Päarchen in Miami Beach, Juni 2020 (Quelle: dpa)
Bild: dpa

"Coronik" für Berlin und Brandenburg - Wie sich das Coronavirus in der Welt verbreitet

Ende 2019 treten erste Fälle einer rätselhaften Lungenkrankheit im chinesischen Wuhan auf. Von dort breitet sich das neue Coronavirus über die ganze Welt aus - und verändert auch Berlin und Brandenburg. Ein Protokoll.

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  • 10. Juli: In den USA steigt die Zahl der täglich festgestellten Neuinfektionen abermals auf ein Rekordhoch. Innerhalb von 24 Stunden wurden 65.551 Ansteckungsfälle gezählt. Der vorherige 24-Stunden-Rekord lag bei 60.209 Infektionsfällen und war am Dienstag (07.07.) verzeichnet worden.
  • 6. Juli: Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht setzt die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug [tagesschau.de]. Es sei "möglich und erforderlich" gewesen, eine "differenziertere Regelung" zu erlassen.

  • Knapp drei Wochen nach ihrer Einführung ist unterdessen die Corona-Warn-App rund 15 Millionen Mal heruntergeladen worden.

  • Die Europäische Kommission stellt der Tübinger Firma Curevac 75 Millionen Euro für die Entwicklung von Impfstoffen insbesondere gegen das Coronavirus zur Verfügung.
  • 3. Juli: Ein 31-Jähriger muss sich vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen Subventionsbetrug bei Corona-Soforthilfen verantworten. Es ist der erste Prozess dieser Art. Bei der Staatsanwaltschaft haben sich inzwischen Hunderte Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts bei Soforthilfen angesammelt; allein bis zum 25. Juni waren es nach Angaben der Behörde 660 Verfahren.
  • 3. Juli: Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen als erstes Mittel zur Therapie von Covid-19 zugelassen.
  • 2. Juli: Die Profivereine der ersten und zweiten Ligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball sowie der dritten Fußball-Liga erhalten für den Wegfall ihrer Zuschauereinnahmen insgesamt 200 Millionen Euro Nothilfe vom Bund.
  • 2. Juli: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist auf eine neue Rekordhöhe gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 52.898 neue Ansteckungsfälle verzeichnet, wie die JohnsHopkins-Universität im Bundesstaat Maryland mitteilte.
  • 1. Juli: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wegen der Folgen der Corona-Krise erneut gestiegen. In Berlin stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 209.360, das waren 8.719 mehr als im Mai und 56.745 mehr als im Juni des vergangenen Jahres.
    In Brandenburg blieben die Zahlen dagegen im Vergleich zum Mai in etwa stabil. In den Arbeitsagenturen und Jobcentern waren im Juni 86.226 Arbeitslose gemeldet und damit 754 weniger als noch im Vormonat. Allerdings lag die Zahl um 11.870 höher als im Juni des Vorjahres.
  • 1. Juli: In Deutschland sinkt die Mehrwertsteuer: Der normale Satz von 19 auf 16 Prozent, der reduzierte von sieben auf fünf Prozent. Die Maßnahme beginnt am 1. Juli und ist bis zum 31. Dezember 2020 begrenzt.

Stand: 07. Juli 2020

Auf Seite 2: Juni 2020

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15 Kommentare

  1. 15.

    Danke fürs Aktualisieren. Vor allem dafür, die 1.Mai-Demos korrekt zu beschreiben: Gaffer ohne Abstand und ohne Mundschutz, tausende...

  2. 14.

    Friede dem Lagerkoller! Wir wünschen Ihnen allen frohe Ostern - und putzen ab und an unsere Fenster, können die Bude langsam aber auch nicht mehr sehen.

    Beste Grüße und alles Gute,

    Ihre Redaktion

  3. 13.

    icke bins, warum so verbissen? Kündigt sich ein Lagerkoller an?

    Die Ironie zum Fensterputzen haben Sie auch nicht verstanden?

  4. 12.

    Doch, ich habe die atuell geltenden Regeln sehr wohl verstanden! Ich kritisierte nur Ihre Verallgemeinerung: 2 Polizisten verhalten sich nicht korrekt und schon heißt es "Nur die Polizei muss sie [die Regeln] nicht einhalten."

    Und dass die Kripo Fenster putzt - wen interessiert`s? Vielleicht haben die Ihre Mittagspause oder den Feierabend dafür genutzt, wer weiß das schon?

  5. 11.

    Sie haben die zur Zeit gültigen Regeln offenbar nicht verstanden. Sie dürfen Ihre privaten Fenster putzen. Jeden Tag. Zur Not auch mehrmals.

    "Gestichel" kann ich in meiner klaren Schilderung nicht entdecken.

  6. 10.

    Was soll das Gestichel gegen die Polizei? Nur, weil vielleicht zwei sich nicht korrekt verhalten haben, gleich auf alle schließen?
    Ich habe übrigens auch während meiner Homeoffice-Arbeitszeit Fenster geputzt. Auweia! Hoffentlich verpfeift mich niemand!

  7. 9.

    Die Abstandsregeln scheinen für alle Menschen zu gelten. Nur die Polizei muss sie nicht einhalten. Auf dem Markt am Wittenbergplatz kommen mir 2 junge Polizisten auf "meiner" Seite entgegen. Platz machen? Fehlanzeige. Ich bleibe also stehen und der eine Polizist merkt wohl sein Fehlverhalten. Ergebnis: Er pöbelt irgend etwas hinter mir her. Bravo, solche Schnösel haben Achtung und Rückhalt der Bevölkerung verdient. *ironieoff*

    Aber macht ja nichts, bei der Mordkommission in der Keithstraße werden Fenster geputzt. Das ist sicher systemrelevant. Schließlich muss die Kripo den Durchblick haben. Und schon wieder *ironieoff"

  8. 8.

    Ja, sehe ich auch so.... auch andere Dinge könnten erledigt werden z.b. schneller Radwege bauen, leere Schulen reparieren, müßte alles flexibler koordiniert werden....

  9. 7.

    Ich finde ja, wir könnten die Zeit nutzen und gesamtgesellschaftlich zu diskutieren, welche Art von Gesundheitswesen wir in Zukunft haben möchten. Kaputtsparen und marktwirtschaftlich gewinnbringend führen ist offensichtlich der falsche Weg.

  10. 6.

    Genau das finde ich auch. Interessant ist, dass vor allem die Parteien, welche für Mangel und jahrelange Nicht-Vorbereitung verantwortlich sind, sich jetzt als Krisenmanager profilieren und dafür in den Umfragen Zulauf bekommen. So ist der Wähler halt...

  11. 5.

    Sehr interessanter Überblick - zeigt es doch sehr deutlich, dass die Brandenburger Landesregierung im Januar noch völlig andere Prioritäten hatte - Wirtschaftsansiedlung um jeden Preis, statt einer wirklich wichtigen Task Force zur Gesundheitsvorsorge. Dann wären jetzt vielleicht ausreichend Schutzausrüstungen da...für mich ein komplettes Versagen der Politik.

  12. 4.

    Hallo,

    Sie haben recht, die "Trompete"-Episode hat in unserer Coronik noch gefehlt - wir haben sie jetzt samt Link eingearbeitet. Danke für den Hinweis.

    Beste Grüße,

    Ihre Redaktion

  13. 3.

    Eine interessante und kritische Auflistung, vielen Dank an den RBB.
    Bezüglich der "Hamsterkäufe": Gaststätten, Betriebskantinen, Schulen und Kindergärten haben geschlossen. Von denen kaufen die wenigsten bei Aldi oder Rewe ein. Die vielen Menschen, die sich jetzt stärker selbst versorgen müssen, schon. Man hört nie, dass der Umsatz im Großhandel zurück ging. Warum wohl hatte Selgros angekündigt, auch für Privatpersonen zu öffnen? Die stärkere Nachfrage im Einzelhandel ist doch genau, was zu erwarten war. Zumal anfangs eine stärkere Ausgangssperre im Raum stand, jeder jederzeit mit 2 Wochen Quarantäne rechnen muss und die Regierung stärkere Bevorratung empfohlen hat. Dass Liefer-LKW an geschlossenen Grenzen im Stau standen, kam noch hinzu. Einige haben es schon übertrieben, aber insgesamt verstehe ich das Gejammer nicht. Dass den Einzelhandel an den Problemen mit der plötzlich gestiegene Nachfrage nicht die Schuld trifft, ist auch klar.

  14. 2.

    Und wie kam das Virus nun in die Welt? - Das erklärt der Artikel m.E. nicht. Wo kann sich denn der Patient Null, der schon am 1. Dezember erkrankt ist, angesteckt haben? Vielleicht könnte rbb24 mal die vielen Theorien, die über die Herkunft bzw. den Ausbruch des Virus (z.B. Laborunfall) kursieren, mal kritisch durchleuchten. China ist ja nun nicht gerade für Pressefreiheit und korrekte Berichterstattung bekannt.

    Wieso ist Südtirol so stark betroffen?
    Dass in vielen Regionen Deutschlands estmal noch munter Karneval gefeiert wurde, wird leider auch nicht erwähnt.

  15. 1.

    Am 29.2.20 war ein Spreader im Club Trompete feiern, Folge waren 17 Infizierte incl. 2 Polizisten. Damit ist er noch vor dem Praktikanten aus dem Büro in Mitte als Multiplikator aufgetreten. Öffentlich kommuniziert wurde es zögerlich, spätestens eine Woche danach wusste es aber ganz Berlin...

    Er taucht aber nirgends mehr auf.

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