Julia Fischers Erklärvideo (Quelle: rbb)
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Video: rbb spezial | 21.03.2020 | Bild: rbb

Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Warum Corona keine Grippe ist

Infektion, Mundschutz, Quarantäne. Täglich erklärt rbb-Redakteurin und Ärztin Julia Fischer das Coronavirus – im rbb spezial im Fernsehen, aber auch online und auf den Social-Media-Kanälen des rbb.

Anmerkung: Die Erklärvideos entsprechen dem Wissensstand des Ausstrahlungsdatums. Da zu dem neuartigen Coronavirus noch nicht viel bekannt ist, sind viele Erkenntnisse medizinisch und wissenschaftlich noch nicht ausreichend gesichert und durch Studien belegt.

Ja, die Grippe ist gefährlich. In der Saison 2017/18 hat sie in Deutschland 25.000 Todesopfer gefordert. Diese Zahl wird heute gern als allgemeingültiger Richtwert für die Sterblichkeitsrate der Grippe herangezogen, um das neuartige Coronavirus zu verharmlosen. Sind daran doch weltweit gerade mal etwa 11.000 Menschen gestorben. Das Problem an der Argumentation: Die Grippesaison 2017/18 war die schwerste seit 30 Jahren. In anderen Jahren schwanken die Grippetodesfälle zwischen 0 und einigen Tausend.  
Nach aktuellem Wissen ist das Coronavirus aber deutlich gefährlicher als das Grippevirus: Es ist ansteckender und führt bei Risikopatienten zu schwereren Krankheitsverläufen und mehr Todesfällen. Das neue Coronavirus ist nicht, wie ein Mediziner fatalerweise öffentlichkeitswirksam behauptet, ein bereits bekanntes Erkältungsvirus. Nein. Es ist neu, und unser Immunsystem ist darauf nicht vorbereitet. Wir sehen aktuell täglich, es ein nicht gut gerüstetes Gesundheitssystem in die Knie zwingen kann, wie in Italien. Dass Ärzte überlegen müssen: welchen Patienten beamte ich, und welchen lasse ich sterben? Wir müssen versuchen, so ein Szenario hierzulande zu vermeiden. Auch, wenn es - rein hypothetisch - nicht um 25.000 Menschenleben geht, sondern vielleicht „nur“ um wenige Tausend. Es sind Menschenleben. Wir müssen uns jetzt an die Regeln halten - vermeiden Sie soziale Kontakte.

kurz erklärt

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