Dr. Julia Fischer, Ärztin und rbb-Moderatorin (Bild: rbb)
rbb
Video: rbb|24 | 21.10.2020 | Material: rbb SPEZIAL | Bild: rbb

Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Warum es wohl nur wenige falsch-positive Corona-Tests gibt

kurz erklärt

4 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 4.

    Ich vermute sie meinen den INSTAND-Ringversuch.
    Die 98,8% sind ein Mittelwert der Spezifitäten der einzelnen Genregionen, daraus lässt sich aber keine Testspezifität ermitteln. Die meisten Coronatests werden als dual-target-PCR gemacht. Z.B. ein Test von Roche (von dem hab ich die Fachinformationen zur Hand)
    Target 1 ist das E-Gen = 99,5% => 0,5% falsch-Positive
    Target 2 ist orf1-Gen = 97,7% => 2,3% falsch-Positive
    Da eine Probe erst positiv gewertet wird, wenn beide Gene gefunden werden müssen die Werte kombiniert werden.
    (0,5/100)x(2,3/100)x100%=0,0115% falsch-Positive macht im Ergebnis eine Testspezifität von 99,98%
    Und ihrer Aussage zu den Zyklen, da habe ich keine Idee wie sie darauf kommen. In meiner inzwischen 10 jährigen Labortätigkeit ist mir noch nie eine PCR mit auch nur annähern 60 Zyklen begegnet und ja bei 60 Zyklen steigt das "Rauschen " bestimmt sehr hoch jedoch würde kein Mensch der zu einem Labor zutritt hat daraus auf ein positives Ergebnis schließen.

  2. 3.

    Die Ringversuche haben eine Spezifität von 98,6 bzw. 98,8 % ergeben.

  3. 2.

    Schauen Sie doch in die veröffentlichten Ringproben - Tests, die Labore durchführen und sich zertifizieren lassen. Darin geht es sowohl um positive als auch negative Proben.

    Natürlich kann man aus der PCR nicht die Infektiösität ableiten. Das ist doch auch gar nicht Sinn der Sache. Man muss verstehen, dass hier vorrangig qualitative Aussagen ausreichen. Auch wenn zum Zeitpunkt des Tests keine Ansteckung mehr gegeben ist, müssen Infektionsketten nachvollzogen werden. Dann hat die betroffene Person eben das Pech in Quarantäne zu gehen. Verschmerzbar, meiner Meinung nach.

    Welches Labor macht denn 60 Zyklen? Am Ende steht da eine TA oder ein Laborleiter, der sich die Daten anschaut und die Kurven interpretiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit Signalen bei 60 Zyklen in Quarantäne geschickt wird. Aus meiner PCR-Erfahrung heraus, würde ich sagen, dass man bei 60 Zyklen zwar Signale sieht, das aber noch keinen positiven Test darstellt.

  4. 1.

    Liebe Frau Dr. Fischer, wenn der Test eine 99,9999999 ... %ige Spezifität haben soll, warum wird das dann nicht einfach mit regelmäßigen Qualitätskontrollen bestätigt? Ich bin sehr verwundert darüber, dass es offenbar nicht möglich ist, konkrete Zahlen anzugeben. Also eine minimale Spezifität oder einen Bereich dafür. Damit ließen sich Kritiker*innen eher überzeugen als mit der Begründung, dass das RKI von einer “sehr hohen Spezifität” spricht. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass aus dem Ergebnis des PCR-Tests keine Aussage über die Infektiösität getroffen werden kann. Es gibt darüber hinaus auch noch den Einwand, dass der Test ab 60 Zyklen stets positiv ausfallen soll. Welches Argument spricht gegen diese Behauptung?

Mehr Videos