Dr. Julia Fischer
Video: rbb|24 | 27.06.2020 | rbb SPEZIAL | Bild: rbb

Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Wie entstehen neue Infektionskrankheiten?

Anmerkung: Die Erklärvideos entsprechen dem Wissensstand des Ausstrahlungsdatums. Da zu dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 bislang nur wenig bekannt ist, sind viele Erkenntnisse medizinisch und wissenschaftlich noch nicht ausreichend gesichert und durch Studien belegt.

Die Schweinegrippe, Zika, SARS, MERS, Ebola - all diese Erkrankungen sind entstanden, weil Viren von Tieren auf Menschen übergesprungen sind. Rund zwei Drittel aller Infektionskrankheiten entstehen so und viele von ihnen kosten mehrere Zehntausend Menschen das Leben. Aber das Problem sind nicht die Tiere, sondern wir Menschen und unser Raubbau an der Natur.

Wir werden immer mehr, leben immer dichter beieinander, und um uns ein Dach über dem Kopf zu schaffen, Licht und Wärme zu erzeugen und möglichst alle hungrigen Münder zu füllen, holzen wir Regenwälder ab, bauen Staudämme und pusten Treibhausgase in die Luft. Wir zerstören Ökosysteme, heizen den Planeten auf und nehmen der Natur jeden Rückzugsort. Dadurch gerät sie aus dem Gleichgewicht:

Während bedrohte Arten aussterben, vermehren sich Krankheitsüberträger wie Mücken und Zecken rasant. Und sie kommen mit neuartigen Krankheitserregern in Kontakt, weil wir diesen die besten Entwicklungsmöglichkeiten bieten: Menschen nehmen Wildtieren ihre natürliche Lebenswelt, halten Masttiere auf engstem Raum und handeln mit dicht gedrängten Tieren auf Märkten. Unter diesen Umständen ist es ist nur eine Frage der Zeit, bis Krankheitserreger den Wirt wechseln und durch das Zusammenpferchen von Lebewesen neue Viren entstehen, die auch auf den Menschen überspringen können.

Dazu kommt: Die Menschheit ist unglaublich mobil. Früher verbreiteten Epidemien sich schleichend - heute rasen sie mit Flugzeugen um die Welt. Glücklicherweise weiß der Mensch sich zu helfen: Epidemien werden schnell erkannt, Tests, Medikamente und Impfstoffe entwickelt. Aber ein kritischer Blick auf unsere Lebensart schadet sicher nicht.

 

kurz erklärt

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ich finde diese Erklärungen völlig unnütz. Sie tragen keine Verlinkung zu Studien. Das täglich immer wider kehrende Bild sieht wie aus Photoshop für eine Barbie Puppe. Das wirkt alles nicht seriös.

  2. 1.

    Dazu brauchte ich kein Erklärvideo um das zu erkennen. Ich hoffe die Menschen nehmen sich das mal zu Herzen

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