Ein französischer Patient im Krankentransport. (Quelle: imago images)
Bild: imago images/Antoine Merlet

Corona-Pandemie - Berlin nimmt schwer kranke Patienten aus Frankreich auf

Nach ersten Covid-19-Patienten aus Italien sollen nun auch sechs Schwerkranke aus Frankreich an der Berliner Charité behandelt werden. Indes steigt die Zahl der Erkrankten in Berlin und Brandenburg weiter, Potsdam meldete am Samstag einen dritten Todesfall.

Was Sie jetzt wissen müssen

Berlin nimmt sechs schwer kranke Corona-Patienten aus Frankreich auf. Sie sollen im Laufe des Tages in die Charité kommen, teilte eine Sprecherin des Senats am Samstag mit. Die Infizierten werden den Angaben zufolge per Flugzeug von der Uniklinik Straßburg nach Berlin gebracht, um im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt zu werden.

Auch Transport aus Italien wird vorbereitet

Auch aus Italien werde aktuell ein Transport vorbereitet, hieß es weiter. Die Charité hatte angeboten, in ausgewählten Einzelfällen zu helfen und schwer erkrankte Corona-Patienten aus anderen Ländern aufzunehmen können. Müller sagte dazu: "Solidarität hört nicht an der Stadtgrenze auf. Wir haben die Kapazitäten und können und wollen in Einzelfällen auch helfen und Unterstützung anbieten." In dieser akuten Krisensituation sei das selbstverständlich. 

Dritter Corona-Toter in Potsdam

In der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam gibt es indes einen dritten Corona-Toten. Der 78 Jahre alte und vorerkrankte Mann sei in der Nacht zum Samstag verstorben, teilte die Stadtverwaltung mit. 

Insgesamt sind aktuell 108 Potsdamerinnen und Potsdamer mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 28.03.2020, 12 Uhr). Am Freitag waren es 87 Infizierte. Auch die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Infizierten steigt demnach weiter: 27 Menschen werden aktuell auf Isolierstationen und Intensivstationen im Klinikum Ernst von Bergmann und im St. Josefs Krankenhaus behandelt, am Freitag waren es 24.

Vier Tote in Brandenburg, acht in Berlin

In Brandenburg sind bislang insgesamt vier Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Den ersten Toten hatte der Landkreis Oberhavel am Freitag der vergangenen Woche gemeldet: Dort starb ein 81 Jahre alter Mann. Zwei weitere Todesfälle folgten in Potsdam, wo am Donnerstag ein 88 Jahre alter Mann und am Freitag ein 80-Jähriger starben. Die Zahl der Infizierten beträgt aktuell 721, ein Plus von 89 gegenüber dem Vortag.

In Berlin sind 2.160 Infizierte registriert, etwa 200 mehr als am Freitag. Acht Menschen starben an dem neuartigen Virus.

Deutschlandweit wurde die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen am Samstag vom Robert-Koch-Institut mit rund 48.580 angegeben, fast 6.300 mehr als am Freitag. Außerdem sind 55 weitere Patienten an der Corona-Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesopfer erhöht sich dadurch auf 325.

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32 Kommentare

  1. 32.

    Dann sollten sie die Richtlinien des RKI Kennen. Das besagt, bei Personalmangel soll auch infiziertes symptomloses Personal weiterarbeiten. Wenn ich diesen Personalmangel nun absichtlich wieder herbei führe indem ich die Betten belege, die frei gemacht wurden um Kapazität zu schaffen, und damit auch den eh schon massiv bestehenden Personalmangel etwas gemildert hätte, dann gefährde ich damit die anderen Patienten auf Station, den Rest des Personals und natürlich jeden draußen. Denn medizinisches Personal sind keine Maschinen die ihr tägliches Leben dann aufgeben müssen. Wir haben auch Privatleben und Familie.
    Und was es bedeutet auf einer voll belegten Intensivstation mit Isolationsbetten und Hightechmedizin mit zu wenig Personal arbeiten zu müssen wissen sie offenbar nicht. Wir sind in der Pflege auch nicht aller 25 und kerngesund. Und was die Sicherheit von Patienten dabei angeht... Das können sie sich ja denken. Helfen geht immer leicht, wenn man es die anderen machen lässt.

  2. 31.

    Da sie einer der lautesten Schreier hier sind, von mir als erstes den Tipp einfach keine Newsletter von n-tv mehr lesen.
    Dann in Ruhe noch mal alle Zahlen lesen zu dem Thema, gibt es zig dashboards dafür unter anderem worldometers und da sieht man das Deutschland bestens dasteht und wir wirklich mal unser Gesundheitssystem loben können.
    Das RKI will halt typisch deutsch gar nichts falsch machen und kann natürlich locker flockig alles behaupten, nur um sich am Ende von jeglicher Schuld freizusprechen.
    Und selbstverständlich sollten wir auch anderen helfen, weil wollen wir das nicht alle auch, wenn ein Notfall bei uns bestehen würde?

  3. 30.

    Mitmenschlichkeit für die Bevölkerung anderer Länder muss in dem Moment aufhören dürfen, wo klar ist, dass die medizinische Versorgung und der Schutz der eigenen Bürger_innen nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Zahlen der an Corona Erkrankten in Deutschland steigen weiter an! Die Wissenschaftler und die in den Krankenhäusern Arbeitenden warnen ohne Ende und weisen auf fehlende Kapazitäten hin. Wie können insbesondere unsere hierfür verantwortlichen Politiker_innen nur so ignorant sein?

  4. 29.

    Testen und ausreichend Schutzkleidung!
    NTV Newsletter:
    + 08:22 Wieler warnt: Italienische Zustände auch in Deutschland möglich +++
    Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. "Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar", sagte Wieler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde. Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnte Wieler. "Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben."

  5. 28.

    Lesen Sie mal die Kommentare zur Abriegelung von OPR durch den dortigen Landrat. Irgendwie bezeichnend. Es gibt sich derart viele Individuen, die ihren Hass auf alles, was hinter dem eigenen Gartenzaun liegt, hinter heren Zielen tarnen, dass man nur noch würgen könnte.

  6. 27.

    Rein von der Logik, warum sollen es wichtige Patienten sein, wenn es so wäre, würden sie ja in Frankreich eine Behandlung bekommen. Also sind es welche die sonst dort sterben würden. Vorallem wird es in Absprache mit dem Krankenhaus geschehen sein. Bei ihnen werden dann auch nur Berliner aufgenommen, Brandenburger werden abgelehnt?

  7. 26.

    Solidarität ist schön und gut. Andere Länder und Landkreise riegeln sich ab aus Angst das die Kapazitäten im Krankenhaus für die Einheimischen nicht ausreichen. Ist Berlin da anders aufgestellt? Was ist, wenn wir morgen oder übermorgen eventuell an unsere Grenzen stoßen, bräuchte man vielleicht die Plätze ,die aus Solidarität heute belegt wurden. Oder sind es doch wichtige Personen aus der oberen Riege der Zehntausenden mit Geld ???
    Bleibt Gesund.

  8. 25.

    Es war lediglich eine Frage die sich mir stellt da die Spitze in Deutschland vielleicht noch nicht erreicht ist.

  9. 24.

    Oh doch, ich bin sogar sehr für Solidarität untereinander!! Aber dazu muss man doch erst einmal die Voraussetzungen schaffen!

  10. 23.

    Oh doch, ich bin sogar sehr für Solidarität untereinander!! Aber dazu muss man doch erst einmal die Voraussetzungen schaffen!

  11. 22.

    Oh doch, ich bin sogar sehr für Solidarität untereinander!! Aber dazu muss man doch erst einmal die Voraussetzungen schaffen!

  12. 21.

    Oh doch, ich bin sogar sehr für Solidarität untereinander!! Aber dazu muss man doch erst einmal die Voraussetzungen schaffen!

  13. 20.

    Oh doch, ich bin sogar sehr für Solidarität untereinander!! Aber dazu muss man doch erst einmal die Voraussetzungen schaffen!

  14. 19.

    Oh doch, ich bin sogar sehr für Solidarität untereinander!! Aber dazu muss man doch erst einmal die Voraussetzungen schaffen!

  15. 18.

    Ihr Verhalten ehrt sie. Dennoch ist es traurig und armselig, wenn man bedenkt das man demnächst versucht den Mars zu besiedeln und 5G zu etablieren. Aber es ist unmöglich Schutzanzüge und Masken für den Gesundheitsschutz zur Verfügung zu stellen. Da läuft doch was gans gewaltig schief.

  16. 17.

    Sie würden demnach auch keinen Brandenburger in einem Berliner Krankenhaus aufnehmen. Sehr eigensinnig.

  17. 16.

    Frage: Würden die anderen Länder genauso reagieren?
    Solidarität ist wichtig! Was passiert wenn die Kapazitäten voll sind werden dann die Patienten aus den anderen Ländern weiter behandelt und die eigene Bevölkerung nicht?

  18. 15.

    Kenne ich und nähe fleißig Atemschutzmasken aus Baumwolle. Eine kleine und bescheidene Hilfe. Diese bekommt dann mein Hausarzt. Habe heute zum ersten Mal mit Maske Marke Eigenbau eingekauft und oh Schreck die Mitarbeiter beim Edeka Markt ohne Masken beim Einräumen der Regale und die Kasse völlig ungeschützt. Abstandhalten ja doch die Kassiererin sitzt ohne Mundschutz da. Kam nicht umhin ihr zu sagen: Sie leisten großartige Arbeit. Schon bekam ich ein schönes Lächeln.

  19. 14.

    Das ist ja lobenswert, aber irgendwie widersprüchlich.
    Erst gestern wurde gesagt wir hätten nicht genügend Schutzkleidung und Masken wie soll denn das zusammen gehen.

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