Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Antigen-Schnelltests vor Weihnachten: Ein Restrisiko bleibt

Mi 09.12.20 | 13:57 Uhr
Dr. Julia Fischer, Ärztin und rbb-Moderatorin (Bild: rbb)
rbb
Video: rbb|24 | 09.12.2020 | Material: rbb spezial | Bild: rbb

Die Antigen-Schnelltests können zwar schnell und unkompliziert ein Ergebnis liefern, aber leider sind sie weniger empfindlich als die PCR-Tests. Das beutetet: Sie schlagen erst positiv aus, wenn eine Person viel Virus im Hals hat.

So kann es zwar gelingen, die ansteckenden Personen zu identifizieren - was ja schon ein großer Vorteil ist. Aber ein negativer Test bedeutet nicht, dass eine Infektion sicher ausgeschlossen ist und man sich in den kommenden Tagen entspannt mit anderen treffen könnte.

Am besten an jedem Weihnachtsfeiertag testen

Befindet sich eine Person zum Beispiel am Anfang einer Infektion, könnte der Test zwar heute negativ sein, schon morgen könnten sich die Viren im Rachen aber so sehr vermehrt haben, dass sehr wohl Ansteckungsgefahr besteht. Die Antigen-Schnelltest-Strategie wäre also am ehesten eine, wenn man sich an jedem Weihnachtsfeiertag erneut testet.

Dazu kommt: Die Qualität der Tests schwankt je nach Hersteller - und damit ihre Aussagekraft. Jedes Ergebnis birgt ein Restrisiko. Die Schnelltests sollten zudem aktuell nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Sonst steigt das Risiko für falsch-negative Ergebnisse. Deswegen: Hände weg von Schnelltests aus dem Internet ohne medizinisches Personal.

Schnelltests in Kombination mit Quarantäne sinnvoll

Wenn man sich auf Schnelltests verlässt, dann nur in Kombination mit einer Quarantänezeit von mindestens fünf, besser zehn Tagen all jener, die zur Feier kommen. Und selbst dann bleibt ein Restrisiko. Es gilt: Der Personenkreis sollte klein und das Fest kurz gehalten werden. Sicherer ist: Man feiert per Videokonferenz oder trifft die anderen mit Glühwein und Stollen to go auf einen Spaziergang.

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