Der Absacker - Wer ist schuld: Corona oder das Internet?

"Wir sind weiter online für sie da!" (Quelle: dpa/Kalaene)
Bild: dpa/Kalaene

In der Viruszeit gehen nun geliebte Geschäfte und Zeitschriften von uns. Dabei könnte das Virus vielleicht auch Gutes bewirken. Wenn wir auf sehr billiges Fleisch verzichten, zum Beispiel. Oder öfter nach Brandenburg radeln. Ein sehr langer Absacker von Tim Schwiesau

Hallo. Ich bin die Absacker-Aushilfe. Wenn niemand kann, darf ich mal ran. Das mag auch daran liegen, dass sich meine Kolleg*innen wohl dachten: Moment, der kann doch nur Kochen/Backen, Auf-Dem-Smartphone-Rumdaddeln, Sport - und schreibt der als Social-Media-Leiter nicht immer nur kurze Antexter und Tweets? Mag sein 🤣.

Und eigentlich wollte ich nur über Fußball schreiben, aber mein verehrte Kollegin Lisa Schwesig hat dazu jüngst alles gesagt.

Deshalb kommen wir jetzt zu einem völlig anderen Thema ...

1. Was vom Tag bleibt

... leider trauriger Natur. Die Abschiede nehmen einfach kein Ende. Gestern die Zitty und wohl einige Karstadt-Kaufhof-Filialen, heute das Kino Colosseum an der Schönhauser Allee: Alle betroffen von der Corona-Krise, aber auch vom Lebenswandel. Das Virus scheint die Lebensdauer einiger altehrwürdiger Institutionen deutlich zu verkürzen, auf der Kippe standen viele schon länger. Netflix, Amazon, das Internet überhaupt haben ihren Teil dazu beigetragen. Was Userinnen und User dazu sagen, steht weiter unten im Text (#WieGehtEsUns?).

Und da wir schon bei Abschieden sind: Vielleicht ist auch der Corona-Ausbruch mit über 1.000 Infektionen im Tönnies-Fleischbetrieb Anlass, endlich die Arbeits- und Produktionsbedingungen sowie den Tierschutz wirklich zu verbessern (tagesschau.de). Ja, es ist auf den ersten Blick nicht direkt ein Thema aus Berlin oder Brandenburg, weil die Fabrik in Rheda-Wiedenbrück steht. Aber auch hier gibt es immer wieder negative Berichte aus Fabriken. Und auch in unseren Supermärkten liegen zu oft 500 Gramm Huhn oder Schwein für 1,99 Euro.

Was in Berlin wieder so richtig auflebt: die Demonstrationen. Dutzende waren es heute in der Hauptstadt. Die Themen: Rassismus, Mieten, Umwelt, Studienbedingungen uvm.

2. Abschalten.

Nun, in diesen "Corona-Zeiten" haben sich unsere Gewohnheiten völlig verändert. Bei mir: Ich fahre jetzt noch mehr Fahrrad als früher. Nicht nur zur Arbeit und zurück (meine Strecke besteht jetzt vollends aus Pop-up-Radwegen 💪). Sondern sehr weite Strecken.

Letztes Wochenende bin ich mit Freunden von Hamburg nach Berlin geradelt. Warum ich das schreibe? Die Unterrubrik hier heißt "Abschalten". Ich sage Ihnen: Wenn Ihnen der Wind drei Tage lang von vorne kommend erbarmungslos ins Gesicht peitscht (🌬️) – mehr Ablenkung geht nicht. Vermutlich kann man nirgendwo besser abschalten als auf den schier unendlichen Radwegen der Mark Brandenburg zwischen Mohn-Mais-Raps-Feldern. Brandenburg rockt.

Das geliebte Smartphone habe ich fast nur zum Navigieren benutzt. Und zum Bundesliga-Gucken, als wir 1½ Stunden in einem Hausvorsprung standen, weil uns auf dem Havelradweg (bezaubernd) kurz vor Havelberg ein Gewitter erwischte ⛈️.

Falls Sie auch mal richtig auf Brandenburger Radwegen abschalten wollen, hier ein paar Tipps:

1.) Nehmen Sie Essen mit. Das ist eine Binsenweisheit - aber eine wichtige! (Bargeld nicht vergessen.)

2.) Gute Strecken: Havelberg – Berlin via Stölln, Ribbeck, Nauen, Falkensee. 120km. In Ribbeck gibt’s gigantisch guten Birnenkuchen. Aber auch der Havel-Radweg zwischen Brandenburg an der Havel via Ketzin, Werder, Geltow, Potsdam ist zu empfehlen. Gransee – Berlin via Löwenberger Land, Oranienburg ist auch ganz nett.

3.) Mit dem Fahrrad in den RE steigen, bissl raus, und wieder zurück. Wenn Sie sehr großes Glück haben, leben Sie schon in Brandenburg und müssen aus Berlin erst gar nicht erst raus (denn trotz neuer Radwege ist es immer noch kein sehr großes Vergnügen).

4.) Luft aufpumpen, Kettenöl rauf, Helm nicht vergessen, ab geht’s.

3. Und, wie geht's?

Als Social-Media-Redakteur lese ich wöchentlich Hunderte, Tausende Kommentare. In diesen Tagen sind viele (natürlich) emotional.

Mehrere Themen wurden in den vergangenen Tagen stark geteilt und kommentiert. Die haben mit Reisen/Fernweh und auch mit den guten alten Tagen zu tun, als es das Internet noch nicht gab.

1.) Die Schließung von Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen. Für viele geht da ein großes Stück Vergangenheit verloren, ein Teil ihres Kiezes. "Gerade die Schließung der Filiale in der Müllerstrasse wird zum Untergang der Strasse beitragen, dort gibt es ja nur noch Ramschläden, aber vielleicht kann das Kaufhaus auch genutzt werden von verschiedenen Einzelhändlern, quasi ähnlich der Gourmetabteilung des KaDeWEs", heißt es in unseren Kommentaren. Oder: "Also ich kaufe Kleidung regelmäßig bei Karstadt. Etwas teuerer, aber doch bessere Qualität. Ich werde nicht anfangen, Kleidung im Internet zu bestellen und alles nicht passende zurückzuschicken. Eine Festplatte kann man online bestellen, eine Kamera auch... Aber T-Shirts/Jacken etc. müssen passen. Und da muß man vorher ausprobieren! Also ab ins Geschäft." Politikerinnen und allerlei Leute aus den Kiezen versuchen jetzt, den einen oder anderen Standort zu retten - denn es sind 1.200 Menschen von den Schließungen bedroht.

2.) Die Zitty erscheint nicht mehr in der gedruckten Ausgabe. In den Kommentaren unter dem Artikel heißt es: "Traurig! Ausgerechnet die "Zitty" und "natürlich" die Zitty: Genau das ist die Corona-Tragik. Als erstes trifft es die alternativen, die indie-lastigen, die wilderen, ungebügelten, que(e)rgestrickten Einrichtungen. Die Zitty ist ein Mahnmal des Verlustes, der über diese Stadt hereinbrechen wird. Schade drum." Oder auch: "Ja, traurig, ein Stück Alt-Westberlin ist weg.." Und: "Naja, schade. Noch in den 2000ern habe ich kaum eine Zitty ausgelassen. Was sie für mich gekillt hat waren aber das Internet und das Alter (meins) und nicht Corona. Schüss und Danke!"

3.) Das Traditionskino Colosseum im Prenzlauer Berg wird nicht wieder eröffnen, das Haus an der Schönhauser Allee wird die Corona-Krise nicht überleben. "Jammerschade um das schöne Kino mit dem einmaligen inneren Ambiente....", "Sehr schade denn das Colosseum gehörte noch zu den wenigen ursprünglichen Kinos Berlins und nicht zu den Dutzenden neuen Multiplex - Kinos die erst nach 1990 entstanden sind . Hoffentlich bleibt der Bau wenigstens erhalten und wird nicht wie viele andere abgerissen!!"

4.) Unsere Karten zu neuen Nachtzug-Routen (Berlin-Graz, Berlin-Stockholm, beide auf Instagram). Da wird deutlich: Die Reiseweltmeister scharren mit den Hufen und wollen mal wieder weit weg.

"Genial, ist eine Reise wert 😍"
"das kommt auf die Reiselust fürs nächste Jahr!"
"nächste Reise nach Stockholm nach der Quarantäne? :D"
"Ich hasse Nachzüge, aber vielleicht sehen wir ja doch endlich noch Stockholm!!! Hanna Eine Variante in deine Nähe zu kommen ohne zu fliegen. 🤯"

Stichwort Schweden: Die haben natürlich ganz grausame Coronavirus-Zahlen derzeit und stehen als Buhmann Europas da (tagesschau.de).

Aber der Exilant aus dem Rheinland weist uns zurecht darauf hin: Es ist Midsommar, ab Sonntag wird es jeden Tag wieder etwas früher dunkel. Was die Schweden trotz Corona wohl dennoch groß feiern.

"Huch, neulich war es doch noch um 6 Uhr abends dunkel, als der Lockdown war? Wie die Zeit vergeht! …Tja, da steht man also gefühlt direkt nach Ostern vor den Sommerferien, stellt fest, dass wildcampen nirgends erlaubt ist, auf Mundschutz-Hotel hat man aber keine Lust, und andere denken schon ans Weihnachtsgebäck... meine innere Funkuhr hat gerade leichte Synchronisationsprobleme!

Vielleicht gibts ja noch Tips aus den Kommentaren oder dem Absacker, wie man seine 10 knappen Urlaubstage verbringen kann. Ich bin gespannt.

Viele Grüße
Der Exilant"

Wir schließen uns der Frage an: Wo kann es hingehen in diesen Zeiten? Schreiben Sie uns und dem Exilanten hier unten in den Kommentaren oder an: absacker@rbb-online.de.

Als Leiter der rbb|24-Social-Kanäle will und muss ich Ihnen natürlich noch unsere sozialen Netzwerke empfehlen, möglicherweise begegnen wir uns dort auch mal oder haben es längst getan.

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4. Ein weites Feld ...

Weiter oben habe ich von der Fleischproduktion geschrieben. Deshalb empfehle ich jetzt mal ein paar Texte von Bettina Rehmann und Sebastian Schneider. Sie haben sich vor gut zwei Jahren mal angeschaut, wie das mit der Geflügelproduktion läuft: "Stall 12" und "Schwer auf der Brust" sollten Sie mal lesen.

Sorry, ist etwas lang geworden. Danke fürs Durchhalten 🙏. Aber wenn ich schon mal die Chance bekomme, das Internet so richtig voll zu machen, dann nutze ich die Chance auch. Vielleicht lesen wir uns bald mal wieder hier, hängt vom Feedback der Community und den Kolleg*innen ab.

 

Sport frei

Tim Schwiesau

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    Janz Berlin is eene Wolke

    Da feiern 500 Flitzepiepen in Berlin ne Sause und gleich jibbet Jeschrei. Halloween fällt och flach und eijentlich ham wa nüscht mehr zu lachen inne Pandemie. Lisa Schwesig versucht et mit Amüsemang uff Berlinerisch. Een böset Pflasta musse aber trotzdem abreißen.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Ganz Berlin ist eine Wolke

    Da feiern 500 Menschen in Berlin eine Party und gleich gibt es Geschrei. Halloween fällt auch aus und eigentlich haben wir nichts mehr zu Lachen in der Pandemie. Lisa Schwesig versucht es mit Witz auf Berlinerisch. Ein böses Pflaster muss sie aber trotzdem abreißen.

  • Kira Pieper
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    Absacker 

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    Es geht wieder los! Die Hamster kriechen aus ihren Höhlen, um ihren nicht zu bändigenden Appetit auf Klopapier zu stillen. Aber warum genau werden die Auf-Halde-Käufer noch mal mit dem Nager verglichen? Kira Pieper zumindest sieht sehr viele Ähnlichkeiten.

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    Wasserrechnungen nicht gezahlt, Einnahmen nicht versteuert – heute bestimmen auch große Zahlen abseits von Corona das Nachrichtengeschehen. Und Haluka Maier-Borst fragt sich, ob das auch mit fehlenden Mathematik-Kompetenzen zu tun hat.

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  • Haluka Maier-Borst
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    Fragen wir doch mal Dr. Alban

    Früher haben wissenschaftliche Studien keinen interessiert. Heute weiß angeblich jeder, wie man sie richtig liest. Habe ich dem wirklich umsonst ein ganzes Studium gewidmet, fragt sich Haluka Maier-Borst in einer kurzen Sinnkrise.

  • Haluka Maier-Borst
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    Rien ne va plus und trotzdem Stress

    Die BVG streikt und Brandenburg lässt Berliner/innen nur noch unter Auflagen rein zum Urlaub machen. Auch sonst fühlt es sich an, als würde jemand die Notbremse anziehen. Und trotzdem weiß Haluka Maier-Borst nicht, wo ihm der Kopf steht.

  • Efthymis Angeloudis
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    Der Absacker 

    Dit is Klischee!

    Kaum eine Stadt wird auf solch peinliche Art und Weise für klischeehafte Sprüche benutzt wie Berlin. Arm aber sexy war mal. Jetzt scheint der Slogan der Stadt eher kalt und leer zu sein. Droht Berlin das gleiche Schicksal wie New York?, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Der Absacker 

    Die sind schuld! Oder doch nicht?

    Die Corona-Fallzahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder deutlich an und für viele ist klar, wer die Schuld trägt. Lisa Schwesig bringt derweil ein ganz anderer Corona-Infizierter auf die Palme.

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Das ist leider kein Fehler

    Im Frühsommer wurde noch darüber diskutiert, ab wie vielen Fällen die Lage in Berlin kritisch wird. 30 Fälle oder 50 Fälle pro 100.000 Einwohner? Neukölln hat die Unterscheidung mal eben pulverisiert. Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Illustration. (Quelle: privat/Leo Matthey)
    Leo Matthey

    Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

    Kitastreiks in Brandenburg wecken bei Sebastian Schöbel Erinnerungen an das Corona-Betreuungschaos, in Berlin fliegen menschenverachtende Chatnachrichten von Polizisten auf und die Debatte um einen kostenlosen ÖPNV lässt unsere Leser*innen nicht los.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

  • Laura Kingston
    rbb|24

    Absacker 

    Carpe den verdammten Diem!

    Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern bedeutet neue Beschränkungen für alle. Das fühlt sich für Laura Kingston zuweilen an wie Elternsprechtag. Und aus dem geht sie nicht sonderlich hoffnungsvoll hervor.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Entscheidungen mit Strahlkraft

    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

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34 Kommentare

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  1. 34.

    Zu meiner emoji-Anmerkung in 4. : nur weil es mir nicht so gut gefällt, muss es auch nicht gleich geändert werden. Ich finde, Emojis passen zu Kurznachrichten. Dort ersetzen sie kurz und knackig Wörter. In richtigeTexte, Kommentare, Glossen usw. passen sie meiner Meinung nach nicht gut, da gefällt mir das geschriebene Wort eben besser. Oder anders herum, der meiner Meinung nach gut geschriebene Absacker braucht gar keine emojis; er ist auch ohne gut verständlich und wird mit nicht aussagekräftiger. Als persönliche Note kann der Autor schreiben wie er mag. Natürlich sind auch Stilmittel im Wandel und somit eine Generationenfrage. Und noch etwas zum Schmunzeln: Eine Modulabschlussarbeit eines 1.Semesterstudies mit Emojis im Fazit hat er dann doch zur Überarbeitung zurückbekommen.

  2. 33.

    Danke für die Antwort :) Ich hab jetzt den Schweizer Artikel mal gelesen.... gut, die Forschungsergebnisse müssen ja wohl anerkannt werden, seufz. Es hat sich sicher in den vergangenen Jahren auch schon viel verändert, und da die ausdrückliche Mit-Nennung der Frauen klar zugenommen hat, wird sie sicher auch vermisst, wenn sie fehlt. Wodurch sich Frauen dann (noch) weniger wahrgenommen fühlen...
    Aber die Quintessenz des Artikels, dass gender­gerechte Sprache etwas umständlich und vielleicht unschön sei, aber trotzdem notwendig, weil Frauen nur begrenzt wahrgenommen würden, wenn sie nicht sichtbar gemacht werden... das kann ich echt nur schwer akzeptieren. Sich unbeholfen und hässlich machen, um wenigstens *gesehen* zu werden - nääää.
    Ok, das ist eine gaanz schiefe Argumentation.... aber trotzdem ;)
    (Das Absacker-Weizen is schuld!)
    Schönen Abend noch!

  3. 32.

    Ich finde Ihren Artikel wirklich gut, informativ und mit dem persönlichen Hauch, sehr sympathisch. Und die Emojis finde ich persönlich sehr erfrischend, WEIL es mich an WhatsApp erinnert. Ist sicher eine Generationen-Frage auch. Waren ja nur ein paar, gehört zu Ihrer persönlichen Note und sollte erhalten bleiben. :)

  4. 31.

    Ihr Kommentar bleibt rätselhaft. Ich hoffe, und sicher nicht ich alleine, diese Zeilen erreichen Sie bei guter Gesundheit und Sie sind nicht vor Wut geplatzt.
    (Man kann wirklich zuhause fürs Klima hüpfen?)

  5. 30.

    Ich tu mich auch schwer damit. Aber ich arbeite daran, weil mir viele Menschen gesagt haben, dass sie sich bei der rein männlichen Form nicht "mitgemeint" fühlen.

    Und gern auch nochmal für Sie die Empfehlung dieses Textes, war für mich sehr erhellend: https://www.republik.ch/2020/06/12/gendergerechte-sprache-ist-notwendig-ein-plaedoyer

    Und auch an Sie: Danke fürs Feedback, ich gelobe Besserung bei der Länge :)

    Schönen Sonntag weiterhin.

  6. 29.

    ????? war die Antwort für mich? Denn sie macht keinen Sinn. Ich hatte auf eine Feststellung von Frau reagiert, die eben so nicht stimmt.

  7. 27.

    Wiedereinmal haste schön Kommentiert. Tut richtig jut von Dir zu lesen. Immer wieder gerne:-) Ulli singt mit Sicherheit noch. Dieser alte Haudegen;-)

  8. 26.

    Das will ich doch hoffen, dass Ulli Zelle noch singt! Hab ihn mit seinerTruppe vor knapp 2 Jahren mal auf ner großen Geburtstagsparty erlebt - 6 Leute, die alle 60 wurden, und den ganzen Abend gab es nur Musik aus deren wilderJugend - das war sooooo genial! Zelle hat den Abend gerockt, unfassbar :D

  9. 25.

    Bitte halten Sie sich an die Anweisungen, bleiben Sie zuhause, hüpfen Sie für das Klima und hängen Sie sich eine Maske vor's Gesicht.

  10. 24.

    Das Kinosterben ist schon seit vielen Jahren ein Thema und hat, genau wie die Karstadt-Schließung, nichts mit Corona zu tun.
    Im Grunde kann ich mich Berliner anschließen. Die Regierung hat die Beschränkungen angeordnet, an denen jetzt viele vor allem kleine Unternehmen zugrundegehen. Insofern wünsche ich mir einen unabhängigen Coronaausschuss, der sich alles genau anschaut und prüft, was notwendig war, wo versagt wurde und was man in Zukunft besser machen kann.

  11. 23.

    *lach* glaube mir, im Speckgürtel ist es schon jetzt wie am Chiemsee! Ganz schlimm war es im Lockdown, als alle zu Hause bleiben sollten... da waren ALLE Berliner mit dem Rad in meiner Vorortstraße, und die Brandenburger dazu, weil es ja ein Betretungs-, aber kein Beradlungsverbot gab. Ich kam fast nicht aus dem Haus, ohne übergefahren zu werden. Heftig. Hat aber schon deutlich nachgelassen, die Spritpreise sind wieder um 20 ct gestiegen, heißt: alle fahren wieder Auto....

  12. 22.

    Ich tu mich trotzdem immer noch schwer, mich an die *innen in Sprache und Schrift zu gewöhnen. Hab nie verstanden, warum diese Anhängsel plötzlich beigefügt werden mussten, damit frau nicht vergessen wird (um es mal platt zu sagen). Und wenn sogar aus Gast eine Gästin wird, dann schaudert´s mich. Ich habe es immer so empfunden, dass wenn Frauen diese Betonung unbedingt brauchen, um nicht das Gefühl zu haben, unter den Tisch zu fallen, dann stimmt mit ihrem eigenen Selbstwertgefühl irgendwas nicht... Ich hatte damit nie ein Problem (also mit den vorher "nur-männlichen" Bezeichnungen!).
    Wenn jetzt aber im Redefluss die Lücke im Wort (*) verschluckt wird, dann werden die Benannten plötzlich alle weiblich - das ist doch auch irgendwie merkwürdig, oder ?
    Manchmal wünschte ich mir das englische The herbei, um diesen Krampf endlich vom Tisch zu haben ;)

    Sorry Tim, geht jetzt am Absacker-Feedback vorbei...
    ich fand´s etwas sehr laaang, aber ansonsten ganz ok :)

  13. 21.

    Machen wir jetzt hier ne Friedrich-Tom-Mann-Männer-Diskussion um die Schönheit der Deutschen Interpunktion als Nutzung in der Gender-gerechten Deutschen Sprache auf oder was? Achtung, ich als BerlinerIN reagiere da sehr sehr ungehalten, wenn einer vom Thema abkommt, um sich und sein Geschlecht hier zu platzieren. Thema verfehlt, 6, setzen.

    BTW: ich glaube, Ulli Zelle war da mind. beiteiligt, als es um die Stadtteile ging. Mensch, muss ich mal googlen. So bringt einen ein Absacker auf neue Ideen :-)

    Singt Ulli Zelle eigentlich noch???

  14. 20.

    Genau kommt bitte nicht alle sofort und auf einmal ins schöne Brandenburg. Es ist so schön weil es genau so ist wie es ist. Ich erinner mich mit Schrecken an eine Runde um den Chiemsee, wo wir ständig angeklingelt wurden, weil wir im Urlaub waren und nicht in der Vorbereitung zur Tour de France. Stau auf dem Radweg gibt es dort auch schon auf dem Lande. Also teilt euch die Zeit in BB schön ein, Berlin hat auch ein paar nette Ecken. Trotzdem seid ihr natürlich willkommen.

  15. 18.

    Mit Ihrer Interpretation treten Sie mir nicht zu nahe. Die Sprache wird dadurch nicht verdorben (umgangssprachlich: verhunzt). Sie kennen ja die Positionen der Ministerien, kulturellen Einrichtungen, der Universitäten und der Berliner Behörden zum Schriftsprachgebrauch. Diese sind seit Jahren bekannt. Wer im akademischen Bereich liest und veröffentlicht, kennt das nicht anders ...außer in sehr alten Schriftstücken. Die Gender-Sprach- Diskussion hatte man dort in den 90ern geführt. Bei den Behörden ist es ebenso. Aus welchem soziologischen Modell Sie den Begriff des prekären Milieus ableiten und wie dort die Kenntnisse der Orthografie sind, da können Sie gerne die Hinweise geben. Mit dem Thema des Absackers hat es ja nicht zu tun - aber trotzdem nach so vielen Jahren für manche immer noch nicht uninteressant.

  16. 17.

    Ja..aber das gibt es ja schon irgendwo in den Archiven der Abendschau...vielleicht kann das Urgestein Herr Zelle da helfen. Interessant wär eine Neuauflage besonders zur Zeit. Gruss aus dem schönsten Stadtteil von der ganzen Welt ..mitten im alten Westen Berlins.

  17. 16.

    Besonders im Chat ersetzen Emoji das Element der nonverbalen Kommunikation. Ich fand gut, dass Sie welche verwenden. Man kann damit etwas verstärken, abschwächen oder Ironie usw. zum Ausdruck bringen. Wo ich im Gespräch lächle, die Stirn runzle oder auch einfach nur nicke oder lächle, da kann ich im Chat eben Emoji einsetzen. ;-)

  18. 15.

    Die Frage nach der Schuld ist leider typisch deutsch. Als Nächstes kommt dann die Frage, wie kann ich den Schuldigen bestrafen. Und in der Zwischenzeit verändert sich nichts, weil alle über die Schuld diskutieren

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