Ärztin und rbb-Moderatorin Dr. Julia Fischer (Bild: rbb)
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Video: rbb|24 | 19.12.2020 | Material: rbb Spezial | Bild: rbb

Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Wie sinnvoll sind die verschiedenen Corona-Tests?

Erstens: PCR-Test

Er weist verlässlich das Erbgut des neuartigen Coronavirus nach und gilt deswegen als Goldstandard zur Diagnose-Stellung.

Zweitens: Antigen-Schnelltests

Auch sie weisen auf eine akute Infektion hin. Sie werden positiv, wenn sich am Rachenabstrich ein Eiweiß des Coronavirus befindet. Der Vorteil: Ein Labor ist nicht nötig. Das Ergebnis gibt es nach 15 Minuten. Allerdings sollten die Abstriche von geschultem Personal gemacht werden. Bei falscher Technik drohen fehlerhafte Ergebnisse. Diese Schnelltests sind weniger zuverlässig als die PCR-Tests. Sie können zwar mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ansteckende Personen identifizieren, weil diese meist viel Virus in sich tragen. Aber ein negativer Test schließt eine Infektion nicht sicher aus. Schon einen Tag später kann man doch ansteckend sein. Die Aussagekraft erhöht sich, wenn man die Tests an mehreren Tagen wiederholt. Deswegen eignen sich die Tests besonders für Kliniken oder Pflegeheime, um täglich die Risikogruppen zu schützen.

Drittens: Antikörper-Tests

Diese weisen keine akute Infektion nach, sondern können anzeigen, ob das Immunsystem in der Vergangenheit schon einmal Kontakt zum Coronavirus hatte. Ob es Antikörper gebildet hat. Für Laien sind diese Tests aber aktuell nur begrenzt sinnvoll. Denn vorhandene Antikörper sagen, Stand jetzt, noch nicht, dass man auch immun ist. Es wäre möglich, sich erneut anzustecken.

Kurz zusammengefasst

Erstens, PCR-Test: Goldstandard. Zweitens, Antigen-Schnelltest: Eine wertvolle, wenn auch nicht ganz sichere Momentaufnahme. Und drittens, Antikörpertest: Für Laien aktuell nur eine Spielerei.

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