Symbolbild: Kellner mit Maske (Quelle: dpa/Mairo Cinquetti)
Bild: dpa/Mairo Cinquetti

Der Absacker - Einmal frische Vorsicht nach Art des Hauses bitte

Die Corona-Krise hat die Gastronomie hart getroffen. Umso mehr verwundert es da, dass einzelne Locations und manche Besucher und Besucherinnen das Wohl der ganzen Branche riskieren. Von Haluka Maier-Borst

"Laden läuft wieder, der Juni war top. Hoffen wir mal, dass keine zweite Welle kommt."

"Vorbeikommen, das ist die beste Unterstützung."

"Klar ist das unter der Maske stickig und stinkig, aber immerhin hab ich wieder einen Job."

So liefen einige der Unterhaltungen, die ich in letzter Zeit mit Freunden in der Gastronomie gehabt habe. Alle kurz angebunden, so wie man es aus der Branche kennt. Aber mit viel ungesagt Gesagtem, das man raushört.

Die erste Welle war finanziell trotz Soforthilfen eine Katastrophe. Nach wie vor ist es nicht einfach. Und: eine zweite Welle wäre für viele kaum zu verkraften.

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1. Was vom Tag bleibt

Umso mehr macht einen ratlos, was einzelne Gastronomen und ihre Gäste veranstalten. So kam die Bar "Mio" unter dem Berliner Fernsehturm nun in die Schlagzeilen. Zum einen weil mehrere Gäste sich mit Corona angesteckt haben. Zum anderen, weil man, wie sich nun herausstellt, zu Hunderten drinnen feierte und außerdem auf den Listen für die Kontakverfolgung falsche Namen und falsche Adressen stehen.

Im Bezirk Mitte zeigen sich aber auch an anderer Stelle chaotische Zustände. Die Bars an der Torstraße sind rappelvoll. Von Vorsicht keine Spur. Ich kann die Sehnsucht nach feierseliger Normalität verstehen. Aber gerade wenn die Möglichkeit von Partys draußen diskutiert wird und die Mindestabstände zwischen Tischen reduziert werden, kann ich diese rücksichtsloses Vorpreschen nach mehr Freiheit nicht verstehen. Und nebenbei: Es fällt schon auf, dass man aus Brandenburg von solchem Verhalten wenig hört.

2. Abschalten.

So, genug aufgeregt an dieser Stelle. Schwenken wir zu etwas schön absurdem: Wie Kinder malen.

Ich gebe zu, als kinderloser Single fehlt mir sicherlich das Einfühlungsvermögen und die anderen Absacker-Kolleg*innen werden mir sicher die Tage die Ohren lang ziehen. Aber das, was da an Kühlschränken und Bürowänden hängt, sagt eher mehr über die (blinde) Liebe der Eltern aus, als über das künstlerische Schaffen der nächsten Generation. Ehrlich gesagt zucke ich bei Besuchen bei meiner Mutter auch jedes Mal zusammen, wenn ich das olle Gekrakel von mir im Wohnzimmer aufgehangen sehe.

Tom Curtis hat aber aus der Kunst seiner Kinder mehr gemacht, nämlich abstraktes Photogeshoppe [instagram.com]. Wer mal einen lächelnden Skorpion oder Enten mit Modell ähnlichen Beinen sehen will, sollte hier entlang.

3. Und, wie geht's?

Ich habe ohne Kinder gut reden. Und entsprechend kommt heute auch als Ausgleich mit Leonie eine Mutter zu Wort:

Unsere geplante Mallorcareise wurde gestrichen - Urlaub ade. Die richtige Hitze, die man nach den letzten Jahren schon als normal erachtet, fehlt und der Ausflug ins Schwimmbad muss bereits Tage vorher geplant werden, da sonst die Tickets ausverkauft sind.

Unsere Tage dümpeln so dahin, jede Woche ähnelt der davor und ich muss erstmal genau überlegen, was wir am Vortag gemacht haben, wenn ich danach gefragt werde. (...)

Ich hoffe inständig, dass die Schule nach den Ferien wieder relativ normal losgeht und nicht wieder nach kurzer Zeit geschlossen werden muss. Ebenso die Kitas. Ich möchte gerne nach langer Babypause wieder arbeiten gehen (sogar systemrelevant, sonst wäre die Eingewöhnung meines Zweijährigen nicht möglich), aber wenn meine drei Kinder bei jedem Schnupfen zu Hause bleiben müssen, dann wird das frühestens im nächsten Frühling möglich sein!

Wie dümpeln Sie sich durch das Sommerloch? Wie schauen Sie auf das Ferienende? Wenn Sie uns dazu etwas erzählen können, dann schreiben Sie uns weiterhin an absacker@rbb-online.de.

Oder... Sie nehmen diesen Tweet als Anlass [twitter.com] und erzählen uns, was die absurdeste Situation war, in der Sie auf etwas aufpassen mussten.

4. Ein weites Feld...

Das absurdeste Tier, auf das ich mal kurz mit aufpassen durfte, war ein Ameisenbär. Noch während meiner journalistischen Ausbildung sollten wir üben, Portraits zu schreiben. Ich suchte mir dafür eine Tierpflegerin des Dortmunder Zoos aus, die für die Ameisenbären zuständig war. Gemeinsam scheuchten wir die Ameisenbären aus dem Innengehege nach draußenund wir mussten schauen, dass keiner davon uns entnervt kratzt. Die Tiere haben zwar ein süßes Äußeres aber scharfe Krallen. Nebenbei erzählte mir die Tierpflegerin dann noch, dass die Tiere nicht besonders helle sind [zeit.de]. Aber auch was im Notfall immer hilft, um sie rauszulocken: Vanillepudding.

Ich hoffe Sie nutzen heute das gute Wetter und gehen in ihr Freiluftgehege, sei es nun in Berlin oder Brandenburg, vielleicht mit Vanilleeis statt Vanillepudding.

Genießen Sie's!

Haluka Maier-Borst

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    Hand drauf? Besser nicht!

    Vor Corona kam man nicht umhin, ständig Hände zu drücken. Manche fühlten sich an wie ein toter Fisch, andere waren feucht oder die eigene Hand fühlte sich nach dem Begrüßungsritual an wie Krankenhaus-reif. Schön, dass das jetzt vorbei ist, freut sich Kira Pieper.

  • Symbolbild: 27.05.2020, Frankreich, Paris: Ein Mann und eine Frau demonstrieren in einem Pariser Restaurant das Speisen unter Plastikhauben (Quelle: dpa/Thibault Camus)
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    Mit gebührendem Abstand bitte!

    Seit das neue Corona-Virus da ist, haben wir einen sechsten Sinn für eine Sache bekommen: Nähe. Wie schwierig es ist, sie zu umgehen und wie sehr wir sie brauchen, haben wir in den letzten Monaten gemerkt. Hoffentlich vergessen wir das nicht, findet Haluka Maier-Borst

  • Archivbild: Blick auf die City Ost mit Nikolaiviertel, dem Roten Rathaus und dem Fernsehturm während des Gewitters. (Quelle: dpa/D. Heerde)
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    Bewölkt und recht explosiv, mit schlecht terminierten Fluten

    Alle reden über das Wetter – auch wir. Aber die Frage nach Sonne und Wolken ist noch das kleinste Problem, wenn man sich anschaut, wie sich die (politische) Großwetterlage entwickelt. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Wespe auf Nahrungssuche. (Quelle: dpa/Klaus Nowottnick)
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    Heute sah es lange danach aus, als ob Corona kein Thema wäre. Ein ruhiger Tag? Wohl kaum. Was folgte, war die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir vor, während und nach der Pandemie mit einem ganz anderen Virus zu kämpfen haben, glaubt Efthymis Angeloudis.

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    dpa/S. Simon

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    Endlich wieder auf die Schnauze

    Nun, da Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt wird, können alle künftig mehr machen als nur durch die Gegend joggen. Entsprechend sollten wir beim ersten schmerzhaften Rumms nicht gleich all zu laut aufheulen, sagen Haluka Maier-Borst und sein Gewissen.

  • Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
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    Ich packe meinen Koffer voller Sorgen

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12 Kommentare

  1. 11.

    Meine volle Zustimmung, uns zwingt niemand feiern zu gehen und Rücksichtslos alle Manieren und dabei die Vernunft zu vergessen.
    Egal ob mit oder ohne Corona, die Feierwütigen und nörgelnden Leute übertreiben es mal wieder.
    Diese Regeln sind sinnvoll, sie helfen uns mit dem Virus umzugehen und zu schützen. Das die Politik ein Wirrwarr, an Regeln aufstellt ist kein Wunder. Dieses Virus ist neu und in solch einer Lage war Deutschland und die Welt selbst noch nicht. Da die Situation von Tag zu Tag aufs neue Bewertet werden müssen, kann die Wissenschaft auch nur Empfehlungen geben. Es ist für niemanden einfach, aber einige Bars- und Kneipenbesitzer, tun so, ob sie für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und ihrer Gäste nicht verantwortlich wären, jeder kleine Lotto Laden kann diese Regeln umsetzen, nur die nicht? Außerdem gefährden solche Inhaber den Ruf der ganzen Brache und damit diejenigen die sich an Regeln halten.

  2. 10.

    Bevormundungsstaat, soso. Wieviele Tausend Leute sitzen denn wg Nichttragens von Masken in U-Haft? - Freiheit kriegt man zwar erstmal geschenkt, muss sie sich aber täglich neu erarbeiten: Mit Vernunft und Gemeinsamkeit. Leider zeigen allzu viele Leute, dass sie einen Kernaspekt von Freiheit nicht kapiert haben: dass die nämlich da aufhört, wo Andere übermäßig ganz real beeinträchtigt werden. Wenn ich Anderen ohne Maske zu nahe rücke, oder (unabhängig von Corona) z.B. permanent zu schnell fahre oder mehr raffe als mir zusteht (Klopapier. Fleisch, Mieteinnahmen...), dann zeige ich damit, dass ich mit Freiheit nicht umgehen kann. Dass ich wie ein Steppke im Kindergarten nicht über den Tellerrand kucke - zum Schaden von anderen und oft auch von mir selbst. Die Notwendigkeit der Bevormundung schaffe ich dann ganz alleine. Klingt komisch - is aber meist so.

  3. 9.

    Haben Sie evtl. in der Redaktion jemanden, der das ganze Masken-Tamtam übertrieben findet?
    Ich sehe die Gefahr, dass durch die völlig überzogene Viruspanik und die Schwarze Corona-Null (darf keine Neuinfektionen geben) andere gesundheitliche Probleme folgen - evtl. mit Corona/Grippe-Mutation im Herbst.
    Dazu würde ich es gut finden, wenn Sie beim rbb auf die gesellschafts- und rechtspolitischen Probleme stärker eingehen würden. Die Corona-Regeln machen was mit uns.
    Und da meine ich nicht Einsamkeit und Langeweile sondern wie wohl LISA das meint - Denunzierung, Spitzelei und Zurechtweisung, Kontrolle, Unfreiheit.
    Ich wünsche mir mehr eigene Entscheidungsbefugnis.
    Wir schlittern in einen Bevormundungsstaat.

  4. 8.

    Ja, es ist sehr angenehm, dass hier noch kontroverse Sichten zugelassen werden. Das ist ein Novum in Öffentlich Rechtlichen.

    Dennoch möchte ich Lisa zustimmen. Es ist nicht Corona und es sind auch keine Gäste Es sind die Übertreibungen einer nur noch sehr schwer verständlichen Politik, die die Restaurants und Hotels und die vielen anderen Wirtschaftszweige in den Ruin treiben. Also bitte korrekt formulieren.

  5. 7.

    Hallo Lisa,

    danke für die Kritik. Wir versuchen ja möglichst alle Seiten darzustellen und genauso, wie Sie Artikel zum (aus meiner Sicht) problematischen Verhalten einiger Gäste und Gastronomen finden, finden Sie auch andere Artikel. Darüber, wie schwierig es für Gastronomen ist. Darüber wie sehr man sich weiter um Lockerungen bemüht. Aber auch über Brandenburgs größtes Hotel, das wieder in Betrieb ist. Am Ende ist das hier eine Kolumne mit ein wenig Meinung und damit nicht nur "Einpeitscher" wie ich zu Wort kommen (meine Lesart: Datenjournalisten, die in der Hochphase viel Sorgen im Bekanntenkreis gehört und Doppelschichten mit bleibenden Augenringen hinter sich haben), wechseln wir hier auch die Kolumnist*innen durch.

    Liebe Grüße

    Haluka Maier-Borst

  6. 6.

    Mein Tipp: einfach nur Sachen lesen, die Ihnen nicht auf die Nerven gehen. Allerdings verpasst man dann viele Informationen. Z.B. warum Abstandsregeln sinnvoll sind oder warum Lokale geschlossen waren. Ausserdem darf eine Kolumne wie der Absacker Meinung enthalten..sonst wäre es ja keine Kolumne. Falls Sie lieber Sachtexte lesen, dann empfehle ich das Infektionsschutzgesetz und die Eindämmungsverordnung.

  7. 4.

    Der Absacker solle in: Der Einpeitscher umbenannt werden.
    Mann, gehen mir diese Blockwart Artikel auf die Nerven.
    Kleine Korrektur: Nicht einzelne Gäste gefährden die Restaurants. Die haben keinen Restaurant-Besitzer gezwungen monatelang zu schließen oder haben keine unsinnige Abstandsregeln festgelegt.

  8. 3.

    Das mit der "Partykultur" ist wirklich unerträglich für jeden vernünftigen Menschen. Aber es gibt eben so viele "Risikosuchende". Man kann es auch anders schön haben und dazu passt mein lustigster Aufpasser. Voriges Jahr in der Hitze an einer Badestelle am Tegeler See: Ich habe eine Wanderpause gemacht und 2 schon betagte Damen baten mich auf ihre 2 Piccolo Sekt aufzupassen, die sie im Seewasser kühl gestellt hatten. Sie wollten eine Runde schwimmen und hatten Sorge, das jemand diese wegtrinkt. Hat alles gut geklappt.

  9. 2.

    Wie soll ein Barkeeper, der evtl. auch Angst hat und keine Verstärkung bekommt, weil der Laden bald pleite ist, noch durchgriffig werden bei agressiven Trinkern?
    Ebenso werden Inhaber nicht potentiellen Umsatz erlauben.
    Die Regelungen und Auflagen sind für Kneipen nicht umsetzbar.
    Das passiert, wenn man Verordnungen nicht mal praktisch durchspielt bzw. keinen Gastronom in der Fraktion hat.
    Entweder lässt man solche Läden zu oder akzeptiert Ansteckungen.
    2m Abstand in der Disko funktioniert genausowenig wie Frischhaltefolie im Puff.
    Sollen die sich doch anstecken! Sie können Corona nur weitergeben, wenn SIE ALLE es zulassen! Man kriegt nun mal nicht alles vom Staat serviert.

  10. 1.

    Auch ein Single hat so seine Sorgen. Bin ein Vielleser( bevorzugt Kriminalromane), vertreibe mir die Zeit zuhause seit neuestem mit Zeichnen und Malen. Zwischendurch gehe ich dann auch schon mal auf ein zwei Bierchen entweder zum Vietnamesen( denn der braucht dringend Kundschaft ) oder in meine Lieblingskneipe in der Wilmersdorferstr. Auch habe ich meinen Fotoapparat jetzt ständig dabei. Nur zuhause abhängen geht nicht. Deshalb verstehe ich zwar die Jugend einen drauf zu machen, aber doch nicht so. Mir fallen da recht schöne Erinnerungen ein, die ich früher mit nur ein paar Freunden mit dem Fahrrad unternommen hatte. Wir suchten uns dann ein gemütliches Plätzchen aus, wo wenig Leute waren und spielten z.B. mit dem Frisbee. Oder man ging irgendwo Baden bis die Sonne unterging. Scheint heute wohl vieles anders zu sein. Sich gerade jetzt in Massen zu treffen um sich zu betrinken u.s.w. Mein Verständnis für solch ein auftreten hält sich da in Grenzen.

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