Der Absacker - Travelling with Deutsche Bahn

Kira Pieper
Bild: rbb|24/Mitya

Was für ein Corona-Sommer! Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne doch so nah ist? Aber ob Auslandsreise oder Urlaub in bekannten Gefilden - Kira Pieper befürchtet: Das Virus lauert eh überall. Auch oder vielleicht gerade in der Deutschen Bahn.

Die Sommerferien sind schon ein Weilchen vorbei, die Corona-Zahlen steigen wieder und ich habe mich dazu entschieden, Ihnen meine Corona-Sommer-Erfahrung nicht vorenthalten zu wollen.

Hier meine Geschichte: Ein Urlaub im Ausland schloss ich aus, selbst eine Buchung hierzulande kam mir zu riskant vor. Zu groß die Gefahr, dass das Urlaubsziel plötzlich zum Risikogebiet erklärt wird oder Stornierungen drohen. Also ab zur Verwandtschaft an die Nordsee. Und am allerschönsten reist es sich dorthin mit der Deutschen Bahn.

Was soll ich sagen. Meine Vorstellungen wurden noch übertroffen. In der Bahn soll eigentlich jeder eine Maske tragen, darauf weist das Bahnpersonal immer wieder freundlich hin. Aber der Begriff Maske ist offensichtlich dehnbar: Eine Frau trug etwa ein selbstgehäkeltes Exemplar mit großzügigen Maschen, ein Mann bedeckte lediglich seinen Mund und nur, wenn sich Zugpersonal ankündigte, schloss er auch die Nase mit ein. Wieder andere hatten ihren Mund-Nase-Schutz wohl gänzlich vergessen, also musste das T-Shirt herhalten, zumindest für ein paar Sekunden.

Aber woran wirklich niemand gedacht hat: Die mitreisenden Döner, Salate, belegte Brötchen und Brote, Joghurts und Milchshakes wollen ja auch noch verzehrt werden! Da gibt es auf der 1:45-Stunden-langen Fahrt nach Hamburg einiges zu tun. Das Maske-Aufsetzen lohnt sich quasi gar nicht.

Der Zugbegleiter nahm wohl eine andere Welt wahr als ich. Er ließ es sich nicht nehmen, über Lautsprecher ein deutliches Lob an seine tollen Fahrgäste auszusprechen: "Schön, dass Sie sich so super an die Vorschriften halten!" Nun ja, vielleicht ist der Mann an anderen Tagen ja noch Schlimmeres gewohnt.

1. Was vom Tag bleibt

Nun aber weg von Corona, hin zu Themen, die es darüber hinaus in unseren Alltag schaffen. Erinnern Sie sich? Vor Corona bestimmten oft der Terror oder sogenannte Gefährder die Nachrichten. Nun ist es wieder so weit. Thema des Tages ist immer noch der mutmaßlich islamistisch motivierte Anschlag auf der A100. Und die damit verbundenen Fragen: Hätte die Tat verhindert werden können? Warum hatten die Behörden den mutmaßlichen Täter nicht besser im Blick? Vor allem CDU und AfD sehen Versäumnisse beim Berliner Senat. Dieser wiederum setzt sich zur Wehr: Es sei alles unternommen worden, was ging.

Was war sonst noch: Es war heiß und wird heiß, irgendwo wurde wieder eine Bombe entschärft und mit der Grünen Woche findet Corona-bedingt 2021 eine weitere Veranstaltung ohne Publikum statt. Ja, manche Dinge überraschen gar nicht mehr so.

2. Abschalten

Eine schöne Beschäftigung: Twitter öffnen und schauen, was gerade so bei den Hashtags im Trend liegt. Ich habe es extra für Sie ausprobiert: Und siehe da: Eben trendete der Hashtag "Zugtoilette". Das hat mich neugierig gemacht.

Was war passiert? Wie mehrere Medien berichten [zeit.de], soll sich der AfD-Politiker Stephan Brandner im ICE von Berlin nach Binz geweigert haben, einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen. Der Zugbegleiter forderte daraufhin die Bundespolizei an. Damit die Beamten zusteigen konnten, musste die Bahn stoppen. Brandner hatte sich in der Zwischenzeit auf der Zugtoilette verschanzt. Am Ende gab er aber wohl doch klein bei und verließ seinen Zufluchtsort - mit Mund-Nase-Schutz. Die Polizei ließ es wohl bei einer Belehrung. Der Zug fuhr mit Verzögerung weiter. Was für ein Theater, aber es gibt sehr lustige Tweets dazu.

3. Und, wie geht's?

Wir freuen uns ja immer über Absacker-Post. Geschrieben hat uns Ronni, der sich mittlerweile auch ein bisschen Sorgen macht über Hygienevorschriften und Abstandregeln, die offenbar immer mehr vernachlässigt werden. Wo werden sie überhaupt noch eingehalten?

Erstmals könnte man in Supermärkten suchen. Sieht erstmal ganz gut aus. Naja nicht so ganz. Die eine Zeitlang selten gewordenen Einkaufswagen haben sich wieder zu voller Stärke vermehrt , die kurzzeitig aufgetauchten Desinfektionstücher sind mittlerweile eine vom Aussterben bedrohte Art. Völlig von der Liste zu streichen sind die privaten Wachgorilla an den Eingängen.

Meine Erfahrung im Supermarkt war gerade auch eher vor-Corona-lich: Eine Frau stellte sich hinter mir an die Schlange an der Kasse und ließ ihren Einkaufskorb direkt in meine Hacken fallen. Anschließend hat sie mir dann spürbar in den Nacken geatmet. Ob sie eine Maske aufhatte? – Das will ich gar nicht so genau wissen.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Hygienevorschriften und Abstandsregeln? Werden sie eingehalten? Interessiert Sie das überhaupt oder halten Sie sich selber gar nicht mehr dran? Uns interessiert alles! Schreiben Sie gerne an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld...

Die Sommerferien sind vorbei, Corona ist es nicht. Im Gegenteil, die Infektionszahlen steigen. Nach meinen Erfahrungen in Zug und Supermarkt wundert mich das nicht. Die Welt da draußen scheint das Virus irgendwie akzeptiert und in den Alltag integriert zu haben. Das ist gut, scheint aber auch gefährlich zu sein, denn eine Nachlässigkeit macht sich breit. Darüber hinaus passieren auch noch Nachrichten, die uns schon vor Corona bekannt vorkamen. Manche beunruhigen (A100-Anschlag), andere scheinen schon gar nicht mehr so zu überraschen (Bomben-Entschärfung und Hitze). Kommt es mir nur so vor oder stumpfen wir ab?

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kira Pieper

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    Leo Matthey

    Der Absacker 

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  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Der Absacker 

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  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

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  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

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14 Kommentare

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  1. 14.

    OMG! Ich liebe diese franz. Bulldoggen! Eigentlich alle Doggen ;-) nun, und auch unseren Teilzeithund - wir haben die vordere Hälfte ;-) sehr nett von Dir! Wir haben vorletztes WE auch genau das gemacht, damit Herrchens mal zu Omma (mag keine Hunde...) und aufs Land können. So haben beide etwas davon. Verbiestert Fernsehkucken sollen bitte die anderen ;-)

  2. 13.

    Und wieder muß ich Lachen, wenn ich Deinen Kommentar lese. Habe erst gestern noch mit einer Mutter und ihren kleinen Jungs beim Vietnamesen draußen gesessen und auch über übellaunige Menschen gesprochen. Dabei kam der trockene Humor der Berliner Bevölkerung zur Sprache und wie wir beide den so vermissen tun. Ergebniss, da die Gute mit ihren Kindern und zwei süße Französische Bulldoggen schlecht mal ein verlängertes Wochenende ohne den Großstadtrummel unternehmen kann, wegen der Hunde, habe ich mich bereit erklärt notfalls die beiden Sofakissen solange bei mir aufzunehmen. Denn Lothar braucht hin und wieder den richtigen Anschub um mal vor die Tür zu gehen. Da ist Gassigehen doch genau das richtige;-)

  3. 12.

    Es ist nicht jedem gegeben, sich vernünftig und respektvoll zu verhalten und ja, wer mir ohne Maske zu nah auf den Pelz rückt, ist nicht mein Freund.
    Der letzte Satz ist hoffentlich der momentanen Hitze geschuldet, sind die AHA- Regeln für Sie Terror? Sie können einem nur Leid tun.

  4. 11.

    Dem stimme ich sogar teilweise absolut zu.
    Man sieht sofort, wer zu bequem oder zu dumm ist, sich selbst Gedanken über Zahlen und Konsequenzen daraus zu machen und abzuschätzen, welche fatalen Folgen dieses Verhalten für unsere zukünftige Gesellschaft hat.
    Ein genauer Indikator ist das aber nicht, da viele, die das tun, sich dennoch an Regeln halten, des sozialen Friedens willen, um Geschäfte nicht dem Risiko hoher Bußgelder auszusetzen oder aus Überzeugung, weil sie andere Schlüsse ziehen als ich, was ich selbstverständlich akzeptiere. Sie auch?

  5. 10.

    Die Antworten belegen dann eindeutig ..... es geht nicht ohne Schubladen.
    Saufen .... Party feiern..... man was ich alles mit 56 Jahren so mache.
    Wenn davon meine Enkel erfahren .... dann ist Opa unten durch.

    Aber eigentlich verspüre ich nicht das Bedürfnis mich vor irgendwelchen wildfremden Thesen aufstellenden Leute rechtfertigen zu müssen.
    Und ich erspare dann mal den Leuten die Mühe ... Ja ich weiß man kann auch mit 56 doof sein, unverantwortlich, den Tod von zig Leuten in Kauf nehmen .... naja hab bestimmt noch einiges vergessen.

  6. 9.

    Freund oder Feind wow jetzt wird's langsam interessant.
    Aber auch die Autorin hier kann sich nicht von ihrer Angst lösen und sollte vielleicht mal die Zahlen richtig interpretieren.
    Erkennt man auch wunderbar daran dass sie den "Terror" wahrscheinlich ebenso als sehr nahe Bedrohung empfindet, na ja bei manchen ist das einfach schon pathologisch.

  7. 8.

    Warum so weinerlich? Wir sind nicht im Krieg, es ist keine Hungersnot ausgebrochen, und auch das Wasser kommt noch aus der Leitung.

    Bei einem neuen Virus ist es doch nicht verwunderlich, dass sich Erkenntnisse ändern, erweitern, und dass auch bisherige Gewissheiten als falsch erkannt werden. Niemand hat sich eine Pandemie gewünscht, aber was wollen Sie denn machen? Ein bisschen auf irgendwelche Verantwortlichen jammern, den Kopf in den Sand stecken, und hoffen, dass es Sie nicht trifft?

  8. 7.

    Zusammengefasst, Ihnen fehlt das Saufen und Feiern. Und darauf können und wollen Sie nicht verzichten. Sagen Sie es doch einfach, anstatt immer andere Gründe zu nennen, warum die Regeln stören.

  9. 6.

    Ist es so schwer, nach dem Fressen, die Maske wieder aufzusetzen? Apropos, womit fassen Sie Ihr Essen nochmal an? Ein Lob an die Fahrgäste der s bahn. Alle halten sich an die Maskenpflicht. Das ich das mal schreiben muss....

  10. 5.

    Der Bunker gefällt mir ;-) und wer DEN ohne mundNASENschutz betritt, ist selber schuld...
    Ich schrieb es schon gestern im Absacker - Abstand und Anstand sind den meisten Deutschen nicht mehr geläufig. Mit Maske kann man den anderen ja jetzt so richtig auf den Pelz rücken... *~* wie ätzend! Bitte schafft den Maskenzwang ab und erlasst ein Gesetz gegen Zwangsnähe! Keiner muss wissen, wie mein Deo riecht, der nicht zu Freundes- und Familienkreis gehört!

    Ansonsten gebe ich es echt auf. Sollen doch die ganzen Typen (von A. bis W.) machen was sie wollen - Ubahnhaltestangen ablecken, in Güllegruben nach Geocaches suchen, im Rhein-Herne-Kanal Freischwimmer machen, in der Emscher fischen. Sich anstecken.

    ICH nehme mich in Acht, achte auf andere, beachte Anstand und Abstand und trage da eine Maske, wo ich Gefahr laufe, Leute näher kennenzulernen, die nicht zu meinen Wahlverwandtschaften gehören.
    So handhaben es meine alten Eltern, mein Kind. Meine Freunde. Der Rest ist mir egal.

  11. 4.

    Wie ist bei der Bahn eigentlich der aktuelle Stand, wird bei den Plätzen nur jeder soundsovielte belegt oder sind alle freigegeben?
    Mich erinnert das Verzehrsdilemma daran, was ich aus den Schulen vernommen habe, Maske auf Gängen, in Pause und Mensa, wobei ich mich beim letzteren auch fragte, wei das Essen durchs Mulltuch kommen soll. Gehe aber davon aus, dass man dort auf die Abstände achtet.
    Daher wäre sehr zu wünschen, dass es in der Bahn ähnlich ist (und die kurzzeitigen "Lüftungspausen" an den Unterwegsbahnhöfen jeweils zum Virenvertreiben genügen....)

  12. 3.

    Das musst Du mit Deinem Gewissen und Verstand ausmachen, wie Du Dich verhälst. Nur musst Du bedenken, wenn beides nicht vorhanden ist, sehen es die anderen sofort und man erkennt schneller, wer Freund oder Feind ist.

  13. 2.

    Na ja, zugegeben gehöre ich gelegentlich auch zu jenen Unholden, die zuweilen an einem der von Deutschen Bahn AG offerierten Bahnsteig-Kioske etwas Essbares erstehen. Dies nicht, um es dann in meinem Rucksack zu verstauen, um es hinterher zu Hause zu essen, sondern selbstverständlich an Ort und Stelle. Also auf dem Bahnsteig und/oder in den Zügen. Mit mir scheinen es etliche Fahrgäste gleichzutun.

    Was also tun in Bezug auf die Mund-Nase-Bedeckung?

    Sämtliche Imbisse schließen? Das wäre ein wirtschaftl. Abbruch für die Deutsche Bahn AG.
    Ein Teil der Imbisse offenhalten, wie es jetzt geschieht? Das ist eine pragmatische Lösung, hat aber auch besagte Konsequenzen.

    Wahrscheinlich waren es genau jene Umstände, die von der Deutschen Bahn AG offeriert werden, was der Zugbegleiter mit dem ausdrücklichen Lob meinte: ein Handeln gemäß der Umstände. Umstände geschaffen und offeriert. Incl. des im Bhf. integrierten Döner-Standes.

  14. 1.

    Mal so ganz ehrlich ....das genervt sein wurde von einer Müdigkeit abgelöst.
    Man ist es leid, egal wie die Zahlen sind .... es kommt immer irgendeine Drohung ... die 2. Welle, der neue Lockdown... verbot von Fußball schauen in der Kneipe .... verbot von Alkohol in der Kneipe ...im Freien usw. usw.
    Heute dann ein Bericht .... welche Maske schützt wie gut. Und am besten achtet man auf irgendeine EN Nummer bla bla bla höre ich schon nicht mehr hin.
    Wie ist die Perspektive.... Weihnachtsmarkt wird abgesagt oder irgendwie in die Zitadelle verlegt .... Karneval wird wohl auch ausfallen (für Berliner nicht so tragisch) aber es reiht sich in alle anderen Verbote mit ein.... wen wunderst wenn die Stimmung umschlägt .... eigentlich egal wie ich mich verhalte....

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