Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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Der Absacker - Fühlen wir uns zu sicher?

Menschen sitzen dicht an dicht im Café oder stehen gedrängt an der Supermarkt-Kasse: Man könnte beinahe meinen, wir hätten die Coronavirus-Pandemie überstanden. Lisa Schwesig fragt sich, ob wir nicht doch zu unvorsichtig geworden sind.

Immer wieder mache ich derzeit dieselbe Beobachtung: Nur wenige Menschen in Supermärkten, an Badeseen oder auf Bürgersteigen halten sich noch an einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu ihren Mitmenschen, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird vernachlässigt. Man könnte meinen, wir hätten die Coronavirus-Pandemie hinter uns gelassen.

Auch ich sehne mich nach Normalität und möchte nicht bei jedem Verlassen der Wohung meine Taschen prüfen, damit ich auch ja meine Maske nicht vergesse. Aber ich frage mich, ob sich die Menschen vielleicht schon zu sicher fühlen oder gar die Lage nicht mehr ernst nehmen? In Berlin und Brandenburg blieb der große Corona-Ausbruch bisher aus, aber keiner weiß, was die Zukunft bringt. Und dennoch rücken alle wieder näher zusammen.

1. Was vom Tag bleibt

In 12 von 13 überprüften Bars und Kneipen in Berlin-Neukölln wurde sich nicht an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten, beklagt Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). Er sei "entsetzt" über das Verhalten der Gastronomen in seinem Bezirk, schreibt er auf Facebook. Die Beanstandungen: Gehwege stehen voll mit Tischen, das Personal trägt keinen Mundschutz und Kontaktlisten sind unvollständig.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) regt inzwischen sogar an, ein Alkoholverbot einzuführen, weil sich alkoholisierte Gäste noch weniger an die Hygieneregeln halten würden als jene, die nur eine Apfelschorle getrunken haben. Für Gastronomen könnte solch eine Anordnung das Existenzaus bedeuten, nachdem sie nach monatelanger Pause überhaupt wieder öffnen durften.

Am Dienstagnachmittag hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die neue Corona-Verordnung vorgestellt. Die wichtigsten Neuerungen:

✈️ Reiserückkehrende aus Risikogebieten sollen Corona-Tests selbst zahlen
🧪 flächendeckene Corona-Tests in Brandenburg geplant
😷 Maskenpflicht außerhalb von Unterrichtsräumen und im Schulhort
🤓 Weiterbildungen mit Maske, aber ohne Abstand möglich

2. Abschalten

Der Kollege Haluka Maier-Borst hat mich mit seinem gestrigen Absacker inspiriert und auf kühle Gedanken gebracht. Seit fünf Jahren verfolge ich das Kurzfilmfestival "International Ocean Film Tour" [oceanfilmtour.com] und bin dort erstmals auf den Franzosen Guillaume Néry aufmerksam geworden. Er ist einer der besten Apnoetaucher der Welt und nutzt diese Fähigkeit für faszinierende Filme, die wie aus einer anderen Welt wirken. In "AMA" spielt zwar nicht Néry, sondern seine Ehefrau Julie Gaultier die Hauptrolle, aber der Kurzfilm hat bei mir allein beim Zusehen für Ruhe und Abkühlung gesorgt. Vielleicht klappt das auch bei Ihnen.

3. Und, wie geht's?

Unser E-Mail-Postfach ist leer und so greifen wir auf Ihre Kommentare unter unseren Artikeln zurück, um Ihnen hier ein Stimmungsbild zu vermitteln.

Der Nutzer "Waese" schreibt unter dem Interview mit einem Rechtsanwalt zum geplanten Alkoholverbot:

"Mal ganz ehrlich, dass mit dem Alkoholverbot in Restarants etc. finde ich komplett übertrieben. Sobald ein Verbot ausgesprochen wird, können viele in Insolvenz gehen und zumachen, aber genau das steigert bei vielen den Reiz des Verbotenen. Aus meiner Sicht kann man das Ganze auch übertreiben. Wichtig wäre die Wahrheit und komplette Aufklärung des Virus. Kein Bürger wird direkt aufgeklärt und viele Fragen sind offen. Wo soll das Enden?"

Und "Paul" kommentiert darunter:

"Man testet mehr und findet im gleichen Umfang mehr. Man darf Gruppenkuscheln in Bahnen, auf Arbeit, im Supermarkt etc. aber beim Spaß ist es vorbei. Wie lange will man uns eigentlich noch vereumeln? Zumal rein rational betrachtet die meisten Infektionen woanders entstehen. Und das Geschehen unter Kontrolle ist."

Was denken Sie über Kalaycis Vorschlag? Und wie sicher fühlen Sie sich? Schreiben Sie uns doch mal wieder an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld...

Einer der Vorteile, wenn man im Online-Journalismus arbeitet, ist für mich übrigens die direkte Rückmeldung von Leserinnen und Lesern. Und so lese ich nach der Veröffentlichung meines Absackers zu gern Ihre Kommentare darunter. Unter meinem Absacker vom vergangenen Freitag schrieb beispielsweise jemand, dass er mich als Absacker-Autorin beinahe vergessen habe. Das mag an meiner persönlichen Sommerpause liegen, zeigt aber, dass Sie uns regelmäßig lesen und jeden einzelnen allmählich kennenlernen.

Damit Sie künftig noch schneller sehen können, in wessen Gedanken Sie hier lesen, hat unser fabelhafter Bildkollege Mitya neue Aufmacherbilder gezaubert. Wie gefällt Ihnen das?

Kühle Gedanken sendet Ihnen

Lisa Schwesig

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    Mit Handschuhen im Büro

    Der Herbst kommt so langsam und damit kommen harte Zeiten auf uns zu. Die Politik trifft schon mal Vorkehrungen und ordnet wieder strengere Corona-Regeln an. Und auch Kira Pieper macht sich schon mal Gedanken, wie es mit der einbrechenden Kälte werden könnte.

  • Haluka Maier-Borst
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    Wer unterwandert hier eigentlich wen?

    Die Bilder vom Samstag lassen einen nach wie vor nicht kalt, mit Migrationshintergrund erst recht nicht. Aber vielleicht helfen da die örtlichen Tugenden aus Berlin und Brandenburg: stoische Ruhe und trockener Humor. Von Haluka Maier-Borst

  • Efthymis Angeloudis
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    Die Schwaben kommen!

    Am Samstag soll wieder gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie demonstriert werden. Anmelder der Demo ist die Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart. Warum wurde gerade das brave Stuttgart zur Hochburg der "Rebellen", fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Der Absacker 

    Boris trainiert den Pessimismus weg

    Kaum naht der Herbst, steuert die Corona-Krise auf zwei Szenarien zu: Ende in Sicht oder alles auf Anfang? Zumindest empfindet es Lisa Schwesig so. Zum Pessimismus kommen Fernweh und die Ungewissheit einer US-Wahl. Aber Boris Johnson wirft einen Rettungsanker.

  • Starker Regenschauer verhindert in Berlin die Sicht auf den Reichstag. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
    dpa/Paul Zinken

    Der Absacker 

    Wenn es regnet, dann schüttet es

    Corona-Demo verboten, Flip-Flop-Bankräuber gefasst, Liebig34 vor der Räumung. Und das alles vor 12 Uhr mittags. Ein Nachrichtentag, an dem die Meldungen nur so reinprasselten. Und dann auch noch Wetter. Von Sarah Mühlberger

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Wenn es blau blinkt, ist's Berlin

    Crime-City, Ganoven-Stadt – heute hat die Hauptstadt ihrem anrüchigen Image alle Ehre gemacht. Aber abseits davon wundert sich Haluka Maier-Borst über die ganz neue Offenheit der Senatsverwaltung für Kultur.

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Zuschauen und lernen – wen n es niht zu seh rruckelt

    Nicht einmal in der Hälfte aller Brandenburger Schulen ist angemessener Digitalunterricht möglich, weil das Internet zu langsam ist. Was aber, wenn aufgrund von Corona-Fällen doch wieder Home-Schooling nötig wird, fragt sich Haluka Maier-Borst.

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Ich bin ok, du bist ok – und die Giraffe auch

    "Er will doch nur...!", "Was denkt die sich eigentlich!?" Bei hitzigen Themen wird der Gegenseite viel unterstellt und ausgiebig in den Kopf geguckt. Haluka Maier-Borst erinnert sich in solchen Momenten dann vor allem an Konflikttraining – und afrikanische Tiere.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Travelling with Deutsche Bahn

    Was für ein Corona-Sommer! Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne doch so nah ist? Aber ob Auslandsreise oder Urlaub in bekannten Gefilden - Kira Pieper befürchtet: Das Virus lauert eh überall. Auch oder vielleicht gerade in der Deutschen Bahn.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Der Absacker 

    Aller Anfang ist leicht

    Manchmal beginnt die Katastrophe ganz leise und schleichend. Alles wirkt harmlos und wie gewohnt. Doch dann nehmen die Ereignisse eine ganz andere Wendung. Das gilt für den Anschlag auf der A100, aber auch für die Corona-Pandemie, findet Lisa Schwesig.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Was macht die Milz nochmal?

    Ein langes Ausschlussverfahren, juristische Nickeligkeiten und einen Riss durch die AfD – all das verbindet man u.a. mit Andreas Kalbitz. Nun sorgen die kuriosen Umstände seines Rücktitts zudem für ungeplante Anatomienachhilfe. Von Haluka Maier-Borst

  • Symbolbild: Eine Familie steht in Sommerbekleidung vor einem Springbrunnen im Treptower Park. (Quelle: dpa/P. Zinken)
    dpa/M. Pudwell

    Der Absacker 

    Im Kurzarmhemd auf der Suche nach DEM Softeis

    Stirn, Kniekehle, Armbeuge, es klebt überall. Sie werden es bemerkt haben - es ist unendlich warm. Zeit für ein paar knifflige Fragen und kühle Gedanken. Und Sie müssen Tim Schwiesau dringend bei der Suche nach einem ganz bestimmten Softeis-Wagen helfen.

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    Der Absacker 

    Zwischen Risikogebiet und Alltagstrott

    Wir sehnen uns alle ab und zu nach einem Tapetenwechsel. In der jetzigen Zeit vielleicht mehr denn je. Und dafür sind wir bereit, einige Risiken einzugehen. Laura Kingston über den schmalen Grat zwischen Abenteuerlust und Risiko.

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

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  • Collage: Vor einem Berliner Spätkauf sind ein Spritzkuchen und eine Fassbrause positioniert (Bild: dpa/Seidel/Rothermel; imago images/Steinach)
    dpa/Seidel/Rothermel; imago images/Steinach

    Der Absacker 

    Fassbrause und Spritzkuchen vorm Späti

    Spritzkuchen, Muffins, Eierschecke: Heute wird es ein bisschen kulinarisch, denn Tim Schwiesau liebt Backwaren aus aller Welt. Natürlich dürfen Getränke nicht fehlen, aber Sie müssen uns dringend helfen. Nur beim Alkohol wird's derzeit kritisch.

  • Nur die Beine eines Läufers sind im Regierungsviertel zu sehen, als er im Gegenlicht der Sonne entlang der Spree läuft. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
    dpa/Paul Zinken

    Der Absacker 

    SPD, Dürrejahre einer Partei

    Ist die älteste Partei Deutschlands auch die drögste Partei Deutschlands? Wäre die SPD ein Film, würde Haluka Maier-Borst sich das Ganze jedenfalls nicht im Kino und auch nicht auf der heimischen Couch anschauen.

  • Bei Füchsen dient der Streit dem Revierkampf. Und bei Menschen? (Quelle: dpa/Jegen)
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    Freundlichkeit ist eine rare Tugend

    Die Gemüter sind erhitzt und das liegt wohl nicht allein an den Temperaturen. Doch wodurch wird die derzeitige Feindseligkeit verursacht, fragt sich Lisa Schwesig. Sie behilft sich mit japanischer Einigkeit.

  • Pop-up-Fahrradstraße, leeres Freibad, leeres Klopapierregal im Supermarkt (Quelle: dpa/Hannibal Hanschke)
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    Der Absacker 

    Bleibt dit so oder kommt dit wieder weg?

    Im heutigen Absacker gibt es mehr Fragen als Antworten. Wir haben eine lange Das-Ist-Gut-Das-Ist-Schlecht-Liste erstellt (danke Buzzfeed für die Idee), die Sie unbedingt noch erweitern müssen. Wir zeigen essende Vögel in Ohio. Doch es wird auch sehr traurig. Von Tim Schwiesau

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Beitrag von Lisa Schwesig

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14 Kommentare

  1. 14.

    "Fühlen wir uns zu sicher"? Es sieht so aus, wie es aussieht. Ja, die Menschen sind sehr unvorsichtig geworden. Zu schnelle Lockerungen, Grund dafür war der wirtschaftliche Druck. Die Wirtschaft lag schon am Boden. Durch die Lockerungen, Öffnungszeiten usw. werden die Menschen leichtfertiger, nicht diszipliniert. Coronavirus: Leichtsinn der Menschen sei Grund für Neuinfektionen. Wer nicht hören will, der muss fühlen und die Konsequenzen tragen. Das Virus läuft sich nicht tot. Einige Menschen haben es noch nicht gescheckt mit Corona. Es ist ein Gesundheitsrisiko, schon wieder Schulschließungen in Deutschland. Man sollte mal an die Schulkinder denken, die noch ihre Zukunft vor sich haben.
    Wir müssen lernen mit der Pandemie zu leben, was mir auch schwerfällt.

  2. 13.

    "Fühlen wir uns zu sicher"? Es sieht so aus, wie es aussieht. Ja, die Menschen sind sehr unvorsichtig geworden. Zu schnelle Lockerungen, Grund dafür war der wirtschaftliche Druck. Die Wirtschaft lag schon am Boden. Durch die Lockerungen, Öffnungszeiten usw. werden die Menschen leichtfertiger, nicht diszipliniert. Coronavirus: Leichtsinn der Menschen sei Grund für Neuinfektionen. Wer nicht hören will, der muss fühlen und die Konsequenzen tragen. Das Virus läuft sich nicht tot. Einige Menschen haben es noch nicht gescheckt mit Corona. Es ist ein Gesundheitsrisiko, schon wieder Schulschließungen in Deutschland. Man sollte mal an die Schulkinder denken, die noch ihre Zukunft vor sich haben.
    Wir müssen lernen mit der Pandemie zu leben, was mir auch schwerfällt.

  3. 12.

    Oh, ja, Victoria, Australien... Da ich lange dort gearbeitet habe und viele Kollegen dort habe, hatte ich seit Jahren die dortigen Nachrichten verfolgt. Vor 2 Wochen habe ich das abgestellt! Ich konnte diesen Quatsch nicht mehr hören. Jeden Tag sind dort 3 oder 5 oder 7 Menschen gestorben, von über 5 Millionen! Fast immer waren das Menschen "in ihren 80ern, 90ern und 100ern", oft aus Altenpflegeheimen. Was dort abgeht, der Hass auf "die" aus den anderen Bundesstaaten, Grenzen abgeriegelt, Grenzen verschoben, Ausgangssperren, Maskenpflicht draußen am See wenn man mit dem Hund spielt - wenn man denn überhaupt das Haus verlassen darf... Stage 2 Lockdown, Stage 3 Lockdown, Stage 4 Lockdown... Unfassbar, wie sich dieses ehemals tolle Land mit seinen früher so toleranten, freundlichen, entspannten, hilfsbereiten Menschen zum Negativen verändert hat.

  4. 11.

    Liebe Frau Schwesig, wenn Sie sich sooo viele Gedanken machen müssen und womöglich Angst haben, dann bleiben Sie doch zuhause, und sitzen dort die sogenannte Pandemie aus. So müssen Sie die Lebenslust und die Freude der Menschen nicht sehen, die sich gerne treffen, umarmen und froh sind einander zu sehen. Die steigende Anzahl der positiv getesteten Personen ist womöglich nur die der Falsch-Positiv-Getesteten - also die Laborpandemie, wie sie Herr Spahn vor kurzem so schön erklärt hat... Oder Sie gehen in ihr Herz und fragen sich, indem Sie morgens in den Spiegel schauen ob das, was Sie da schreiben der Wahrheit entsprechen kann und ob die verhängten Maßnahmen verhältnismäßig sind.

  5. 10.

    Ich denke das sich jeder danach sehnt wieder normal seiner Wege zu gehen und auch Spaß und Freude zu haben.
    Aber leider geht es nicht, dass Virus ist immm noch da.
    Also müssen wir alle unsere Vernunft walten lassen.

  6. 9.

    Ich selber habe NULL Angst. Vor nix. Doch - wie es ist, wenn meine alten Eltern sterben, und ich alles regeln und auflösen muss. Ansonsten halte ich mich für angstfrei. Außerdem bin ich höflich und verantwortungsbewusst. Ich möchte, dass meine sehr geschätzter Schreibfreund hier, der Lothar, als Angehöriger einer Risikogruppe, relativ angstfrei leben kann. Dass es ihm (wie auch meinen Eltern) gut geht, das wünsche ich mir und ihnen.

    Ich bin schon immer pingelig gewesen, was Türgriffe und Einkaufswagen angeht. Oder niesende und hustende Mitmenschen. Ohne Maske habe ich viel mehr Abstand gehalten als mit :-) immer schon. Ich wasche mir nach der WC-Nutzung tatsächlich die Hände! Auch, weil ich höflich und verantwortungsbewusst bin :-)

    Ich fühle mich also nicht "sicher", aber ich habe keine Angst oder Panik.

  7. 8.

    Wer glaubt, es ist doch vorbei, haben wir doch die Coronavirus-Pandemie überstanden, sollte sich die Infektionskurve in Australien, Bundesstaat Victoria nachschauen. Dort war es auch vorbei und überstanden und in Juni schöne Lockerungen. Jetzt 60 Neuinfektionen pro Mio. Menschen pro Tag, und das nach wochenlangen Lockdown, letzte Woche war es 80. Langst waren Tode niedrig, jetzt 2 / Mio / Tag (vergleichsweise Deutschland April höchstens 3 / Mio / Tag).

    Oder auch eben Spanien, gerade jetzt 80 Neuinfektionen / Mio / Tag - darin sicher keine Berliner die gerade zurückfliegen?

    Deutschland hat jetzt 11 Neuinfektionen pro Mio. pro Tag, Berlin 13. Ja, *jetzt* ist die Lage in Berlin nicht schlecht - *weil* 2, 3, 4 Wochen zuvor Abstand eingehalten war. Wie sieht das in 4 Wochen aus dann?

    Der 2. Welle ist es egal, ob manche Menschen daran glauben...

  8. 7.

    Vielleicht ist es ja jetzt schon eine leichte Brise Verschwörungstheorie, aber ich habe so das Gefühl dass die Politik weltweit Gefallen daran findet, Macht mit der Angst auszuüben.
    Wahrscheinlich sogar nur unterbewusst, aber das macht mir tatsächlich Angst, der Virus selbst schon lange nicht mehr, habe da in vielen anderen Ländern der Welt deutlich schlimmeres erlebt und das noch vor Corona Zeiten.

  9. 6.

    Andreas, danke, Sie sprechen mir aus dem Herzen, vor allem im Punkt der Perspektivlosigkeit! Mich persönlich hebt es nicht an, eine Maske zu tragen oder gern auch noch monatelang auf Kino, Kneipe, Konzert zu verzichten. Ich möchte nur endlich wissen, wie ich mal wieder meinen über 80-jährigen Vater oder meine COPD-kranke Freundin in den Arm nehmen kann, ohne mich wie eine potenzielle Mörderin zu fühlen ...

  10. 5.

    Ich verstehe nicht wieso es noch immer soviel Aufregung gibt. Die meisten Dinge sind doch soweit geregelt, dass es sich damit im Alltag leben lässt.
    Wer will bei 30 Grad aufwärts kuscheln - da sind doch 1,5 Meter Abstand willkommen.
    Maske zum Einkaufen 30 Minuten - meine Güte. ___

    Ich nehme die betroffenen Berufsgruppen definitiv aus, generell wirtschaftliche Schäden, einzig jeder im Privaten sollte doch zurecht kommen. ___

    Ist es zu zynisch wenn ich vorschlage, dass die die es partout nicht aushalten können, sich ja mal als Testobjekt für den russischen Impfstoff melden können? ___ Der Kurzfilm war sehr beeindruckend und hat mir gut gefallen, danke fürs Teilen und die kleine Portion Kultur am Abend. :)

  11. 4.

    Nett, nein ich beginne noch mal. Nicht sehr nett wenn unentwegt daran erinnert wird, wie wir uns in dieser Situation zu verhalten haben. Aber es ist noch längst nicht überstanden und dieses Virus bereitet auch mir zunehmend Kopfzerbrechen, was nun richtig oder falsch ist. Heute wieder in der U-Bahn. Sitze bei der Affenhitze mit Mundschutz an meinen Platz. Kaum Menschen im Abteil. Schon das gibt’s mir wieder zu denken. Eine ältere sehr schick gekleidete Dame schaut mich an und lächelt. Dann sagt sie zu mir: ach Gott ich habe glatt vergessen einen Mundschutz zu tragen. Ich erwiderte ihr freundlichst: ist mir auch schon passiert. Am liebsten hätte ich meinen Mundschutz abgesetzt. Kann kaum noch atmen in dem Ding. Dann fällt mir auch wieder ein, ich gehöre der Risikogruppe an und finde das alles noch weniger lustig. Es vergeht kaum ein Tag, wo ich mich frage, wann ist endlich dieser Spuk vorbei.

  12. 3.

    Sehr richtig, aber wer sich nicht sachlich mit dem Thema auseinandersetzt, sondern nur die Moralkeule der Politik nachschwingt und glaubt die nächste Welle sei schon unter uns und wird alles dahinraffen, der verliert sich weiterhin in seiner manipulierten kleinen Nachplapper Welt. Bitte Lisa, informier dich, und dann komm wieder und schreib was ernstzunehmendes.

  13. 2.

    Tja wie fühlt man sich ....entmündigt.
    Aber das ist ja eine Zeit lang auch auszuhalten.
    Was nicht auszuhalten ist, es gibt keine Perspektive. Es wird einem permanent die 2. Welle angedroht ... ein neuer Lockdown.
    Teilweise wird gelockert, teilweise bleibt alles beim alten teilweise wird verschärft.
    Woran welche Entscheidung geknüpft ist ....keiner weiß es. Das gleiche Argument ....falsches Signal ...ist anderswo das richtige Signal.
    Einen Plan .... bzw. mal irgendein konkretes Ziel das von was auch immer abhängig ist sucht man vergebens.
    So etwas wie die Corona Ampel als positive Maßeinheit gibt es nicht.
    Ganz ehrlich ich verstehe jeden der irgendwann sagt ....ok es reicht ...jetzt mach ich meine Regeln.

  14. 1.

    "Man könnte beinahe meinen, wir hätten die Coronavirus-Pandemie überstanden." Haben wir auch Frau Schwesig. 50 Neuinfektionen pro Tag (wohlgemerkt keine Erkrankung, es wurde nur der Erreger nachgewiesen) bei 3,7 Mio Einwohner sind keine Pandemie. Sondern Lebensnormalität. Da Virus wird immer da sein, wie alle anderen Viren auch. Aktzeptiert es endlich. Man kann das Virus nicht durch Abstandhalten und Maskenpflicht ausrotten.

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