Symbolbild: Ärzte gehen über einen Flur der neu eröffneten Intensivstation des Vivantes Humboldt-Klinikum im Stadtteil Reinickendorf. (Quelle: dpa)
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Der Absacker - Zeit für Expertise und nicht für Halbwissen

Wie sehr dürfen Experten und Wissenschaftler den Alltag bestimmen? Das ist eine berechtigte Frage. Dass Politiker und andere sich im Gegenzug selbst zu Experten ernennen, kann aber definitiv nicht die Lösung sein, findet Haluka Maier-Borst

Was macht das mit uns? Was macht das mit unserem Land? Wie viel Freiheiten darf man einschränken zur Bekämpfung einer Pandemie? Das sind berechtigte Fragen in diesen Zeiten. Und sie kommen zurecht auf, sei es wenn es um das Nutzen von Handydaten geht oder wenn es um die Einschränkungen für die Osterfeiertage geht. Aber es ist eben auch wichtig zu verstehen, wie ernst es gerade ist.

1. Was vom Tag bleibt

Es ist das, wovor so vielen gegraut hat. Mit dem Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam ist nun ein Krankenhaus zu einem der Infektionsherde für Corona geworden. Aktuell versucht man die Ausbreitung dort so gut es geht einzudämmen. Und so nimmt die Klinik keine neuen Patienten mehr auf.

An diesem Beispiel wird klar: Gerade darum ist es so wichtig, dass jeder zu Hause bleibt. Damit das medizinische System, das nun selbst von Ausfällen betroffen ist, nicht unnötige Fälle behandeln muss, die durch Fahrlässigkeit entstehen (dazu später noch mehr).

2. Abschalten.

Japan, Österreich, Amerika, Großbritannien, Armenien - fast alle Länder sind aktuell von Corona betroffen. Und doch gibt es da kleine kulturelle Unterschiede in der Bewältigung, die mir aufgefallen sind. So weiß ich zum Beispiel immer noch nicht, was ich von der Darbietung des österreichischen Fußballspielers Martin Hinteregger halten soll.

Genauso bin ich auch ein bisschen von der WG-Choreo in diesem Video aus den USA, nun ja, überfordert.

Fest steht aber zweifellos, dass die Briten trotz allem ihren Humor nicht verloren haben.

3. Und, wie geht's?

Heute sind wir wieder dran, zu sagen, wie es uns geht. Und heute tut das Laura Kingston vom Social Media-Team. Doch bevor ich Sie zu Wort kommen lasse, wie immer der Hinweis: Wenn Sie uns sagen wollen, was sie beschäftigt, wie Sie sich ablenken oder was Sie sonst noch gerne uns sagen würden, dann schreiben Sie mir an haluka.maier-borst@rbb-online.de. So, und nun zu Laura:

Zwei Monitore, eine Tulpe und schon wieder zwei leere Kaffeetassen, so sieht gerade mein Schreibtisch aus. Und ja, den vielen Kaffee, der ehrlich gesagt besser ist als im Büro, den brauche ich auch.

Wir ballern gerade nicht nur viel Content raus, sondern wir versuchen jeden Tag Dutzende Fragen zu beantworten. Und das heißt erstmal natürlich viel Mehrarbeit, aber vor allem viel Verantwortung bei diesem Thema. Es geht darum, ganz, ganz genau zu sein. Weil es wichtig ist, den Leuten zu erklären, was sie dürfen und was nicht. Weil ich nicht will, dass sich jemand versehentlich ansteckt. Aber neben diesem Druck ist das auch ein gutes Gefühl, denn ich habe das Gefühl, dass wir den Leuten helfen und sie uns durch diese Tage begleiten. Denn für mich sind es selbstverständlich auch andere Arbeitsbedingungen.

Ich sitze hier mit meinen vier Mitbewohnerinnen zu Hause, wir machen alle Homeoffice und dadurch ist das Internet unfassbar langsam. Vor allem kann ich aber mein Zimmer nicht mehr sehen. Und: Ich merke, dass man besser abschalten kann, wenn man einen Weg zur Arbeit hat. Das fehlt natürlich. Ich versuche das ein wenig zu kompensieren, indem ich mich jeden Tag richtig anziehe und schminke. Denn an dem einem Tag, als ich nen Jogger an hatte, hab ich gefühlt nix hingekriegt.

4. Ein weites Feld...

"Mir fiel die Kinnlade runter, als ich das hörte", sagte meine stellvertretende Chefin. "Da wird man sprachlos", sagte eine andere Kollegin in der Telefonkonferenz. Ich will ehrlich sein: Ich bin stinksauer. Sauer, dass mein für mich zuständiger Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) sich "bewusst mit Corona angesteckt" hat.

Schauen Sie, ich bin Wissenschafts- und Datenjournalist. Ich habe mich die vergangenen Wochen in das Thema so gut eingelesen, wie es halt geht. Trotzdem bilde ich mir nicht ein, es besser zu wissen als Epidemiologen, Virologen und andere Experten. Die Worte, mit denen ich den Kollegen hier am meisten auf den Senkel gehe: Vielleicht, möglicherweise, wahrscheinlich. Wir wissen bei diesem Virus vieles nicht. Und vieles wird unklar bleiben, denn am Ende ist es eine Frage von Wahrscheinlichkeiten.

Vor diesem Hintergrund gefühlte Gewissheiten wie von Dassel rauszuhauen, ist dreist. "Unser Langfristziel ist, dass sich viele immunisieren." Das ist schlichtweg Quatsch. Selbst Großbritannien, dessen Regierungsschef zeitweise genau auf diese Idee setzte, ist von der waghalsigen Strategie abgekehrt. Von einem Ziel einer Herdenimmunisierung spricht kein Experte, zumindest nicht so wie es von Dassel darstellt.

"In den letzten 15 Tagen habe ich keinen Beitrag dazu geleistet, dass die Kurve ansteigt. Ich bin ja brav in der Quarantäne geblieben." Verzeihen Sie mir, das mal so klar zu sagen, aber das ist ein Hohn für Forscher und medizinisches Personal, die gerade gegen diese Krise kämpfen. Um mal Dassels Fall anhand einer Grafik durchzuspielen: 

Ja, in neun von zehn Fälle müssen Menschen in seinem Alter (53) nicht ins Krankenhaus. Aber eben in einem von zehn Fällen schon. Und stecken vielleicht dabei medizinisches Personal an oder belegen ein Bett, das jemand anders bräuchte. Keiner kann etwas dafür, wenn er sich versehentlich ansteckt. Aber wenn jemand fahrlässig sich infiziert, ist das eine andere Kiste. Um es mal frei nach dem Kabarettisten Erwin Pelzig zu sagen: Nur weil es mit den Ideen der Schlauen nicht immer klappt, heißt das noch lange nicht, dass man jetzt auf die Dummheit setzen sollte.

Puh, so. Jetzt brauch ich wirklich einen Absacker.

Bis morgen, bleiben Sie drinnen und Prost, sagt

Haluka Maier-Borst

Alle Absacker

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  • Archivbild: Der Koch Attila Hildmann trainiert für die 9. "Let's Dance"-Staffel am 29.02.2016 in Berlin. (Quelle: dpa/J. Carstensen)
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    Mittelschwere Zerrung in der Synapsengegend

    Früher hat sich Attila Hildmann für uns gedehnt und ist dann nach Japan geflogen, um das Geheimnis des langen Lebens zu finden. Sein Veganismus machte ihn schlank und brachte ihm einen Porsche ein - und mit dem fährt er nun gegen Corona. Von Sebastian Schöbel

  • Symbolbild: Ein Mann fährt mit drei Pudeln in einem Cabriolet durch Berlin. (Quelle: imago images/R. Kremming)
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    Einfach nur raus!

    Alle wollen raus: aus der kleinen Wohnung, aus der engen Stadt. Und jetzt dürfen wir es auch wieder, ganz offziell. Laura Kingston darüber, was es für die einen bedeutet, wieder raus zu können - und für andere, sich rausgedrängt zu fühlen.

  • Ein Mann mit Mundschutz und Einmalhandschuhen trainiert in einem Fitnessstudio (Quelle: dpa/Marius Becker).
    dpa/Marius Becker

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    Lasset die Muskeln spielen!

    Haben Sie auch schon sehnsüchtig auf die Öffnung der Fitnessstudios gewartet? Nein? Dann geht es Ihnen wie Lisa Schwesig. Stattdessen hat sie schweißtreibende Nachrichten und ein unschlagbares Duo für Sie.

  • Sehr exakt markierte Salz- und Pfefferstreuer (Quelle: imago-images)
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    Die "Bring dein eigenes Salz mit"-Party

    So langsam verabschieden wir uns vom Social Distancing, in Berlin und Brandenburg werden mehr und mehr Lockerungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen aufgehoben. Zu blöd, dass Berlin ausgerechnet jetzt die Party-Penunzen ausgehen. Von Sebastian Schöbel

  • Besucher schauen sich im Freiluftkino einen Film an. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
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    Brandenburg, du Ort der Sehnsucht!

    Ping, Ping, Ping. Eine Nachricht nach der anderen ploppte als Push-Nachricht auf dem Smartphone unseres Autoren Johannes Mohren auf. Er schreibt, was jeder nach diesem Tag wissen sollte - und warum er als Berliner ein bisschen Neid auf Brandenburg verspürt.

  • Freizeitsportler schwimmen im Sommerbad Wilmersdorf nach weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen. (Quelle: dpa/K. Nietfeld)
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    Es bleibt dynamisch

    In der Hauptstadt öffnen die Freibäder wieder, gleichzeitig springt die erste Berliner Corona-Ampel auf rot. Die ersten Bundesländer wollen einen Corona-Paradigmenwechsel, der Bund eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen. Und jetzt? Von Sarah Mühlberger

  • Die Skyline der Stadt Köln. Quelle: imago images/Schöning
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    Berlin, bitte schau dir dieses Bild an - und verzeih mir!

    Berlin und unser Autor Johannes Mohren führen eine schwierige Beziehung. Sein Herz ist nicht wirklich frei. Er berichtet, wieso Corona nun zusammenschweißt. Warum der nachrichtenarme Tag guttut. Und weshalb er trotzdem schlechte Laune hat.

  • sog. Hygiene Demo am Alexanderplatz © Christophe Gateau/dpa
    Christophe Gateau/dpa

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    Die Stadt lärmt ungewohnt anders

    Dass es in Berlin an allen Ecken und Enden rumort, röhrt und dröhnt – das gehört zur Stadt dazu. Doch wo es laut wird und wo es leise bleibt, das ist derzeit oft erstaunlich unerwartet. Von Haluka Maier-Borst

  • Dorfplatz von Afitos auf Kassandra, Chalkidiki, Griechenland (Quelle: dpa/Katja Kreder)
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    "Mensch plant und Gott lacht"

    Fast jede Sprache der Welt hat ein Sprichwort über die Sinnlosigkeit von Plänen angesichts der Unberechenbarkeit des Lebens - und trotzdem schmieden wir sie. Diesen Sommer hatte auch Efthymis Angeloudis einiges vor und dann - ja, dann kam Corona.

  • Archivbild: Pippi Langstrumpf, gespielt von Tami Erin, mit ihrem Vater Efraim, gespielt von John Schuck., in einer Verfilmung des weltbekannten Kinderbuchs der schwedischen Autorin Astrid Lindgren aus dem Jahr 1988. (Quelle: dpa/E. Goldschmidt)
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    Nicht mal Pippi hätte ihren Papa ins Derby reinbringen können

    Was wäre das für ein Vatertag in Berlin und Umland geworden: Erst mit den Kumpels fürs Derby vorglühen und dann am Freitag Hertha gegen Union im "Oly" sehen. Doch stattdessen gibt's Corona-Regeln und Geisterspiel. Von Sebastian Schöbel

  • Archivbild: Ein Bierbike fährt am Reichstag in Berlin vorbei. (Quelle: dpa/Rainer Jensen)
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    Jesus, meine Zuversicht

    Gegen ein Bierchen am freien Tag ist nichts einzuwenden und man muss ja nicht alles gleich so christlich sehen. Trotzdem ist Haluka Maier-Borst ganz froh, dass dieses Jahr Himmelfahrt ohne Bierbikes verläuft. 

  • Eine Frau hält geerntete Rhabarberstangen in der Hand (Quelle: dpa/Sina Schuldt).
    dpa/Sina Schuldt

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    Wo der Rhabarber wächst

    Wir sind längst angekommen in der neuen Normalität mit Corona - mit Maske, mit Einschränkungen. Dennoch wälzt Lisa Schwesig Zukunftsfragen. Um abzuschalten, versucht sie sich an Rhabarber-Ästhetik.

  • Archivbild: Die Amalfi-Küste in Süd-Italien. (Quelle: imago images)
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    Große Ferien, große Erwartungen

    Die einen lassen es im Promi-Restaurant krachen, andere hoffen plötzlich wieder auf die Urlaubsreise im Sommer. Und für ganz viele andere wäre schon eine kleine Pause vom Corona-Alltag Erholung. Von Sarah Mühlberger

  • Symbolbild: Schild "Vorbild Schweden Keine Schäden" (Quelle: dpa/Sachelle Babbar)
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    Absacker 

    Wenn der Brandenburger für Schweden jubelt

    Auf der anderen Seite des Gartenzauns ist das Gras bekanntlich immer grüner. Es sei denn, es ist Corona und man wohnt in Schweden: So schreibt es ein Absacker-Leser in einer Mail an uns. Sebastian Schöbel entdeckt derweil viel schönes Grün auch daheim.

  • Symbolbild: Eine Person mit vom Wind zerzausten Haaren. (Quelle: dpa/Oliver Berg)
    dpa/Oliver Berg

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    Normalität schnappen – ganz ohne Schnappatmung

    Während heute wieder Corona-Skeptiker lauthals ihren Unmut kund taten, sind für die meisten von uns ganz andere Ding wichtig. Zum Beispiel die eigene Frisur oder was davon übrig blieb. Von Haluka Maier-Borst

  • Andreas Kalbitz (Bild: imago images/Christian Spicker)
    imago images/Christian Spicker

    Der Absacker 

    Kein Vergessen!

    Die AfD hat Andreas Kalbitz die Parteimitgliedschaft entzogen, weil er Mitglied einer rechtsextremen Organisation gewesen sein soll. Diese Nachricht machte Efthymis Angeloudis am Freitag einen Strich durch die Rechnung, er hatte sich auf anderes eingestellt.

  • Ein mit Wein und einem Erdbeernest gedeckter Tisch (Bild: doa/Felbert/Eickenberg)
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    Der Absacker 

    Tischlein deck dich, Abstand halt ich

    Ab morgen sollen Restaurants wieder öffnen können, allerdings eben unter besonderen Vorgaben. Was dadurch wohl fehlen wird, ist die geliebte Spontaneität beim Auswärtsessen. Ein bisschen Wehmut verspürt dabei Haluka Maier-Borst

  • Ein Waschbär krabbelt aus seinem Versteck auf dem Dach. Jeden Abend verlässt er seinen Schlafplatz, um auf Nahrungssuche zu gehen (Quelle: dpa/Britta Pedersen).
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    Von Ferienfeeling, Waschbären und Küchentänzen

    Es könnte so schön sein mit den Kindern, wären da nicht die Arbeit, der Haushalt, der Lockdown. Die Corona-Krise ist wahrlich nicht die Zeit der großen Familienpolitik. Das hat Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach wieder bewiesen, findet Lisa Schwesig.

  • Eine Ampel in der Dämmerung. / imago images/imagebroker
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    Die Gefahr der niedrigen Zahl

    Berlin hat die Corona-Ampeln eingeschaltet. Stehen die auf gelb oder gar rot, drohen Stopp oder Rücknahme von Lockerungen. Schneller als im Bundesvergleich. Aktuell steht aber alles auf grün. Und Johannes Mohren spürt, wie er sich wegen niedriger Zahlen bremsen muss.

  • Der Schwedter Steg im Prenzlauer Berg im Regen mit einem Jogger im roten Dress und der Zionskirche (Bild: imago-images/Rolf Zöllner)
    imago-images/Rolf Zöllner

    Der Absacker 

    Wenn das Wetter die Gemüter abkühlt

    Die sogenannten Eisheiligen versetzen Berlin nach kurzen Sommergefühlen wieder zurück in einen milden Winter. Nervig? Nö, eigentlich nicht, findet Laura Kingston. Sie sieht in den Eisheiligen eine Chance, dass sich die Gemüter endlich wieder ein bisschen abkühlen.

  • Loriot auf einer Parkbank in Bremen. /imago images/Winfried Rothermel
    imago images/Winfried Rothermel

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    Wo laufen sie denn hin? Wenn die sich nur nicht verlaufen!

    Es schien ein ruhiger Tag zu sein. Einer zum Durchschnaufen, ehe die neue Woche beginnt. Doch dann stieg über Tegel eine Rauchwolke auf, Hertha BSC zeigte Johannes Mohren einmal mehr, dass Showbiz nun Programm ist - und nicht zuletzt war da noch Loriot.

  • Ein Mann trägt während einer Protestkundgebung der Initiative "Querdenken 711"
    Sebastian Gollnow/dpa

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    Macht euch locker!

    Na, spüren Sie es schon? Wie sich die harte Hand der Corona-Beschränkungen von unserer kollektiven Gurgel löst? Bei einigen offenbar nicht, ihnen ist im Würgegriff der Kontaktverbote das Blut in den Kopf geschossen. Was bei Sebastian Schöbel trotzdem auf gewisses Verständnis stößt.

  • Menschen sitzen am 8. Mai im Volkspark am Weinberg in Berlin-Mitte. (Quelle: imago/
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    Eine Frage des Glaubens

    In den letzten Tagen ging es fast nur um Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Manche atmen unter ihrer Schutzmaske auf, andere bemängeln, dass die neuen Bestimmungen zu locker sind. Vieles scheint im Moment eine Frage des Glaubens zu sein. Von Laura Kingston

  • Der offizielle Ball der Fußball-Bundesliga. Quelle: imago images/foto2press
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    Der Absacker 

    Ich glaube, uns sind die Prioritäten verrutscht

    Auf einmal werden fast überall die Maßnahmen gelockert. Sogar die Bundesliga läuft wieder an. Nur ob wir damit nicht viel riskieren und ob am Ende nicht die immer gleichen in die Röhre schauen, das fragt sich etwas bedrückt Haluka Maier-Borst

  • Das einsame Schaukeln hat ein Ende (Quelle; dpa/Christoph Soeder).
    dpa/Christoph Soeder

    Der Absacker 

    Mutig ist, wer Kinder hat

    "Wir können uns ein wenig Mut leisten", verkündete heute unsere Kanzlerin. Das können aber auch nur jene, die keine Kinder haben. Denn Eltern warten weiter auf Hilfe in der Corona-Krise. Während viele von Bundesliga träumen, träumt Lisa Schwesig von der Kita.

  • Prater Biergarten, Kastanienallee, Prenzlauer Berg, Pankow, Berlin (Quelle: dpa/Schoening)
    dpa/Schoening

    Der Absacker 

    Wann sind wir endlich daaaaaaaaaaa?

    Vor der Schaltkonferenz mit der Bundeskanzlerin überbieten sich die Bundesländer mit Lockerungsankündigungen. Auch für Berliner Restaurants wird es wohl bald wieder losgehen, selbst Sommerurlaub scheint möglich. Zeit für Optimismus? Von Sarah Mühlberger

  • Prostest der 'Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand Berlin' gegen die Einschränkung der Grundrechte durch Eindämmungsverordnung der COVID-19-Pandemie im Rahmen Infektionsschutzes vor der Berliner Volksbühne. (Quelle: dpa/Snapshot/Tobias Seeliger/Geisler)
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    Der Absacker 

    Die Verschwörungstheoretiker von Oran

    An diesem Montag sollte der erste Tag der Rückkehr zur Normalität sein. Inzwischen haben viele genug von den Einschränkungen. Dabei stand noch vor ein paar Wochen die Mehrheit hinter ihnen. Jetzt will so mancher Corona am liebsten verdrängen. Von Efthymis Angeloudis

  • Symbolbild: Ein Friseur bei der Arbeit (Quelle: imago images/Hernandez and Sorokina)
    imago imges/Hernandez and Sorokina

    Der Absacker 

    Die Zahlen haben mir den Kopf gewaschen

    Ab morgen gibt es wieder mehr Lockerungen in Berlin und Brandenburg. Das ist auch möglich, weil gewisse Zahlen sich besser entwickeln als gedacht. Doch es bleibt vertrackt mit den Statistiken. Von Haluka Maier-Borst

  • Archivbild: Inge Deutschkron, Zeitzeugin und Schriftstellerin, und Stefan Tidow (l-r), Staatssekretärs für Umwelt und Klimaschutz in Berlin, nehmen an den Feierlichkeiten für den Spatenstich für Otto-Weidt-Platz in der Europacity teil. (Qualität: dpa/B. Pedersen)
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    Der Absacker 

    Zuhören, bitte!

    Vor 75 Jahren kapitulierte Berlin. Bis heute erzählen Jüdinnen und Juden über die Zeit im Untergrund während des Zweiten Weltkrieges - ein großes Glück für uns alle. Derweil macht besonders ein Vorfall am 1. Mai fassungslos. Von Johannes Mohren

  • Abfall liegt am 12.03.2017 an einem Haus auf dem Gehweg im Berliner Stadteil Kreuzberg. (Quelle: dpa/Steinberg)
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    Der Absacker 

    Liebe kaputte Stadt

    Am 1. Mai wird besonders spürbar, was gerade in Berlin fehlt. Statt bunten Demos und Treiben auf der Straße herrschen betäubende Ruhe und einzelne Krawallmacher. Dass das nach Corona wieder anders wird, hofft Haluka Maier-Borst.

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5 Kommentare

  1. 5.

    Nach vielversprechender Überschrift zum eigentlichen Thema dann leider nur ein bisschen Nabelschau und bereits abgedroschenes Dassel-Bashing. Aber immerhin eine hübsche Grafik. - Evtl können Sie mir ja bei deren Interpretation helfen: Geht es hierbei um Infizierte oder um Erkrankte? Soweit ich weiss, ist das doch ein Unterschied, oder? Eine E. Tenzer schrieb jedenfalls für die Apotheken-Umschau am 18.03.: "Die meisten dieser symptomfreien oder milden Erkrankungen werden gar nicht erfasst, daher vermuten Experten eine hohe Dunkelziffer bei Covid-19. Inzwischen geht man davon aus, dass auf jeden Menschen, der sich nachweislich infiziert hat, zehn weitere kommen, die nichts von ihrer Ansteckung wissen." - Ist diese Aussage falsch? Falls nicht, ist ein Hinweis auf diese evtl nötige Differenzierung für einen Wissenschafts- und Datenjournalisten zu viel verlangt? Kam da der Absacker dazwischen? Oder klingen 10% einfach nur viel krasser als 1%?

  2. 4.

    Herr Maier-Borst, kennen sie denn das Original Video nicht, das den Song für den WG Tanz liefert? Die WG greift die Awkwardness ganz gut auf finde ich :)
    https://www.youtube.com/watch?v=VFZNvj-HfBU

  3. 3.

    Ich mag Ihre täglichen “Absacker” sehr gern, sie unterhalten und lenken ab (das sehr bildlich beschriebene Kendo von vor einigen Tagen zum Beispiel) und es muss auch nicht immer alles voller Fakten und Wissen sein - mit Daten und Zahlen werden wir ohnehin permanent ‘bombardiert’.

    Also in dem Sinne ein kleines Danke für Ihre täglichen Absacker und ein Plädoyer für weniger Selbstverständlichkeiten und mehr Freundlichkeit im Alltag (bzw. gerade im Nicht-Alltag) und Dankbarkeit für die kleinen und großen Rädchen der Gesellschaft.

    Einen schönen Abend allen. :)

  4. 2.

    Lieber Herr Braun,

    da ich kein Choregraph bin und das auch sicherlich keine Choreographie ist, wie Ihre Bekannten sie konzipieren, kann man ja mit meinem "Gassenjargon" durchaus einen Trennstrich ziehen. Finden Sie nicht? Und, was haben Sie gegen Gassen?

  5. 1.

    Sehr geehrter Herr Maier - Borst,
    ein guter und auch kurzweiliger Artikel.
    Aber eine Formulierung stört mehr als gewaltig.
    Das Wort oder besser Unwort "Choreo". Natürlich weiß ich, dass Sie die Choreographie meinen.
    Zu meinem Kollegen-, Bekannten- und Freundeskreis zähle ich nicht wenige Choreographen.
    Keinem von ihnen würde je das Wort "Choreo" für Choreographie über die Lippen kommen.
    Es wirkt unwissend und dümmlich.
    Ihr Artikel beschäftigt sich mit Halbwissen. Leider verliert er durch solchen Gassenjargon damit an Glaubwürdigkeit.

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