Ein Mann blickt in Berlin aus einem Fenster im elften Stock eines Hochhauses über Wohnblocks im Stadtteil Marzahn. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Bild: dpa/Britta Pedersen

Maßnahmen gegen Corona-Ausbreitung - Wie wirkungsvoll sind Ausgangssperren bei einer Pandemie?

Seit Montag gelten in Berlin und Brandenburg schärfere Ausgangsbeschränkungen - abgestimmt mit der Kanzlerin und den anderen Bundesländern. Für wie sinnvoll hält die Wissenschaft Ausgangsbeschränkungen und -sperren? Von Haluka Maier-Borst

Was sagen Studien? Was sagen Forscher? Das war in den letzten Wochen immer wieder die Frage, wenn es darum ging, welche neuen Maßnahmen Berlin und Brandenburg oder der Bund als Ganzes im Kampf gegen Corona ergreifen sollen. Doch wenn es um die diskutierten Ausgangssperren geht, wird es schwierig, wie zum Beispiel auch Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, am Freitag in einem Podcast zu Bedenken gab [ndr.de].

"Isolation von Infizierten, das Rückverfolgen und Isolieren derer Kontakte, das Schließen von Schulen – all das kommt zusammen. Und es ist relativ schwer zu sagen, was es bringt noch eine Ausgangssperre da oben drauf zu setzen", sagte Drosten dem NDR.

Denn zum einen wird die Maßnahme der Ausgangssperren bei Pandemien nie als Einzelmittel, sondern als eine von vielen Maßnahmen verhängt. Und zum anderen ist es für Europa und die westliche Welt sehr lange her, dass solche Schritte notwendig waren. Die letzte große Pandemie, die die westliche Welt erfasste war die Spanische Grippe in den Jahren 1918 und 1919. Das Beispiel der schnellen Reaktion von St. Louis und der abwartenden Haltung von Philadelphia im Kampf gegen die Epidemie - und die extrem unterschiedlichen Auswirkungenen dieser Strategien - ist in diesem Zusammenhang gleich mehrfach gezeigt worden, auch bei rbb|24

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Klar ist aus diesen historischen Daten: Je weniger Menschen sich nahe kommen, desto glimpflicher können Epidemien verlaufen. Umso früher diese Distanz zwischen den Menschen hergestellt wird, desto besser. Doch welche Maßnahme am besten geeignet sind, um dies zu erreichen, ist schwierig zu sagen.

Zwar gibt es einige wenige Erfahrungswerte zu Ausgangssperren zum Beispiel aus der Ebola-Bekämpfung in afrikanischen Staaten wie Liberia [hindawi.com] oder im Kontext des Sars-Virus in China [wiley.com]. Doch jeder Ausbruch einer Pandemie verläuft anders, geben Experten [newscientist.com] zu denken. Vom Einzelfall allgemeine Regeln abzuleiten sei schwierig.

Was Modellierungsstudien zu Corona sagen

Das Solideste sind darum womöglich wissenschaftliche Modellierungen, die versuchen die aktuelle Corona-Krise zu verstehen. Zum einen zeigen die Ergebnisse einer Studie für China [worldpop.org], dass das Timing der Maßnahmen besonders wichtig ist. Hätten die Behörden drei Wochen früher in Hubei eingegriffen, wären laut diesen Berechnung 95 Prozent der Infektionen vermeidbar gewesen. Wäre drei weitere Wochen nichts geschehen, läge die Zahl der Infektionen 15 mal so hoch.

Zum anderen legt die Studie aber auch dar, dass das Reduzieren von Kontakten innerhalb einer Stadt (zum Beispiel durch freiwillige Quarantänen oder einen verordneten Lockdown) nur die zweitgrößte Rolle spielt. Am wichtigsten sei bei Corona, Erkrankte zu isolieren und ihre Kontaktpersonen nachzuverfolgen, das sogenannte Contact Tracing. Als Maßnahme mit der geringsten Auswirkung auf die Fallzahlen sahen die Forscher in ihre Analyse das strikte Reiseverbot zwischen den Städten und ins Ausland.

Diese Ergebnisse decken sich mit anderen Studien. So gehen italienische und US-amerikanische Forscher ebenfalls davon aus, dass das Reiseverbot für die Region Hubei den Verlauf der Epidemie lediglich um drei bis fünf Tage für den Rest von China verlangsamt hat und somit vor allem anderen Städten half, sich vorzubereiten [sciencemag.org]. Erklären lässt sich diese geringe Wirkung von Reisestopps damit, dass es nur wenige Einzelfälle braucht, um ein Virus an andere Orte zu tragen. Wenn nur vier Fälle in ein anderes Gebiet eingeschleppt werden, liegt die Chance bereits bei über 50 Prozent, dass ein Ausbruch sich dort verfestigt [medrxiv.com]. "Eine ganze Stadt oder eine ganze Region abriegeln, das kriegen Sie einfach nicht dauerhaft hin", erklärte die Virologin Daniela Huzly vom Berufsverband der Ärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie.

Als wesentlich wirksamer gilt hingegen laut Studienlage das frühe Isolieren von Infizierten und Contact Tracing - also die Rückverfolgung von Kontaktpersonen. Doch auch das hat seine Tücken. Im Schnitt müssten bei Corona für jeden Infizierten 36 weitere Personen nachverfolgt werden [medrxiv.com]. Die Gesundheitsbehörden von Berlin und Brandenburg bringt das an ihre Grenzen, angesichts von insgesamt 150 neuen Infektionen pro Tag. Genau deshalb plädieren einige Experten dafür, soziale Kontakte auch für Gesunde zu beschränken. "Ein Shutdown kann wie ein Reset wirken", sagte der Biologe Benjamin Maier diese Woche rbb|24.

Was die Kombination der verschiedenen Maßnahmen bewirken können und was passiert, wenn sie eben nicht durchgeführt werden, das hat eine Gruppe von Forschern des Imperial College in London gerade mit drastischen Zahlen für das britische Gesundheitssystem vorgeführt.

Die Forschergruppe um den britischen Epidemiologen Neil Ferguson [imperial.ac.uk] geht für Großbritannien davon aus, dass im schlimmsten Fall 550.000 der über 60 Millionen Briten sterben könnten, wenn nichts gegen die Ausbreitung unternommen würde. Der glimpflichste Ausgang von rund 5.600 Toten sei hingegen nur dann erreichbar, wenn man

- positiv getestete Menschen konsequent isoliere,

- Familie, Partner oder Mitbewohner des positiv Getesteten in Heimquarantäne schicke,

- sowohl Schulen schließen würde,

- als auch das soziale Leben weitgehend herunterfahre.

Des Weiteren plädieren sie dafür, diese Maßnahmen als eine Art Epidemie-Bremse zu nutzen. Immer wenn die Fallzahlen sinken würden, könne man zeitweilig Schulen öffnen und das soziale Leben herauffahren. Sobald aber wieder mehr Intensivbetten in den Krankenhäusern für Corona-Patienten benötigt würden, müsse man auf die Bremse treten und beides wieder herunterfahren. Nur so könne man sicherstellen, dass das Gesundheitssystem nicht an seine Grenzen kommt und innerhalb der Bevölkerung schrittweise eine Immunität aufgebaut wird.

Auf Quarantänezwang reagieren Menschen nur mäßig

Gleichwohl zeigt sich: speziell wenn die Fallzahl der Infizierten zu hoch ist, kann eben nur noch Social Distancing zwischen den Gesunden helfen, die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Egal ist dabei, ob die Menschen aus eigener Einsicht Abstand voneinander halten oder wegen einer Zwangsmaßnahme wie einer Ausgangssperre. Zumindest mathematisch gesehen.

Eine Studie aus Kanada [liebertpub.com] zeigt aber, wie wichtig es ist, nicht nur auf den gesetzlichen Zwang zu setzen. Als 2003 in der Metropole Toronto Fälle von Sars auftraten, wurden 22.000 Menschen unter Quarantäne gestellt. Später fragten Wissenschaftler, wie gewissenhaft sich die Betroffenen daran hielten. Dabei stellten sie fest, dass eine wirkungsvolle Quarantäne von zwei Faktoren abhing: Ob den Menschen der Sinn der Maßnahme klar war und, ob sie das Gefühl hatte, auch in der Isolation mit dem Wichtigsten versorgt zu werden.

Seien es nun Lohnfortzahlungen oder die Versorgung mit Essen, all diese Maßnahmen stärkten den Willen der Betroffenen sich an die Quarantäneregeln zu halten. Die Androhung einer Zwangsquarantäne überzeugte die Betroffenen hingegen weniger. Das Gefühl von Sicherheit war also wichtiger als das von drohender Staatsgewalt.

Außerdem setzte sich eine weitere Studie mit der finanziellen Auswirkung dieser Quarantäne in Toronto auseinander. Dort berechneten die Forscher, welche Kosten durch die Quarantäne entstanden und wie viel eine weitere Ausbreitung gekostet hätte. Der entscheidende Satz aus der wissenschaftlichen Arbeit [Journal of Infection]: "Trotz hoher Anfangskosten: Quaränten können Leben schützen und Geld sparen."

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Beitrag von Haluka Maier-Borst

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58 Kommentare

  1. 58.

    Habe heute rüh auf info oder anderswo gehört, dass Frauen in CHINA aus Stoffen, die ich jetzt nun nicht kennen kann, Mundschutze mit Motiven auch für Kinder herstellen. Zu bunt ist nicht gefragt. cEs war eine ganz plötzliche Initiative und die Schutzmasken vertreibt man online. Unsere Medien haben nichts negatives berichtet. Was ist das für ein Gewebe fragte ich mich.

  2. 57.

    "das Virus erfolgreich zu bekämpfen, wird die Sorge um Ihre Grundrechte Ihr kleinstes Problem sein."

    Bislang gab es in D bei weiten mehr Morde von Rechtsextremen an Unschuldigen als Opfer von Corona.

  3. 56.

    Mache gerade eine Pause viele Mundschutze zu basteln. Anleitungen hierzu gibt es zuhauf auf YouTube. Von spielend leicht, bis etwas komplizierter. Zudem fand ich in meinem Kleiderfundus eine nie gebrauchte Kältemaske, die ich schon vergessen habe. Ohne Mundschutz gehe ich nicht mehr Einkaufen in den Supermarkt. Und das alles ohne in Panik zu verfallen. Bleiben Sie gesund.

  4. 55.

    Ausgangssperre reicht nicht!
    Bitte veranlassen Sie, dass sich die Menschen zusätzlich mit Atemschutzmasken schützen und das die Test schnell durchgeführt und ausgewertet werden.
    Ich weiß, es gibt nicht genügend Masken. Die Gründe dafür sollten jetzt aber zweitrangig sein und nach gegebener Zeit ausgewertet werden. Wichtig ist, dass die Menschen sich schützen durch ein Tuch, einen Schal oder selbstgefertigte Masken.
    Erinnern Sie sich bitte alle: Die junge Frau aus China, die in der Webasto-Firmenzentrale war, hat die Mitarbeiter dort mit dem hochansteckenden Virus über die Raumluft angesteckt.
    Es kann doch jetzt nicht sein, dass die Wirkung von Mundschutz heruntergespielt wird, nur um die Versäumnisse der Verantwortlichen, hier nicht ausreichend für alle beschafft zu haben, zu kaschieren.

  5. 54.

    Da fragt ein wirklich promovierter Mensch ? Sehen Sie sich die Darstellungen zu Großbritannien an. Sagt ihnen das alles nichts ? Wenn wir Medikamente hätten und einen wirksamen Impfstoff wäre so manches nicht nötig. Sind Sie überhaupt gegen die normale Grippe geimpft und auch gegen Pneumokokken ? Wie erklären Sie sich die rel. schnelle Ausbreitung über den ganzen Globus ? Auch eine Virusgrippe ist gefährlich; viele übersehen das. Corona Covid-19 ist so hinterhältig; die lange Inkubationszeit ist außergewöhnlich.

  6. 53.

    Transaktionsanalyse schön und gut, aber theoretische Konstrukte sind nun mal das, was sie sind: theoretisch. Mit solchen von Dozenten wie das Einmaleins runtergeratterten akademischen Ausführungen kommen wir bei Unbelehrbaren bzw. dem Bildungssystem eher Entrückten nicht weiter. Die machen sich darüber lustig und nutzen unsere Schwäche fürs Ausdiskutieren und Kompromisse-Finden schamlos aus. Da helfen nur klare Ansagen, empfindliche Strafen und ein starker Staat, der konsequent Präsenz und Durchsetzungsvermögen zeigt - eben wie bei kleinen Kindern, denn dergestalt verhalten sich ja diese Personen (u. a. die hochgelobten Abiturienten!), demnach sollten sie auch als solche behandelt werden.

  7. 52.

    Bakterien und Schimmelpilze sind etwas ganz anderes als Viren. Klimaanlagen saugen ja Frischluft an. Diese wird je nach geforderter Reinheit ( Staubpartikel ) gefiltert. In der Mikroelektronik unterscheidet man Grau-und Weißräume. Zur Kühlung dient ja die typische Kältemaschine wie am Kühlschrank-nur oft viel größer. Grob-und Feinfilter werden stets ausgetauscht; Herstellerangaben etc. Die Klimaanlagen, die ich kenne saugen ziemlich saubere Außenluft an.Da findet man keine Coronas. Bakterien und Pilze sind bei schlechter Wartung eventuell ein Problem. Auch Heimklimaanlagen sind wartungspflichtig. Prof. Drosden hatte auch über KA gesprochen.

  8. 50.

    bzw.,
    Menschen, die autoritär angesprochen werden, müssen, wenn sie vernünftig und erwachsen reagieren wollen, viel Energie aufwenden und in den Konflikt gehen. Diese Energie bringen viele nicht auf und reagieren stattdessen mit Abwehr und Trotz, wie Kinder, als die sie ja auch angesprochen werden.
    Eine derartige Dynamik kann sich eine Gesellschaft gerade in einer Situation wie der derzeitigen nicht leisten.

    Es entsteht ja aber schon der Eindruck, dass die allermeisten Menschen (außerhalb Bayerns) die Sache durchschauen und ihrer eigenen Vernunft folgen.

  9. 49.

    Naja etwas Diktatorisches hat es schon. Finde ich nicht so gut.

  10. 48.

    Was in China wohl am meisten geholfen hat war massenhaftes testen. Jeder, der von seiner Infektion weiß kann durch häusliche Quarantäne andere vor Ansteckung schützen. Weiß man nichts von seiner Infektion, so steckt man trotz Ausgangssperre Familienmitglieder, Arbeitskolleg*innen und Supermarktmitarbeiter*innen an.

  11. 47.

    Laut dashboard des RKI:

    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4

    waren mehr als die Hälfte der neuen Fälle gestern in Bayern.

    Allmählich muss man wohl nicht nur vor dem Autoritarismus dort Angst haben, sondern auch vor seinen viralen Folgen: Wer Menschen nicht als vernunftbegabte Wesen anspricht, bekommt auch keine vernünftigen Reaktionen, sondern bewirkt das Gegenteil.

    Wer Lust und jetzt viel Zeit hat, beschäftige sich mit Transaktionanalyse.

  12. 46.

    danke für das Titelbild. nein ich finde es tatsächlich humorvoll - und den heisst es ja zu bewahren.

  13. 45.

    Leider finde ich keinen anderen Beitrag, zu dem mein Kommentar bzw. meine Frage passend wäre - darum füge ich ihn hier ein:

    Kontaktsperre, Ausgangssperre etc. ... wie sinnvoll diese sind, sollte inzwischen jeder Begriffen haben. Doch wie sieht es aus, mit Klima-Anlagen - sie waren viel früher schon als "Bakterienschleudern" bekannt. In jeder Klinik, Halle, U-Bahn etc. werden sie eingesetzt - wäre nun in der Corona-Krise nicht ein ordentliches Fenster-Lüften (jede 30 Min für 5 Minuten) nicht weit sinnvoller???

  14. 44.

    Nö, wird man nicht, sondern hat man schon, nämlich in China. Da funktionierte das ganz wunderbar. Infizierte werden mittlerweile nur noch oder zumeist von außen eingeschleppt.

  15. 43.

    Grundsätzlich möchte ich allen, die gleich "Diktatur!" schreien und so tun, als ob unser Grundgesetz verbrannt wird, ein zweiter Hitler die Macht ergreift, künftig Hakenkreuze das Stadtbild zieren und wir dazu verdammt werden, die Deutschlandhymne zu singen, nur weil notwendige/sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, sagen, dass man die Dinge so sehen muss, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollten. Heißt: Wenn man mit Argumenten nicht weiterkommt bei gewissen unbelehrbaren bzw. besserwisserischen Personen, dann müssen halt brachiale Methoden her, um der Seuche Einhalt zu gebieten. Ganz einfach. Das hat nichts mit Diktatur zu tun, sondern mit Durchsetzungsvermögen, welches jetzt bitter nötig ist. Die Zeit der Streicheleinheiten ist vorbei.

  16. 42.

    Wie wirkungsvoll sind Ausgangssperren bei einer Pandemie?
    Wird man dann sehen.

  17. 41.

    @rbb: Stellen Sie doch mal die nächste Frage: Wie wirkungsvoll wäre die Abschaffung der Demokratie gegen Corona?
    Was ich damit sagen will: warum fragen Sie nur nach der Wirskamkeit, aber nicht nach der Verhältnismäßigkeit? Trauen Sie sich das nicht? Das steht im Grundgesetz. Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein. Warum gab es keine Ausgangssperren bei den Grippewellen mit z.T 25.000 Toten? Wo ist die Grenze an Toten, ab der wir unsere Grundwerte aufgeben? Stellen Sie bitte zukünftig diese Fragen endlich mal ausführlich. Sie haben eine Kontrollfunktion in der Demokratie. Nehmen Sie die doch mal wahr, wenn die Opposition es schon nicht tut.

    Die Kritik an den Maßnahmen wird schließlich öffentlich lauter. Nicht nur in den Kommentaren hier.

  18. 40.

    Sehr geehrte Frau Meier, ich kann nicht begreifen, dass jemand immer noch Angst vor dem Untergang der Demokratie hat. Wie kann man eine politische Maßnahme von 1933 mit der heutigen Situation vergleichen? Glauben Sie mir, wenn es nicht gelingt, die Corona Ausbreitung zu stoppen und das Virus erfolgreich zu bekämpfen, wird die Sorge um Ihre Grundrechte Ihr kleinstes Problem sein. Stellen Sie sich einfach die Frage : " Was wären Sie bzw. jeder andere bereit zu tun, wenn es hier und jetzt um das Leben eines Familienmitgliedes geht ? "

  19. 39.

    "(...) wir sollten aber um Gottes Willen nicht unsere Freiheit aufgeben, denn das wird das 100.000 fache an Toten kosten."

    Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das aus dem Film "Braveheart" stammt, trägt aber sicherlich gewisse Züge davon. Wie dem auch sei: "The Oscar for the best melodramatic performance in an overly exaggerated and tearjerking style goes to ..." ^^

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