Symbolbild: Orang-Utan brüllt im Nationalpark Tanjung Puting auf der Insel Borneo.
Bild: dpa/Marko König

Der Absacker - HERGOTT, SEIN SIE GEFÄLIGST SACHLCH UND DIFFRENZIRT!1!

Leserinnen und Leser sollen Journalisten kritisieren, verbessern und widersprechen. Natürlich. Unbedingt. Aber muss es mit so viel Großbuchstaben, Fehlern und verbalen Sturmgeschützen sein? Ein Hoffen auf sprachliches Abrüsten von Haluka Maier-Borst

Wenn Sie diesen Satz hier lesen, sind Sie nicht doof. Sondern Sie haben meinen Respekt, Chapeau. Denn obwohl Rechtschreibung, Ausrufezeichen und Großbuchstaben der Überschrift nicht einladend wirken, haben Sie sich die Mühe gemacht hier draufzuklicken und weiterzulesen. Danke. Und verzeihen Sie bitte das kleine Sozialexperiment. Aber der brüllende Ton der Überschrift ist das, was uns bei rbb|24 oft entgegenschlägt.

"Fakenews", "Ampel Auf Rot !!! Wollt Ihr uns alle für dumm verkaufen?" und "Toll rbb, ihr fördert Verschwörungstheorien" sind nur einige der Sätze, die ich als Reaktion auf Artikel lesen durfte. Und das ist noch der harmlosere Rest, nachdem die Kolleginnen und Kollegen vom Social-Media-Dienst das Schlimmste gefiltert haben. Oder wie sie es sagen "Ich bin mal Kommentare schrubben."

Natürlich darf und soll jeder und jede mich kritisieren, verbessern oder einfach nur doof finden dürfen. Ich verstehe auch, dass Corona uns alle fordert und die Nerven blank liegen. Aber könnte man(n) nicht insgesamt eine Spur ruhiger und konstruktiver reden. Oder schmeißen diese Leute auch den Hackepeter kreischend gegen die Fleischereitheke, wenn er zu sehr gepfeffert war? Ist das gutes Benehmen, wenn man das Pils dem Kellner hinterherwirft, wenn es schal war? Eben.

1. Was vom Tag bleibt

Wo wir gerade beim Pils sind, gute Nachrichten für alle, die das Bier im Glas lassen und nicht der Bedienung hinterherschleudern. Ab morgen entfällt die Sperrstunde für Kneipen und Restaurants. Damit geht es wieder einen Schritt mehr in Richtung Berliner Normalität. Trotzdem bleiben natürlich viele Gäste wohl weiterhin vorsichtig und wollen zum Beispiel lieber draußen sitzen. Dort scheint ja nach bisherigem Erkenntnisstand die Ansteckungsgefahr geringer zu sein. Entsprechend überlegt man in den Berliner Bezirken auch, mehr Kulturveranstaltungen nun als Open Air Varianten zu ermöglichen.

Wichtiger als jedes Pils und jedes Open Air Konzert dürfte aber für Eltern in Berlin und Brandenburg folgende Nachricht sein: Kitas kehren zurück zum Regelbetrieb, in Berlin am 22. Juni, in Brandenburg am 15. Juni.

2. Abschalten.

Das Thema "Black Lives Matter" beschäftigt mich und meinen Freundeskreis nach wie vor. Das ist wohl ein gutes Zeichen. Weil dieses Mal nicht nur ein Anteil nehmender Beitrag auf ein soziales Netzwerk gepackt wird und dann das Leben wieder weitergeht. Wir diskutieren viel und versuchen uns ein bisschen mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Wer das auch will, bei Bento vom Spiegel gibt es zum Beispiel drei Leseempfehlungen und einige Serien- und Filmempfehlungen hat Mitvergnügen zusammengestellt.

Ansonsten ist für mich aber zur musikalischen Untermalung der letzten Woche das neue Album des Rap-Duos "Run The Jewels" geworden. Wieso? Das können Sie entweder zum Beispiel hier nachlesen [sueddeutsche.de] oder selbst für umme herausfinden. Denn das Duo hat das Album kostenlos zum Download eingestellt [runthejewels.com]. Die beiden Künstler bitten lediglich um Spenden. Auch wenn also Rap sonst nichts für Sie ist, hören Sie doch mal rein.

3. Und, wie geht's?

Heute schreibt uns Martin, der sich anscheinend ein bisschen darüber ärgert, manchmal etwas zu umsichtig und freundlich zu sein. Zumindest im Vergleich zu anderen Menschen.

Ich bin wie jeden Tag am Wochenende zu meinen Eltern gefahren. Von Nauen nach Neustadt und zurück, natürlich wieder mit der Odec. Mein Trekkingrad ist auch immer dabei, da der ÖPNV keine Verbindung nach Bückwitz für die letzten Kilometer mehr hergibt.

Zwei Stunden lang wurde ich aber auf der Rückfahrt am Bahnsteig vertröstet und immer wieder gebeten den nächsten Zug zu nehmen. Ich natürlich freundlich wie immer, alles kein Ding. Beim dritten Zug musste ich aber mit, weil ich später am Abend meine Schicht hatte. Nach drei Minuten Diskussion mit dem Zugbegleiter durfte ich schließlich mit. Im nächsten Moment kam eine ca. 25-jährige Frau und stellte ihr E-Bike ohne Diskussion einfach quer in den Gang. Sie war auch nicht ansprechbar, denn sie hatte sich mit Kopfhörern und Sonnenbrille einfach abgeschirmt von der Außenwelt.

Worüber haben Sie sich geärgert? Wo würden Sie sich mehr Rücksicht wünschen? Schreiben Sie uns gerne an absacker@rbb-online.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

4. Ein weites Feld...

Sei es nun im ersten Teil des Absackers oben oder auch in der Zuschrift von Martin, bislang ging es viel um das rüpelige Verhalten einzelner Menschen. Und die nehmen damit eigentlich schon viel zu viel Platz hier ein. Darum hätte ich eine kleine Bitte an Sie, die stille Mehrheit der Mitlesenden.

Ich weiß, manche Diskussion im Netz ist anstrengend und nicht gerade angenehm im Ton. Aber könnten Sie vielleicht hin und wieder, sagen wir mal alle zehn Artikel, trotzdem ihr Wort erheben und einfach kühl und sachlich darunter kommentieren? Sie können gerne sagen, dass ich oder wer auch immer falsch liegt, wenn das Ihre Meinung ist. Wie gesagt, es geht mir nur um das Gesprächsklima und dass den lauten Brüllern mehr kühle, bedachte Meinungen gegenüberstehen.

Ich schreibe im Gegenzug nächstes Mal dann auch ganz ohne Ausrufezeichen und versuche weiterhin kühl und einigermaßen clever auf die Leserzuschriften zu antworten. Auch auf die mit den vielen Ausrufezeichen.

Danke, sagt schonmal

Haluka Maier-Borst

Alle Absacker

RSS-Feed
  • Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
    imago images/Sven Hagolani

    Der Absacker 

    Ich packe meinen Koffer voller Sorgen

    Die Urlaubszeit löst normalerweise Freude und Entspannung aus. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Da beschleunigt Sie zumindest bei Lisa Schwesig die Faltenbildung. Denn neben den üblichen Sorgen, wie das Wetter wird, gesellen sich viel unangenehmere.

  • Paris Haute Couture Fashion Week 2020 (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

    Love and Peace, please

    Gewalt hat viele fiese Gesichter und an manchen Tagen begegnen sie einem besonders oft. Wie kann da überhaupt noch irgendeine positive Stimmung aufkommen? Kira Pieper versucht es mit schönen Künsten, die dank Corona teilweise völlig neue Dimensionen annehmen.

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    imago images

    Der Absacker 

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  • Touristen besuchen die Stadt Pompeji (Quelle: dpa/Alvise Armellini)
    dpa/Alvise Armellini

    Der Absacker 

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    Die Forschung des Untergangs vergangener Zivilisationen könnte uns helfen die aktuelle Gefahr durch das Coronavirus oder die akute Gefahr durch den Klimawandel besser einzuschätzen, findet Efthymis Angeloudis. Oder wir können Augen und Ohren verschließen und lalalala.

  • Verkehrsschilder - Abbiegen rechts (Quelle: imago/Kai Bienert)
    imago images/Kai Bienert

    Der Absacker 

    Hart rechts abbiegen in die Sackgasse

    Rechtsextreme Umtriebe in Brandenburg und Berliner Straßennamen, die noch an Kolonialherren erinnern: die aktuellen Themen sind leider wenig heiter, aber müssen im Diskurs bleiben, findet Haluka Maier-Borst

  • Eine Gesichtsmaske liegt auf der Strasse. (Quelle: dpa/Oliver Hurst)
    dpa/Oliver Hurst

    Der Absacker 

    Ist Corona jetzt vorbei oder was?

    So nachrichtenreich war der Abschluss einer Woche lange nicht mehr. Und was noch bemerkenswerter ist: Mit Corona hatte das wenig zu tun. Coro-was? Ja, das fiese Virus, das alles verändert hat, scheint mmer mehr in Vergessenheit zu geraten. Von Kira Pieper

  • Mehr Berlin geht kaum: Schauspieler Harald Juhnke isst bei Konnopke eine Currywurst (Quelle: imago images/Gueffroy).
    imago images/Gueffroy

    Der Absacker 

    Entschuldijen Se, dit heißt Schrippe!

    Inne Pandemie kann man uff de blödesten Ideen kommen. Da juckt dit hinten im Kopp und dann muss dit raus. So jeht es Lisa Schwesig, die Se mit uffe Reise inne Verjangenheit nimmt und mit Ihnen durchn Tierpark flaniert.

  • Schäferhundwelpe (Quelle: imago images)
    imago images

    Der Absacker 

    Tierisches Transfer-Theater

    Sommerzeit ist im Sport Transferzeit. Doch wegen Corona gilt es, bei Neuverpflichtungen kreativ zu werden. Johannes Mohren hat deshalb Ball-Virtuosen mit Schnauze und Geweih gescoutet - und er freut sich über einen Paketboten, der ihn eigentlich geärgert hat.

  • THEMENBILD - Mitarbeiter des Roten Kreuzes nimmt mit einem Staebchen einen Abstrich bei Personen mit Erkrankungsverdacht (Quelle: imago-images)
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    Der Absacker 

    Freiwillig ins Hirn pieksen wie die Bayern?

    Der Wettstreit der Bundesländer bekommt nun eine neue Disziplin. Erst ging es darum, wessen Lockdown am rigidesten ist, nun geht es um Tests für alle. Aber ist es sinnvoll, immer den Bayern nachzueifern? Von Haluka Maier-Borst

  • Larry, the 10 Downing Street Cat (Quelle: imago-images)
    imago-images

    Der Absacker 

    Mit Katzen kommt man durch jede Krise

    Jetzt wird jeder Einkauf zur Schnäppchenjagd. Denn am 1. Juli sinkt die Mehrwertsteuer. Oder ist das alles etwa eine große Lüge? Oh nee, nicht schon wieder eine schlechte Nachricht. Da muss schnell Abhilfe her. Und die kommt aus Großbritannien. Von Kira Pieper

  • Frau mit Sonnenhut und Badesachen am Strand
    picture alliance / NurPhoto

    Der Absacker 

    Och nö, jetzt auch noch Ferien!

    Erst kommt Corona und jetzt sollen wir auch noch verreisen: Der Stress für die Deutschen hört einfach nicht auf. In Berlin sperren sie Gütersloher aus und in Brandenburg wird trockenes Gras gesprengt. Wenigstens zahlt Elon Musk jetzt Steuern in Oder-Spree. Von Sebastian Schöbel

  • Franz Beckenbauer (BR Deutschland, Mitte) setzt sich am 22.06.1974 gegen Konrad Weise (DDR, re.) durch, daneben Gerd Müller (BR Deutschland). (Quelle: imago images)
    imago images

    Der Absacker 

    Wenn Philosophen Fußball spielen

    Das Karussell der Gesellschaftsdebatten dreht sich in Zeiten von Corona immer schneller und Lisa Schwesig hat große Probleme, noch mitzukommen. Vielleicht hilft also ein Blick zurück zum Altbewährten: zur Kantischen - und Beckenbauerschen Philosophie.

  • Airbus über den Alpen (Quelle: imago images / Roger Richter)
    imago images / Roger Richter

    Der Absacker 

    Über den Wolken werden soziale Medien wohl grenzenlos sein

    Was macht man, wenn man nicht fliegen kann? Oder will? Man zieht sich Videos in den sozialen Netzwerken rein. Das werden wohl viele Deutsche machen, denn der Reiseweltmeister fährt dieses Jahr mit Fahrrad, Zug oder Auto. Von Tim Schwiesau

  • Saunasteine und Holzbottich vor einer Sauna(Bild: imago/Eibner)
    imago/Eibner

    Der Absacker 

    Wenn Saunen zum Symbol der Hoffnung werden

    Die R-Werte steigen, im Westen Deutschlands machen die ersten Landkreise dicht - und Berlin geht den bisher größten Lockerungsschritt. Das Timing in der Hauptstadt ist einmal mehr interessant. Von Sarah Mühlberger

  • Mohnblumen an einem Feldrand in Brandenburg (Bild: imago images/Petra Schneider-Schmelzer)
    imago images/Petra Schneider-Schmelzer

    Der Absacker 

    Eine brandenburgische Romanze in Mohnrot

    Vier Tage war Johannes Mohren komplett raus aus der Nachrichtenwelt und muss nun lesen, dass seine geliebten Pop-up-Radwege - wissenschaftlich erwiesen - Menschen entzweien. Da helfen nur Flucht in die Romanze mit Brandenburg - und skurrile Internet-Hypes.

  • Menschen an der Spree / Quelle: imago images / Jochen Eckel
    imago images / Jochen Eckel

    Absacker 

    Vom Privileg des normalen Lebens

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und wenn ihm die Gewohnheiten genommen werden, wird er sauer. Das Gefühl von Normalität ist allerdings keine Selbstverständlichkeit nach Corona. Laura Kingston über das Privileg, ein "Normalo" zu sein.

  • "Wir sind weiter online für sie da!" (Quelle: dpa/Kalaene)
    dpa/Kalaene

    Der Absacker 

    Wer ist schuld: Corona oder das Internet?

    In der Viruszeit gehen nun geliebte Geschäfte und Zeitschriften von uns. Dabei könnte das Virus vielleicht auch Gutes bewirken. Wenn wir auf sehr billiges Fleisch verzichten, zum Beispiel. Oder öfter nach Brandenburg radeln. Ein sehr langer Absacker von Tim Schwiesau

  • Badeschlappen und Handtücher liegen im Sommerbad Humboldthain am Beckenrand. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
    dpa/Christoph Soeder

    Der Absacker 

    Ach Sommerloch, wo bist du?

    Langsam geht es Richtung Ferienzeit in Berlin und Brandenburg. Man würde sich wünschen, dass das verrückte Jahr 2020 eine kleine Pause einlegt. Doch bislang sieht es nicht danach aus. Von Haluka Maier-Borst

  • Maske in der Bahn (Quelle: imago-images)
    imago-images

    Der Absacker 

    Keine Macht der Maskenmüdigkeit!

    Berlin ist der Mund-Nasen-Bedeckung offenbar überdrüssig. Deswegen diskutiert die Politik jetzt über eine Kontrolle im ÖPNV. Laura Kingston über den Ärger um ein kleines Stück Stoff, das sie bei ihrer jüngsten Bahnfahrt schmerzlich vermisst hat.

  • Der FC Union hat im Stadion ein eigenes Hygieneteam. Später schien das Team dann Feierabend zu haben.
    dpa/Kay Nietfeld

    Der Absacker 

    Der Ball ist rund und eine Infektion dauert 14 Tage

    Während Fußballfans des 1. FC Union den Klassenerhalt ihrer Mannschaft in der Bundesliga feiern, ist Lisa Schwesig so gar nicht danach. Denn all die Euphorie hat ihr die Stimmung verhagelt.

  • Eine Frau gähnt und schaut auf ihr Smartphone (Bild: imago-images/Antonia Guillem)
    imago-images/Antonia Guillem

    Der Absacker 

    Mit der absolut langweiligsten App durch die Krise

    Als das letzte Mal eine App für so viel Gesprächsstoff sorgte, musste man mit dem Handy knatschbunte Monster im Alltag fangen. Nun können sich vor allem diejenigen freuen, bei denen auf dem Handy eins passiert: nichts. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Person geht in den Eingang eines Plattenbaus in Lichtenberg (Bild: imago images/Florian Gaertner)
    imago images/Florian Gaertner

    Der Absacker 

    Gewaltig ungleich

    Alle Menschen werden vom Coronavirus bedroht. Doch die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben der Menschen sind härter umso ärmer man ist, sagt Efthymis Angeloudis. Das wahre Ausmaß des Schadens für benachteiligte Gruppen ist noch nicht zu erahnen.

  • Sonne und Starkregen (Quelle: dpa/Poetsch)
    dpa/Poetsch

    Absacker 

    Die reinigende Kraft des Gewitters

    Am Samstag kam einiges vom Himmel; die Temperaturen kühlten vorübergehend ein wenig ab. Auch für das Gemüt kann so ein Gewitter einen reinigenden Effekt haben - zumindest hat das Laura Kingston so erlebt.

  • Ein Gebäude am Flughafen BER. (Bild: imago/Reiner Zensen)
    imago/Reiner Zensen

    Der Absacker 

    Und was kostet Ihr Flughafen so?

    Nach anfänglichem Sonnenschein hat das Wetter sich dann doch entschieden, jegliche Wochenendpläne zu durchnässen. Was also im Trockenen zu Hause tun? Vielleicht ist es Zeit, ein kleines Rechenrätsel zu lösen, denkt sich Haluka Maier-Borst 

  • Olympiastadion in Rom (Quelle: imago-images/Jacobs)
    imago-images/Jacobs

    Der Absacker 

    Eigentlich, ich mag dich nicht!

    In Brandenburg gibt es ab Montag weitgehende Corona-Lockerungen. Ein weiterer Schritt in die Normalität, der Johannes Mohren freut. Dennoch hadert er. Mit seinem fehlenden fußballerischen Abendprogramm aus Italien - und einem neuerdings verhassten Wort.

  • Teilnehmer einer Kundgebung protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
    dpa/Britta Pedersen

    Der Absacker 

    Die Gegenwart hat uns eingeholt

    Vor Corona war die Menschheit zum ersten Mal in ihrer Angst vereint. Doch das Virus machte uns nicht plötzlich alle gleich. Die Probleme, die es vorher gab, haben sich nicht in Luft aufgelöst. Nur wie wir sie angehen, muss sich ändern, findet Efthymis Angeloudis.

  • Symbolbild: Ein Taijitu, Yin-Yang-Symbol, aus Sträuchern geformt, traditionelle chinesische Kultur. (Quelle: dpa/Lawrence Lu)
    dpa/Lawrence Lu

    Der Absacker 

    Heiliger Yinyang!

    Ein beliebtes Tätowierermotiv könnte zum Logo des Corona-Jahres werden: Das chinesische Konzept von Yin und Yang beschreibt die aktuelle Krise nämlich ganz gut. Überall wo Licht ist, ist auch Schatten, alles Gute hat auch sein Schlechtes. Es philosophiert für Sie Sebastian Schöbel.

  • Eine Frau in New York mit einer modischen Maske (Quelle: imago images/Sonia Moskowitz).
    imago images/Sonia Moskowitz

    Der Absacker 

    Zeig' mir deine Maske und ich sag' dir, wer du bist

    Tschüss, Modehauptstadt! Die Messen der Fashion Week ziehen weiter und hinterlassen nicht nur ein wirtschaftliches Loch im Geldbeutel Berlins. Aber der modebewusste Hauptstädter weiß sich auch auf andere Art zu entfalten, wie Lisa Schwesig beobachtet.

  • Silent-Demo zum Tode von George Floyd Black Lives Matters
    Eventpress Porikys

    Der Absacker 

    Das Richtige tun, ohne das Wichtige zu lassen

    Demonstrationen gehören zur Demokratie. In einer Pandemie aber werden sie zu potentiellen Infektionsherden. Sollten wir also darauf verzichten, für unsere Ideale auf die Straße zu gehen, um andere zu schützen? Schwierige Fragen, die den Absacker bewegen. Von Sebastian Schöbel

  • Demonstranten auf dem Alexanderplatz aus Solidarität für George Floyd und gegen Rassismus (Quelle: dpa/Emmanuele Contini)
    dpa/Emmanuele Contini

    Der Absacker 

    Im schmerzhaften Zwiespalt

    Es sind Bilder, die wir seit Beginn der Corona-Krise nicht mehr kannten. 15.000 Menschen, die an einem Ort demonstrieren. Gemeinsam gegen Rassismus. Es ist ein starkes Signal, das unseren Autor Johannes Mohren glücklich macht. Aber es gibt einen Wermutstropfen.

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38 Kommentare

  1. 37.

    was wohl das Affenbild für eine Symbolkraft haben soll? Wollen Sie Ihre Leser als Affen deklarieren? Oder anders, was kann der Affe dafür, wenn die Menschen sich verbal bekriegen?

  2. 36.

    1) *grins* ich könnt mich beömmeln! Herrlich... es ist zu göttlich - und HMB weiss ganz bestimmt, was ich meine :-) (Deutschunterricht, Lesekompetenz) 2)Danke Mike, eine Sternstunde - why is everything white? es ist sooo witzig, so intelligent (wie MA überhaupt war) und so unglaublich traurig zugleich. Zitat Ali: „Leute aufgrund Ihrer Hautfarbe zu hassen ist falsch. Und es ist egal welche Farbe hasst. Es ist grundsätzlich falsch.“

  3. 35.

    Herr Maier-Borst,
    Sie sprechen mir mit Ihrer Einleitung aus der Seele, Chapeau!!!
    Ich fürchte nur, dass der fruchtbare Boden, auf den die Anprache hoffentlich fällt, eher dünn ausfällt.

  4. 34.

    Mein Laptop gibt die typographischen Anführungszeichen nicht her, bzw ist es sehr umständlich, sie zu erzeugen. Oder ich habe den passenden Trick noch nicht gefunden. Also nehme ich halt die "". Ich glaube, in der Regel werden die auch erkannt... Aber ich kann verstehen, dass Sie das stört :)

  5. 33.

    Danke, Herr Maier-Borst, bin ich doch gern hängengeblieben...
    Ich sehe das ähnlich bis genauso, wir sollten Brutalität aus der Sprache nehmen. Und ja, es fällt manchmal schwer, einem Verschwörungsdepp die gebotene verbale Fairness angedeihen zu lassen, wenn man weiterdenkt und voraussieht, dass dieser junge und/oder einfache Geister auf seine Linie zu bringen versucht; weil es allzuoft destruktiv ist, wo es konstruktiv sein könnte. Das tut manchmal weh, aber es ist Meinungsfreiheit, also muss ich mich damit arrangieren. Ich halte es da mit Evelyn Beatrice Hall: "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst."

    Ich finde das mit dem Komm.bereich nicht schlecht, ich bin glaube ich auch noch nicht "geschrubbt" worden. Mir gefällt, dass kluge Mitmenschen mich vom Pferd holen, wenn sie in meinem Schreibstil glauben etwas Arrogantes wahrgenommen haben. Ich kann daran wachsen, auch auf meine nicht mehr ganz jungen Tage.

    D.M.

  6. 32.

    Noch was zum Lachen. Ein Interview mit Muhammad Ali aus dem Jahr 1971, dass die bbc ausgegraben hat, in dem er sich (bzw. seine Mutter) fragt warum ALLES (!) weiß ist ;) https://www.bbc.com/news/av/world-us-canada-52988605/muhammad-ali-why-is-everything-white
    enjoy.
    @rbb Ergänzung zur Filmliste, relativ sachlich und immer noch schockierend real. Sehenswert für alle, die sich selbst nicht daran erinnern können, denn der tödliche Rassismus Anfang der 90er hat das wiedervereinte Deutschland geprägt (...NSU...) :
    https://youtu.be/5P21AfG6SPE ("The Truth lies in Rostock" D, GB / 1993 / 78 min, dt. dokumentarisch zu den Pogromen dort)
    https://youtu.be/pLxb8byOyfo ("Das Hoyerswerda Syndrom" D / 1996 / 50 min., von migrantischen Aktivisten produziert) Auf den Transparenten der Demo: "Ihr habt wieder nichts gewußt" ; "Den rassistischenTERROR stoppen!" ; "Rassisten in Uniformen bestrafen" .... bemerkenswerte Zeitdokumente aus den 90er Jahren.

  7. 31.

    Hallo Haluka, wie ich schon in meinem vorigen Kommentar andeutete: Es gehören immer zwei zur Kommunikation. Ein Sprichwort hierzu lautet: "Wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus." Meinem von Ihnen als "altväterlich" kritisierten Kommentar(der übrigens dito gänzlich ohne Kapitalen war)ging damals nämlich etwas voraus: Ihr pauschales Lamento, Leute würden sich mittels Covid-19 profilieren - während Sie genau dasselbe taten.
    Altväterlichen Duktus beherrschen Sie übrigens m.E. recht exzellent; aktuelles Zitat: "Schauen Sie, das ist doch mal schon ein Fortschritt." Danke, Doktor HMB!
    Dass Sie meine Kritik an ortografischer Bewertung von Kommentaren "nach wie vor schade" finden und das Problem aus Ihrer Sicht offenbar nur bei mir als Empfänger liegt, finde ich nun jedenfalls schade: Weil, wie sonst denn als Abwertung könnte ein Mensch mit Schwächen in der Rechtschreibung Ihre Überschrift verstehen? Gern lass ich mich überzeugen, dass ich falsch liege.

  8. 30.

    Auf jeden Fall zeigt sich, dass das Thema des Absackers die Gemüter erhitzt.

    Und das dasselbe „Spiel“ läuft, wie immer. Irgendwen muss immer anfangen zu pöbeln und zu nörgeln.

    Aber es wird ja auch überall gelebt, diese Art des Austauschs.

    Und da selbst die Politiker die Methode des Marktschreiers benutzen, je lauter desto erfolgreicher (denn wir wissen ja, auch negative Aufmerksamkeit führt zum Ziel...) und zum Teil, trotz vermeintlicher Vorbild-Funktion ihre Wortwahl bewusst provozierend und beleidigend treffen, werden Äußerungen dieser Art sicher mehr statt weniger.

    Manchmal frage ich mich, wie ich meinen Kinder diese Welt erklären soll. Und ob es besser ist, sie moralisch richtig oder eher effektiv zu erziehen. Beides, wo scheint mir, ist oft nicht möglich.

    Danke @Redaktion für die Antwort. :)
    Ich wüsst nicht ob ich das könnte, ohne dass das auf mich abfärbt, auf Dauer.

  9. 29.

    Lieber Haluka, ich bin schon beim ersten Wort hängen geblieben. Es heißt leider nicht, wie Sie geschrieben haben, „Hergott“ sonder Herrgott. Da Sie aber sensibel zu seien scheinen, sage ich mal nichts zum Artikel ;-) Schönen Abend.

  10. 28.

    Das in der Überschrift laut gerufen wird, auch mit zwei Ausrufenzeichen, sei zur Aufmerksamkeitssteigerung gerade so akzeptiert.
    ABER.
    „Ist es nicht mal möglich, endlich mal wieder die deutsche Typografie zu benutzen.“ Oder muss jede wörtliche Rede oder auch Hervorhebungen immer mit Zoll (oder auch Inch) anfangen und aufhören. Und Nein, es sind auch keine englischen An- und Abführungen, auch die sehen anders aus.
    Journalisten und Schriftsteller und Vielschreiber sollten dies doch können.

  11. 27.

    Hallo Frank,

    danke Ihnen fürs Schreiben. Schauen Sie, das ist doch mal schon ein Fortschritt. Dass Sie dieses Mal nicht in Großbuchstaben unter den Absacker schreiben. Außerdem attestieren Sie mir auch nicht etwas wie: "(es)...gibt mir immerhin Ihr junges Alter Hoffnung". Weil das war letztes Mal irgendwie etwas unglücklich altväterlich. Und ich hoffe auch für mein zukünftiges Ich, dass im Alter noch nicht alle Hoffnung verloren ist.

    Dass Sie jetzt aus dem Erwähnen von Rechtschreibfehlern eine Abwertung von Menschen mit Rechtschreibschwächen herauslesen, finde ich zwar nach wie vor schade. Aber seien Sie versichert, das war nicht die Absicht. Ihnen einen schönen Tag und schreiben Sie doch mal gerne eine Mail an mich, was Sie alles an mir stört. Dann können wir das sicherlich etwas detaillierter besprechen.

  12. 26.

    "soziale Kontakte" - da zähle ich auch die Kommentarfunktion dazu :-) natürlich ohne "fiese" Kommentare, Beleidigungen und so.

  13. 25.

    "Wir können alle ohne die Kommentarfunktion leben." bedeutet: Der Mensch braucht Nahrung, Flüssigkeit, Schlaf, soziale Kontakte, etc. zum leben. Die Kommentarfunktion gehört nicht dazu. Ob alle darauf verzichten wollen, steht auf einem anderen Blatt.

  14. 24.

    "Aber ob einfache Gemüter wie Anika das verstehen."

    Das ist noch im Rahmen? Welcher Rahmen?
    Im Rahmen eines respektvoller Austausch von Meinungen?

  15. 23.

    Sein Kommentar hat doch nichts mit herumpöbeln zu tun.
    Den Kommentar von Heike kann man auch besser formulieren,ist aber noch im Rahmen. Du hast dich mit der Formulierung "alle" eben auch angreifbar gemacht.

    Generell sind sehr viele nicht in der Lage zu differenzieren und sich in einen anderen hineinzuversetzen. Dabei ist das enorm wichtig.
    Der rbb ist zum Glück recht locker beim Durchlassen,auch wenn manch grundlose Unterstellung dabei durchrutscht.

    Wenn alle eine Grundregel im Netz einhalten würden,könnte es besser laufen: "Don't feed the troll!"
    Ist leider oft nicht ganz einfach.

  16. 22.

    Also mein Handy und Rechner haben Autokorrektur, da habe ich schon so manches neues gelernt - aber auch schon haarsträubendes gelesen ;-) Dauergroßschreiben würde es aber durchaus bemerken und kritisieren...

  17. 21.

    p.s.: Eine Abwertung von Menschen über Ortografie zu versuchen, das ist schon unterste Schublade, auch wenn es in der Über-schrift steht. Sollen Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche und/oder Leute, deren Muttersprache nicht die deutsche (Schrift)sprache ist, noch weiter entmutigt werden, sich zu äußern?

  18. 20.

    Hrn Maier-Borsts Text und viele Kommentare dazu verdeutlichen ein Grundproblem der Welt: Die Unfähigkeit zu konstruktivem (!) Streit. Das endet in unzähligen gescheiterten Paarbeziehungen wie in unzähligen dauerhaft ungelösten politischen Fragen. Hauptpfeiler des Problems: 1.: Eigentlich möchte man am liebsten GAR keine Kritik empfangen: Auf zwei ganz konkrete Kritiken an früheren Absackern z.B. warf der Autor mir vor, ich würde ja "alles" kritisieren, was er schreibt. 2.: Die absurde Vorstellung, irgend (!) jemand könne ganz ohne Emotionen schreiben und lesen - und ohne ganz offene Emotion sei alles prima ("kühl, bedacht"). 3.: Subtil gewaltvolle Sprache: Sprache, die in Leute in Schubladen drückt("diese Leute", "die Studenten", "die Schreihälse", "die Ausländer"...); Sprache die eigene Wünsche als objektive Normen verkauft ("gutes Benehmen", "die Mehrheit"...). - Auch unterschwellig kann Sprache Menschen massiv und destruktiv abwerten. Zur Kommunikation gehören IMMER zwei Seiten.

  19. 19.

    Das ist Beleidigung, Heike. Und genau darum geht es. Sachliche Meinungsäußerung wäre völlig in Ordnung, dann könnte meinetwegen die Kommentarfunktion bleiben. Es gibt etliche Meinungen auf dieser Welt - ich akzeptiere es, wenn jemand anders denkt, verurteile nicht, beleidige nicht. Können Sie das auch von sich behaupten? Im Übrigen verstehe ich nicht, warum rbb24 Ihren Kommentar freigegeben hat - nicht, weil Sie Ihre Meinung kundtun, sondern weil Sie beleidigen.

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