Der Absacker - HERGOTT, SEIN SIE GEFÄLIGST SACHLCH UND DIFFRENZIRT!1!

Symbolbild: Orang-Utan brüllt im Nationalpark Tanjung Puting auf der Insel Borneo.
Bild: dpa/Marko König

Leserinnen und Leser sollen Journalisten kritisieren, verbessern und widersprechen. Natürlich. Unbedingt. Aber muss es mit so viel Großbuchstaben, Fehlern und verbalen Sturmgeschützen sein? Ein Hoffen auf sprachliches Abrüsten von Haluka Maier-Borst

Wenn Sie diesen Satz hier lesen, sind Sie nicht doof. Sondern Sie haben meinen Respekt, Chapeau. Denn obwohl Rechtschreibung, Ausrufezeichen und Großbuchstaben der Überschrift nicht einladend wirken, haben Sie sich die Mühe gemacht hier draufzuklicken und weiterzulesen. Danke. Und verzeihen Sie bitte das kleine Sozialexperiment. Aber der brüllende Ton der Überschrift ist das, was uns bei rbb|24 oft entgegenschlägt.

"Fakenews", "Ampel Auf Rot !!! Wollt Ihr uns alle für dumm verkaufen?" und "Toll rbb, ihr fördert Verschwörungstheorien" sind nur einige der Sätze, die ich als Reaktion auf Artikel lesen durfte. Und das ist noch der harmlosere Rest, nachdem die Kolleginnen und Kollegen vom Social-Media-Dienst das Schlimmste gefiltert haben. Oder wie sie es sagen "Ich bin mal Kommentare schrubben."

Natürlich darf und soll jeder und jede mich kritisieren, verbessern oder einfach nur doof finden dürfen. Ich verstehe auch, dass Corona uns alle fordert und die Nerven blank liegen. Aber könnte man(n) nicht insgesamt eine Spur ruhiger und konstruktiver reden. Oder schmeißen diese Leute auch den Hackepeter kreischend gegen die Fleischereitheke, wenn er zu sehr gepfeffert war? Ist das gutes Benehmen, wenn man das Pils dem Kellner hinterherwirft, wenn es schal war? Eben.

1. Was vom Tag bleibt

Wo wir gerade beim Pils sind, gute Nachrichten für alle, die das Bier im Glas lassen und nicht der Bedienung hinterherschleudern. Ab morgen entfällt die Sperrstunde für Kneipen und Restaurants. Damit geht es wieder einen Schritt mehr in Richtung Berliner Normalität. Trotzdem bleiben natürlich viele Gäste wohl weiterhin vorsichtig und wollen zum Beispiel lieber draußen sitzen. Dort scheint ja nach bisherigem Erkenntnisstand die Ansteckungsgefahr geringer zu sein. Entsprechend überlegt man in den Berliner Bezirken auch, mehr Kulturveranstaltungen nun als Open Air Varianten zu ermöglichen.

Wichtiger als jedes Pils und jedes Open Air Konzert dürfte aber für Eltern in Berlin und Brandenburg folgende Nachricht sein: Kitas kehren zurück zum Regelbetrieb, in Berlin am 22. Juni, in Brandenburg am 15. Juni.

2. Abschalten.

Das Thema "Black Lives Matter" beschäftigt mich und meinen Freundeskreis nach wie vor. Das ist wohl ein gutes Zeichen. Weil dieses Mal nicht nur ein Anteil nehmender Beitrag auf ein soziales Netzwerk gepackt wird und dann das Leben wieder weitergeht. Wir diskutieren viel und versuchen uns ein bisschen mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Wer das auch will, bei Bento vom Spiegel gibt es zum Beispiel drei Leseempfehlungen und einige Serien- und Filmempfehlungen hat Mitvergnügen zusammengestellt.

Ansonsten ist für mich aber zur musikalischen Untermalung der letzten Woche das neue Album des Rap-Duos "Run The Jewels" geworden. Wieso? Das können Sie entweder zum Beispiel hier nachlesen [sueddeutsche.de] oder selbst für umme herausfinden. Denn das Duo hat das Album kostenlos zum Download eingestellt [runthejewels.com]. Die beiden Künstler bitten lediglich um Spenden. Auch wenn also Rap sonst nichts für Sie ist, hören Sie doch mal rein.

3. Und, wie geht's?

Heute schreibt uns Martin, der sich anscheinend ein bisschen darüber ärgert, manchmal etwas zu umsichtig und freundlich zu sein. Zumindest im Vergleich zu anderen Menschen.

Ich bin wie jeden Tag am Wochenende zu meinen Eltern gefahren. Von Nauen nach Neustadt und zurück, natürlich wieder mit der Odec. Mein Trekkingrad ist auch immer dabei, da der ÖPNV keine Verbindung nach Bückwitz für die letzten Kilometer mehr hergibt.

Zwei Stunden lang wurde ich aber auf der Rückfahrt am Bahnsteig vertröstet und immer wieder gebeten den nächsten Zug zu nehmen. Ich natürlich freundlich wie immer, alles kein Ding. Beim dritten Zug musste ich aber mit, weil ich später am Abend meine Schicht hatte. Nach drei Minuten Diskussion mit dem Zugbegleiter durfte ich schließlich mit. Im nächsten Moment kam eine ca. 25-jährige Frau und stellte ihr E-Bike ohne Diskussion einfach quer in den Gang. Sie war auch nicht ansprechbar, denn sie hatte sich mit Kopfhörern und Sonnenbrille einfach abgeschirmt von der Außenwelt.

Worüber haben Sie sich geärgert? Wo würden Sie sich mehr Rücksicht wünschen? Schreiben Sie uns gerne an absacker@rbb-online.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

4. Ein weites Feld...

Sei es nun im ersten Teil des Absackers oben oder auch in der Zuschrift von Martin, bislang ging es viel um das rüpelige Verhalten einzelner Menschen. Und die nehmen damit eigentlich schon viel zu viel Platz hier ein. Darum hätte ich eine kleine Bitte an Sie, die stille Mehrheit der Mitlesenden.

Ich weiß, manche Diskussion im Netz ist anstrengend und nicht gerade angenehm im Ton. Aber könnten Sie vielleicht hin und wieder, sagen wir mal alle zehn Artikel, trotzdem ihr Wort erheben und einfach kühl und sachlich darunter kommentieren? Sie können gerne sagen, dass ich oder wer auch immer falsch liegt, wenn das Ihre Meinung ist. Wie gesagt, es geht mir nur um das Gesprächsklima und dass den lauten Brüllern mehr kühle, bedachte Meinungen gegenüberstehen.

Ich schreibe im Gegenzug nächstes Mal dann auch ganz ohne Ausrufezeichen und versuche weiterhin kühl und einigermaßen clever auf die Leserzuschriften zu antworten. Auch auf die mit den vielen Ausrufezeichen.

Danke, sagt schonmal

Haluka Maier-Borst

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  • Haluka Maier-Borst
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    rbb|24/Sebastian Schöbel

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    Der Absacker 

    Janz Berlin is eene Wolke

    Da feiern 500 Flitzepiepen in Berlin ne Sause und gleich jibbet Jeschrei. Halloween fällt och flach und eijentlich ham wa nüscht mehr zu lachen inne Pandemie. Lisa Schwesig versucht et mit Amüsemang uff Berlinerisch. Een böset Pflasta musse aber trotzdem abreißen.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Ganz Berlin ist eine Wolke

    Da feiern 500 Menschen in Berlin eine Party und gleich gibt es Geschrei. Halloween fällt auch aus und eigentlich haben wir nichts mehr zu Lachen in der Pandemie. Lisa Schwesig versucht es mit Witz auf Berlinerisch. Ein böses Pflaster muss sie aber trotzdem abreißen.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Absacker 

    Der Hamster, das asoziale Wesen

    Es geht wieder los! Die Hamster kriechen aus ihren Höhlen, um ihren nicht zu bändigenden Appetit auf Klopapier zu stillen. Aber warum genau werden die Auf-Halde-Käufer noch mal mit dem Nager verglichen? Kira Pieper zumindest sieht sehr viele Ähnlichkeiten.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Wenn's im großen Zahlenraum hapert

    Wasserrechnungen nicht gezahlt, Einnahmen nicht versteuert – heute bestimmen auch große Zahlen abseits von Corona das Nachrichtengeschehen. Und Haluka Maier-Borst fragt sich, ob das auch mit fehlenden Mathematik-Kompetenzen zu tun hat.

  • Statue mit einem gebrochenen Flügel (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

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    dpa/Martin Baumann

    Der Absacker 

    Nutzen Sie die Chance, sich Mundgeruch zuzulegen

    Inzwischen wird es immer leichter, sich zu merken, wo man überall KEINE Maske braucht. Und Brandenburg importiert Berlins Alkoholverbot zu später Stunde. Nur die Prignitz kann feiern - aber nur im kleinen Kreis. Zeit für Zweckoptimismus, findet Sebastian Schöbel.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Es war einmal in Brandenburg

    Wogende Wellen und rieselnder Sand blieben Lisa Schwesig diesen Herbst verwehrt. Mit ängstlichem Blick schaut sie daher gen Weihnachten. Bis es soweit ist, wird aber erstmal gefeiert: Der BER wird eröffnet - zumindest ein bisschen.

  • Kira Pieper
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    Der Absacker 

    Sprite statt Lütt un Lütt

    Urlaub ausgefallen. Umtrunk ausgefallen. Es war ja klar, dass der Corona-Herbst hart werden wird. Aber so hart? Kira Pieper versucht sich im positiven Denken und landet bei seltsamen norddeutschen Bräuchen.

  • Efthymis Angeloudis
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    Der Absacker 

    Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

    Das ewige Rätsel, das Philosophen schon seit Plutarch ärgert, scheint heute um einiges einfacher zu lösen als die Frage: Wer soll einen zweiten Lockdown verhindern? Die Henne oder das Ei? Nur falsche Antworten gibt Efthymis Angeloudis.

  • Sarah Mühlberger
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Mit besten Grüßen aus der Zukunft

    Ein Nachrichtentag so unerfreulich wie das Wetter: Die Fallzahlen steigen und steigen, Bund und Länder verhandeln und verhandeln. Aber es gibt auch einen kleinen Gewinner. Von Sarah Mühlberger

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Bitte my Lederhosen lüften – but without Schadenfreude

    Coronabedingt wird ein für uns altbekanntes, in anderen Ländern aber neues Wort seinen Siegeszug durch die Welt antreten: Lüften. Haluka Maier-Borst fragt sich, inwiefern das unser Bild im Ausland verändert.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Fragen wir doch mal Dr. Alban

    Früher haben wissenschaftliche Studien keinen interessiert. Heute weiß angeblich jeder, wie man sie richtig liest. Habe ich dem wirklich umsonst ein ganzes Studium gewidmet, fragt sich Haluka Maier-Borst in einer kurzen Sinnkrise.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Rien ne va plus und trotzdem Stress

    Die BVG streikt und Brandenburg lässt Berliner/innen nur noch unter Auflagen rein zum Urlaub machen. Auch sonst fühlt es sich an, als würde jemand die Notbremse anziehen. Und trotzdem weiß Haluka Maier-Borst nicht, wo ihm der Kopf steht.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Dit is Klischee!

    Kaum eine Stadt wird auf solch peinliche Art und Weise für klischeehafte Sprüche benutzt wie Berlin. Arm aber sexy war mal. Jetzt scheint der Slogan der Stadt eher kalt und leer zu sein. Droht Berlin das gleiche Schicksal wie New York?, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Die sind schuld! Oder doch nicht?

    Die Corona-Fallzahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder deutlich an und für viele ist klar, wer die Schuld trägt. Lisa Schwesig bringt derweil ein ganz anderer Corona-Infizierter auf die Palme.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Das ist leider kein Fehler

    Im Frühsommer wurde noch darüber diskutiert, ab wie vielen Fällen die Lage in Berlin kritisch wird. 30 Fälle oder 50 Fälle pro 100.000 Einwohner? Neukölln hat die Unterscheidung mal eben pulverisiert. Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Illustration. (Quelle: privat/Leo Matthey)
    Leo Matthey

    Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

    Kitastreiks in Brandenburg wecken bei Sebastian Schöbel Erinnerungen an das Corona-Betreuungschaos, in Berlin fliegen menschenverachtende Chatnachrichten von Polizisten auf und die Debatte um einen kostenlosen ÖPNV lässt unsere Leser*innen nicht los.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

  • Laura Kingston
    rbb|24

    Absacker 

    Carpe den verdammten Diem!

    Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern bedeutet neue Beschränkungen für alle. Das fühlt sich für Laura Kingston zuweilen an wie Elternsprechtag. Und aus dem geht sie nicht sonderlich hoffnungsvoll hervor.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Entscheidungen mit Strahlkraft

    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

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38 Kommentare

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  1. 37.

    was wohl das Affenbild für eine Symbolkraft haben soll? Wollen Sie Ihre Leser als Affen deklarieren? Oder anders, was kann der Affe dafür, wenn die Menschen sich verbal bekriegen?

  2. 36.

    1) *grins* ich könnt mich beömmeln! Herrlich... es ist zu göttlich - und HMB weiss ganz bestimmt, was ich meine :-) (Deutschunterricht, Lesekompetenz) 2)Danke Mike, eine Sternstunde - why is everything white? es ist sooo witzig, so intelligent (wie MA überhaupt war) und so unglaublich traurig zugleich. Zitat Ali: „Leute aufgrund Ihrer Hautfarbe zu hassen ist falsch. Und es ist egal welche Farbe hasst. Es ist grundsätzlich falsch.“

  3. 35.

    Herr Maier-Borst,
    Sie sprechen mir mit Ihrer Einleitung aus der Seele, Chapeau!!!
    Ich fürchte nur, dass der fruchtbare Boden, auf den die Anprache hoffentlich fällt, eher dünn ausfällt.

  4. 34.

    Mein Laptop gibt die typographischen Anführungszeichen nicht her, bzw ist es sehr umständlich, sie zu erzeugen. Oder ich habe den passenden Trick noch nicht gefunden. Also nehme ich halt die "". Ich glaube, in der Regel werden die auch erkannt... Aber ich kann verstehen, dass Sie das stört :)

  5. 33.

    Danke, Herr Maier-Borst, bin ich doch gern hängengeblieben...
    Ich sehe das ähnlich bis genauso, wir sollten Brutalität aus der Sprache nehmen. Und ja, es fällt manchmal schwer, einem Verschwörungsdepp die gebotene verbale Fairness angedeihen zu lassen, wenn man weiterdenkt und voraussieht, dass dieser junge und/oder einfache Geister auf seine Linie zu bringen versucht; weil es allzuoft destruktiv ist, wo es konstruktiv sein könnte. Das tut manchmal weh, aber es ist Meinungsfreiheit, also muss ich mich damit arrangieren. Ich halte es da mit Evelyn Beatrice Hall: "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst."

    Ich finde das mit dem Komm.bereich nicht schlecht, ich bin glaube ich auch noch nicht "geschrubbt" worden. Mir gefällt, dass kluge Mitmenschen mich vom Pferd holen, wenn sie in meinem Schreibstil glauben etwas Arrogantes wahrgenommen haben. Ich kann daran wachsen, auch auf meine nicht mehr ganz jungen Tage.

    D.M.

  6. 32.

    Noch was zum Lachen. Ein Interview mit Muhammad Ali aus dem Jahr 1971, dass die bbc ausgegraben hat, in dem er sich (bzw. seine Mutter) fragt warum ALLES (!) weiß ist ;) https://www.bbc.com/news/av/world-us-canada-52988605/muhammad-ali-why-is-everything-white
    enjoy.
    @rbb Ergänzung zur Filmliste, relativ sachlich und immer noch schockierend real. Sehenswert für alle, die sich selbst nicht daran erinnern können, denn der tödliche Rassismus Anfang der 90er hat das wiedervereinte Deutschland geprägt (...NSU...) :
    https://youtu.be/5P21AfG6SPE ("The Truth lies in Rostock" D, GB / 1993 / 78 min, dt. dokumentarisch zu den Pogromen dort)
    https://youtu.be/pLxb8byOyfo ("Das Hoyerswerda Syndrom" D / 1996 / 50 min., von migrantischen Aktivisten produziert) Auf den Transparenten der Demo: "Ihr habt wieder nichts gewußt" ; "Den rassistischenTERROR stoppen!" ; "Rassisten in Uniformen bestrafen" .... bemerkenswerte Zeitdokumente aus den 90er Jahren.

  7. 31.

    Hallo Haluka, wie ich schon in meinem vorigen Kommentar andeutete: Es gehören immer zwei zur Kommunikation. Ein Sprichwort hierzu lautet: "Wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus." Meinem von Ihnen als "altväterlich" kritisierten Kommentar(der übrigens dito gänzlich ohne Kapitalen war)ging damals nämlich etwas voraus: Ihr pauschales Lamento, Leute würden sich mittels Covid-19 profilieren - während Sie genau dasselbe taten.
    Altväterlichen Duktus beherrschen Sie übrigens m.E. recht exzellent; aktuelles Zitat: "Schauen Sie, das ist doch mal schon ein Fortschritt." Danke, Doktor HMB!
    Dass Sie meine Kritik an ortografischer Bewertung von Kommentaren "nach wie vor schade" finden und das Problem aus Ihrer Sicht offenbar nur bei mir als Empfänger liegt, finde ich nun jedenfalls schade: Weil, wie sonst denn als Abwertung könnte ein Mensch mit Schwächen in der Rechtschreibung Ihre Überschrift verstehen? Gern lass ich mich überzeugen, dass ich falsch liege.

  8. 30.

    Auf jeden Fall zeigt sich, dass das Thema des Absackers die Gemüter erhitzt.

    Und das dasselbe „Spiel“ läuft, wie immer. Irgendwen muss immer anfangen zu pöbeln und zu nörgeln.

    Aber es wird ja auch überall gelebt, diese Art des Austauschs.

    Und da selbst die Politiker die Methode des Marktschreiers benutzen, je lauter desto erfolgreicher (denn wir wissen ja, auch negative Aufmerksamkeit führt zum Ziel...) und zum Teil, trotz vermeintlicher Vorbild-Funktion ihre Wortwahl bewusst provozierend und beleidigend treffen, werden Äußerungen dieser Art sicher mehr statt weniger.

    Manchmal frage ich mich, wie ich meinen Kinder diese Welt erklären soll. Und ob es besser ist, sie moralisch richtig oder eher effektiv zu erziehen. Beides, wo scheint mir, ist oft nicht möglich.

    Danke @Redaktion für die Antwort. :)
    Ich wüsst nicht ob ich das könnte, ohne dass das auf mich abfärbt, auf Dauer.

  9. 29.

    Lieber Haluka, ich bin schon beim ersten Wort hängen geblieben. Es heißt leider nicht, wie Sie geschrieben haben, „Hergott“ sonder Herrgott. Da Sie aber sensibel zu seien scheinen, sage ich mal nichts zum Artikel ;-) Schönen Abend.

  10. 28.

    Das in der Überschrift laut gerufen wird, auch mit zwei Ausrufenzeichen, sei zur Aufmerksamkeitssteigerung gerade so akzeptiert.
    ABER.
    „Ist es nicht mal möglich, endlich mal wieder die deutsche Typografie zu benutzen.“ Oder muss jede wörtliche Rede oder auch Hervorhebungen immer mit Zoll (oder auch Inch) anfangen und aufhören. Und Nein, es sind auch keine englischen An- und Abführungen, auch die sehen anders aus.
    Journalisten und Schriftsteller und Vielschreiber sollten dies doch können.

  11. 27.

    Hallo Frank,

    danke Ihnen fürs Schreiben. Schauen Sie, das ist doch mal schon ein Fortschritt. Dass Sie dieses Mal nicht in Großbuchstaben unter den Absacker schreiben. Außerdem attestieren Sie mir auch nicht etwas wie: "(es)...gibt mir immerhin Ihr junges Alter Hoffnung". Weil das war letztes Mal irgendwie etwas unglücklich altväterlich. Und ich hoffe auch für mein zukünftiges Ich, dass im Alter noch nicht alle Hoffnung verloren ist.

    Dass Sie jetzt aus dem Erwähnen von Rechtschreibfehlern eine Abwertung von Menschen mit Rechtschreibschwächen herauslesen, finde ich zwar nach wie vor schade. Aber seien Sie versichert, das war nicht die Absicht. Ihnen einen schönen Tag und schreiben Sie doch mal gerne eine Mail an mich, was Sie alles an mir stört. Dann können wir das sicherlich etwas detaillierter besprechen.

  12. 26.

    "soziale Kontakte" - da zähle ich auch die Kommentarfunktion dazu :-) natürlich ohne "fiese" Kommentare, Beleidigungen und so.

  13. 25.

    "Wir können alle ohne die Kommentarfunktion leben." bedeutet: Der Mensch braucht Nahrung, Flüssigkeit, Schlaf, soziale Kontakte, etc. zum leben. Die Kommentarfunktion gehört nicht dazu. Ob alle darauf verzichten wollen, steht auf einem anderen Blatt.

  14. 24.

    "Aber ob einfache Gemüter wie Anika das verstehen."

    Das ist noch im Rahmen? Welcher Rahmen?
    Im Rahmen eines respektvoller Austausch von Meinungen?

  15. 23.

    Sein Kommentar hat doch nichts mit herumpöbeln zu tun.
    Den Kommentar von Heike kann man auch besser formulieren,ist aber noch im Rahmen. Du hast dich mit der Formulierung "alle" eben auch angreifbar gemacht.

    Generell sind sehr viele nicht in der Lage zu differenzieren und sich in einen anderen hineinzuversetzen. Dabei ist das enorm wichtig.
    Der rbb ist zum Glück recht locker beim Durchlassen,auch wenn manch grundlose Unterstellung dabei durchrutscht.

    Wenn alle eine Grundregel im Netz einhalten würden,könnte es besser laufen: "Don't feed the troll!"
    Ist leider oft nicht ganz einfach.

  16. 22.

    Also mein Handy und Rechner haben Autokorrektur, da habe ich schon so manches neues gelernt - aber auch schon haarsträubendes gelesen ;-) Dauergroßschreiben würde es aber durchaus bemerken und kritisieren...

  17. 21.

    p.s.: Eine Abwertung von Menschen über Ortografie zu versuchen, das ist schon unterste Schublade, auch wenn es in der Über-schrift steht. Sollen Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche und/oder Leute, deren Muttersprache nicht die deutsche (Schrift)sprache ist, noch weiter entmutigt werden, sich zu äußern?

  18. 20.

    Hrn Maier-Borsts Text und viele Kommentare dazu verdeutlichen ein Grundproblem der Welt: Die Unfähigkeit zu konstruktivem (!) Streit. Das endet in unzähligen gescheiterten Paarbeziehungen wie in unzähligen dauerhaft ungelösten politischen Fragen. Hauptpfeiler des Problems: 1.: Eigentlich möchte man am liebsten GAR keine Kritik empfangen: Auf zwei ganz konkrete Kritiken an früheren Absackern z.B. warf der Autor mir vor, ich würde ja "alles" kritisieren, was er schreibt. 2.: Die absurde Vorstellung, irgend (!) jemand könne ganz ohne Emotionen schreiben und lesen - und ohne ganz offene Emotion sei alles prima ("kühl, bedacht"). 3.: Subtil gewaltvolle Sprache: Sprache, die in Leute in Schubladen drückt("diese Leute", "die Studenten", "die Schreihälse", "die Ausländer"...); Sprache die eigene Wünsche als objektive Normen verkauft ("gutes Benehmen", "die Mehrheit"...). - Auch unterschwellig kann Sprache Menschen massiv und destruktiv abwerten. Zur Kommunikation gehören IMMER zwei Seiten.

  19. 19.

    Das ist Beleidigung, Heike. Und genau darum geht es. Sachliche Meinungsäußerung wäre völlig in Ordnung, dann könnte meinetwegen die Kommentarfunktion bleiben. Es gibt etliche Meinungen auf dieser Welt - ich akzeptiere es, wenn jemand anders denkt, verurteile nicht, beleidige nicht. Können Sie das auch von sich behaupten? Im Übrigen verstehe ich nicht, warum rbb24 Ihren Kommentar freigegeben hat - nicht, weil Sie Ihre Meinung kundtun, sondern weil Sie beleidigen.

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