Der Absacker - Ist das jetzt der Weltuntergang? Nicht ganz.

Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
Bild: rbb|24

Dank dem Bundesamt für Katastrophenschutz haben Sie am Donnerstag die Möglichkeit, in die Rolle Ihres Lebens zu schlüpfen. Einen Oscar gibt es dafür aber sicherlich nicht - und eigentlich ist die ganze Übung auch keine gute Idee, findet Lisa Schwesig.

PIEP. PIEP. PIEP. ALARM. KLINGEL. SIRENE. DONG. DONG. WARNUNG. EIL. Ungefähr so dürfte es am Donnerstag ab 11 Uhr vielerorts in Deutschland klingen beziehungsweise zu lesen sein. An diesem Tag soll der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinungung stattfinden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) möchte den Ernstfall proben und wir dürfen alle als Statisten mitmachen.

Der Sinn dahinter ist nachvollziehbar: Was man öfter übt, schärft sich ein und kann im Notfall abgerufen werden. Der Zeitpunkt ist aber mehr als unglücklich gewählt: Wir befinden uns inmitten einer Pandemie. Viele Menschen sind verunsichert und suchen nach Stabilität.

Falls der morgige Tag die Rolle sein sollte, auf die Sie ihr Leben lang gewartet haben, dann packen Sie schnell Ihren Überlebensruücksack, installieren sich die Nina-Warnapp und schauen sich nochmal "I am Legend" an. Falls nicht, versuchen Sie gelassen zu bleiben und das mögliche Sirenengeheul mit geräuschunterdrückenden Kopfhörern auszublenden. Und seien Sie unbesorgt: Wir werden Sie morgen nicht mit Fake-Warnungen nerven.

1. Was vom Tag bleibt

Die eigentliche Katastrophe spielt sich derzeit auch nicht bei uns, sondern im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ab. Dort ist in der Nacht zu Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. In Moria leben 12.600 Menschen, ausgelegt ist das Lager für 2.800 Menschen. Tausende Menschen sind nun obdachlos, wie viele Tote es gibt, ist noch unklar. Unter anderem Hilfsorganisationen aus Berlin und Brandenburg fordern nun eine schnelle politische Lösung und die Aufnahme von Geflüchteten.

Hilfe hat am Mittwoch auch die Veranstaltungsbranche in Berlin und Brandenburg gefordert. Mit einem Fahrzeugkorso durch die Innenstadt wollten Schaustellende und Veranstaltende auf ihre miserable Lage seit Beginn der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Rund 6.500 Menschen nahmen daran teil. Sie fordern unter anderem staatliche Hilfen, nachdem nach eigenen Angaben etwa 80 bis 100 Prozent ihres Umsatzes weggebrochen sind.

Zu kämpfen hat auch die Brandenburger Tourismusbranche. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Tourismusbarometer [osv-online.de] des Ostdeutschen Sparkassenverbandes verbuchten Betriebe in der Branche bis Juni 2020 einen Rückgang von 42,5 Prozent bei Übernachtungen. Die Ankünfte von Gästen im Land sanken sogar um 50,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Am stärksten betroffen sind das Dahme-Spreegebiet und die Landeshauptstadt Potsdam.

2. Abschalten

Ich gebe zu, mir fällt das Abschalten angesichts dieser Nachrichtenlage heute extrem schwer. Die Bilder aus Moria sind nicht einfach wegzuschalten. Geholfen hat mir heute die Musik von Gregory Porter, die ich neulich für mich wiederentdeckt habe. Falls Sie auch einmal reinhören möchten:

3. Und, wie geht's?

Ich dachte, ich sammele Ihnen ein paar Impressionen aus unseren Kommentaren zum Warntag am Donnerstag:

User*in "OMan" schreibt:
"Soviel ich weiß, stand der Plan zum Aktionstag schon lange vor der C-Pandemie. Aber ansonsten sehe ich das ähnlich: Ausgerechnet jetzt, wo ohnehin schon die Stimmung unter Null ist. Zum Glück hat Berlin keine Sirenen, (nicht nur) dafür liebe ich diese Stadt :)"

Und "Rainer" erklärt:
"Wenn die Hitzewelle in Sekundenschnelle zuschlägt. Das Hochwasser sich ohne große Regenfälle den Weg bahnt. Eine Pandemie ohne vorausgegangene Krankheitsfälle breit macht. Die Begründung ist so flach. Was macht Berlin bei kompletten Stromausfall mit den elektronischen Anzeigetafeln und von den Sendemasten kein Signal mehr rausgeht? Die Idee ist bezeichnend für Langeweile im Amt."

Offenbar aus dem brasilianischen São Paulo kam dieser Kommentar von "Zé das Coves":
"Jeder wird stark vom System eingeschränkt. Sie müssen den Mut haben, aufzuwachen oder den Ängsten zu folgen, die Ihnen auferlegt werden."

Wie geht es Ihnen mit dem Warntag? Bereiten Sie sich vor oder ignorieren Sie diese Übung einfach? Schreiben Sie uns an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld

Während alle Kollegen und Kolleginnen in unserer Redaktionskonferenz am Morgen eifrig Themen diskutieren, chatteten Absacker-Kollege Haluka Maier-Borst und ich (Entschuldigung an die anderen Anwesenden) und kicherten. Das ist manchmal ein bisschen wie in der Schule, wenn man sich Zettelchen schreibt. Für mich ist immer der beste Moment, wenn der Kollege bzw. die Kollegin die Nachricht liest und sofort grinsen muss. Eine kleine Ablenkung muss auch mal sein, aber ich komme vom Thema ab.

Während also alle über die Tagesagenda berieten, entstand gedanklich dieser Absacker. Die Überschrift lieferte Haluka und er hätte es besser nicht treffen können. Wenn Sie Ihnen genauso gefällt wie mir, schreiben Sie uns das doch mal. Und wenn Sie auch heimlich in Videokonferenzen abseits chatten, schreiben Sie uns erst recht an absacker@rbb-online.de.

Falls Sie noch einmal schauen wollen, ob auch alles in Ihrem Überlebensrucksack für morgen bereitliegt, können Sie das beim BBK [bbk.bund.de] nachlesen. Vor Jahren war ich übrigens als Reporterin einmal auf dem Katastrophenschutzkongress und eigentlich ziemlich beeindruckt davon, was der Katastrophenschutz alles leistet, sollte das in diesem Absacker zu kurz gekommen sein.

Grüße von Berlins unvorbereiteter Prepperin,

Lisa Schwesig

Alle Absacker

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  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Das ist leider kein Fehler

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  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
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    Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Illustration. (Quelle: privat/Leo Matthey)
    Leo Matthey

    Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

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  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

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    Absacker 

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  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Der Absacker 

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    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
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    Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

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Beitrag von Lisa Schwesig

10 Kommentare

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  1. 10.

    Dem würde ich mich weitestgehend anschließen, obwohl ich gern mal Berlins Klängen gelauscht hätte, ich fand es etwas schade dass da nix passiert ist.
    _Den Absacker fand ich trotzdem sehr unterhaltsam geschrieben, der Verweis auf “I am Legend” hat mich amüsiert. :) Und was die empfohlenen Vorräte angeht... wer hat soviel Platz das alles zu lagern? Also für eine vierköpfige Familie kommt da ne riesige Menge zusammen... :0 würde im falle einer Flucht gar nicht ins Auto passen. Und wo dann neuen Treibstoff herbekommen, der ist sich zuerst alle...bei solchen Themen denke ich immer an das Buch “Blackout” und kann es nur empfehlen. DAS macht Beklemmungen und gibt mir das Gefühl, schnell mal zu preppen.

  2. 9.

    Wieso nicht mit eine kleine Prise Humor bespickt? So ließt es sich doch gleich viel besser;-) Gutes Beispiel wiedereinmal ist der Kommentar von @Alt-Westberlinerin. Jut jemacht.

  3. 8.

    Bei und uns ist gar nichts gewesen . Also wenn wirklich mal was ist dann werden wir nicht gewarnt . Aber seit 2 Tagen fliegen Nacht für Nacht Kampf Jets über unseren Haus Richtung Rammstein. Was hat das zu bedeuten?

  4. 7.

    Mich stört das nicht. Bei Oma aufm Dorf wurde früher 1x im Monat die Sirene getestet, heute eben 1x im Jahr... das werden auch die Corona-Geplagten verkraften. Und wenn hier wirklich mal eine Katastrophe passiert, wird es sich sicher auszahlen. Den Leuten in Moria hilft das alles natürlich nicht, das ist klar.

  5. 6.

    Warnungen gab es auch in meiner Kindheit an der Schule. Eine Sirene auf dem Dach ging dann laut los. Alle mußten dann geordnet raus aus den Klassenzimmern. Später folgte die Brandübung und die wurde schon ohne Sirene abgehalten. Als Erwachsener im Betrieb meldete ich mich freiwillig als Brandschützer. Das bedeutete für mich im Falle eines Brandes, nachzuschauen ob sich Personen in den Toiletten befanden oder noch wichtiger, sich um die Behinderten Kollegen zu kümmern und diese zu Ausgang zu begleiten. Hinzu kam auch, dass ich ausgebildet wurde, wie man mit einen Feuerlöscher umgeht. Alles Maßnahmen, die ebenso wichtig sind und als selbstverständlich betrachtet werden sollten. Erste Hilfe vor Ort war und ist für mich schon immer sehr wichtig gewesen.

  6. 5.

    Juti, in Berlin gibts keine Sirenen. Wenn ich schlafe oder arbeite, höre ich Katwarn und Nina nicht. Radio hab ich dann nicht an. Im Büro verboten. Hm. Ich überlege gerade, wenn die Welle kommt - welche auch immer - ich kriegs nicht mit.
    Ist wie beim Feueralarm - im Ernstfall ist das Treppenhaus verqualmt und du musst dich am LAN-Kabel abseilen - sch.. auf die Übungen und den Sammelplatz.

    Schade, dass samstags um 12 keine Sirenen mehr das WE einläuten, ab da war keine Schule mehr, Einkäufe durch Mutter erledigt, einfach WE.

    Aber als Alarm?

    Augedient.

  7. 4.

    Ich verstehe nicht Frau Schwesig, warum Sie diese Aktion mit den verschiedenen Möglichkeiten der Gefahrenwarnungen so ins lächerliche ziehen, aber Sie können gern Ihren Rucksack packen.

  8. 3.

    Und wer eh schon auf der Seite des BBK nachsieht, was so alles in den Rucksack gehört, kann sich auch gleich mal die Liste anschauen, was man so als Vorrat zu Hause haben sollte. Das erspart uns allen beim nächsten Lockdown die Hamsterkäufe.

  9. 2.

    Was soll denn das für ein Argument sein, Frau Schwesig? In den 60iger, 70iger und auch noch in den 80iger Jahren befanden wir uns mitten in einem kalten Krieg. Viele Leute hatten Angst, dass es zu einem heißen Krieg zwischen den beiden Blöcken kommt. Und trotzdem (oder gerade deswegen) wurde wöchentlich Probealarm ausgelöst. Ich kann mich nicht mehr genau an den Wochentag erinnern, war aber in meiner Kindheit ganz normal.
    Es ist imho eine gute Idee, regelmäßig zu prüfen, ob Alarmsysteme funktionieren und der Bevölkerung klar zu machen, was sie bedeuten. Wenn es brennt, ist es zu spät, sich mit der Bedienungsanleitung des Feuerlöschers zu befassen.

    Gruß
    Hajakon

  10. 1.

    Wenn es nach gefühlten Katastrophen oder die wirklichen Desaster überall in dieser Welt geht, müssten die Sirenen ununterbrochen heulen oder Warn-Apps nur noch piepen. Mir persönlich ist da zur inneren Entspannung die eigenen Jacke näher als die von weit entfernten Menschen. Ich nehme Katastrophen in anderen Regionen unserer Welt wahr, informiere mich darüber, übe mich in Empathie und lasse dennoch nur die Katatrophen für mich und meine engere Region samt deren Menschen an mein Gefühlsleben heran. Ein natürlicher Schutzmechanismus, um nicht in Depressionen und Hilflosigkeit zu verfallen. Das hilft, sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren. Wie z.B. auch mal die Alarmwege in der eigenen Region wahrzunehmen.

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