Symbolbild: Menschen sitzen auf einer Wiese in aufgemalten Kreisen. Die Kreise sollen die Einhaltung des Mindestabstandes während der Corona-Pandemie gewährleisten. (Quelle: dpa/Marius Becker)
Bild: dpa-Symbolbild/Marius Becker

Der Absacker - Es könnt' alles so einfach sein...

Erst waren es Clubs, dann Schlachthöfe und jetzt sind es Flughäfen. Zweifellos ist es wichtig, gewisse Orte besonders im Blick zu behalten. Aber am Ende gibt es wohl eben nicht die eine Anti-Corona-Lösung – leider. Von Haluka Maier-Borst

Ach, dieses blöde Virus. Ach, diese doofen Gewohnheiten. Nach Wochen an guten Nachrichten steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder. Nach Wochen der Vorsicht habe ich mich erwischt, wie auch bei mir die Vorsicht sinkt. Freunde stecken die Hand zum Gruß aus und ich erwidere die Geste. Der Regen pladdert runter und prompt steht man drinnen in der Bar mit deutlich weniger Abstand als empfohlen.

Es ist eine Last mit Corona und man weiß manchmal nicht, wie man damit umgehen soll. Und man hofft einfach, dass man selbst wieder vorsichtiger wird und alle gemeinsam die richtige Balance finden zwischen Freiheiten und Risiko.

1. Was vom Tag bleibt

Genau um diese Balance geht es mal wieder. Nach vielem Hin und Her kommen also die verpflichtenden Corona-Tests für alle Reisende aus Risikogebieten. Und was erst für Montag angekündigt war und dann auf einen unbestimmten Termin verschoben wurde, soll nun schon ab morgen an den Berliner Flughäfen stattfinden.

Doch selbst wenn die große Hauruck-Aktion reibungslos gelingen sollte, das Problem sind eben nicht nur die Reisenden. Und es sind genauso wenig nur die Partys oder nur die Schlachthöfe, die für eine Ausbreitung sorgen. Wie das Robert-Koch-Institut erklärte, sind einige der letzten Infektionsketten zurückzuführen auf die alltäglichsten Situationen: Familienfeiern, Treffen mit Freunden, am Arbeitsplatz, in Gemeinschaftsunterkünften.

Am Ende wird es wohl also weiterhin nicht die ein, zwei Situationem geben, die es zu meiden gilt. Sondern wir werden in allen Lebenslagen aufpassen müssen, so schwer es auch einem fällt. Und ja, wir sind alle Corona-müde, ich auch.

2. Abschalten.

Angesichts der Pandemie, angesichts des ständigen Nachdenkens über das Risiko banaler Tätigkeiten wie Bier draußen oder drinnen trinken, stellt sich eine gewisse Ratlosigkeit ein. Oder um es mit dem Deutschrapper Chefket zu sagen: "Du weißt nicht wie."

Chefket - oder mit richtigem Namen Şevket Dirican - hat einen Song eigentlich darüber geschrieben, dass seine Konkurrenz ja keine Ahnung hat im Vergleich zu ihm. Viel besser ist aber das, was er und seine Fans aus dem Song nun auf Instagram machen. Eine absurde Collage aus Momenten [instagram.com], in denen Leute ungewollt oder gewollt nicht wissen, wie es richtig geht.

3. Und, wie geht's?

Irgendwie nicht ganz verwunderlich bei einer Kolumne mit dem Namen "Absacker", aber in letzter Zeit geht es vermehrt unter dieser Kolumne um den lieben Alkohol. So konnte der User "Schuchardt" schon meinem Kollegen Johannes Mohren und seiner Mückenbergkette attestieren, dass es am Bier wohl nicht liegt, denn:

Die (Anm. d. Red. Mücken) nehmen auch Blut ohne Bier. Also gute Nachrichten für die Reise nach Bayern!

Gestern hingegen wies "Schön in Berlin" daraufhin, dass vor allem dann die Vorsicht schwindet, wenn ein paar Promille im Spiel sind.

Zu ernsten Dingen: Zu Partys, Spätifeiern, Restaurants, Unfällen, häuslicher Gewalt und Rüpeln mit Wegbier ohne Schutzmaske um 13.00 in der S-Bahn fällt mir häufiger ein: überall ist ein Zuviel an Alkohol im Spiel. Der Müll hier im Schöneberger Kiez kommt nicht von denen, die mit einem Bier auf dem Platz Frisbee spielen, die Kotz-Häufchen am Vorgarten auch nicht und die zerdepperten Flaschen und das Gekreische auch nicht. Das kommt immer von total Betrunkenen - nicht von Angeheiterten.

Wo regt Sie das Zuviel an Alkohol auf? Wieso sind betrunkene Brandenburger und Brandenburgerinnen nicht für so viel Randale verantwortlich? Und überhaupt, was wäre ein Moment gewesen, wo Sie jemanden gerne schlagartig nüchtern vor sich gehabt hätten? Schreiben Sie uns ganz nüchtern an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld...

Eine kleine Zugabe noch zum Thema "Du weißt nicht wie". Es herrscht Sommerloch und auch wenn sie das natürlich bestreiten würden, ist sicher auch bei den Kollegen von der B.Z. eher mäßig viel los. Noch überraschter war man dann aber wohl, als eine Nachricht mit dem eher alltäglichen Titel "Frau übersieht Fahrspurende und fährt in Baustelle – zwei Verletzte" [bz-berlin.de] für Furore sorgte.

Der Grund: Der AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann regte sich darüber auf [twitter.com], weil er im "Fahrspurende" engültig den Genderwahnsinn manifestiert sah. Wenn Sie die Reaktionen zu Lindemanns eigenwilliger Linguistik nachlesen wollen, schauen Sie gerne hier [bz-berlin.de] nach. Es ist pures Twitter-Gold. Der SPDler Ben Schneider aus Lindemanns Bezirk Marzahn-Hellersdorf derweil warnte, man solle das Ganze nicht nur von der humoristischen Perspektive betrachten [twitter.com].

So oder so, es trinkt auf die Feierabende aller Mitarbeiter*innen:

Haluka Maier-Borst

 

Alle Absacker

RSS-Feed
  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Fühlen wir uns zu sicher?

    Menschen sitzen dicht an dicht im Café oder stehen gedrängt an der Supermarkt-Kasse: Man könnte beinahe meinen, wir hätten die Coronavirus-Pandemie überstanden. Lisa Schwesig fragt sich, ob wir nicht doch zu unvorsichtig geworden sind.

  • Nur die Beine eines Läufers sind im Regierungsviertel zu sehen, als er im Gegenlicht der Sonne entlang der Spree läuft. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
    dpa/Paul Zinken

    Der Absacker 

    SPD, Dürrejahre einer Partei

    Ist die älteste Partei Deutschlands auch die drögste Partei Deutschlands? Wäre die SPD ein Film, würde Haluka Maier-Borst sich das Ganze jedenfalls nicht im Kino und auch nicht auf der heimischen Couch anschauen.

  • Bei Füchsen dient der Streit dem Revierkampf. Und bei Menschen? (Quelle: dpa/Jegen)
    dpa/Jegen

    Der Absacker 

    Freundlichkeit ist eine rare Tugend

    Die Gemüter sind erhitzt und das liegt wohl nicht allein an den Temperaturen. Doch wodurch wird die derzeitige Feindseligkeit verursacht, fragt sich Lisa Schwesig. Sie behilft sich mit japanischer Einigkeit.

  • Pop-up-Fahrradstraße, leeres Freibad, leeres Klopapierregal im Supermarkt (Quelle: dpa/Hannibal Hanschke)
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    Der Absacker 

    Bleibt dit so oder kommt dit wieder weg?

    Im heutigen Absacker gibt es mehr Fragen als Antworten. Wir haben eine lange Das-Ist-Gut-Das-Ist-Schlecht-Liste erstellt (danke Buzzfeed für die Idee), die Sie unbedingt noch erweitern müssen. Wir zeigen essende Vögel in Ohio. Doch es wird auch sehr traurig. Von Tim Schwiesau

  • Schulanfänger in einer Schule (Quelle: dpa/Mascha Brichta)
    dpa/Mascha Brichta

    Der Absacker 

    Spätsommer-Melancholie, Corona-Edition

    In der letzten Ferienwoche redet man dieses Jahr vor allem über eins: Schule. Schließlich muss über die Corona-Auflagen im neuen Schuljahr diskutiert werden. Das löst eine seltsame Wehmut bei Laura Kingston aus - obwohl sie selbst schon lange keine Schülerin mehr ist.

  • Eine stark überfüllte Papiertonne in einem Berliner Hinterhof (Bild: rbb/Mühlberger)
    rbb/Mühlberger

    Der Absacker 

    Das Schlechteste erwarten, das Beste hoffen

    Politik und Fußball, Sex, Crime und dann auch noch Wetter: Der Nachrichtentag hatte einiges zu bieten. Sarah Mühlberger macht sich derweil Gedanken über eine Zeit, die niedrige Erwartungen lehrt. Und kämpft mit Papierbergen.

  • Ein Teilnehmer der Demonstration am 01.08.2020 gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Berlin (Bild: imago images/Frederic Kern)
    imago images/Frederic Kern

    Der Absacker 

    Der Triumph über "den Maulkorb" (und die Wahrheit)

    Die Demo vom Samstag, die unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" lief, hinterlässt einen Nachgeschmack: Für die einen ist es der von Triumph, für Laura Kingston ist es eine beängstigende Erkenntnis.

  • Von einer heftigen Windböe überrascht wird eine Frau mit Schirm (Quelle: dpa/Boris Roessler)
    dpa/Boris Roessler

    Der Absacker 

    Macht euch sturmfest gegen den Unsinn!

    Es gibt besonders stressige Tage im Journalismus, das gehört zum Beruf. Dass aber einer ausgerechnet mitten ins Sommerloch fällt, ist schon eher ungewöhnlich. Aber es passt zur Zeit. Von Haluka Maier-Borst

  • Buchillustration, Lehrer Lämpel mit einer Atemschutzmaske (Quelle: dpa/imageBROKER)
    dpa/imageBROKER

    Der Absacker 

    Denn wer ohne Maske lacht, gibt nicht auf die Lehrer acht

    In den Berliner Schulen wird sich im neuen Schuljahr maskiert, Attila Hildmann hat am Samstag frei und George R.R. Martin wird mit internationalen Nerd-Haftbefehl gesucht. Der Absacker denkt derweil über Nazis im Polizeiverhör nach. Von Sebastian Schöbel

  • Abstrich für Übungszwecke im neuen Corona-Testmobil in Berlin. (Quelle: dpa/Sven Braun)
    dpa/Sven Braun

    Der Absacker 

    "Zur Tür hinaus, linke Reihe, jeder nur ein Wattestäbchen"

    In Tegel und Schönefeld werden ab dieser Woche Reiserückkehrer auf Corona getestet, was das Abenteuer Fliegen um eine weitere Erfahrung reicher macht. Derweil wird man am BER angeblafft, wenn man nichts zu meckern hat. Von Sebastian Schöbel

  • Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. (Quelle: dpa/Edith Geuppert)
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    Erst surrt es, dann zuckt man

    Ein Auto, das in eine Gruppe von Menschen fährt. Wenn solche Nachrichten aufs Handy kommen, rasen die Assoziationsketten durch den Kopf. Gut, wenn sich dann herausstellt, dass nicht die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Von Haluka Maier-Borst

  • ARCHIV - 29.05.2018, Brandenburg, Beeskow: Eine mit Blut vollgesaugte Mücke. (Quelle: dpa/Pleul)
    dap/Pleul

    Der Absacker 

    Bergketten auf dem Fuß - made in Berlin

    Seine Eltern schicken Johannes Mohren bei Whatsapp Bilder von Südtiroler Gipfeln. Ihm selbst reicht - ganz ohne zu verreisen - der Blick auf seinen Fuß, um Bergketten zu bestaunen. Was die gemeine Mücke damit zu tun hat und warum Liebe Geld schlägt.

     

  • Symbolbild: Kellner mit Maske (Quelle: dpa/Mairo Cinquetti)
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    Der Absacker 

    Einmal frische Vorsicht nach Art des Hauses bitte

    Die Corona-Krise hat die Gastronomie hart getroffen. Umso mehr verwundert es da, dass einzelne Locations und manche Besucher und Besucherinnen das Wohl der ganzen Branche riskieren. Von Haluka Maier-Borst

  • Symbolbild: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kommt mit Mundschutz zum Besuch des Unternehmens Rolls-Royce im brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow und wird vom Vorsitzenden der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland, Dirk Geisinger (r) mit Ellbogengruß begrüßt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
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    Der Absacker 

    Hand drauf? Besser nicht!

    Vor Corona kam man nicht umhin, ständig Hände zu drücken. Manche fühlten sich an wie ein toter Fisch, andere waren feucht oder die eigene Hand fühlte sich nach dem Begrüßungsritual an wie Krankenhaus-reif. Schön, dass das jetzt vorbei ist, freut sich Kira Pieper.

  • Symbolbild: 27.05.2020, Frankreich, Paris: Ein Mann und eine Frau demonstrieren in einem Pariser Restaurant das Speisen unter Plastikhauben (Quelle: dpa/Thibault Camus)
    dpa/Thibault Camus

    Der Absacker 

    Mit gebührendem Abstand bitte!

    Seit das neue Corona-Virus da ist, haben wir einen sechsten Sinn für eine Sache bekommen: Nähe. Wie schwierig es ist, sie zu umgehen und wie sehr wir sie brauchen, haben wir in den letzten Monaten gemerkt. Hoffentlich vergessen wir das nicht, findet Haluka Maier-Borst

  • Archivbild: Blick auf die City Ost mit Nikolaiviertel, dem Roten Rathaus und dem Fernsehturm während des Gewitters. (Quelle: dpa/D. Heerde)
    dpa/D. Heerde

    Der Absacker 

    Bewölkt und recht explosiv, mit schlecht terminierten Fluten

    Alle reden über das Wetter – auch wir. Aber die Frage nach Sonne und Wolken ist noch das kleinste Problem, wenn man sich anschaut, wie sich die (politische) Großwetterlage entwickelt. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Wespe auf Nahrungssuche. (Quelle: dpa/Klaus Nowottnick)
    dpa/Klaus Nowottnick

    Der Absacker 

    Wenn nur noch auf Wespen Verlass ist

    Zum Wochenausklang nochmal Raser, Betrüger, Proteste: In diesem Sommer ist alles ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, weil es ständig regnet. Zum Glück gibt es auch in diesen Zeiten noch Konstanten. Von Sarah Mühlberger

  • Menschen unterhalten sich auf dem Balkon. (Quelle: dpa/Felix Kästle)
    dpa/Felix Kästle

    Der Absacker 

    Ich kann Sie so schlecht verstehen!

    Was? Wie bitte? Die Maske soll uns im Corona-Alltag helfen, aber sie macht unserer Leben auch komplizierter. Kira Pieper hat sich auf die Suche nach Experten begeben, die gute Kommunikation mit Gesichts-Accessoire lehren.

  • Eine Mitarbeiterin der Firma Rabe Spreewälder Konserven GmbH & Co. KG hält am 07.07.2017 eine Einlegegurke über bereits befüllte Gläser in ihrer Hand. (Quelle: dpa/Pleul)
    dpa/Pleul

    Der Absacker 

    Sehnsucht nach der Saure-Gurken-Zeit

    Eigentlich wäre gerade allerbeste Saure-Gurken-Zeit. Doch die redensartliche Ruhe will sich einfach nicht einstellen. Und auch bei den wahren Gurken im Spreewald läuft es nicht. Dabei wäre es so schön, sich nur mit Söder und Co. vergnügen zu können, findet Johannes Mohren.

  • Symbolbild: Eine Frau mit Atemschutzmaske steht vor dem Schloss Charlottenburg und macht ein Selfie. (Quelle: dpa/C. Klose)
    dpa/C. Klose

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    Für einen Tag kein C.

    Heute sah es lange danach aus, als ob Corona kein Thema wäre. Ein ruhiger Tag? Wohl kaum. Was folgte, war die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir vor, während und nach der Pandemie mit einem ganz anderen Virus zu kämpfen haben, glaubt Efthymis Angeloudis.

  • Archivbild: Gretsche beim Spiel Hertha BSC Berlin gegen Fortuna Düsseldorf. (Quelle: dpa/S. Simon)
    dpa/S. Simon

    Der Absacker 

    Endlich wieder auf die Schnauze

    Nun, da Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt wird, können alle künftig mehr machen als nur durch die Gegend joggen. Entsprechend sollten wir beim ersten schmerzhaften Rumms nicht gleich all zu laut aufheulen, sagen Haluka Maier-Borst und sein Gewissen.

  • Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
    imago images/Sven Hagolani

    Der Absacker 

    Ich packe meinen Koffer voller Sorgen

    Die Urlaubszeit löst normalerweise Freude und Entspannung aus. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Da beschleunigt Sie zumindest bei Lisa Schwesig die Faltenbildung. Denn neben den üblichen Sorgen, wie das Wetter wird, gesellen sich viel unangenehmere.

  • Paris Haute Couture Fashion Week 2020 (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

    Love and Peace, please

    Gewalt hat viele fiese Gesichter und an manchen Tagen begegnen sie einem besonders oft. Wie kann da überhaupt noch irgendeine positive Stimmung aufkommen? Kira Pieper versucht es mit schönen Künsten, die dank Corona teilweise völlig neue Dimensionen annehmen.

  • Symbolbild: Eine Frau singt zu hause (Quelle: imago images)
    imago images

    Der Absacker 

    Auf Fliesen und Dielen, die die Welt bedeuten

    Zwar ist viel Normalität wieder eingekehrt, das kulturelle Leben leidet aber unter Corona nach wie vor. Haluka Maier-Borst macht sich Gedanken um sein eigenes Kulturkonzept – für zu Hause und die Szene, die es gerade nicht leicht hat.

  • Touristen besuchen die Stadt Pompeji (Quelle: dpa/Alvise Armellini)
    dpa/Alvise Armellini

    Der Absacker 

    Ein Ende ohne Schrecken

    Die Forschung des Untergangs vergangener Zivilisationen könnte uns helfen die aktuelle Gefahr durch das Coronavirus oder die akute Gefahr durch den Klimawandel besser einzuschätzen, findet Efthymis Angeloudis. Oder wir können Augen und Ohren verschließen und lalalala.

  • Verkehrsschilder - Abbiegen rechts (Quelle: imago/Kai Bienert)
    imago images/Kai Bienert

    Der Absacker 

    Hart rechts abbiegen in die Sackgasse

    Rechtsextreme Umtriebe in Brandenburg und Berliner Straßennamen, die noch an Kolonialherren erinnern: die aktuellen Themen sind leider wenig heiter, aber müssen im Diskurs bleiben, findet Haluka Maier-Borst

  • Eine Gesichtsmaske liegt auf der Strasse. (Quelle: dpa/Oliver Hurst)
    dpa/Oliver Hurst

    Der Absacker 

    Ist Corona jetzt vorbei oder was?

    So nachrichtenreich war der Abschluss einer Woche lange nicht mehr. Und was noch bemerkenswerter ist: Mit Corona hatte das wenig zu tun. Coro-was? Ja, das fiese Virus, das alles verändert hat, scheint mmer mehr in Vergessenheit zu geraten. Von Kira Pieper

  • Mehr Berlin geht kaum: Schauspieler Harald Juhnke isst bei Konnopke eine Currywurst (Quelle: imago images/Gueffroy).
    imago images/Gueffroy

    Der Absacker 

    Entschuldijen Se, dit heißt Schrippe!

    Inne Pandemie kann man uff de blödesten Ideen kommen. Da juckt dit hinten im Kopp und dann muss dit raus. So jeht es Lisa Schwesig, die Se mit uffe Reise inne Verjangenheit nimmt und mit Ihnen durchn Tierpark flaniert.

  • Schäferhundwelpe (Quelle: imago images)
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    Der Absacker 

    Tierisches Transfer-Theater

    Sommerzeit ist im Sport Transferzeit. Doch wegen Corona gilt es, bei Neuverpflichtungen kreativ zu werden. Johannes Mohren hat deshalb Ball-Virtuosen mit Schnauze und Geweih gescoutet - und er freut sich über einen Paketboten, der ihn eigentlich geärgert hat.

  • THEMENBILD - Mitarbeiter des Roten Kreuzes nimmt mit einem Staebchen einen Abstrich bei Personen mit Erkrankungsverdacht (Quelle: imago-images)
    imago-images

    Der Absacker 

    Freiwillig ins Hirn pieksen wie die Bayern?

    Der Wettstreit der Bundesländer bekommt nun eine neue Disziplin. Erst ging es darum, wessen Lockdown am rigidesten ist, nun geht es um Tests für alle. Aber ist es sinnvoll, immer den Bayern nachzueifern? Von Haluka Maier-Borst

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7 Kommentare

  1. 6.

    Geht mir mittlerweile auch so. Wenn ich unterwegs draußen an der frischen Luft bin freue ich mich, keine Maske zu tragen. Kaum betritt man einen Raum, Maske wieder vorher aufgesetzt. Danach wieder runter. Werde schon ganz kirre dadurch. Neulich in meiner Hausarztpraxis vergaß ich meine Maske aufzusetzen. Eine ältere Patientin schaute mich mit panischen Augen an. Zuerst begriff ich für ein paar Sekunden nicht, was hier los ist. Dann sagten plötzlich beide gleichzeitig, die Sprechstundenhilfe sowie die Patientin: nicht ohne Maske. Ich entschuldigte mich. Ging zurück in den Flur und setzte mir dann schnell meine Maske auf. Dann die Sitzung bei meinen Arzt. Er mit Mund u.Nasenschutz. Ich ebenso. Wegen der Hitze draußen steht sein Fenster sperrangelweit offen. Verkehrslärm von draußen ist zu hören. Er sagt etwas zu mir und ich muß fast bei jeden dritten Satz nachfragen: bitte, was sagten Sie doch gleich? Hätte nie gedacht, das Masken auch sehr,sehr lästig sein können.

  2. 5.

    Die True Story vom weiten Feld toppt heute alle anderen vom Leben geschriebenen/gezeichneten G'schichten: Wie Gunnar Lindende da an selbigem arbeitet, indem er sich derart ins Knie schiesst, findet seinesgleichen wohl nur in der Welt der Fiktion und fiesen Intrige. Ein Sahnehäubchen dabei, dass er in seiner Rage nicht einmal annahm, die B.Z. habe dort Bauarbeiter benannt, die eine Fahrspur spuren - sondern echt davon ausging, dass hier eine SACHE geg-endert werden soll. ((Wobei die "-ende"-Form ja sogar eine Ent-Genderung ist, weil sie - im Ggsatz zu den nervigen "*innen"-Formen - gerade KEIN Geschlecht hat.)) Die Scrabble-Argumentation ("nicht im Duden -> gibts nicht") ist auch geil. - End-loses Beharren allerdings, dass der Fehler beim anderen liegt, ist wohl leider nicht nur auf AfDler beschränkt. Wäre wahrscheinlich oft im Leben gut, sich vor einer Äußerung ein paar ruhige Atemzüge zu gönnen. Damit es nicht zu Bitterenden kommt, die dann nur Abbittende noch verhindern können.

  3. 4.

    Wie jetzt? Brandenburger saufen auch und eben (!) kam mir breitbeinig torkelnd einer in der Gipsstraße in Sperenberg entgegen. Es war früher Abend. Warum der nicht randaliert? Er war der EINZIGE weit und breit *ablach* auf den Straßen von Sperenberg! Vorm Thai standen zwei PKW, alle Türen + Kofferraum offen - kein Mensch zu sehen :-) aber am See, ganz heimlich, versteckt, da saß ein Angler. Wo soll der Betrunkene da Randale machen? Keene Chance... keene Menschenseele da...

    Was mich am meisten nervt am Suff? Kotzhäufchen aufm Gehsteig!! Gestern Morgen, Nord-Neukölln, nicht ganz weggeregnete Bröckchen (Tomatensalat)vor unserem Lebensmittelbetrieb. Dreie! Der moderne Dreisprung bekam eine neue Bedeutung! Aufm Heimweg dann beinahe reingelatscht - hatte ich doch schon wieder vergessen, was da lag... *örgs*

    Göttlich übrigens die Fahrspurende und die Spurinnen, und natürlich Erwin Lindemann ;-) mehr sag ich nicht, sonst werd ich geschrubbt...

  4. 2.

    Der Mensch ist in seinem Wohlstand immer mehr zum Phlegmatiker geworden.Dieses Land ist bisher mit einem blauen Auge davon genommen.
    Belgien steht wieder kurz vor einem Lockdown. Der Sommer ist spätestens in 60 Tagen vorbei. Man kann die Tage schon runter zählen, wenn diese wieder kürzer werden. Dann wird's schwierig mit dem Bier draußen und wenn die Gartenlokale draußen machen.
    1,9 Billionen wird dies dem Steuerzahler kosten. Da hängen dann 11 Nullen dran, die zukünftige Generationen abbezahlen müssen. Schon jetzt läuft die Weltwirtschaft eigentlich auf dem Zahnfleisch.
    Und was tut der deutsche verwöhnte Bürger, er ist in einer Tour am jammern und das Partyvolk denkt nur an sich selbst.
    Wie lange noch kann das gut gehen ?

  5. 1.

    Nett geschrieben .... kann es sein das man nicht Corona Müde ist sondern es einfach nicht mehr hören kann ... heute gilt das nächste Woche was anderes .... am Tisch ohne Maske auf dem Weg zu Klo mit .... der eine will, das man dies macht und der nächste verlangt vor dem Betreten des Büros wieder was anderes ... in dem Geschäft muss man sich am Eingang die Hände desinfizieren und im nächsten schiebt man sich durch enge Gänge.
    Man hat keine Lust mehr bei jedem Betreten von irgendwas erst mal nach zig Schildern Ausschau zu halten was muss man hier tun.
    Irgendwann wird aus der Müdigkeit Resignation und man hält sich von allem fern weil es keinen Spaß mehr macht.

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