Der Absacker - Hand drauf? Besser nicht!

Symbolbild: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kommt mit Mundschutz zum Besuch des Unternehmens Rolls-Royce im brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow und wird vom Vorsitzenden der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland, Dirk Geisinger (r) mit Ellbogengruß begrüßt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Vor Corona kam man nicht umhin, ständig Hände zu drücken. Manche fühlten sich an wie ein toter Fisch, andere waren feucht oder die eigene Hand fühlte sich nach dem Begrüßungsritual an wie Krankenhaus-reif. Schön, dass das jetzt vorbei ist, freut sich Kira Pieper.

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da drückte jeder ständig Hände: Politiker, wenn sie einen wichtigen Vertrag unterschrieben hatten, neue Arbeitskollegen, die sich gerade kennenlernten, sogar manche Ärzte kultivierten den Handschlag zur Begrüßung. Wie undenkbar ist das nun bitte? Eine Geste, die so lange her zu sein scheint, wie Umarmungen, über die mein Kollege Haluka Maier-Borst ja bereits in seinem letzten Absacker geschrieben hat.

Aber im Gegensatz zu Umarmungen muss ich gestehen: Das ständige Händeschütteln fehlt mir nicht so sehr. Denn die fremden Hände können auch ganz schön unangenehm sein: zu feucht, zu stark oder zu lasch. Und wann wurden sie überhaupt das letzte Mal gewaschen? Eine Frage, die ich mir auch vor Corona schon gestellt habe. Zugegeben: Ich war vor der grassierenden Pandemie schon etwas paranoid und habe mir nicht nur ständig die Hände gewaschen, sondern hatte auch stets Desinfektion dabei, die ich nach einem unangenehmen Handschlag heimlich benutzen konnte.

Kurzum: Das Händereichen fällt nun weg und das kann meinetwegen auch gerne so bleiben. Allerdings finde ich auch den neuen Corona-Fuß-Gruß nicht besonders originell und die Ellenbogen-Begrüßung erscheint mir auch etwas gaga. Sagt die Nieß-Etikette nicht, man soll in die Ellenbeuge nießen? Wie sinnvoll ist es dann, sich ausgerechnet damit zu begrüßen? Vielleicht sollte man eher über ein Einführen der chinesischen Verbeugung nachdenken.

1. Was vom Tag bleibt

Also das Händeschütteln fällt erst mal für länger aus, aber das soll nun nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir immer mehr dürfen: Seit Dienstag dürfen Chöre wieder in geschlossenen Räumen singen – wenn auch unter Hygiene- und Abstandsauflagen. Und auch in Gaststätten sind die Regeln ab sofort nicht mehr so streng. Nun dürfen sechs Gäste an einem Tisch sitzen, auch wenn 1,50 Meter Abstand nicht eingehalten werden können. Und: Die Berliner Waldbühne öffnet nach monatelanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie im September wieder für Konzerte. Das klingt doch alles wieder nach einem Stück mehr Normalität.

Na gut, ein paar Rückschläge gab es heute auch: In Cottbus gibt es erstmals seit Monaten wieder Corona-Infektionsfälle. Es handelt sich ausgerechnet um Urlaubsrückkehrer. Eine Familie mit vier Personen wurde nach ihrem Mallorca-Urlaub positiv getestet. Zudem hat sich auch in Berlin ein neuer Corona-Hotspot aufgetan. Im Restaurant unterm Fernsehturm haben sich mindestens zehn Personen mit dem Coronavirus infiziert. Nun sucht der Bezirk Mitte nach weiteren Gästen des Lokals - und kritisiert Teile der Gastronomie wegen fehlender Corona-Disziplin.

2. Abschalten

Der Tag als Journalist kann manchmal ganz schön hart sein. Denn oft gilt die Devise: Gute Nachrichten sind keine Nachreichten. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass man sich manchmal nur mit Dingen befasst, die nicht so gut laufen, die viel Steuergeld kosten oder wenn es ganz schlimm kommt – Menschen sterben. Das kann ganz schön aufs Gemüt schlagen. Deswegen gab mir ein Trainer in einem Seminar mal diesen wertvollen Tipp: Ab und an Katzen-Videos anschauen. Dann lässt sich das schwere Journalisten-Dasein im Anschluss wieder besser ertragen. Diesem Ratschlag komme ich nach wie vor gerne nach.

Und weil wir um die ganze Corona-Thematik eh nicht herumkommen und sich die ganze Welt über die Maskenpflicht und ob und wie die Dinger getragen werden müssen aufregt, diesbezüglich auch noch etwas zum Schmunzeln.

3. Und, wie geht's?

Da mein Kollege Haluka Maier-Borst gestern in seinem Absacker ein so ähnliches Thema behandelte wie ich heute, habe ich mir die Kommentare unter seinem Text angeschaut. Und war erstaunt, wie unterschiedlich die Wahrnehmung bezüglich Körperkontakt in Zeiten von Corona doch immer noch ist: So schreibt Karli:

Wie immer ein super Absacker, danke dafür!
Und JA zur Schockstarre, wenn sich Leute im Fernsehen umarmen!
Da möchte man gleich rufen: "Seid ihr des Wahnsinns, denkt an die Keime!" oder eher wehmütig: "Ihr seid noch unbeschwert, ihr habt ja keine Ahnung, was auf euch zukommt!"

User Felixx erscheint dagegen nicht ganz so strikt:

Speisen unter Plastik Hauben? Man muss schon zweimal und ganz genau hinschauen.
Würde es dies in Berlin geben, könnte man mir noch was dazugeben und und ich würde unter dieser Erstickungshaube nichts essen.
Morgen wieder beim Yugo auf der Terrasse. Der Mensch braucht Luft zum atmen.

Wie kommen Sie denn so durch den Sommer? Mit oder ohne Abstand? Schreiben Sie uns gerne Ihre Erfahrungen und Meinungen an absacker@rbb-online.de

4. Ein weites Feld…

Es freut mich sehr, mit dem wegfallenden Händeschütteln etwas gefunden zu haben, das durch Corona für mich besser geworden ist. Gibt es doch viele Dinge die nachdrücklich fehlen und von denen man nie erwartet hätte, dass sie einem überhaupt mal fehlen werden. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, weiter nach Dingen zu suchen, die sich nun seit der Corona-Pandemie verbessert haben. Das macht nämlich irgendwie gute Laune.

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kira Pieper

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    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

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    Leo Matthey

    Der Absacker 

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    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

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    Der Absacker 

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  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

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  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

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12 Kommentare

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  1. 12.

    „sogar manche Ärzte kultivierten den Handschlag zur Begrüßung“. -Genau!
    1. Weil Ärzte sich nach jedem Patienten die Hände waschen/ desinfizieren und bei der Untersuchung den Patienten meistens auch anfassen.
    2. Der freundliche „Handschlag“ beim Begrüßen überbrückt oft Angst, Verunsicherung und stellt eine unsichtbare Verbindung und Vertrauen zwischen Arzt und Patienten her.
    Wer nicht im Medizinbereich tätig ist, ein gesundes Immunsystem hat, und auch ohne Pandemie sich andauernd die Hände wäscht und desinfiziert, ist wirklich „paranoid“ und macht sich das gesunde Hautschutzbarriere kaputt.

  2. 11.

    „Krankenhaus-reif“ - Was soll das denn für eine (Recht-) Schreibung sein? Richtig ist nach wie vor „krankenhausreif“.

  3. 10.

    Als jemand, der aus dem Osten kommt, ist mir nach der Wende aufgefallen, dass sich im Osten viel mehr die Hand gegeben wurde. Da hat man sich auf Arbeit jeden Tag mit allen Kollegen die Hand geschüttelt. Im Westen war das nicht so und ich fand das gut. Und jetzt schon erst recht.

  4. 9.

    Das ist das einzige Positive an Corona das hoffentlich solche keimigen Sachen wie Händeschütteln endlich Geschichte sind.
    Was ich aber niemals für immer haben möchte und hoffentlich bald wieder wegfällt, ist diese eklige Masken Pflicht.

  5. 8.

    Danke für diesen Absacker. Das leidige Händeschütteln ist hoffentlich noch für lange Zeit ein Tabu. Bei größeren Runden (Besprechungen usw.)habe ich immer versucht, möglichst spät zu erscheinen und durch Klopfen auf den Tisch und fröhliches Winken alle gleichzeitig zu begrüßen. Und dann kamen ein, zwei Leute hinterher und gingen händeschüttelnd von Person zu Person. Also schnell noch mal ganz kurz "aufs Klo" - zum Händewaschen. Oder ich habe versucht, in beiden Händen etwas festzuhalten, um ein Handgeben zu verhindern. Aber sogar zwei schwere Taschen oder Akten in der einen und die Kaffeetasse in der anderen Hand konnten manche Gegenüber nicht davon abhalten, mit ausgestreckter Hand so lange vor einem zu stehen, bis man mühsam alles umgewurschtelt oder sogar etwas abgestellt hatte.

  6. 7.

    Jeder Kulturkreis hat halt seine eigenen Begrüßungsrituale. Manche verbeugen sich, manche nicken, andere schütteln eben die Hand.
    Es ist durchaus unangenehm eine fremde Hand wie ein toter Fisch oder Pudding in der Hand zu haben oder das krasse Gegenteil, der sportliche Kollege, der der Meinung ist, einem zeigen zu müssen wo der Frosch die Locken hat und fast die Hand zerquetscht.
    Wie schön war es, als sich der Mann an die Hutkrempe getippt und eine Verbeugung angedeutet hat.

    Ich werde diese archaische Begrüßungsform ncht vermissen. Zum einen können durchaus Infektionskrankheiten übertragen werden. Zum anderen waschen sich z.B. 49% der Männer und über 20% der Frauen nach dem Toilettengang nicht die Hände. Und diesen Leuten möchte ich um nichts in der Welt die Hand schütteln.

  7. 6.

    Ich finde diese Abstandsregeln absolut gut. Konnte dieses Herankrauchen Fremder noch nie leiden und auch das Handreichen vermisse ich nicht. Meine Freunde umarme und küsse ich trotzdem. Es wäre schön wenn das auch nach Corona so bleiben würde. Diese Fuß-und Ellenbogengrüße finde ich einfach nur albern. Unsere Politiker sollten sich um die Probleme kümmern und nicht ihre Albernheiten in der Öffentlichkeit präsentieren.

  8. 5.

    Ich weiß garnicht, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll. Corona stößt auf. Immer und überall. Negativ, weil bspw. eine liebgewordene Gewohnheit - wie z. B. die morgendliche Zeitungsauswahl in der Bahnhofsbuchhandlung -ausfällt, weil die Buchhandlung so früh jetzt noch zu hat, bis hin zu positiven Veränderungen: Die heißgelaufene Gesellschafts- und Wirtschafts-Maschinerie aller von außen gesetzten und teilweise verinnerlichten Erwartungen läuft mindestens zwei Gänge bedächtiger. Ein Glücksfall. Das kann gerne so bleiben. Auch wenn viele davon betroffen sind. Doch wir haben eben einen Verstand, dass wir das gemeinschaftlich regeln können.

    Beim Händeschütteln geht´s mir zwiespältig. Im vorherigen Bundesgebiet war Händeschütteln in seiner Breitenwirkung schlicht aus der Mode gekommen, in Ostdeutschland zumindest im gewerblichen Bereich dagegen breitenwirksam üblich. Sollte ich es nach dem Umzug ablehnen? Das Sperrige bleibt.

  9. 4.

    Also ich kann Sie sehr gut verstehen. Ging mir auch schon immer so beim Händeschütteln. Ist übrigens sehr verbreitet in Deutschland. Gehört ja zum guten Ton dazu. Ich vermeide, wenn’s geht den Händedruck. Im Winter sage ich sogar ganz offen: besser nicht. Us Amerikaner machen es da ganz einfach. Da wird sich höflich einander vorgestellt und es folgt ein: Nice to meet You. Nur wirklich enge Freunde und vertraute umarmen sich. Ich finde das reicht vollkommen. Auch die Chinesische Variante gefällt mir gut. Oder die Hände zusammenlegen, so wie es die Buddhisten handhaben. Mache ich jetzt schon bei meinem Vietnamesen u.beim Thailänder. Vielleicht ändert sich ja jetzt mal dieses im übrigen doch recht typische Verhalten hier bei uns. Weiß ich denn, wo mein Gegenüber gerade überall die Hände im Spiel hatte? Auch so ein Absacker muß mal sein.

  10. 3.

    Ich vermisse das Händeschütteln- ok, nicht die feuchten Schweißpatschen, ansonsten war aber zumindest klar, wie bei der Begrüßung der erste Schritt aussehen wird. Es gab einen Fahrplan.
    Nun steht man da, irgendwie hilflos und muss sehen wie man diese Lücke überspielt.
    Weder das Fuß-Tippen noch der Ellenbogen-Stubs sind für mich Alternativen.
    Wer weiß, vielleicht wird es tatsächlich die kontaktlose Verbeugung. Hauptsache, es findet sich ein gängiger Ersatz.

    Meine Freunde umarme ich weiterhin. Das sind ein, zwei Sekunden und es sind immer dieselben paar „Hanseln“. Und da zwischen uns die Kinder hin- und her toben und das „verbindende Glied” sind, wäre es lächerlich auf diese ein, zwei Sekunden zu verzichten.

  11. 2.

    Da geht's mir genauso :-) ich bin heimlich immer umgehend Hände waschen gegangen in der Büroküche, wenn der Händeschüttler morgens durch war - wir sind das letzte Büro im Haus...
    Und Hände wie nasskalter toter Fisch ist auch nicht so meins... Viele Sachen, die für 80 % der Bevölkerung "neu" und störend sind, habe ich eh immer gemacht. Insofern freue ich mich, wenn jetzt gezwungenermaßen mehr Leute auf Hygiene im Alltag achten (müssen). Danke dafür.

    Für mich hat der lockdown nicht viel neues gebracht, bis auf homeschooling. Und genau DAS muss ich nicht wieder haben. Gut dass Ferien sind!

    Mir fehlt ab und an ein lauer Sommerabend am (Bade)See. Also von "durch den SOMMER kommen" kann bisher nicht die Rede sein. Aber das wäre auch ohne Corona so gewesen *bibber* PayPal und städtische Bäderbetriebe spare ich mir dadurch mal. Sind's vielleicht doch erst die Osterferien???

  12. 1.

    Also ich bin echt froh, dass viele Abstand halten und mich nicht mehr anfassen.
    Das kann man schön auf Corona schieben. :-)
    Und endlich wird man nicht mehr angemacht, wenn man krank ist.
    Oh ja, bleiben Sie blos zu Hause!
    Und bitte erst wiederkommen, wenn der Schnupfen weg ist!

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