Der Absacker - Einmal frische Vorsicht nach Art des Hauses bitte

Symbolbild: Kellner mit Maske (Quelle: dpa/Mairo Cinquetti)
Bild: dpa/Mairo Cinquetti

Die Corona-Krise hat die Gastronomie hart getroffen. Umso mehr verwundert es da, dass einzelne Locations und manche Besucher und Besucherinnen das Wohl der ganzen Branche riskieren. Von Haluka Maier-Borst

"Laden läuft wieder, der Juni war top. Hoffen wir mal, dass keine zweite Welle kommt."

"Vorbeikommen, das ist die beste Unterstützung."

"Klar ist das unter der Maske stickig und stinkig, aber immerhin hab ich wieder einen Job."

So liefen einige der Unterhaltungen, die ich in letzter Zeit mit Freunden in der Gastronomie gehabt habe. Alle kurz angebunden, so wie man es aus der Branche kennt. Aber mit viel ungesagt Gesagtem, das man raushört.

Die erste Welle war finanziell trotz Soforthilfen eine Katastrophe. Nach wie vor ist es nicht einfach. Und: eine zweite Welle wäre für viele kaum zu verkraften.

Mehr zum Thema

1. Was vom Tag bleibt

Umso mehr macht einen ratlos, was einzelne Gastronomen und ihre Gäste veranstalten. So kam die Bar "Mio" unter dem Berliner Fernsehturm nun in die Schlagzeilen. Zum einen weil mehrere Gäste sich mit Corona angesteckt haben. Zum anderen, weil man, wie sich nun herausstellt, zu Hunderten drinnen feierte und außerdem auf den Listen für die Kontakverfolgung falsche Namen und falsche Adressen stehen.

Im Bezirk Mitte zeigen sich aber auch an anderer Stelle chaotische Zustände. Die Bars an der Torstraße sind rappelvoll. Von Vorsicht keine Spur. Ich kann die Sehnsucht nach feierseliger Normalität verstehen. Aber gerade wenn die Möglichkeit von Partys draußen diskutiert wird und die Mindestabstände zwischen Tischen reduziert werden, kann ich diese rücksichtsloses Vorpreschen nach mehr Freiheit nicht verstehen. Und nebenbei: Es fällt schon auf, dass man aus Brandenburg von solchem Verhalten wenig hört.

2. Abschalten.

So, genug aufgeregt an dieser Stelle. Schwenken wir zu etwas schön absurdem: Wie Kinder malen.

Ich gebe zu, als kinderloser Single fehlt mir sicherlich das Einfühlungsvermögen und die anderen Absacker-Kolleg*innen werden mir sicher die Tage die Ohren lang ziehen. Aber das, was da an Kühlschränken und Bürowänden hängt, sagt eher mehr über die (blinde) Liebe der Eltern aus, als über das künstlerische Schaffen der nächsten Generation. Ehrlich gesagt zucke ich bei Besuchen bei meiner Mutter auch jedes Mal zusammen, wenn ich das olle Gekrakel von mir im Wohnzimmer aufgehangen sehe.

Tom Curtis hat aber aus der Kunst seiner Kinder mehr gemacht, nämlich abstraktes Photogeshoppe [instagram.com]. Wer mal einen lächelnden Skorpion oder Enten mit Modell ähnlichen Beinen sehen will, sollte hier entlang.

3. Und, wie geht's?

Ich habe ohne Kinder gut reden. Und entsprechend kommt heute auch als Ausgleich mit Leonie eine Mutter zu Wort:

Unsere geplante Mallorcareise wurde gestrichen - Urlaub ade. Die richtige Hitze, die man nach den letzten Jahren schon als normal erachtet, fehlt und der Ausflug ins Schwimmbad muss bereits Tage vorher geplant werden, da sonst die Tickets ausverkauft sind.

Unsere Tage dümpeln so dahin, jede Woche ähnelt der davor und ich muss erstmal genau überlegen, was wir am Vortag gemacht haben, wenn ich danach gefragt werde. (...)

Ich hoffe inständig, dass die Schule nach den Ferien wieder relativ normal losgeht und nicht wieder nach kurzer Zeit geschlossen werden muss. Ebenso die Kitas. Ich möchte gerne nach langer Babypause wieder arbeiten gehen (sogar systemrelevant, sonst wäre die Eingewöhnung meines Zweijährigen nicht möglich), aber wenn meine drei Kinder bei jedem Schnupfen zu Hause bleiben müssen, dann wird das frühestens im nächsten Frühling möglich sein!

Wie dümpeln Sie sich durch das Sommerloch? Wie schauen Sie auf das Ferienende? Wenn Sie uns dazu etwas erzählen können, dann schreiben Sie uns weiterhin an absacker@rbb-online.de.

Oder... Sie nehmen diesen Tweet als Anlass [twitter.com] und erzählen uns, was die absurdeste Situation war, in der Sie auf etwas aufpassen mussten.

4. Ein weites Feld...

Das absurdeste Tier, auf das ich mal kurz mit aufpassen durfte, war ein Ameisenbär. Noch während meiner journalistischen Ausbildung sollten wir üben, Portraits zu schreiben. Ich suchte mir dafür eine Tierpflegerin des Dortmunder Zoos aus, die für die Ameisenbären zuständig war. Gemeinsam scheuchten wir die Ameisenbären aus dem Innengehege nach draußenund wir mussten schauen, dass keiner davon uns entnervt kratzt. Die Tiere haben zwar ein süßes Äußeres aber scharfe Krallen. Nebenbei erzählte mir die Tierpflegerin dann noch, dass die Tiere nicht besonders helle sind [zeit.de]. Aber auch was im Notfall immer hilft, um sie rauszulocken: Vanillepudding.

Ich hoffe Sie nutzen heute das gute Wetter und gehen in ihr Freiluftgehege, sei es nun in Berlin oder Brandenburg, vielleicht mit Vanilleeis statt Vanillepudding.

Genießen Sie's!

Haluka Maier-Borst

Alle Absacker

RSS-Feed
  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Ein Jahr wie ein Schlag ins Gesicht – mit einem nassen Aal

    Seit gefühlten Dekaden mussten sich Berliner und Brandenburger den Spott über den Flughafen BER anhören. Doch jetzt, wo er fertig ist und Erlösung nahe wäre, raubt uns das Corona-Jahr 2020 auch diesen besonderen Moment. Von Haluka Maier-Borst

  • Rednerpult in der SenatsPK am 28.10.2020 in Berlin. (Quelle: rbb|24/Sebastian Schöbel)
    rbb|24/Sebastian Schöbel

    Der Absacker 

    Wir sind gekommen, um Ihnen mitzuteilen... Sie jubeln zu früh

    "Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt": So spaßbefreit steht es im Beschluss der Ministerpräsidenten. Nun wird das ab Montag umgesetzt. Umarmen Sie bis dahin noch schnell Gastronomen und Künstler*innen, rät Sebastian Schöbel.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    "Endlich" Lockdown

    Nach etlichen Mahnungen, Drohungen, Appellen und Zurechtweisungen wird das durchgesetzt, was alle bereits erahnten – ein Lockdown. Endlich, sagt Efthymis Angeloudis. Wenn auch aus anderen Gründen, als jetzt vielleicht vermutet.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Meine Straße hat kein Corona

    Maskenpflicht in zehn der rund 9.500 Berliner Straßen? Kira Pieper hat den Eindruck, dass manche die neue Regel nicht akzeptieren wollen, andere haben sie nicht mitbekommen. Und dann gibt es noch die, die sich einfach keine Namen merken können.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Janz Berlin is eene Wolke

    Da feiern 500 Flitzepiepen in Berlin ne Sause und gleich jibbet Jeschrei. Halloween fällt och flach und eijentlich ham wa nüscht mehr zu lachen inne Pandemie. Lisa Schwesig versucht et mit Amüsemang uff Berlinerisch. Een böset Pflasta musse aber trotzdem abreißen.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Ganz Berlin ist eine Wolke

    Da feiern 500 Menschen in Berlin eine Party und gleich gibt es Geschrei. Halloween fällt auch aus und eigentlich haben wir nichts mehr zu Lachen in der Pandemie. Lisa Schwesig versucht es mit Witz auf Berlinerisch. Ein böses Pflaster muss sie aber trotzdem abreißen.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Absacker 

    Der Hamster, das asoziale Wesen

    Es geht wieder los! Die Hamster kriechen aus ihren Höhlen, um ihren nicht zu bändigenden Appetit auf Klopapier zu stillen. Aber warum genau werden die Auf-Halde-Käufer noch mal mit dem Nager verglichen? Kira Pieper zumindest sieht sehr viele Ähnlichkeiten.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Wenn's im großen Zahlenraum hapert

    Wasserrechnungen nicht gezahlt, Einnahmen nicht versteuert – heute bestimmen auch große Zahlen abseits von Corona das Nachrichtengeschehen. Und Haluka Maier-Borst fragt sich, ob das auch mit fehlenden Mathematik-Kompetenzen zu tun hat.

  • Statue mit einem gebrochenen Flügel (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

    Das Berühren der Figüren durch Idioten ist verboten

    Gerade jetzt sind Museumsbesuche so wertvoll wie nie zuvor. Umso unverständlicher, wenn selbsternannte Bilderstürmer Kulturschätze zerstören wollen, wie nun offenbar auf der Museumsinsel geschehen. Da fällt es Sebastian Schöbel schwer, einen fröhlichen Absacker zu liefern.

  • Ein Mann trägt eine Gasmaske um sich vor dem Coronvirus zu schützen. (Quelle: dpa/Martin Baumann)
    dpa/Martin Baumann

    Der Absacker 

    Nutzen Sie die Chance, sich Mundgeruch zuzulegen

    Inzwischen wird es immer leichter, sich zu merken, wo man überall KEINE Maske braucht. Und Brandenburg importiert Berlins Alkoholverbot zu später Stunde. Nur die Prignitz kann feiern - aber nur im kleinen Kreis. Zeit für Zweckoptimismus, findet Sebastian Schöbel.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Es war einmal in Brandenburg

    Wogende Wellen und rieselnder Sand blieben Lisa Schwesig diesen Herbst verwehrt. Mit ängstlichem Blick schaut sie daher gen Weihnachten. Bis es soweit ist, wird aber erstmal gefeiert: Der BER wird eröffnet - zumindest ein bisschen.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Sprite statt Lütt un Lütt

    Urlaub ausgefallen. Umtrunk ausgefallen. Es war ja klar, dass der Corona-Herbst hart werden wird. Aber so hart? Kira Pieper versucht sich im positiven Denken und landet bei seltsamen norddeutschen Bräuchen.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

    Das ewige Rätsel, das Philosophen schon seit Plutarch ärgert, scheint heute um einiges einfacher zu lösen als die Frage: Wer soll einen zweiten Lockdown verhindern? Die Henne oder das Ei? Nur falsche Antworten gibt Efthymis Angeloudis.

  • Sarah Mühlberger
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Mit besten Grüßen aus der Zukunft

    Ein Nachrichtentag so unerfreulich wie das Wetter: Die Fallzahlen steigen und steigen, Bund und Länder verhandeln und verhandeln. Aber es gibt auch einen kleinen Gewinner. Von Sarah Mühlberger

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Bitte my Lederhosen lüften – but without Schadenfreude

    Coronabedingt wird ein für uns altbekanntes, in anderen Ländern aber neues Wort seinen Siegeszug durch die Welt antreten: Lüften. Haluka Maier-Borst fragt sich, inwiefern das unser Bild im Ausland verändert.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Fragen wir doch mal Dr. Alban

    Früher haben wissenschaftliche Studien keinen interessiert. Heute weiß angeblich jeder, wie man sie richtig liest. Habe ich dem wirklich umsonst ein ganzes Studium gewidmet, fragt sich Haluka Maier-Borst in einer kurzen Sinnkrise.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Rien ne va plus und trotzdem Stress

    Die BVG streikt und Brandenburg lässt Berliner/innen nur noch unter Auflagen rein zum Urlaub machen. Auch sonst fühlt es sich an, als würde jemand die Notbremse anziehen. Und trotzdem weiß Haluka Maier-Borst nicht, wo ihm der Kopf steht.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Dit is Klischee!

    Kaum eine Stadt wird auf solch peinliche Art und Weise für klischeehafte Sprüche benutzt wie Berlin. Arm aber sexy war mal. Jetzt scheint der Slogan der Stadt eher kalt und leer zu sein. Droht Berlin das gleiche Schicksal wie New York?, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Die sind schuld! Oder doch nicht?

    Die Corona-Fallzahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder deutlich an und für viele ist klar, wer die Schuld trägt. Lisa Schwesig bringt derweil ein ganz anderer Corona-Infizierter auf die Palme.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Das ist leider kein Fehler

    Im Frühsommer wurde noch darüber diskutiert, ab wie vielen Fällen die Lage in Berlin kritisch wird. 30 Fälle oder 50 Fälle pro 100.000 Einwohner? Neukölln hat die Unterscheidung mal eben pulverisiert. Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Illustration. (Quelle: privat/Leo Matthey)
    Leo Matthey

    Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

    Kitastreiks in Brandenburg wecken bei Sebastian Schöbel Erinnerungen an das Corona-Betreuungschaos, in Berlin fliegen menschenverachtende Chatnachrichten von Polizisten auf und die Debatte um einen kostenlosen ÖPNV lässt unsere Leser*innen nicht los.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

  • Laura Kingston
    rbb|24

    Absacker 

    Carpe den verdammten Diem!

    Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern bedeutet neue Beschränkungen für alle. Das fühlt sich für Laura Kingston zuweilen an wie Elternsprechtag. Und aus dem geht sie nicht sonderlich hoffnungsvoll hervor.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Entscheidungen mit Strahlkraft

    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

Was Sie jetzt wissen müssen

12 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 11.

    Meine volle Zustimmung, uns zwingt niemand feiern zu gehen und Rücksichtslos alle Manieren und dabei die Vernunft zu vergessen.
    Egal ob mit oder ohne Corona, die Feierwütigen und nörgelnden Leute übertreiben es mal wieder.
    Diese Regeln sind sinnvoll, sie helfen uns mit dem Virus umzugehen und zu schützen. Das die Politik ein Wirrwarr, an Regeln aufstellt ist kein Wunder. Dieses Virus ist neu und in solch einer Lage war Deutschland und die Welt selbst noch nicht. Da die Situation von Tag zu Tag aufs neue Bewertet werden müssen, kann die Wissenschaft auch nur Empfehlungen geben. Es ist für niemanden einfach, aber einige Bars- und Kneipenbesitzer, tun so, ob sie für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und ihrer Gäste nicht verantwortlich wären, jeder kleine Lotto Laden kann diese Regeln umsetzen, nur die nicht? Außerdem gefährden solche Inhaber den Ruf der ganzen Brache und damit diejenigen die sich an Regeln halten.

  2. 10.

    Bevormundungsstaat, soso. Wieviele Tausend Leute sitzen denn wg Nichttragens von Masken in U-Haft? - Freiheit kriegt man zwar erstmal geschenkt, muss sie sich aber täglich neu erarbeiten: Mit Vernunft und Gemeinsamkeit. Leider zeigen allzu viele Leute, dass sie einen Kernaspekt von Freiheit nicht kapiert haben: dass die nämlich da aufhört, wo Andere übermäßig ganz real beeinträchtigt werden. Wenn ich Anderen ohne Maske zu nahe rücke, oder (unabhängig von Corona) z.B. permanent zu schnell fahre oder mehr raffe als mir zusteht (Klopapier. Fleisch, Mieteinnahmen...), dann zeige ich damit, dass ich mit Freiheit nicht umgehen kann. Dass ich wie ein Steppke im Kindergarten nicht über den Tellerrand kucke - zum Schaden von anderen und oft auch von mir selbst. Die Notwendigkeit der Bevormundung schaffe ich dann ganz alleine. Klingt komisch - is aber meist so.

  3. 9.

    Haben Sie evtl. in der Redaktion jemanden, der das ganze Masken-Tamtam übertrieben findet?
    Ich sehe die Gefahr, dass durch die völlig überzogene Viruspanik und die Schwarze Corona-Null (darf keine Neuinfektionen geben) andere gesundheitliche Probleme folgen - evtl. mit Corona/Grippe-Mutation im Herbst.
    Dazu würde ich es gut finden, wenn Sie beim rbb auf die gesellschafts- und rechtspolitischen Probleme stärker eingehen würden. Die Corona-Regeln machen was mit uns.
    Und da meine ich nicht Einsamkeit und Langeweile sondern wie wohl LISA das meint - Denunzierung, Spitzelei und Zurechtweisung, Kontrolle, Unfreiheit.
    Ich wünsche mir mehr eigene Entscheidungsbefugnis.
    Wir schlittern in einen Bevormundungsstaat.

  4. 8.

    Ja, es ist sehr angenehm, dass hier noch kontroverse Sichten zugelassen werden. Das ist ein Novum in Öffentlich Rechtlichen.

    Dennoch möchte ich Lisa zustimmen. Es ist nicht Corona und es sind auch keine Gäste Es sind die Übertreibungen einer nur noch sehr schwer verständlichen Politik, die die Restaurants und Hotels und die vielen anderen Wirtschaftszweige in den Ruin treiben. Also bitte korrekt formulieren.

  5. 7.

    Hallo Lisa,

    danke für die Kritik. Wir versuchen ja möglichst alle Seiten darzustellen und genauso, wie Sie Artikel zum (aus meiner Sicht) problematischen Verhalten einiger Gäste und Gastronomen finden, finden Sie auch andere Artikel. Darüber, wie schwierig es für Gastronomen ist. Darüber wie sehr man sich weiter um Lockerungen bemüht. Aber auch über Brandenburgs größtes Hotel, das wieder in Betrieb ist. Am Ende ist das hier eine Kolumne mit ein wenig Meinung und damit nicht nur "Einpeitscher" wie ich zu Wort kommen (meine Lesart: Datenjournalisten, die in der Hochphase viel Sorgen im Bekanntenkreis gehört und Doppelschichten mit bleibenden Augenringen hinter sich haben), wechseln wir hier auch die Kolumnist*innen durch.

    Liebe Grüße

    Haluka Maier-Borst

  6. 6.

    Mein Tipp: einfach nur Sachen lesen, die Ihnen nicht auf die Nerven gehen. Allerdings verpasst man dann viele Informationen. Z.B. warum Abstandsregeln sinnvoll sind oder warum Lokale geschlossen waren. Ausserdem darf eine Kolumne wie der Absacker Meinung enthalten..sonst wäre es ja keine Kolumne. Falls Sie lieber Sachtexte lesen, dann empfehle ich das Infektionsschutzgesetz und die Eindämmungsverordnung.

  7. 4.

    Der Absacker solle in: Der Einpeitscher umbenannt werden.
    Mann, gehen mir diese Blockwart Artikel auf die Nerven.
    Kleine Korrektur: Nicht einzelne Gäste gefährden die Restaurants. Die haben keinen Restaurant-Besitzer gezwungen monatelang zu schließen oder haben keine unsinnige Abstandsregeln festgelegt.

  8. 3.

    Das mit der "Partykultur" ist wirklich unerträglich für jeden vernünftigen Menschen. Aber es gibt eben so viele "Risikosuchende". Man kann es auch anders schön haben und dazu passt mein lustigster Aufpasser. Voriges Jahr in der Hitze an einer Badestelle am Tegeler See: Ich habe eine Wanderpause gemacht und 2 schon betagte Damen baten mich auf ihre 2 Piccolo Sekt aufzupassen, die sie im Seewasser kühl gestellt hatten. Sie wollten eine Runde schwimmen und hatten Sorge, das jemand diese wegtrinkt. Hat alles gut geklappt.

  9. 2.

    Wie soll ein Barkeeper, der evtl. auch Angst hat und keine Verstärkung bekommt, weil der Laden bald pleite ist, noch durchgriffig werden bei agressiven Trinkern?
    Ebenso werden Inhaber nicht potentiellen Umsatz erlauben.
    Die Regelungen und Auflagen sind für Kneipen nicht umsetzbar.
    Das passiert, wenn man Verordnungen nicht mal praktisch durchspielt bzw. keinen Gastronom in der Fraktion hat.
    Entweder lässt man solche Läden zu oder akzeptiert Ansteckungen.
    2m Abstand in der Disko funktioniert genausowenig wie Frischhaltefolie im Puff.
    Sollen die sich doch anstecken! Sie können Corona nur weitergeben, wenn SIE ALLE es zulassen! Man kriegt nun mal nicht alles vom Staat serviert.

  10. 1.

    Auch ein Single hat so seine Sorgen. Bin ein Vielleser( bevorzugt Kriminalromane), vertreibe mir die Zeit zuhause seit neuestem mit Zeichnen und Malen. Zwischendurch gehe ich dann auch schon mal auf ein zwei Bierchen entweder zum Vietnamesen( denn der braucht dringend Kundschaft ) oder in meine Lieblingskneipe in der Wilmersdorferstr. Auch habe ich meinen Fotoapparat jetzt ständig dabei. Nur zuhause abhängen geht nicht. Deshalb verstehe ich zwar die Jugend einen drauf zu machen, aber doch nicht so. Mir fallen da recht schöne Erinnerungen ein, die ich früher mit nur ein paar Freunden mit dem Fahrrad unternommen hatte. Wir suchten uns dann ein gemütliches Plätzchen aus, wo wenig Leute waren und spielten z.B. mit dem Frisbee. Oder man ging irgendwo Baden bis die Sonne unterging. Scheint heute wohl vieles anders zu sein. Sich gerade jetzt in Massen zu treffen um sich zu betrinken u.s.w. Mein Verständnis für solch ein auftreten hält sich da in Grenzen.

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren