Franz Beckenbauer (BR Deutschland, Mitte) setzt sich am 22.06.1974 gegen Konrad Weise (DDR, re.) durch, daneben Gerd Müller (BR Deutschland). (Quelle: imago images)
Bild: imago images

Der Absacker - Wenn Philosophen Fußball spielen

Das Karussell der Gesellschaftsdebatten dreht sich in Zeiten von Corona immer schneller und Lisa Schwesig hat große Probleme, noch mitzukommen. Vielleicht hilft also ein Blick zurück zum Altbewährten: zur Kantischen - und Beckenbauerschen Philosophie.

In keiner Zeit, an die ich mich erinnern kann (also die Zeit nach der Wende), wurden gesellschaftliche Debatten mit einer solchen Heftigkeit und mit einem derartigen Durchsetzungsvermögen geführt wie aktuell. Und ich stelle mir die Frage: Passiert das alles wegen Corona oder trotz Corona?

Egal, ob es um Rassismus, Diskriminierung oder Geschlechterrollen in vielerlei Kontexten geht, alles wird derzeit aufs Tableau gebracht. Wenn Sie keine Ahnung haben, wovon ich rede, sind Sie vermutlich nicht sehr aktiv auf Twitter. Es geht um Rassismus im Zusammenhang mit dem Tod von George Floyd, der wiederum eine Debatte über Polizeigewalt ausgelöst hat, die wiederum Gegenstand einer "taz"-Kolumne ist, die wiederum zu einer Debatte über Binärität und Geschlecht geführt hat, die wiederum zu der Frage führt, warum Frauen und insbesondere Mütter eigentlich immer noch schlechter bezahlt werden und warum Care-Arbeit (Haushalt, Kinder, Erziehung etc.) so wenig Wert hat in unserer Gesellschaft. Überfordert Sie dieses Gedankenkarussell? Mir geht es auch so.

1. Was vom Tag bleibt?

Passend zum Thema Gleichberechtigung hat die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung heute eine Studie zur Geschlechterverteilung in deutschen Parlamenten veröffentlicht, über die meine Kollegin Nina Amin berichtet. Das Ergebnis können Sie sich schon denken, oder? In Berlin beispielsweise sind nur 33 Prozent der Abgeordneten weiblich - Tendenz fallend. In Brandenburg gibt es dagegen bereits ein Paritätsgesetz. Es stellt sich mir aber die Frage: Wie wichtig ist das? Was heißt eigentlich "weiblich"? Und können Frauen die Interessen von Frauen besser vertreten?

Mehr Interessenvertreter hätte wohl auch der Brandenburger AfD-Poltiker Andreas Kalbitz benötigt. Nach einem Hin und Her bezüglich seiner Parteizugehörigkeit hat das Bundesschiedsgericht der Partei nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios [tagesschau.de] in einem Eilverfahren den Ausschluss des 47-Jährigen beschlossen. Kommt es zum Knall oder zur Versöhnung?

Einen großen Knall könnte es am Freitag in der Potsdamer Innenstadt geben: Am Mittwoch wurde bekannt, dass in der Havel nahe der Freundschaftsinsel eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe britischen Fabrikats liegt. Brandenburgs Sprengmeister Mike Schwitzke wird sie morgen mit seinem Team entweder entschärfen oder sprengen. 13.000 Menschen müssen evakuiert werden, die Aktion beginnt um 8 Uhr.

2. Abschalten

In einer Philosophievorlesung schrieb ich einmal die vier zentralen Fragen des Lebens nach Immanuel Kant von der Tafel ab:

1. Was kann ich wissen?
2. Was soll ich tun?
3. Was darf ich hoffen?
4. Was ist der Mensch?

Ich weiß noch, wie ich damals dachte, dass dieser Kant ganz schön schlau war, diese Fragen zu stellen, denn sie sind heute ebenso aktuell wie im 18. Jahrhundert oder zu Zeiten Platons. Ihre Beantwortung kann ein Leben lang dauern, vielleicht ist sie auch unmöglich. Die Debatten in Zeiten von Corona erinnern mich jedenfalls sehr an diese Grundsatzfragen und Kants Theorien. Sie fordern einen ständig dazu auf, das eigene Verhalten zu prüfen und an den gesetzten Maßstäben zu messen. Aber bevor ich Ihnen an dieser Stelle noch mit Kants Kategorischem Imperativ (Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.) komme, lasse ich Sie an einer anderen Philosophie teilhaben - an der von Monty Phyton.

3. Und, wie geht's?

Mein Kollege Tim Schwiesau hat in seinem gestrigen Absacker über Urlaub, Ferien, das Fliegen und die Plattform Tiktok philosophiert. Darunter hat "rbb-guckerin" Folgendes kommentiert:

"Endlich Ferien für die Kinder - keine gemailten Arbeitsbögen mehr und die Spielplätze sind auf. Für die Lehrer/innen endlich erst einmal Urlaub. Da Ferien nicht gleich Urlaub sind, werden diese nach der Pause das neue Schuljahr unter unklaren Bedingungen vorbereiten. Eltern haben Glück, wenn sie ihren Jahresurlaub nicht im Frühjahr aufgebraucht haben - denn sonst wohin mit den Kindern?

Sommer in Berlin ist schön und das Umland ist auch da. Deshalb wird - seit der Nachwuchs aus dem Haus ist- sowieso hiergeblieben, durch die Wälder gewandert und die Eiscafés besucht. Man glaubt es vielleicht nicht, doch auch die über 60-Jährigen wissen seit Jahren, dass Fliegen klimaschädlich ist und somit wird nur alle paar Jahre für Verwandtenbesuch geflogen. Wenn man wieder nach UK kann (hoffentlich im Herbst), dann wie immer mit dem Zug durch den Tunnel."

Und dann schreibt - um zum Anfang dieses Abackers zurückzukommen - sie oder er oder beides bzw. keines von beiden: "Interessant der Hinweis auf die Bombenbeseitiger, die haben Respekt verdient. Ein gelungener Absacker."

Welches Gedankenkarussel fährt bei Ihnen derzeit? Geht es um Urlaub? Um Gesellschaftsdebatten? Oder um Spreewaldgurken? Schreiben Sie uns an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld

Und was hat Franz Beckenbauer, der quasi das Cover dieser Absacker-Ausgabe ziert, nun mit all dem zu tun? Außer dass er der einzige Monty-Phyton-Spieler ohne philosophische Grundausbildung (Annahme der Autorin) ist? Eigentlich gar nichts. Laut dem Journalisten Christoph Marx ist Beckenbauer sogar nicht nur der Fußball-, sondern vor allem der Floskelkönig, wie er 2018 in seinem Buch "Der springende Punkt ist der Ball" geschrieben hat. Mit Aussagen wie "Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser" hätte er Kant sicherlich nicht ins Debattierabseits befördert.

Beckenbauer dient aber vielleicht insofern als Vorbild, dass man sich manchmal einfach nicht allzu viele Gedanken über alles machen, sondern einfach loslegen sollte. Oder auch: "Gehts raus und spielts Fußball."

Prost,

Lisa Schwesig

Alle Absacker

RSS-Feed
  • Eine Gesichtsmaske liegt auf der Strasse. (Quelle: dpa/Oliver Hurst)
    dpa/Oliver Hurst

    Der Absacker 

    Ist Corona jetzt vorbei oder was?

    So nachrichtenreich war der Abschluss einer Woche lange nicht mehr. Und was noch bemerkenswerter ist: Mit Corona hatte das wenig zu tun. Coro-was? Ja, das fiese Virus, das alles verändert hat, scheint mmer mehr in Vergessenheit zu geraten. Von Kira Pieper

  • Mehr Berlin geht kaum: Schauspieler Harald Juhnke isst bei Konnopke eine Currywurst (Quelle: imago images/Gueffroy).
    imago images/Gueffroy

    Der Absacker 

    Entschuldijen Se, dit heißt Schrippe!

    Inne Pandemie kann man uff de blödesten Ideen kommen. Da juckt dit hinten im Kopp und dann muss dit raus. So jeht es Lisa Schwesig, die Se mit uffe Reise inne Verjangenheit nimmt und mit Ihnen durchn Tierpark flaniert.

  • Schäferhundwelpe (Quelle: imago images)
    imago images

    Der Absacker 

    Tierisches Transfer-Theater

    Sommerzeit ist im Sport Transferzeit. Doch wegen Corona gilt es, bei Neuverpflichtungen kreativ zu werden. Johannes Mohren hat deshalb Ball-Virtuosen mit Schnauze und Geweih gescoutet - und er freut sich über einen Paketboten, der ihn eigentlich geärgert hat.

  • THEMENBILD - Mitarbeiter des Roten Kreuzes nimmt mit einem Staebchen einen Abstrich bei Personen mit Erkrankungsverdacht (Quelle: imago-images)
    imago-images

    Der Absacker 

    Freiwillig ins Hirn pieksen wie die Bayern?

    Der Wettstreit der Bundesländer bekommt nun eine neue Disziplin. Erst ging es darum, wessen Lockdown am rigidesten ist, nun geht es um Tests für alle. Aber ist es sinnvoll, immer den Bayern nachzueifern? Von Haluka Maier-Borst

  • Larry, the 10 Downing Street Cat (Quelle: imago-images)
    imago-images

    Der Absacker 

    Mit Katzen kommt man durch jede Krise

    Jetzt wird jeder Einkauf zur Schnäppchenjagd. Denn am 1. Juli sinkt die Mehrwertsteuer. Oder ist das alles etwa eine große Lüge? Oh nee, nicht schon wieder eine schlechte Nachricht. Da muss schnell Abhilfe her. Und die kommt aus Großbritannien. Von Kira Pieper

  • Frau mit Sonnenhut und Badesachen am Strand
    picture alliance / NurPhoto

    Der Absacker 

    Och nö, jetzt auch noch Ferien!

    Erst kommt Corona und jetzt sollen wir auch noch verreisen: Der Stress für die Deutschen hört einfach nicht auf. In Berlin sperren sie Gütersloher aus und in Brandenburg wird trockenes Gras gesprengt. Wenigstens zahlt Elon Musk jetzt Steuern in Oder-Spree. Von Sebastian Schöbel

  • Airbus über den Alpen (Quelle: imago images / Roger Richter)
    imago images / Roger Richter

    Der Absacker 

    Über den Wolken werden soziale Medien wohl grenzenlos sein

    Was macht man, wenn man nicht fliegen kann? Oder will? Man zieht sich Videos in den sozialen Netzwerken rein. Das werden wohl viele Deutsche machen, denn der Reiseweltmeister fährt dieses Jahr mit Fahrrad, Zug oder Auto. Von Tim Schwiesau

  • Saunasteine und Holzbottich vor einer Sauna(Bild: imago/Eibner)
    imago/Eibner

    Der Absacker 

    Wenn Saunen zum Symbol der Hoffnung werden

    Die R-Werte steigen, im Westen Deutschlands machen die ersten Landkreise dicht - und Berlin geht den bisher größten Lockerungsschritt. Das Timing in der Hauptstadt ist einmal mehr interessant. Von Sarah Mühlberger

  • Mohnblumen an einem Feldrand in Brandenburg (Bild: imago images/Petra Schneider-Schmelzer)
    imago images/Petra Schneider-Schmelzer

    Der Absacker 

    Eine brandenburgische Romanze in Mohnrot

    Vier Tage war Johannes Mohren komplett raus aus der Nachrichtenwelt und muss nun lesen, dass seine geliebten Pop-up-Radwege - wissenschaftlich erwiesen - Menschen entzweien. Da helfen nur Flucht in die Romanze mit Brandenburg - und skurrile Internet-Hypes.

  • Menschen an der Spree / Quelle: imago images / Jochen Eckel
    imago images / Jochen Eckel

    Absacker 

    Vom Privileg des normalen Lebens

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und wenn ihm die Gewohnheiten genommen werden, wird er sauer. Das Gefühl von Normalität ist allerdings keine Selbstverständlichkeit nach Corona. Laura Kingston über das Privileg, ein "Normalo" zu sein.

  • "Wir sind weiter online für sie da!" (Quelle: dpa/Kalaene)
    dpa/Kalaene

    Der Absacker 

    Wer ist schuld: Corona oder das Internet?

    In der Viruszeit gehen nun geliebte Geschäfte und Zeitschriften von uns. Dabei könnte das Virus vielleicht auch Gutes bewirken. Wenn wir auf sehr billiges Fleisch verzichten, zum Beispiel. Oder öfter nach Brandenburg radeln. Ein sehr langer Absacker von Tim Schwiesau

  • Badeschlappen und Handtücher liegen im Sommerbad Humboldthain am Beckenrand. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
    dpa/Christoph Soeder

    Der Absacker 

    Ach Sommerloch, wo bist du?

    Langsam geht es Richtung Ferienzeit in Berlin und Brandenburg. Man würde sich wünschen, dass das verrückte Jahr 2020 eine kleine Pause einlegt. Doch bislang sieht es nicht danach aus. Von Haluka Maier-Borst

  • Maske in der Bahn (Quelle: imago-images)
    imago-images

    Der Absacker 

    Keine Macht der Maskenmüdigkeit!

    Berlin ist der Mund-Nasen-Bedeckung offenbar überdrüssig. Deswegen diskutiert die Politik jetzt über eine Kontrolle im ÖPNV. Laura Kingston über den Ärger um ein kleines Stück Stoff, das sie bei ihrer jüngsten Bahnfahrt schmerzlich vermisst hat.

  • Der FC Union hat im Stadion ein eigenes Hygieneteam. Später schien das Team dann Feierabend zu haben.
    dpa/Kay Nietfeld

    Der Absacker 

    Der Ball ist rund und eine Infektion dauert 14 Tage

    Während Fußballfans des 1. FC Union den Klassenerhalt ihrer Mannschaft in der Bundesliga feiern, ist Lisa Schwesig so gar nicht danach. Denn all die Euphorie hat ihr die Stimmung verhagelt.

  • Eine Frau gähnt und schaut auf ihr Smartphone (Bild: imago-images/Antonia Guillem)
    imago-images/Antonia Guillem

    Der Absacker 

    Mit der absolut langweiligsten App durch die Krise

    Als das letzte Mal eine App für so viel Gesprächsstoff sorgte, musste man mit dem Handy knatschbunte Monster im Alltag fangen. Nun können sich vor allem diejenigen freuen, bei denen auf dem Handy eins passiert: nichts. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Person geht in den Eingang eines Plattenbaus in Lichtenberg (Bild: imago images/Florian Gaertner)
    imago images/Florian Gaertner

    Der Absacker 

    Gewaltig ungleich

    Alle Menschen werden vom Coronavirus bedroht. Doch die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben der Menschen sind härter umso ärmer man ist, sagt Efthymis Angeloudis. Das wahre Ausmaß des Schadens für benachteiligte Gruppen ist noch nicht zu erahnen.

  • Sonne und Starkregen (Quelle: dpa/Poetsch)
    dpa/Poetsch

    Absacker 

    Die reinigende Kraft des Gewitters

    Am Samstag kam einiges vom Himmel; die Temperaturen kühlten vorübergehend ein wenig ab. Auch für das Gemüt kann so ein Gewitter einen reinigenden Effekt haben - zumindest hat das Laura Kingston so erlebt.

  • Ein Gebäude am Flughafen BER. (Bild: imago/Reiner Zensen)
    imago/Reiner Zensen

    Der Absacker 

    Und was kostet Ihr Flughafen so?

    Nach anfänglichem Sonnenschein hat das Wetter sich dann doch entschieden, jegliche Wochenendpläne zu durchnässen. Was also im Trockenen zu Hause tun? Vielleicht ist es Zeit, ein kleines Rechenrätsel zu lösen, denkt sich Haluka Maier-Borst 

  • Olympiastadion in Rom (Quelle: imago-images/Jacobs)
    imago-images/Jacobs

    Der Absacker 

    Eigentlich, ich mag dich nicht!

    In Brandenburg gibt es ab Montag weitgehende Corona-Lockerungen. Ein weiterer Schritt in die Normalität, der Johannes Mohren freut. Dennoch hadert er. Mit seinem fehlenden fußballerischen Abendprogramm aus Italien - und einem neuerdings verhassten Wort.

  • Teilnehmer einer Kundgebung protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
    dpa/Britta Pedersen

    Der Absacker 

    Die Gegenwart hat uns eingeholt

    Vor Corona war die Menschheit zum ersten Mal in ihrer Angst vereint. Doch das Virus machte uns nicht plötzlich alle gleich. Die Probleme, die es vorher gab, haben sich nicht in Luft aufgelöst. Nur wie wir sie angehen, muss sich ändern, findet Efthymis Angeloudis.

  • Symbolbild: Ein Taijitu, Yin-Yang-Symbol, aus Sträuchern geformt, traditionelle chinesische Kultur. (Quelle: dpa/Lawrence Lu)
    dpa/Lawrence Lu

    Der Absacker 

    Heiliger Yinyang!

    Ein beliebtes Tätowierermotiv könnte zum Logo des Corona-Jahres werden: Das chinesische Konzept von Yin und Yang beschreibt die aktuelle Krise nämlich ganz gut. Überall wo Licht ist, ist auch Schatten, alles Gute hat auch sein Schlechtes. Es philosophiert für Sie Sebastian Schöbel.

  • Symbolbild: Orang-Utan brüllt im Nationalpark Tanjung Puting auf der Insel Borneo.
    dpa/Marko König

    Der Absacker 

    HERGOTT, SEIN SIE GEFÄLIGST SACHLCH UND DIFFRENZIRT!1!

    Leserinnen und Leser sollen Journalisten kritisieren, verbessern und widersprechen. Natürlich. Unbedingt. Aber muss es mit so viel Großbuchstaben, Fehlern und verbalen Sturmgeschützen sein? Ein Hoffen auf sprachliches Abrüsten von Haluka Maier-Borst

  • Eine Frau in New York mit einer modischen Maske (Quelle: imago images/Sonia Moskowitz).
    imago images/Sonia Moskowitz

    Der Absacker 

    Zeig' mir deine Maske und ich sag' dir, wer du bist

    Tschüss, Modehauptstadt! Die Messen der Fashion Week ziehen weiter und hinterlassen nicht nur ein wirtschaftliches Loch im Geldbeutel Berlins. Aber der modebewusste Hauptstädter weiß sich auch auf andere Art zu entfalten, wie Lisa Schwesig beobachtet.

  • Silent-Demo zum Tode von George Floyd Black Lives Matters
    Eventpress Porikys

    Der Absacker 

    Das Richtige tun, ohne das Wichtige zu lassen

    Demonstrationen gehören zur Demokratie. In einer Pandemie aber werden sie zu potentiellen Infektionsherden. Sollten wir also darauf verzichten, für unsere Ideale auf die Straße zu gehen, um andere zu schützen? Schwierige Fragen, die den Absacker bewegen. Von Sebastian Schöbel

  • Demonstranten auf dem Alexanderplatz aus Solidarität für George Floyd und gegen Rassismus (Quelle: dpa/Emmanuele Contini)
    dpa/Emmanuele Contini

    Der Absacker 

    Im schmerzhaften Zwiespalt

    Es sind Bilder, die wir seit Beginn der Corona-Krise nicht mehr kannten. 15.000 Menschen, die an einem Ort demonstrieren. Gemeinsam gegen Rassismus. Es ist ein starkes Signal, das unseren Autor Johannes Mohren glücklich macht. Aber es gibt einen Wermutstropfen.

  • Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (Archiv)
    dpa

    Der Absacker  

    Durchlaucht empfiehlt Durchsaugen

    Corona: Endlich eine Chance für Frauen, durchzustarten. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hat tolle Tipps für die Damen von heute und zeigt einmal mehr, wie wichtig der Adel im 21. Jahrhundert ist. Und Kurt Krömer beantwortet Zuschauerpost. Von Sebastian Schöbel

  • Eine zerstörte Autoscheibe (Quelle. dpa/Marcel Kusch)
    dpa/Marcel Kusch

    Der Absacker 

    Abwracken ist einfach, Aufmöbeln nicht

    Nun gibt es also ein Konjunkturpaket ganz ohne Abwrackprämie. Stattdessen wird es unter anderem bis zum Ende des Jahres drei Prozent weniger Mehrwertsteuer geben. Doch reicht das zum Aufhübschen der eigenen vier Wände, fragt sich Haluka Maier-Borst

  • Schulglocke an einer gelben Wand (Quelle: imago-images.de)
    imago-images.de

    Der Absacker 

    Wann klingelt es denn endlich zur Pause?

    Weitere Lockerungen hier, steigende Fallzahlen dort. Man bleibt unterbewusst ständig ein wenig angespannt. Wir alle könnten nur zu gut eine längere Pause zum Durchatmen gebrauchen, findet darum Haluka Maier-Borst

  • Demonstranten in Berlin (Quelle: imago-images.de/Omer Messinger)
    imago-images.de/Omer Messinger

    Der Absacker 

    Zuhören, lernen, besser machen

    "Wenn man nicht aufpasst, hat man aus Versehen 'ne Meinung", sagte einmal eine Berliner Rap-Combo. Doch nach einem turbulenten Pfingstwochenende will Haluka Maier-Borst gar nicht viel meinen. Sondern möglichst viel zuhören.

  • Wasserdemo - Rebellion der Träumer, vor dem Urbankrankenhaus in Berlin Kreuzberg auf dem Landwehrkanal. (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

    Sind wir wirklich alle in einem Boot?

    Die Berliner Technofans sind zurück, zumindest einige von ihnen. Und die haben sich am Sonntag auf fast 400 Booten versammelt, um zu feiern. Heute genießt Laura Kingston die Ruhe nach dem Rave, aber eine Frage lässt ihr keine Ruhe.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Lisa Schwesig

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

4 Kommentare

  1. 4.

    So sehr ich Ihnen darin zustimme, dass ungleicher Lohn bei gleicher Arbeit sich inzwischen weitgehend erledigt hat, so sehr bin ich der Auffassung, dass die soziale Bewertung von Berufen nicht einfach vom Himmel fällt. Vielmehr ist diese Bewertung, die ein einschlägiges Entgeltgefüge nach sich zieht, das Spiegelbild vorherrschender gesellschaftlicher Vorstellungen. Von der Tendenz her: Der Vorrang rein technischer Berufe gegenüber den sozialen Berufen und erst recht, wenn sich die sozialen Berufe nicht mit der Metaebene beschäftigen, sondern in unmittelbarer Weise wirken.

    Fast schon im diametralen Gegensatz zu dieser recht einseitigen Hochschätzung alles Technischen und der tendenziellen Geringschätzung sozialer Berufe befinden sich die tendenziellen Vorlieben von Frauen. Darin sehe ich das Grundproblem. Nicht der Frauen, sondern der Gesellschaft.

  2. 3.

    Frauen werden nicht schlechter bezahlt, sie haben einfach die schlechter bezahlten Jobs.
    Und Frauen sind generell schon stark in der Gesellschaft anerkannt, nur wenn sie jetzt den finanziellen Aspekt meinen, wie soll denn das funktionieren für eine haushaltsführung?
    Jede Frau kriegt 1000 € pro Kind und Haushalt?
    Haben wir dann ein wunderland wo das ganze Geld denn gedruckt wird?

  3. 2.

    Heute kein Absacker direkt für mich :-) habe ich doch fußballerisch die Doppelnull aufm Tricko´ ;-)
    Ich weiss aber noch, wie meine Oma mir auf die Frage, wer der Beckenbauer ist, der da immer im s/w-Fernsehen erwähnt wird, geantwortet hat, dass es eine JUNGER Spieler wäre, der unheimlich gut spielt. Also das muss WM 70 gewesen sein... wirklich schöner Film um das Griechenlandspiel!

    Ich bin übrigens wirklich nicht bei Twitter, ist mir zu nervenaufreibend. Frei nach dem 80er Hit der Pointer Sisters "I´m so excited". Ne ne, mir reicht das hier schon völlig aus....

  4. 1.

    Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.

    Spielverlängerungen wegen Verletzungen waren seinerzeit schon Sepp Herberger nicht entgangen; dass mit zunehmender Tendenz alle fünf Minuten das Spiel unterbrochen werden muss, weil sich eine der beiden Mannschaften durch irgendeine Aktion benachteiligt fühlt und daher erst einmal der Videobeweis ran muss, das konnte er allerdings nicht ahnen.

    Der Beckenbauer schon. Der ist ja jünger. Doch wissender nicht unbedingt. Außer, welche Wirkung Geld hat.

Das könnte Sie auch interessieren