Dr. Julia Fischer (Ärztin und rbb-Moderatorin) (Bild: rbb)
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Video: rbb|24 | 15.04.2020 | Material: rbb spezial | Bild: rbb

Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Wie Covid-19-Genesene mit Plasmaspenden helfen können

Anmerkung: Die Erklärvideos entsprechen dem Wissensstand des Ausstrahlungsdatums. Da zu dem neuartigen Coronavirus noch nicht viel bekannt ist, sind viele Erkenntnisse medizinisch und wissenschaftlich noch nicht ausreichend gesichert und durch Studien belegt.

Wir wissen: Wenn jemand an Covid-19 erkrankt, bildet sein Immunsystem Antikörper, die das Virus bekämpfen. Und diese Antikörper verbleiben im Blut des Menschen, auch nachdem sie das Virus eliminiert haben. Das machen sich Wissenschaftler im Rahmen der sogenannten Plasmatherapie zunutze. Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, können ihr Blutplasma spenden. Also den Teil des Blutes, der keine Blutzellen enthält - wohl aber die Antikörper - und Ärzte übertragen es dann per Transfusion an Covid-19-Erkrankte. In ihrem Körper schwärmen die Antikörper dann aus und attackieren das Virus, laut ersten Pilotstudien aus China und Südkorea mit Erfolg.

Dort besserten sich wenige Tagen nach einer Transfusion die Symptome der untersuchten Patienten: Fieber, Atemnot, Brustschmerzen und die in der Lunge sichtbaren Schädigungen. Noch ist die Datenlage dünn, aber in Kombination mit vorhandenen Erfahrungswerten - die Plasmatherapie wurde auch bei SARS- und MERS-Virusinfektionen erfolgreich eingesetzt - sind die Experten zuversichtlich, dass sie Schwererkrankten helfen könnte. Mehrere deutsche Forschungseinrichtungen behandeln jetzt schwerkranke Covid-19-Patienten in kontrollierten Studien, um zuverlässig zu bewerten, ob diese Therapie signifikant positive Effekte hat. Spenden kann jeder, der einen Infektionsnachweis vorweisen kann, zwei bis vier Wochen symptomfrei war und zweimal negativ getestet wurde. Das Gute an der aktuellen Pandemie:

kurz erklärt

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