga-Fußball wird genauso ein Quatsch gebrüllt wie in der Kreisliga

Schlecht

▪️ Brandenburg ist voller

▪️ Hass im Netz und auf der Straße haben gefühlt eine neue Qualität

▪️ professioneller Sport macht ohne Fans keinen Sinn

▪️ keine oder sehr unsichere Umarmungen mehr mit Freunden

▪️ Rücksichtslosigkeit und Unachtsamkeit mancher Mitmenschen wird noch deutlicher

▪️ keine Interaktion mehr mit Busfahrern

▪️ man kann nicht mehr so gut mit unbekannten Menschen in der Bahn interagieren (flirten)

▪️ es gibt tatsächlich Menschen, die Klopapier hamstern

4. Ein weites Feld...

Selten haben mich Nachrichten so schnell so stark berührt wie diese:

- Dienstag, gegen 17:30 Uhr, ploppen die ersten Eilmeldungen auf: "Starke Explosion erschüttert libanesische Hauptstadt Beirut." Ich klicke nicht drauf, viele andere vermutlich auch nicht. 19:27 Uhr: "Rotes Kreuz: Hunderte Opfer bei Explosion in Beirut." Ich esse gerade Abendbrot und will das erst danach lesen, vergesse es wieder. Gegen 20:30 Uhr sehe ich bei Twitter die ersten Videos der Explosion und bin sofort derart schockiert, wie ich es gefühlt seit dem 11. September 2001 nicht mehr war. Wie paralysiert starre ich auf mein Smartphone. Bis heute.

Falls Sie das auch berührt und Sie helfen wollen: Die Tagesschau informiert hier über Spenden.

- Ebenfalls am Dienstag ist der Journalist Mathias Puddig gestorben. Mit seinem Fahrrad stand er in Berlin-Adlershof an einer Ampel. Ein Lkw-Fahrer verliert die Kontrolle über sein Gefährt, kracht in die Ampelanlage und tötet den 35-Jährigen.

Die MOZ, für die er arbeitete, schreibt in ihrem Nachruf: "Solche Schicksale ereignen sich auf den Straßen einer Millionenstadt wie Berlin. Darüber zu berichten, gehört zum Handwerk von Journalisten. Doch dieser Unfall erschüttert unsere Redaktion bis ins Mark. Denn bei dem Toten handelt es sich um unseren Kollegen und Freund Mathias Puddig. Er wurde 35 Jahre alt."

Der Tagesspiegel schreibt: "Auf entsetzliche Weise ist nun einmal mehr klar geworden, wie wichtig und richtig die Debatte über die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr war und ist." Puddig hatte vor zwei Jahren einen Kommentar geschrieben: "Abbiegeassistenten für Lkw müssen rasch her".

Es berührt mich auch deshalb noch immer zutiefst, weil sich unsere Leben so gleichen: 35, Fahrrad, Journalismus, Adlershof, an dieser Kreuzung stand ich schon 100 Mal.

Ich wünsche der Familie, Angehörigen, Freunden, Kolleginnen und Kollegen viel Kraft.

Bis bald

Tim Schwiesau

Alle Absacker

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  • Haluka Maier-Borst
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  • Efthymis Angeloudis
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  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Boris trainiert den Pessimismus weg

    Kaum naht der Herbst, steuert die Corona-Krise auf zwei Szenarien zu: Ende in Sicht oder alles auf Anfang? Zumindest empfindet es Lisa Schwesig so. Zum Pessimismus kommen Fernweh und die Ungewissheit einer US-Wahl. Aber Boris Johnson wirft einen Rettungsanker.

  • Starker Regenschauer verhindert in Berlin die Sicht auf den Reichstag. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
    dpa/Paul Zinken

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    Wenn es regnet, dann schüttet es

    Corona-Demo verboten, Flip-Flop-Bankräuber gefasst, Liebig34 vor der Räumung. Und das alles vor 12 Uhr mittags. Ein Nachrichtentag, an dem die Meldungen nur so reinprasselten. Und dann auch noch Wetter. Von Sarah Mühlberger

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Wenn es blau blinkt, ist's Berlin

    Crime-City, Ganoven-Stadt – heute hat die Hauptstadt ihrem anrüchigen Image alle Ehre gemacht. Aber abseits davon wundert sich Haluka Maier-Borst über die ganz neue Offenheit der Senatsverwaltung für Kultur.

  • Haluka Maier-Borst
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    Zuschauen und lernen – wen n es niht zu seh rruckelt

    Nicht einmal in der Hälfte aller Brandenburger Schulen ist angemessener Digitalunterricht möglich, weil das Internet zu langsam ist. Was aber, wenn aufgrund von Corona-Fällen doch wieder Home-Schooling nötig wird, fragt sich Haluka Maier-Borst.

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Ich bin ok, du bist ok – und die Giraffe auch

    "Er will doch nur...!", "Was denkt die sich eigentlich!?" Bei hitzigen Themen wird der Gegenseite viel unterstellt und ausgiebig in den Kopf geguckt. Haluka Maier-Borst erinnert sich in solchen Momenten dann vor allem an Konflikttraining – und afrikanische Tiere.

  • Kira Pieper
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    Der Absacker 

    Travelling with Deutsche Bahn

    Was für ein Corona-Sommer! Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne doch so nah ist? Aber ob Auslandsreise oder Urlaub in bekannten Gefilden - Kira Pieper befürchtet: Das Virus lauert eh überall. Auch oder vielleicht gerade in der Deutschen Bahn.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Aller Anfang ist leicht

    Manchmal beginnt die Katastrophe ganz leise und schleichend. Alles wirkt harmlos und wie gewohnt. Doch dann nehmen die Ereignisse eine ganz andere Wendung. Das gilt für den Anschlag auf der A100, aber auch für die Corona-Pandemie, findet Lisa Schwesig.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Was macht die Milz nochmal?

    Ein langes Ausschlussverfahren, juristische Nickeligkeiten und einen Riss durch die AfD – all das verbindet man u.a. mit Andreas Kalbitz. Nun sorgen die kuriosen Umstände seines Rücktitts zudem für ungeplante Anatomienachhilfe. Von Haluka Maier-Borst

  • Symbolbild: Eine Familie steht in Sommerbekleidung vor einem Springbrunnen im Treptower Park. (Quelle: dpa/P. Zinken)
    dpa/M. Pudwell

    Der Absacker 

    Im Kurzarmhemd auf der Suche nach DEM Softeis

    Stirn, Kniekehle, Armbeuge, es klebt überall. Sie werden es bemerkt haben - es ist unendlich warm. Zeit für ein paar knifflige Fragen und kühle Gedanken. Und Sie müssen Tim Schwiesau dringend bei der Suche nach einem ganz bestimmten Softeis-Wagen helfen.

  • Laura Kingston
    rbb|24

    Der Absacker 

    Zwischen Risikogebiet und Alltagstrott

    Wir sehnen uns alle ab und zu nach einem Tapetenwechsel. In der jetzigen Zeit vielleicht mehr denn je. Und dafür sind wir bereit, einige Risiken einzugehen. Laura Kingston über den schmalen Grat zwischen Abenteuerlust und Risiko.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Selbst beim Sommerloch-Tier fehlt der Spaßfaktor

    Dieses Jahr regiert der Corona-Ernst. Entsprechend fallen Festivals, Parties und andere feucht-fröhliche Anlässe flach. Dass aber sogar unsere tierische Fantasie ein Sabbatjahr macht, findet Haluka Maier-Borst betrüblich.

  • Collage: Vor einem Berliner Spätkauf sind ein Spritzkuchen und eine Fassbrause positioniert (Bild: dpa/Seidel/Rothermel; imago images/Steinach)
    dpa/Seidel/Rothermel; imago images/Steinach

    Der Absacker 

    Fassbrause und Spritzkuchen vorm Späti

    Spritzkuchen, Muffins, Eierschecke: Heute wird es ein bisschen kulinarisch, denn Tim Schwiesau liebt Backwaren aus aller Welt. Natürlich dürfen Getränke nicht fehlen, aber Sie müssen uns dringend helfen. Nur beim Alkohol wird's derzeit kritisch.

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Beitrag von Tim Schwiesau

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12 Kommentare

  1. 12.

    Gendern muss man konsequent betreiben,sonst ist es kontraproduktiv..
    Nur meist wird ein Text damit unlesbar,also lieber ganz lassen.

  2. 11.

    Da es eine Kolumne ist, darf er natürlich gerne erzählen, was er gut oder schlecht findet. Getäuscht hat er sich auch überhaupt nicht, denn es ist ja seine eigene Wahrnehmung und Meinung. Nirgendwo in der Kolumne steht, dass der Verfasser für die Empfindung anderer spricht. Wenn Sie Gerda, etwas anderes gut oder schlecht finden, so ist dass ihr gutes Recht und veröffentlichen können Sie es auch. Wertende Floskeln wie also oder so so sind fehl am Platz....wie gesagt: Kolumne und auch bei anderer Ansicht nicht schlecht geschrieben.

  3. 10.

    Tim Schwiesau darf uns also erzählen was er gut findet... so so, hat er sich aber getäuscht.

  4. 9.

    Wie wäre es hiermit:
    Größte Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren
    Wirtschaftliche Existenz von Millionen von Menschen gefährdet (Kurzarbeit, Arbetslosigkeit)?

    Gilt natürlich nicht für rbb-Redakteure. Die müssen sich die Sorgen ja nicht machen.

  5. 7.

    Oh, man sieht wieder die Wertung von Redakteuren, die über eine staatliche Zwangsabgabe finanziert werden und sich keine wirtschaftlichen Sorgen machen müssen. Auch eine Art von Egozentrismus. Ich denke, die Liste von Leuten in einer weniger privilegierten Situation sähe wohl anders aus. Ein bisschen wie Marie Antoinette: was jammert das Volk, dass es kein Brot hat? Es kann ja Kuchen essen...

  6. 6.

    Zu 2. Die Verf. hat absolut recht..es ist eine subjektive Wahrnehmung.Auch die Meinung kann sich ändern. Freue ich mich abends, dass es keine volltrunkenen Touristen gibt, die sich auf dem Spielplatz erbrechen, so nerven mich vormittags nun noch mehr Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf dem Gehweg. Find ich es schade, dass schon Läden/Rest. im Kiez zumachen mussten, kann ch mich nicht über die Neueröffnungen freuen (Nagelstudio- das xte und shishabar immer leer). Das sind Corona- Nebenwirkungen. Schlimm ist die Bildungssituation. Auch ohne C. hatten und haben die S. immer weniger ausgebildete L. Und jetzt noch das ganze Chaos zusätzlich. In welchem anderen Bereich lässt man in hoher Zahl unausgebildetes Personal wichtige Aufgaben übernehmen. Milliarden werden ausgegeben- wieviel davon ist in den Ausbau der Lehrerbildung an den Unis geflossen? Und wenn ich einige Kommentare zu "Nach dem Urlaub.." lese, frage ich mich, wann fordern die Reisenden, dass der Staat den Urlaub zahlt.

  7. 5.

    Ich suche seit vorgestern meinen libanesischen Bäcker. Ich will ihn fragen, ob mit seiner Familie alles ok ist. Ob man helfen kann. Er ist nicht mehr im Laden.
    Zum Hiroshima-Jahrestag fragt mein Kind, ob Beirut eine Atombombe war. So schlimm, wie die Bilder sind...
    Der eh schon geschundene Libanon... schrecklich.

    Negativliste, als ich das Teaser-Foto sehe: genau, ICH kann nicht ins Freibad, ich habe kein Paypal und werde es BESTIMMT nicht für Corinna anschaffen, nur um einen Slot im Freibad zu buchen. Und an der Kasse, wie schon jahrzehntelang hinter einer Glasscheibe geschützt, sitzt ein dieses Jahr total gelangweilter Typ und spielt sich an den Fußnägeln. Nein, kassieren oder gar auf den Zähler kucken, ob´s voll ist, das kann der dieses Jahr plötzlich nicht mehr. Aber staatliche Hilfen beantragen, die Bäder...

    Geschäfte machen jetzt eher zu als ich Feierabend habe. Aber schon morgens früh auf (Rentner, aufgepasst!). Einzelhandel jammert, dass keiner einkaufen kommt....

  8. 4.

    der regenwalt wird abgebrannt und hier werden kolekraftwerke in betrib genommen
    die ansteckungszahlen steigen und in berlin demonstriren tausende für ein recht andre anzustecken krankzumachen und zu töten
    es gibt angeblich kontrollen der maskenpflicht aner jeden tag fahren hunderte menschen ohne im öpv
    kleine läden die wichtig für den wohnbereich sind schlissen weil sie keine hilfen bekommen aber milarden an steuerhinterziehenden und schwarsgelder bunkerne flugzeug und auto firmen vergeben
    hier ist alles super alles ist totall ok

  9. 3.

    Ein großes negstiv ist, dass in Brasilien ungehemmt (und kaum kritisiert oder gar gebremst) gerodet wird weil wegen Corona alle einen anderen Folus haben...

  10. 2.

    So eine Liste mag ein netter Zeitvertreib sein, richtig sinnvoll erscheint sie mir nicht, zumal gute wie schlechte Aspekte ja doch subjektiv sind und variieren. Das Video von der Explosion bzw den Explosionen Bairut fand ich auch heftig, aber da differenziert mein Kopf wie ein Automatismus und sagt mir „ganz weit weg, betrifft dich nicht“. Ein Schutzmechanismus, denn niemand kann sich permanent ohne Folgen mit schlimmen Nachrichten überschwemmen lassen, permanent Leid und Elend sehen und sich dabei irgendwann nochmal gut fühlen.
    Hingegen Ihr verstorbener Kollege - es gibt erstens Parallelen, zweitens ist es „so nahe“, in vielerlei Hinsicht. Mein Beileid seiner Familie, den Freunden und Kollegen. Nachrichten, die sich um Unglücke mit Mutter-Kind-Konstellation drehen oder die Vergewaltigung in Potsdam, mein „Filter“ nimmt solche Dinge viel stärker wahr und identifiziert sich dann schneller damit, als schlimme Katastrophen, die soweit weg sind. Und das meine ich keinesfalls als objektiven Vergleich, was hier schlimmer ist, geschweige denn möchte ich dem Unglück in Bairut die Schwere absprechen.

  11. 1.

    So schlimm kann diese Krise ja nicht sein, wenn die "Schlecht"-Liste so viel kürzer ist als die "Gut"-Liste. Dann will so grandiosen Dingen wie "im Bus hinten einsteigen" mal etwas entgegensetzen:

    - Wer eine andere Meinung hat und dafür demonstriert, wird kollektiv als "Idiot" bezeichnet.
    - Wer wegen Krankheit keine Maske tragen kann, wird in Bahn und Geschäft wüst beschimpft.
    - Andere wichtige Themen unserer Zeit geraten völlig in den Hintergrund durch monatelange "Live-Ticker"
    - Das EU-Asylrecht wird weiterhin ausgehebelt.
    - schmutzige Industrien (Flugverkehr, Autolobby) werden mit Miliarden unterstützt
    - Studierende fliegen von der Uni, da sie ihr Studium nicht mehr finanzieren können

    Aber man kann "im Bus hinten einsteigen". Also vielleicht alles nicht so schlimm.

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