Prostest der 'Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand Berlin' gegen die Einschränkung der Grundrechte durch Eindämmungsverordnung der COVID-19-Pandemie im Rahmen Infektionsschutzes vor der Berliner Volksbühne. (Quelle: dpa/Snapshot/Tobias Seeliger/Geisler)
Bild: dpa/Snapshot/Tobias Seeliger/Geisler

Der Absacker - Die Verschwörungstheoretiker von Oran

An diesem Montag sollte der erste Tag der Rückkehr zur Normalität sein. Inzwischen haben viele genug von den Einschränkungen. Dabei stand noch vor ein paar Wochen die Mehrheit hinter ihnen. Jetzt will so mancher Corona am liebsten verdrängen. Von Efthymis Angeloudis

Dieser Montag, der 4. Mai, sollte eine kleine Rückkehr zur Normalität markieren - quasi der erste Tag vom Rest unseres Lebens. Viele Schüler mussten wieder in die Schule. Geschäfte, Museen, Galerien und Frisöre hatten wieder offen. Aber auch wenn die besagten Lockerungen den Berlinern und Brandenburgern eigentlich nur einen Bruchteil ihres Pre-Corona-Lebens ermöglichen, reichte am Montagmorgen ein Blick auf die Straße, um tatsächlich einen Hauch von Alltag zu spüren.

Passanten tummelten sich auf den Gehwegen, vor den Friseursalons standen Schlangen von Menschen, die auf den heißersehnten Haarschnitt warteten - das Leben zirkulierte wieder auf den Straßen, wenn auch mit Atemschutzmaske und Sicherheitsabstand. Doch irgendwie schien trotzdem alles befremdlich und gedämpft. Mit unbeholfenen Schritten stolperten die Menschen an einem vorbei, als ob sie sich ganz zaghaft und vorsichtig wieder an das Leben unter Menschen herantasteten. Klar, das liegt vor allem an der Angst vor dem Virus, auch an der Ungewissheit vor der Zukunft. Vielleicht liegt es aber auch an dem kräftigen Sturm von Verschwörungstheorien und Fehlinformationen, was so manchen daran hindert, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen.

1. Was vom Tag bleibt

Die Beklemmung, die der brutale Angriff auf das ZDF-Team am Samstag immer noch hinterlässt. Drei Tage nach dem Überfall auf das Kamerateam fahndet die Polizei weiter nach Tätern und ermittelt zu den Hintergründen. Eine Gruppe von 15 Personen soll die sechs Mitarbeiter des ZDF zwischen Hackeschen Markt und Alexanderplatz gezielt angegriffen und mit einem "metallenen Gegenstand" attackiert haben. Währenddessen wurden sechs Verdächtige am Samstag wieder freigelassen - laut Generalstaatsanwaltschaft lag kein dringender Tatverdacht und somit kein Haftgrund vor.

Ob die Täter links oder rechts waren, werden die Ermittler herausfinden müssen. Der Angriff geschah allerdings in der Nähe der mittlerweile etablierten "Hygiene-Demo", einer Demonstration gegen die Corona-Regeln [tagesschau.de], an der auch Rechtspopulisten, Holocaustleugner und Anhänger von Verschwörungstheorien teilgenommen hatten. 

2. Abschalten

Und das bringt mich auch gleich zu der heutigen "Abschalt-Übung". Statt Spielfilm auf der Mattscheibe vielleicht Kopf-Kino - ein Szenario, das sich jeder von uns ausmalen kann, wie sie oder er möchte.

Mittlerweile herrscht an vielen Stammtischen, aber auch in mancher Parteizentrale die Auffassung, dass der Lockdown gar nicht nötig war und dass man jetzt so schnell wie möglich wieder zur "Normalität" zurückkehren sollte. Einige versuchen sich wieder an Grippe-Vergleichen, andere vermuten, dass die Pharmalobby oder Bill Gates hinter den Eindämmungsmaßnahmen steckt [tagesschau.de].

Dann stelle ich mir vor, wie dieselben Leute reagieren würden, wenn Bundes- und Landesregierungen, die WHO und das Robert-Koch-Institut einen anderen Kurs gefahren wären und trotz der hohen Infektionsrate, trotz Bergamo, Wuhan und New York gesagt hätten, alles halb so schlimm – bitte weitermachen. Ich nehme an, dieselben Leute wären trotzdem nicht zufrieden und würden wieder auf die Barrikaden gehen, weil die Regierung und die Wissenschaftler "uns" schon wieder die Wahrheit verheimlichen.

3. Und, wie geht's?

"Dankbar. Für alles, was möglich ist", fühlt sich Nives K. aus Berlin. Wie sie die Situation mit ihrem dreifachen Risikogruppendasein in Coronazeiten übersteht? "Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad in den Plänterwald und treffe mich Open-Air mit einer Person auf 1,5 bis 2 Meter Abstand." Das gehe wetterbedingt bisher ziemlich gut.

"Wir gehen meist spazieren, praktizieren oft Qi Gong, oder singen im Wald. Dazu schicken wir uns Noten und Texte per Whats App zu. Denn der Mindestabstand ist für mich lebenswichtig." Natürlich vermisst sie Freunde und Bekannte. Dafür hat Nives Fenstersingen mit ihren Nachbarn organisiert. "Zum vierten Mal konnten wir immerhin schon fünf Lieder gemeinsam singen", schreibt sie. "Wenn ich das nicht tun kann, fällt mir dir Decke auf den Kopf."

4. Ein weites Feld...

Es muss schon über zehn Jahre her sein, seit ich Albert Camus‘ Pest gelesen habe. Das Buch fiel leider entweder meinen gefühlt zwei Dutzend Umzügen oder meinem laxen Ausleihverhalten zum Opfer. Doch irgendwie wollen mir manche Passagen des Buches immer noch nicht aus dem Kopf gehen. Wie diese hier: Viele erwarteten jedoch, dass die Epidemie aufhören würde und sie und ihre Familie verschont bleiben würden. Infolgedessen spürte niemand das Bedürfnis, etwas dagegen zu tun.

Nun haben wir im Gegensatz zu den Einwohnern Orans Maßnahmen gegen die sich abzeichnende Katastrophe getroffen. Sich jetzt jedoch unverwundbar zu fühlen, käme der Hybris der Oraner gleich. In diesem Sinne: Passen Sie auf sich auf. Auf Ihr Wohl!

Efthymis Angeloudis

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18 Kommentare

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  1. 18.

    "Es ist natürlich schlimm, den ganzen Tag von seinen Erzeugern umgeben zu sein..."
    Ja, für manche Kinder ist das sogar sehr schlimm, weil sie so ohne Pause den gewalttätigen "Spielen" ihrer Erzeuger ausgesetzt sind!!!

  2. 17.

    „Man lese und staune“, das habe ich getan, und zwar beides. Vor allem habe ich darüber gestaunt, dass Kjeld dieses Dokument anführt. Inwiefern dient dieses Dokument als Gegenbeweis oder Quelle dafür, das der Autor des ursprünglichen Artikels schlecht recherchiert hat?

    Das hier verlinkte Dokument wurde 2019 vor Ausbruch der Coronakrise verfasst und beschreibt Maßnahmen zur Eindämmung einer Pandemie sowie deren Nutzen und Effektivität. Es wird jeweils eine Empfehlung für deren Verwendung ausgesprochen. Dabei decken sich die beschriebenen Maßnahmen weitgehend mit den in Deutschland angewandten.

    Ich unterstelle Kjeld, dass er die Gefährlichkeit von Covid-19 verharmlosen möchte und auch die zur Zeit geltenden Eindämmungsmaßnahmen als überzogen erachtet. Wie immer er zu dieser Meinung gekommen sein mag, das von ihm angeführte WHO-Dokument kann wohl nicht die Ursache gewesen sein.

  3. 16.

    Die größte Schwierigkeit besteht offenbar darin, dass das Virus weder sichtbar, noch hörbar, noch tastbar ist. Wo keiner unserer Sinne wirklich helfen kann, besteht offenbar ein sehr großer Raum für Phantasien jeglicher Art, bis hin zu ausgesprochenen Phantastereien - je nach Naturell offenbar.

    Weshalb Menschen in der Wissenschaft, die sich schon seit Jz. mit derlei beschäftigen, abgrundtiefes Misstrauen entgegengebracht wird, kann ich mir nur dadurch erklären, dass Menschen durch ihre Angst, die natürlich immer da ist, nicht durchgehen wollen. Anstatt sie auch rational "zu bearbeiten", wird sie einfach umgelenkt dahin, dass Motive auf den Kopf zugesagt werden, die die Betreffenen nicht einmal im Ansatz umtreiben. Genau das ist die Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas.

    Es gibt tausenderlei Gründe, gegen bestimmte Entwicklungen o. gegen ein sinnloses Wirtschaften aufzustehen, gerade, weil es Menschen so organisiert haben. Das Virus ist da u. von niemanden organisiert.

  4. 15.

    Jana, vielleicht ist in den Balkanlãndern die Welle einfach noch nicht angekommen? Durch Touristen ect? Oder, springen Sie einfach mal von den Balkanlãndern über die Adria, Italien, wo erst nichts getan wurde und dann das Böse Erwachen kam? Wo nichts getan wurde, da kam der Hammer, Schweden, geringe Bevölkerungsdichte mit wenigen Ballungsgebieten, wo es einschlug, mit weitaus mehr Toten als in Deutschland. USA, Großbritannien. Es wurde hier immer aufgeklärt, dass man sich bewusst ist, dass die Bevölkerung nach und nach infiziert wird, nur, daß sollte nicht gleich geschehen, weil da die Krankenhäuser absolut überlastet wären. Wie in Italien, GB...

  5. 14.

    Norbert, es war nie die Rede davon, dass "nur" Infizierte in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen hätten widerspricht auch der Tatsache, dass Infizierte unter Hausquarantäne bei Bekanntwerden gestellt wurden. Gar nicht raus durften, damit auch keine Maskenpflicht nur für diese beschlossen hätte werden sollen, also ne steile These. Auch ist es nicht zutreffend, wenn Sie sagen, die Maske biete dem Träger KEINEN SCHUTZ. Richtig ist, der Schutz ist nicht so gut, wie für den Gegenüber. Wenn mein Gegenüber auch Maske trägt, dann schütze ich ihn und er mich.

  6. 13.

    Ich hoffe, dass Sie Unrecht haben, aber es gibt schon Gedankenspiele für Veränderung, kann man auch nachlesen. Der Präsident Frãtschendes DIW nannte die Corona-Epidemie den "Letzten Sargnagel neoliberaler Wirtschaftspolitik" und u. a., dass Gesundheitswesen nicht mehr als Geschäftsmodell sondern Teil der Daseinsvorsorge sein soll. Nur ein funktionierender Staat könne in Zukunft die Probleme lösen, wie bei der Krise seit 2008 (n-tv.de am 30.04.), sieht man auch, wie der Staat, zwar zu Lasten der schwarzen Null, gleich sehr hilfreich einspringt.Bundesminister Müller äußerte sich ähnlich. Was ändern wird sich, sicherlich auch mit Mehrbelastungen, aber dafür an anderer Stelle mit Entlastung, hoffe ich.

  7. 12.

    "Jana, besser kann man es kaum ausdrücken."

    Mhm, tadellos formuliert von der Jana. Zwar vollkommen entrückt und antiwissenschaftlich, aber dafür prima getippt.

    "Nach dem Ende des politischen Coronahypes wird es manches kritisch aufzuarbeiten geben."

    Allerdings. Da wäre u. a. die Frage zu klären, ob Karneval - eine vorzügliche Virenschleuder - unbedingt hätte sein müssen wider besseres Wissen. Und ob man nicht schon viel eher den Reiseverkehr hätte sperren sollen sowie rigorose Quarantänen bei eingereisten Personen durchführen sollen.

    Aber was rede ich da eigentlich? Die inzwischen mehr als 250.000 (= eine Viertelmillion) Coronatoten, ganz zu schweigen von den Langzeitschäden der Lunge bei einigen weniger schlimm verlaufenden Infektionen, sind ja eh bloß Hype, ne?

  8. 11.

    "(...) Kinder, die zum Teil extrem gelitten haben."

    Langsam wird es lächerlich. Kinder leiden, weil sie zu Hause bleiben müssen? Es ist natürlich schlimm, den ganzen Tag von seinen Erzeugern umgeben zu sein und nach Herzenslust spielen zu können! Je früher sich Kinder an die Härten des Lebens gewöhnen, desto besser - sie und die jammernden Erwachsenen in ihren beheizten Wohnungen mit Zugang zu Online-Filmplattformen oder Videospielkonsolen werden ganz sicher bleibende Schäden fürs Leben davontragen ...

    Übrigens, eine Verharmlosung der Seuche, wie sie in den Kommentarspalten hier betrieben wird, ist keineswegs hilfreich, wenn nicht sogar verantwortungslos. Die Maßnahmen waren und sind sinnvoll und richtig.

  9. 10.

    Seit wann entwickeln sich Infektionszahlen grundsätzlich linear? Das ist schließlich Ihre Annahme. Eine völlig falsche Prämisse, epidemiologisch unhaltbar und auch argumentativ eine blanke Stammtischparole: Woanders sie es viel besser. Hätten Sie das bei einer Infektionsentwicklung wie in Italien auch gesagt? Wenn keine Infizierten in best. Anzahl in einem Land vorhanden sind oder dorthin zurückkehren, können sich auch keine Infektionsherde bilden. Die Wahrscheinlichkeit von Ansteckungen ist auch nicht unabhängig von Bevölkerungszahlen, wie Sie ebenfalls suggerieren. Und zu guter Letzt muss man natürlich Kinder instrumentalisieren, um emotionalisierend auf Andere einzuwirken, da man keine Argumente hat. Vielleicht gehen Sie mal an die frische Luft! Dann bleibt weniger Zeit für die Verbreitung von Postfaktischem.

  10. 9.

    Ein schöner Traum ! hinterher werden sich viele Politiker gegenseitig auf die Schultern klopfen und davon erzählen wie viele Menschen sie gerettet haben! Mehr wird nicht passieren! Politisch wird da nichts aufgearbeitet werden!

  11. 8.

    "Wie soll der Bürger verstehen, dass in einem Geschäft unter 800 qm eine geringere Ansteckungsgefahr als in einem größeren existiert?"
    Darum geht es doch nicht, es geht darum die Zuwege und die Anreise nicht zu überforden, siehe dazu etliche Bilder aus Fußgängerzonen. Wenn alle Geschäfte gleichzeitig wieder aufmachen, werden dementsprechend auch viele Leute hinströmen und dann kann auf den Wegen dorthin kein Abstand eingehalten werden. Deswegen wurde dazu eine Regelung getroffen. Vielleicht hätte einfach auch nur jedes zweite Geschäft in der Straße öffnen dürfen oder der eine Laden Montags der andere Dienstags um die Ströme einzudämmen, aber es wurde sich halt auf die Lösung geeinigt.
    Ein Ikea zieht halt deutlich mehr Kunden an, als ein Geschäft mit 400 qm.

  12. 7.

    "Wie soll jemand verstehen, dass etwas in einem Bundesland erlaubt, im anderen aber strikt untersagt ist?"
    Wenn Bundesland 1) eine Inzidenz von 400 hat und Bundesland 2) eine von 30, warum soll für beide Bundesländer die gleichen Maßnahmen gelten
    "Wie soll der Bürger verstehen, dass das Tragen von Masken erst als überflüssig propagiert und dann, als genug eingetroffen waren, plötzlich zur Pflicht wurde?"
    Die Masken bieten dem Träger keinen Schutz, können aber andere Menschen schützen. Da dies aber nur gilt, wenn jemand auch angesteckt ist, wurde anfangs davon ausgegangen, dass nur infizierte eine Maske tragen müssen. Nur weiß keiner wer infiziert ist oder nicht und man möchte die Infizierten ja auch nicht so bloßstellen, also trägt einfach jeder einer Maske.


  13. 6.

    Zitat: "Ob die Täter links oder rechts waren, werden die Ermittler herausfinden müssen. Der Angriff geschah allerdings in der Nähe der mittlerweile etablierten "Hygiene-Demo", einer Demonstration gegen die Corona-Regeln [tagesschau.de], an der auch Rechtspopulisten, Holocaustleugner und Anhänger von Verschwörungstheorien teilgenommen hatten."
    Also hier hieß es noch:
    "Es ist eine krude Mischung von Menschen, die sich jeden Samstag über das Internet auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne im Berliner Bezirk Mitte verabreden: Aktivisten und Extremisten von links und rechts, Verschwörungstheoretiker, bibeltreue Christen, Impfskeptiker, Trump-Fans, Normalos. "Corona-Spinner" – so werden sie von der Hauptstadt-Presse gerne bezeichnet."
    Es könnten also auch bibeltreue Christen, Impfskeptiker, Trump-Fans oder gar "Normalos" tatverdächtig sein.
    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/04/volksbuehne-demo-versammlungsfreiheit-gg-polizei-berlin.html

  14. 5.

    Ich vermisse immer noch eine Gegenüberstellung von Zahlen in vergleichbaren Zeiträumen verstorbenen Personen ohne diese Infektion und dies bitte von Regierungsseite.
    Desweiteren vermisse ich Untersuchungen zur Todesursache und nicht nur die Feststellung einer Covid Infektion !

  15. 4.

    Jana, besser kann man es kaum ausdrücken.

    Nach dem Ende des politischen Coronahypes wird es manches kritisch aufzuarbeiten geben.

  16. 3.

    Wenn niemand auf die nie eingetretenen und vom RKI vorhergesagten Horrorzahlen zur Coronainfektion gehört hätte, wäre das passiert, was in den Balkanländer oder Schweden passiert ist.

    Der R Wert ist dort niedriger als bei uns und wir hätten keine gigantischen Schäden in Höhe von hunderten Milliarden Euro, hunderttausende Arbeitslose weniger und auch keine Kinder, die zum Teil extrem gelitten haben.

  17. 2.

    Es geht nicht darum, ob der Bürger genug von Einschränkungen hat. Es geht um die mangelnde Einheitlichkeit in Deutschland. Wie soll jemand verstehen, dass etwas in einem Bundesland erlaubt, im anderen aber strikt untersagt ist?
    Wie soll der Bürger verstehen, dass das Tragen von Masken erst als überflüssig propagiert und dann, als genug eingetroffen waren, plötzlich zur Pflicht wurde? Wie soll der Bürger verstehen, dass in einem Geschäft unter 800 qm eine geringere Ansteckungsgefahr als in einem größeren existiert? Von unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern mal ganz abgesehen.

    Ich war bereit, aufgestellte Regeln zu befolgen. Bis ich die Uneinheitlichkeit in den Bundesländern erkannte.
    Heute kann ich nur sagen: Ihr könnt mich mal. Macht alle Betriebe wieder auf und fahrt die Wirtschaft nicht länger an die Wand. DAVON habe ich nämlich genug.


  18. 1.

    Da frage ich mich bei dem Autor schon, aus welchen Quellen er sich informiert. Selbst die WHO kommt ja in ihrer Analyse der Maßnahmen zur Eindämmung einer Influenza-Epidemie/-Pandamie zu erleutenden Ergebnissen: https://www.who.int/influenza/publications/public_health_measures/publication/en/
    Da die Infektionswege der Influenza und SARS CoV-2 annähernd gleich sind, kann man diese auch auf Corona anwenden.
    Lesen und staunen.

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