Berlin: Einer Frau wird bei einer Blutspende eine Blutprobe abgenommen. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Vorräte vorübergehend aufgefüllt - "Überwältigende" Resonanz auf Blutspende-Aufruf in Berlin

Was Sie jetzt wissen müssen

Nach dem das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zum Wochenbeginn einen Spenderrückgang für Blutspenden gemeldet hatte und zu Spenden aufrief, verzeichnet der Blutspendedienst Nordost eine "großartige Resonanz". "Das war überwältigend", sagte Pressesprecherin Kerstin Schweiger rbb|24 am Freitagmittag. Die Versorgung mit Spenderblut in der Region sei somit vorerst gesichert“.

Schweiger wies daraufhin, dass sich die aus dem Blut gewonnen Präparate teilweise nur etwa fünf Tage halten ließen. Man sei, um all die Menschen, für deren Überleben Blutpräparate unverzichtbar seien, weiter versorgen zu können, auf kontinuierliche Spenden angewiesen.

Blutspende-Barometer und Terminvergabe

Der Blutspendedienst Nordost hat auf seiner Website daher ein "Blutspende-Baromenter" installiert, das anzeigt, für welche Blutgruppe Spenderblut fehlt sowie ein Registriertool für Termine. So könne man zu großes Menschenaufkommen verhindern und den durch die Corona-Epidemie notwendigen Sicherheitsabstand gewährleisten. Schweiger betont, man habe vor Ort die Sicherheitsvorkehrungen eklatant erhöht. So fände bereits im Außenbereich eine Kurzanamnese der potenziellen Spender statt. Abgefragt würde hier auch, ob sich die Menschen in Risikogebieten aufgehalten hätten oder Symptome wie Husten zeigten. Erst dann gehe es weiter zum Fieber messen, Hände waschen und im letzten Schritt zur Blutabnahme.

Schweiger betont, Coronavirus-Tests würden nicht bei den Spendern durchgeführt. Es gehe derzeit eher darum zu verhindern, dass sich die Spender gegenseitig mit dem Virus ansteckten. "Der derzeitige wissenschaftliche Stand ist, dass die Ansteckung mit Covid-19 nicht über Blut stattfindet". Sollte sich daran etwas ändern, passe man die Vorgehensweise unverzüglich an.

 Sendung: Antenne Brandenburg, 20.03.2020, 13:30 Uhr

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

  • Ich fürchte, infiziert zu sein. Was tun?

  • Wie kann ich mich schützen?

  • Ist das Virus meldepflichtig?

  • Was ist das Coronavirus?

  • Woher kommt das Virus?

  • Wie geschieht die Krankheitsübertragung?

  • Wie ansteckend ist das Virus?

  • Wer ist besonders gefährdet?

  • Wie funktioniert der Test?

  • Was sind die Symptome?

  • Welche Behandlung gibt es für Infizierte?

  • Gibt es Immunität gegen das Virus?

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Ganz so voll wird es am Samstag nicht: Grün-Weiß Lübben freut sich trotzdem auf das Pokal-Halbfinale gegen Babelsberg. Quelle: imago images/Picture Point
imago images/Picture Point

Halbfinals Brandenburger Landespokal - "Das größte Spiel seit der Wende"

Auch in Brandenburg erlebt der Fußball mit den Landespokal-Halbfinals nach der Corona-Pause am Sonntag seinen Neustart. Auf den SV Grün-Weiß Lübben wartet ein besonderes Spiel. Der Sechstligist empfängt den großen SV Babelsberg - und das vor Zuschauern.

rbb|24 zeigt ab 12:55 Uhr Uhr beide Berliner Landespokal-Halbfinals im Livestream.