Im Waschraum einer Arztpraxis befindet sich ein Hinweis auf Hygiene wie Händewaschen zum Schutz gegen den Coronavirus (Quelle: Gottfried Czepluch / imago)
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28 Fälle in Berlin, zwei in Brandenburg - Corona-Virus breitet sich moderat weiter aus

Das Coronavirus breitet sich langsam weiter in der Region aus: 28 bestätigte Fälle gibt es in Berlin, erstmals ist ein Polizist betroffen. Er sollte beim Hertha-Heimspiel arbeiten. In Brandenburg mussten 70 Schüler nach einer Südtirol-Reise getestet werden.

Was Sie jetzt wissen müssen

Das Corona-Virus breitet sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin und Brandenburg weiter langsam aus. In Berlin gibt es inzwischen 28 bestätigte Fälle, wie die Gesundheitsverwaltung am Samstagnachmittag mitteilte. Beim 28. bestätigten Berliner Fall handelt es sich um einen Polizisten, der zusammen mit seiner Hunderschaft ursprünglich beim Heimspiel gegen Hertha BSC eingesetzt werden sollte. Er wurde aber vorher positiv getestet und blieb in der Unterkunft. In Brandenburg sind bislang nur zwei Fälle bekannt. 

Die Gesundheitsämter befragen weiterhin alle Infizierten, mit wem sie in den vergangenen Tagen länger als 15 Minuten gesprochen haben, und schicken diese sogenannten Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne.

Die Mehrzahl der am Freitag neu registrierten Fälle waren Kontaktpersonen von Menschen, die in den vergangenen Tagen positiv auf Covid-19 getestet worden waren.

Zweiter Fall in Brandenburg - aber nur formal

Zudem gibt es seit Freitag einen zweiten Corona-Fall, der formal Brandenburg zugerechnet wird. Es handelt sich um eine Frau, die im Landkreis Havelland gemeldet ist und positiv getestet wurde. Nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums habe sich die Frau zuletzt aber nicht im Havelland aufgehalten, sondern in Reinickendorf. Es hätten deshalb im Havelland keine Kontaktpersonen der Frau ermittelt werden müssen.

Der Amtsarzt des Bezirkes Reinickendorf bestätigte dem rbb, dass die Frau mit einem an Covid-19 erkrankten Mitarbeiter des Reinickendorfer Bezirksamtes in Kontakt gestanden habe. Sie befinde sich zusammen mit ihrem Lebenspartner in dessen Reinickendorfer Wohnung in häuslicher Quarantäne. 

Potsdamer Schülergruppe auf Corona getestet

In Potsdam ist derweil eine Gruppe von 93 Personen im Ernst-von-Bergmann-Klinikum auf das Corona-Virus getestet worden. Es handelt sich um eine Reisegruppe von Potsdamer Schülern und deren Betreuern, die am Samstagmorgen von einer Skifreizeit in Südtirol zurück gekehrt ist.

Die Schüler-Gruppe war am vergangenen Wochenende zu der Reise aufgebrochen. Die Leiterin des Potsdamer Gesundheitsamts hatte erklärt, einige Schüler hätten in ihrer Unterkunft in Südtirol Symptome eines Infekts gezeigt.

Nach Angaben der Amtsärztin gehe es inzwischen allen gut, niemand habe Fieber. Die Schülerinnen und Schüler sollten aber vorsorglich zu Hause bleiben, bis die Testergebnisse für alle 93 Personen vorliegen. Das soll spätestens Mittwoch der Fall sein.  

Weitere Entwicklung laut Virologen unklar

Das alle Kontaktpersonen der bislang in Berlin Infizierten in Quarantäne geschickt und Großveranstaltungen wie die ITB abgesagt werden, folgt der Strategie, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verzögern.

Ziel ist es laut RKI, Zeit zu gewinnen, um Schutzmaßnahmen für die gefährdeten Gruppen der Senioren und Immungeschwächten zu entwickeln und Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen.

Wie sich die Zahl der Neuinfizierten in nächster Zeit in Berlin entwickeln wird, sei unklar, sagte Prof. Christian Drosten, Chef-Virologe der Charité am Freitag in der rbb-Abendschau. "Wir wissen nicht, ob die Fallzahlen in den nächsten Wochen das Krankenhaus-System überlasten, oder ob in den nächsten Wochen die Fallzahl geringer wird."

In jedem Fall müssten sich alle Beteiligten darauf einstellen, "dass wir einen Belastungspuls kriegen im Medizinsystem, und das wir kreative Lösungen finden müssen, um die Versorgung in Krankenhäuser aufrecht zu erhalten für die normalen Erkrankungen."

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

  • Ich fürchte, infiziert zu sein. Was tun?

  • Was passiert mit möglichen Infizierten?

  • Was passiert mit Kontaktpersonen?

  • Welche Kapazitäten haben die Kliniken?

  • Welche Reisebeschränkungen gibt es?

  • Wie viele bestätigte Fälle gibt es?

  • Ist das Virus meldepflichtig?

  • Was ist das Coronavirus?

  • Woher kommt das Virus?

  • Wie kann ich mich anstecken?

  • Wie ansteckend ist das Virus?

  • Wer ist besonders gefährdet?

  • Wie funktioniert der Test?

  • Was sind die Symptome?

  • Wie kann ich mich schützen?

  • Welche Behandlung gibt es für Infizierte?

  • Gibt es Immunität gegen das Virus?

  • Wie hoch ist die Sterberate?

Kommentar

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45 Kommentare

  1. 45.

    Leider gibt es im Leben noch in der Medizin eine Vollkaskoversicherung und zum aktuellen Stand des Coronavirus können die Fachleute auch noch nicht alles erklären,weil noch nicht abschließend erforscht.
    Es gibt aber eine neue Studie:
    Der Spiegel: Studie zu Corona/ infizierte Kinder

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-kinder-infizieren-sich-offenbar-genauso-haeufig-werden-aber-nicht-krank-a-72e2a605-5865-4d23-81b1-c1c4f453d659

  2. 44.

    Warum wurde mein Kommentar wieder entfernt?
    Weil ich angesprochen habe, dass das Ergebnis eines Testergebnisses eine Woche dauert. Ich finde, man muss das Kind auch mal beim Namen nennen dürfen.

  3. 43.

    Wie sieht es denn eigentlich mit Demonstrationen aller Art aus? Wenn Leute sonstwoher kommen und dann im dichten Pulk herumwackeln, freut sich Corona ganz besonders. Die beliebten Masken helfen einerseits nicht wirklich gegen das Virus und andererseits stören sie beim traditionellen Parolen-Rufen. Und ein Verstoß gegen das Vermummungsverbot sind sie sowieso.

  4. 42.

    Menschen, die mit höherer Wahrscheinlichkeiten in Risikogebieten waren und/oder Kontakt zu solchen Menschen hatten.

    Mittlerweile kann jeder wirt sein. Daher sollte man sich von allen Menschen fern halten. Bin ich jetzt Misanthrop? Intolerant
    der Art Menschen gegenüber?

  5. 41.

    Eine Bekannte kam gestern Abend mit einem Flug aus Rom in Berlin Tegel an. Vor der Abreise mussten in Rom Blätter mit Personendaten ausgefüllt werden, die dann von den Flugbegleitern eingesammelt wurden. Vor der Landung gab es dann die Mitteilung, die Formulare würden zurückgegeben, um von Flughafenpersonal entgegengenommen zu werden. Am Ausstieg standen dann zwei Polizisten, die von nichts wussten und die Formulare auch nicht entgegennehmen wollten. Ansonsten: nichts. Keine Fieberkontrolle, keine Fragen, null! Ist das die Art, wie hierzulande Epidemievorsorge betrieben wird?

  6. 40.

    Das Klinikpersonal wird nicht getestet. Bin selbst in einer großen Notaufnahme in Berlin tätig.

  7. 39.

    „ Menschen gehalten habe, die mit höherer Wahrscheinlichkeit das Virus in sich tragen könnten“. Welche Menschen sind das?

  8. 38.

    Ich bezweifle überhaupt dass in Deutschland Conronafälle richtig erkannt werden.
    Bei einer Todesquote weltweit von 20:1 hätten wir in Deutschland schon mindestens einen Toten haben müssen.

  9. 37.

    Lieber Rbb,
    wird denn bei den Neu- Infizierten in Berlin und Brandenburg nicht mehr gesagt, wo sie sich angesteckt haben? Wohnort/ Arbeitsplatz/ bei wem vermutlich angesteckt? Das ist doch auch wichtig für die Bevölkerung zur Risikoabwägung.
    Und nein, das ist keine Panikmache! Wie gestern in der Abendschau ein Psychologe sagte: je mehr wir informiert sind, desto weniger Angst ist da!

  10. 36.

    mich würde interessieren wieviele menschen derzeit täglich in berlin getestet werden? ausser dem klinikpersonal.

  11. 34.

    Und was sagt das RKI nun aus? Nichts. Das wir nichts wissen. "Es ist mit den bisherigen Daten allerdings nicht möglich zu bestimmen, welche Rolle Kinder und Jugendliche bei Übertragungen spielen und ob sie generell weniger anfällig für das Virus sind."
    Nichts, aber auch nichts dazu, WARUM die Kinder nicht so betroffen sind. Interessiert aber auch keinen. Erstmal meckern, dass es im Gesundheitsamt zu wenig Personal gibt, weil man die bestehend Angestellten nicht so gut bezahlen will wie die neu hinzukommenden.... ohne Worte....

  12. 33.

    Hier kann man Ihnen vielleicht weiterhelfen.
    EXIT-Deutschland
    https://www.exit-deutschland.de/start/
    Postfach: 76 01 12, 10382 Berlin
    Tel: +49 (0) 30 23489328
    Mobil: +49 (0) 176 41646019
    Fax/Voice: +49 (0) 3212 1745890

  13. 32.

    Würde sich die Amtsärztin mit solchen Dingen beschäftigen, würde sie bestimmt sagen: Würde Baden-Württemberg als Land zählen, wäre es im Ranking unter den TOP11 Nationen der Welt. NRW wäre auf Platz 9. Von daher ist das Risiko durch einen deutschen Studenten angesteckt zu werden, sehr viel höher als von einem ausländischen. Zumal der Anteil deutscher Studenten an der Uni Cottbus höher ist, als der ausländischer.

    Um das Risiko für die Fußballpartie Meuselwitz- Energie Cottbus abzuschätzen, wenden sie sich bitte an den Amtsarzt im Altenburger Land. Wenn da 5000 Menschen auf einem Haufen hocken, kann der ein oder andere Schnupfen schon mal übertragen werden - also bitte alle Fans, die mitreisen isolieren. Für 14 Tage. Dann haben die Fans des Berliner AK nächste Woche auch ein bisschen mehr Ruhe - dann ist also allen geholfen.

  14. 31.

    Was passiert eigentlich, wenn die Gesunden das Virus einfach wie eine Grippe durchstehen und wir nur die Risikogruppen schützen? Nach 2 Wochen ist doch das Gröbste bei Gesunden durch, oder?

  15. 30.

    Mir ist es auch unerklärlich! Berliner Schulen haben das Gleiche gemacht. Es sollen wohl nur die mit Symptomen zuhause bleiben (was in dem Fall über die Hälfte der Schüler ausmacht und Eltern und Geschwister "laufen frei herum" um due Ausbreitung zu beschleunigen. Unfassbar!!!

  16. 29.

    Hier kann man Ihnen vllt weiterhelfen:
    Gesundheitsamt Cottbus
    Ansprechpartner
    Amtsärztin
    Christiane Glosemeyer
    Anschrift
    Fachbereich
    Gesundheit
    Karl-Marx-Str. 67
    03044 Cottbus
    Telefon
    0355 612-3215
    Fax
    0355 612-133504
    E-Mail-Adresse
    @gesundheitsamt@cottbus.de

  17. 28.

    "Angeblich wegen Diskriminierung!"
    Soweit ist es schon gekommen... wenn das denn stimmt.

    Mir wurde auch schon Intoleranz vorgeworfen, weil ich Abstand zu bestimmten Menschen gehalten habe, die mit höherer Wahrscheinlichkeit das Virus in sich tragen könnten. Ja. Hier in Deutschland, insb. in Berlin, ist man tolerant und offen und lebt in einer bunten Gesellschaft, die selbst tödliche Viren mit offenen Armen empfängt :) Lange geht das nicht gut.

  18. 27.

    Ich befürchte,da kann das RBB24-TEAM auch nicht weiterhelfen. Da die Zeit drängt,würde ich mich an Ihrer Stelle per Mail direkt an den/die zuständige/n Amtsarzt wenden. Finden Sie sicher online im Stadtportal von Cottbus. Toi,toi,toi und viele Grüße aus Berlin.

  19. 26.

    Wozu? Berlin ist eine Stadt, die Menschen fahren kreuz und quer, dazu Pendler von außerhalb. Was macht der Wohnbezirk der Infizierten für einen Sinn?

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