Unterricht zu Hause (Quelle: dpa/Voelker)
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Audio: Inforadio | 27.03.2020 | Leon Stebe | Bild: dpa/Voelker)

Corona-Krise ohne Schule - Home-Schooling ist bei uns eher Scheitern als Chance

Im Home-Office arbeitende Eltern könnten gerade mehrere Klone von sich selbst gebrauchen. Insbesondere, wenn sie schulpflichtige Kinder haben, die sie neben ihrem Job, dem Haushalt, den Einkäufen und allem anderen auch noch beschulen sollen. Von Sabine Krüger

Was Sie jetzt wissen müssen

"Na, habt ihr auch schon eure Wohnung endlich mal so richtig auf Vordermann gebracht?", fragt die kinderlose Nachbarin aus dem vierten Stock meinen Mann auf der Treppe. Sie macht Kurzarbeit, ist dadurch viel zu Hause und hat für alle möglichen Dinge Zeit.

Ich bekomme Schnappatmung, als mein Mann mir von der Frage erzählt. Von Wohnungsverschönerungen sind wir so weit entfernt wie von einer Mars-Mission. Bei uns sieht die Situation so aus: Mein Mann macht was mit Medien und das derzeit von zu Hause aus. Normalerweise fährt er er täglich mit dem Fahrrad in einen anderen Berliner Stadtteil, wo er mit ein paar Kollegen ein Büro hat. Er bleibt jetzt vor allen Dingen zu Hause, weil ich Kinderbetreuung und Home-Office auf keinen Fall alleine schaffe. 

Es ist schwer, alles unter einen Hut zu kriegen

Ich bin Nachrichten-Redakteurin beim rbb und arbeite sechs Stunden täglich. Mein Dienst beginnt morgens um acht. Derzeit bin ich in meiner vierten Woche im Home-Office. Unser Sohn ist neun Jahre alt und besucht die dritte Klasse einer Berliner Grundschule – und befindet sich nun ebenfalls im Home-Office.

Unser gemeinsames Home-Office ist 95 Quadratmeter groß, verfügt über drei Zimmer, hat einen kleinen Balkon und wird auch von unseren beiden Katern bewohnt. Hier versuchen wir also nun in der dritten Woche so etwas wie eine neue Normalität herzustellen. An der wir täglich scheitern. "Scheitern als Chance 2000", so ähnlich hieß es mal bei Schlingensief. Wir leben die Version 2020. Auf die Chance warten wir noch.

Die größte Herausforderung für uns ist derzeit ganz klar, alles unter einen Hut zu kriegen: die eigene Arbeit, das Home-Schooling, die Betreuung unseres Sohnes außerhalb seiner Beschulung, den Haushalt, die Einkäufe, das Kochen und schließlich auch noch die Versorgung unserer beiden Kater. Auch die Lebensmittel für meine 80-jährige Schwiegermutter wollen irgendwann beschafft und vor ihre Tür gestellt werden. Sie wohnt einmal durch die ganze Stadt hindurch.

Plötzlich hängen wir alle in Konferenzen - sogar das Kind

An diesem Montag sah unser früher Vormittag so aus: Ich hatte zwischen acht und zehn zwei längere Telefonschalten, mein Mann ein Kundengespräch und unser Sohn parallel seinen ersten Klassen-Chat per Video-Konferenz. Nachdem er seine Klasse jetzt zwei Wochen nicht gesehen hat, hat allein die Tatsache des Chats dafür gesorgt, dass er um halb sechs wach und sehr aufgeregt war. Das war süß, ein bisschen lustig – aber vor allen Dingen früh. Denn der Chat fand erst um 9:30 Uhr statt.

Gelernt hat unser Kind bei der Videokonferenz übrigens nicht, wie vom Lehrer beabsichtigt, Englisch. Sondern er hat den Klassenkameraden und dem Lehrer unsere Wohnung, die Kater und die auf dem ungemachten Bett eine Telefonschalte wahrnehmende Mutter im Schlafzimmer (dort steht der Schreibtisch) gezeigt. Dabei trug er den Arbeitsrechner seines Vaters, wie ich fand recht wackelig, durch die Gegend.

Jetzt, während ich diesen Text verfasse, höre ich ihn draußen schreien: "Ich hab' genug von Englisch". Mein Mann, der sein Kundengespräch hinter sich hat, versucht offensichtlich nun, Schule mit dem Kind zu machen. Es will nicht. Auf seinem improvisierten Stundenplan stehe, dass die Schule für heute vorbei sei. Na toll. Ich kann mich kaum aufs Tippen konzentrieren, so ärgert mich das. Ich bin kurz davor, rauszustürmen und rumzuschimpfen. Dann fällt mir ein, dass der Kleine am Wochenende vor uns Eltern wach war und mit seinen Schulsachen in unser Bett schlüpfte, um freiwillig etwas zu tun.

Wochenplan in der Küche (Quelle: rbb/privat)In der Küche hängt ein improvisierter Stundenplan (Quelle: privat)

Ein Brief aus Frankreich soll Eltern beruhigen

Wir hatten uns zu Beginn dieser absurden Situation geschworen, keinen unnötigen Druck zu machen. Es ist nicht immer leicht, sich daran zu halten. Ich schaffe es jetzt aber und schreibe hier weiter.

Das französische Bildungsministerium hat angeblich einen Brief an alle Eltern Frankreichs geschickt, der in schlechter Übersetzung von deutschen Eltern hin- und hergeschickt wird. Keine Ahnung, ob der echt ist (Zeit, das zu recherchieren habe ich leider gerade nicht). Drin steht, die Kinder hätten mehr Angst, als vielen Erwachsenen vielleicht klar wäre. Sie bekämen nämlich auch viel mehr mit, als man denken würde. "In den nächsten Wochen werden die Verhaltensprobleme Ihrer Kinder zunehmen. Ob es Angst, Wut oder Protest ist, dass sie die Dinge nicht normal machen können - es wird passieren. Sie werden in den kommenden Wochen weitere Anfälle, Wutanfälle und oppositionelle Verhaltensweisen sehen." Ah, wir sind jetzt wohl bei den oppositionellen Verhaltensweisen gelandet.

Man solle sich aber keine Sorgen machen, dass die Kinder "in der Schule rückwärts gehen"(das ist der Teil mit der offensichtlich kruden Übersetzung). Man solle sie auch nicht anschreien, wenn sie nicht rechnen wollen. Steht da. Gilt sicher auch für Englisch. Gut, dass ich am Schreibtisch geblieben bin.

Jede Schule verfährt anders mit den Schülern zuhause

Das Umschalten auf Laissez-faire fällt mir allerdings ein bisschen schwer. Noch vor Kurzem herrschte ja allerorten großer Leistungsdruck. Unsere deutschen Grundschüler galten als zu schlecht im internationalen Vergleich. Nun plötzlich gibt es gar keine Schule mehr. Vielmehr findet Schule überall anders und wenn überhaupt, dann zu Hause statt. Gemeinsam haben die Kinder nur: Sie gehen da nicht mehr hin.

Aus der Schule meines Sohnes, konkret von den Lehrern kommt nicht allzu viel. Alle paar Tage eine Mail mit ein paar Arbeitsblättern. Der heutige Video-Chat war der erste. Ich bin mir sicher, unser Kind würde sich – bei aller Opposition – über mehr Regelmäßigkeit und Struktur von Seiten seiner Schule durchaus freuen. Er hat nämlich auch mitbekommen, dass das bei einigen seiner Freunde total anders läuft. Unser Gartennachbar in Brandenburg, er geht in die vierte Klasse, sitzt jeden Tag vier Stunden. So viel Stoff kommt auch von seiner Schule – er muss das nur abarbeiten - und tut das auch (er ist nicht so der oppositionelle Typ).

Auch von anderen Eltern hören wir, dass die Kinder teils regelrecht mit Material bombardiert werden. Einer sollte sogar einen Mathe-Test zu Hause schreiben. Der Sohn einer Freundin, der seit dem Sommer ein Gymnasium besucht, sitzt von morgens um zehn bis nachmittags um 16 Uhr vor den Schularbeiten. 

Beim Home-Schooling Home-Office zu machen ist unmöglich

Wer auch immer versucht, während die Kinder Schule spielen Home-Office zu machen, berichtet, fast verrückt zu werden. "Kannst du mir mal helfen?", "Ich versteh das' nicht", "Das kann ich nicht" und "Das will ich nicht machen" wechseln sich ab. Dass man dabei selbst ganze Sätze zu Ende denkt oder gar schreibt, ist unmöglich.

Fast immer kommt von den Kindern, das berichten mir alle Eltern, die ich noch spreche, dann auch irgendwann und immer wieder die Frage: "Kann ich jetzt an den Computer?". Bloß nicht zu viel digitale Medien war hier ja bis vor Kurzem die Devise - sowohl von der Fachwelt als auch von pädagogisch ambitionierten Eltern. Ganz ehrlich: Wir haben die Waffen schon gestreckt. Der Medienkonsum unseres Sohnes (es ist aber auch Schulfernsehen darunter, trösten wir Eltern uns gegenseitig) hat sich um etwa 200 bis 300 Prozent gesteigert. Wir hatten unseren Sohn mit drei Mal eine halbe Stunde in der Woche vorher aber auch eher kurzgehalten. Dem Kind reicht es übrigens trotzdem nicht. Er fragt nach immer mehr. Vermutlich muss er nach der Corona-Krise in den – hoffentlich vom Bildungsministerium finanzierten – Entzug.

Es gibt schöne und auch lustige Momente

Ich witzele, aber mitunter ist bei uns die Verzweiflung doch recht groß. Wie lange schaffen wir das so? Wie kommen wir wieder raus und runter von all dem? Und natürlich vor allen Dingen: Wann nur wird es so weit sein?

Zum Glück gibt es immer wieder auch sehr schöne und lustige Momente. Schön ist es, mit dem Kind gemeinsam unter einer großen Decke zu kuscheln und Schulfernsehen anzuschauen. Hätten Sie gewusst, dass die menschliche Stimme Gläser nicht zum Zerspringen bringt, eine Maschine aber schon? Lustig, wenn auch etwas grenzwertig, war es zuletzt vor etwa einer halben Stunde: Mein Sohn unterbrach mich schon wieder beim Schreiben dieses Textes. "Mama, Papa findet Leseludi nicht im Internet". Mein Mann sagte, wenn er es eingebe, erschienen die Coverbilder einschlägiger Herrenmagazine. Kein Wunder, er hat "Lese nudi" verstanden und gesucht. Das Kind hat nun wohl auch wieder etwas gelernt. 

Inzwischen wird draußen vor meinem improvisierten Arbeitszimmer, das eigentlich ein Schlafzimmer ist, gemeinsam gekocht. Es wird Nudeln geben. Wir haben noch welche. Nur das Klopapier wird langsam knapp.

Das Schreiben des französischen Bildungsministeriums endet übrigens mit "Bleibt sicher". Worin nur, frage ich. "Zu Hause", sagt mein Mann, der sich in der Tür des Arbeitsschlafzimmers aufgebaut hat. Jetzt ist er dran mit Arbeiten. Ich glaube, er freut sich drauf. 

Sendung: Inforadio, 27.03.2020, 13:25 Uhr

65 Kommentare

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  1. 65.

    Der pauschale Satz: "Die müssen bis Sommer geschlossen bleiben" sagt nicht aus und nützt niemandem. Dann stelle ich mal die Frage: "Was spricht dagegen, sie sofort oder zumindest schrittweise wieder zu öffnen". Die Antwort "Wegen Corona" ist dabei irrelevant!

  2. 64.

    Die Schulen müssen nach meiner Meinung bis in den Sommer hinein geschlossen bleiben!

  3. 63.

    Tipp für Eltern: Treten Sie in Kontakt mit einem Nachhilfeinstitut. Dort kann man ihrem Kind zu festen Zeiten bei den Aufgaben helfen. Das heißt: Fragen sammeln, dann dort - natürlich auch online - mit einem Fachlehrer besprechen. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Kinder arbeiten dann 1,5 Stunden in einer Gruppe konzentriert und können das betreffende Fach für die Woche meist abhaken.

  4. 62.

    Ich kann nicht mehr. Ich höre nur noch Home Office und Home Shooling. Geht's noch? Denkt jemand auch mal an die Handwerker, Arbeiter und Berufskraftfahrer? Nicht Jeder Kann die Arbeit nach Hause nehmen, es sei denn man schleppt das Inventar (Baustelle, Werkstatt, Kunden usw.) mit nach Hause. Nicht Jeder sitzt im warmen, klimatisierten Büro und hat die "Arbeit" komfortabel auf dem Laptop. Wir müssen abhängig von Ort und Stelle mit physischen Materialien arbeiten und uns den Gegebenheiten anpassen!!! Und das bis Spät in den Abend. Auch die Kurzarbeit macht einem zu schaffen, da man schon jetzt nicht weiß, wie man die Miete und Lebenshaltungskosten stemmen soll!

    Gerade für uns (Unter,- Mittelschicht und Niedriglohn) ist es eine Herausforderung auf engstem Raum mit den Kindern "Heimschule" zu betreiben. Zumal auch nicht Jeder technisch, fachlich und pädagogisch ausgestattet ist.

    Wird Zeit das die Normalität wieder eintritt um das noch so bescheiden Leben fortführen zu können!!

  5. 61.

    Hallo Victoria, besser könnte ich es nicht formulieren. Genauso aber ganz genauso geht es uns. Ich danke dir für diesen Text und ich hoffe, dass ihn auch Leute lesen, die da mitwirken und mitentscheiden, wie es weiter geht. Auch ich arbeite 6 Stunden am Tag, allerdings ist bei uns kein Homeoffice möglich,und wenn ich von der Arbeit komme,dann bin ich Lehrer für 2 Kinder. Lange halte ich das auch nicht aus.

  6. 60.

    Was ein bestürzender Artikel! Es tut mir weh, was Millionen Familien da gerade erleben. Wir sind überzeugte Freilerner. Meine beiden Kinder betreue ich schon immer selbst und arbeite nebenher selbstständig im Homeoffice und auch mein Mann hat feste Homeofficetage und wir finden es super und wollen nicht anders leben. Was ihr da gerade erlebt, hat nichts mit regulärem "Homeschooling" zu tun. Die meisten Homeeducation-Familien verabschieden sich sehr schnell von schulischen Strukturen und Lehrplänen. Das Lernen der Kinder gestaltet sich dort individuell und vor allem informell und "funktioniert" trotzdem. Das hat der britische Bildungsforscher Alan Thomas schon vor Jahren in zwei großen Studien herausgerabeitet. Wie wichtig Medienkonsum für freilernende Kinder ist, hat wiederum der amerikanische Bildungsforscher Peter Gray ausführlich beschrieben. Ich kann allen Familien gerade nur raten, mehr Gelassenheit walten zu lassen und ihren Kindern maximale Freiräume zuzugestehen.

  7. 59.

    Leider ist es bei uns auch nicht anders. Mein Sohn 8. Klasse und ich alleinerziehende Mama weiter im vollem Umfang im Büro beschäftig. Sollen unendlich viele Aufgaben abarbeiten und bekommen dann noch Fristen gesetzt wann was abgegeben werden muss, Plakate basteln, Lesetagebücher erstellen, Englisch Grammatik beibringen und nebenbei noch Formelberechnungen in Mathe.
    Unendlich oft klingelt während des Tages das Telefon und mein Sohn ist dran..Mama ich verstehe das nicht, Mama ich bracuhe ein Plakat für Geo oder Englisch, kannst Du mir das bitte ausdrucken...die Lehrer unserer Schule schreiben per E-Mail anders sind sie für Fragestellungen nicht zu Erreichen..."schau doch mal auf Youtube oder im Internet" da findest Du die Lösungen bestimmt. Damit ist die Frage an die Lehrer abgearbeitet und das Telefon in meinem Büro klingelt ein erneutes mal...er versteht es immernoch nicht.
    Gestern ist mir dann der Kragen geplatzt und ich habe der Lehrerin eine Email geschrieben

  8. 58.

    Ein sehr treffender und amüsanter Einblick. Vielen Dank dafür! Sie sprechen aus meiner Sicht die Herausforderungen genauso an, wie sie sind. Und wenn dann davon zwei Kinder in unterschieden Klassenstufen betreten werden dürfen und mehr Lust auf gemeinsames Spielen statt den vielen Lernstoff abzuarbeiten, dann ist es noch mal spannender. Aber es ist auch eine gute Zeit finden wir. So viel gemeinsame Zeit im Alltag hatten wir noch nie, das ist noch der Umstellungsphase ein Geschenk.

  9. 57.

    Das klingt schockierend, ist aber trotzdem die Realität an der Schule ihres Kindes. Bleibt also die Pauschalisierung, da sie ihre Aussage ja auf alle Lehrer beziehen, selbst wenn sie von Schulen schreiben, an denen die Lehrer offensichtlich sehr wohl Aufgaben erstellen und erreichbar sind.
    Trotzdem alles Gute!

  10. 56.

    Ich muss mich jetzt auch mal zu Wort melden, als Schülerin einer Schule des zweiten Bildungsweges für Erwachsene. Digitalisierung hin oder her, es ist eine Katastrophe, und mit einem normalen Schulalltag hat dies nicht mehr viel zu tun. Unsere Corona"ferien" haben keinen Alltag: das Leben, Familie, Beziehung, Haushalt alles bleibt auf der Strecke. Schuld daran ist Konzept des digitalen Lernens, welches meiner Meinung nach, für solch eine Situation ihren Zweck komplett verfehlt. Ziel ist es Unterrichtsinhalte zu vermitteln und Schüler auf dem Laufenden zu halten, die Realität sieht jedoch anders aus. Lehrer schrauben ihre Erwartungen nicht zurück, setzen Fristen für Massen an Aufgaben und natürlich unter strenger Bewertung. Und eine weitere tolle Eigenschaft die Digitalisierung mit sich bringt, ist das dauerhafte beschallen mit Nachrichten, zu Tages- und Nachtzeiten. Beschäftigungstherapie ist das. Ich bin nach den "Ferien" krank, wegen Burnout.

  11. 55.

    Ich würde nicht ewig nach dem Weg der Schule suchen. Ich habe meinen Kindern auch schon vor der Schule einiges Lesen und Schreiben beigebracht, einfach aus Spaß an der Sache. Das hat ihnen überhaupt nicht geschadet. Wenn es um Englisch geht, einfach mal abends englische Kinderbücher vorlesen. Oder sich mit dem Computer Wörter auf Englisch vorlesen lassen-und sich darüber amüsieren. Diese Häppchen und Arbeitsblatt-Pädagogik der Schule ist auch nicht das Gelbe vom Ei.Ich finde man kann mit einem Kind ruhig ganz schwere Sachen machen, wenn sie einen geistigen Sinn haben oder gemeinsam Spaß machen.

  12. 54.

    Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern gut und schön. Nur, Lehrer sehen über Jahre hinweg hunderte Kinder in etlichen Klassen kommen und gehen, so daß mglw. daher der Eindruck einer Scheißegalhaltung entsteht. Wir als Eltern greifen nur dann bei unseren Kindern ein, wenn sich eklatante Lücken im absoluten Basiswissen auftun. Rückblickend hatte ich bei einigen meiner Lehrer der Abiturphase den Eindruck, daß sie Teile ihres Unterrichtsstoffes selbst überhaupt nicht verstanden haben. Also von daher - gaanz entspannt bleiben - alles wird gut, da bin ich mir sicher.

  13. 53.

    Liebe Sarah, ich verstehe, dass Sie gestresst und sauer sind! Da ist offenbar einiges schiefgelaufen. Machen Sie sich und Ihrem Kind jetzt erst mal keinen Druck. Nur machen, was geht. Sie können und sollen die Defizite nicht ausgleichen, aber Sie können positiv und beruhigend wirken, damit Ihr Kind die Motivation behält. Herzlichen Gruß von einer Lehrerin

  14. 52.

    Ja, da haben sie wohl recht. In 5 Jahren interessiert sich wohl niemand mehr für den Lösungsweg.
    Nur baut der Stoff ja aufeinander auf, da habe ich halt meine Bedenken.
    Und mein Kind ist noch jung, sie läßt sich tatsächlich noch gerne etwas von mir beibringen. Klar, auch das wird in 5 Jahren vorbei sein....;)
    Ich finde es halt nur total daneben wenn von vorneherein so eine Scheißegal Haltung von Seiten der Schule da ist. Ist das nicht etwas, das sonst heutzutage den Eltern vorgeworfen wird? Bei der Einschulung wurden große Reden geschwungen von wegen Zusammenarbeit Eltern und Lehrer. Ich war wohl ein naiver Idiot. Mein Fehler.

  15. 51.

    Wenn bei Ihnen die Kommunikation zwischen Eltern und Lehren funktioniert, dann können Sie die Situation doch gar nicht beurteilen.Ich finde es ein Unding wenn man als Eltern unterstützen möchte und dann blockiert wird. Und nein, mein Kind ist nicht hochbegabt. Es ist ein ganz normales, durchschnittliches Kind, das gerne lernt und gerne zur Schule geht. Ich kann durchaus verstehen, das die Lehrer bei der Größe der Klassen nicht auf jedes Kind so eingehen können. NUR. Wenn dann Probleme auftauchen, dann möchte ich 1. als Eltern davon in Kenntnis gesetzt werden bzw wenn ich von mir aus auf die Lehrer zu gehe, das das dann nicht einfach weggewischt wird und 2. das ich dann Hinweise erhalte, wie ich dann eben zu Hause entsprechend fördern und unterstützen kann. Ist das jetzt wirklich zu viel verlangt?

  16. 50.

    Man sollte die Situation mit Abstand betrachten, sie geht auch wieder vorbei und in 5 Jahren ist Ihrem Kind das besagte Fach und der Lösungsweg auch bekannt oder egal. Es ist klar, daß man den Unterricht in dieser Zeit mehr oder weniger knicken kann. Das muß man sich nur eingestehen. Eltern können Lehrer nicht ersetzen. Oder wer wollte sich schon von seinen eigenen Eltern was sagen oder beibringen lassen?

  17. 49.

    Ihr Kind mag ja hochmotiviert sein. (In sehr vielen Fällen sind die Kinder ja auch noch hochbegabt!). Aber wenn es die Ansage bzw. die Anweisungen des Lehrers nicht versteht, dann muss es doch nicht unbedingt am Lehrer liegen.

    Bei uns funktioniert die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern übrigens hervorragend!

    Ich habe wenig Respekt vor Eltern, die ihre eigene Unzulänglichkeit auf andere, wie in diesem Fall die Lehrer, abschieben.

  18. 48.

    Dito! - absolut weltfremd das ganze Konstrukt...in dieser Situation der eigenen Existenzsicherung, der Coronasorgen, des homeoffice, des Haushalts, des Einkaufens, des Auch-noch-rausgehens und der Hilfe für andere auch noch den ganzen Tag Lehrer für die eigenen Kinder spielen: ein pädagogischer Hauptgewinn!
    Selten so geschuftet und gezwanzigteilt!

  19. 47.

    Übrigens: ja mein Kind ist hochmotiviert. Es leidet darunter in einem Fach schlecht zu sein. Ich MÖCHTE unterstützen. Ich habe mir auch Fachliteratur besorgt. Nun steht da aber drin, man solle vom von der Schule eingeschlagenen Lösungsweg nicht abweichen. Diesen kenne ich nicht. Da mein Kind es nicht verstanden hat, kennt es den Weg auch nicht. Ich hätte einfach auch gerne eine Kontaktmöglichkeit, um erfragen zu können, wie denn die Vermittlung des Wissens erfolgen soll, wie die Methode auszusehen hat. Ich bin schon sehr kreativ geworden und es zeigen sich erste kleine Erfolge. Was aber, wenn ich einen Weg einschlage, der später in der Schule so gar nicht weitergegangen wird, weil der Lösungsansatz ein ganz anderer ist? Statt die Eltern zu unterstützen wurde uns Eltern von vorne herein jegliche Kompetenz abgesprochen. Zitat das ich zu hören bekam: Eltern sind eh nicht qualifiziert mit den Kindern zu lernen.... Das ist doch keine Zusammenarbeit!!!

  20. 46.

    Es ist übrigens nicht alles schwarz - we9ß, Wossi. Es gibt kein: wenn die Kinder zur Schule gehen, sterben alle älteren Lehrer*innen. Dann könnte man auch sagen: wenn Menschen noch Tram fahren, sterben ältere Menschen, wenn Menschen auf der Decke im Park sitzen, sterben ältere Menschen... Vielleicht sollte man einfach mal die Farbe -grau- ins Auge fassen, es wenigstens gestatten, dass meine Tochter eine Freundin treffen darf. Das geht schon nicht, weil es ja min. eine weitere Person erfodert, die aufpasst. Ich werde sie dabei demnächst heimlich beaufsichtigen, aus sicherer Entfernung, weil Kinder sich eben auch persönlich austauschen müssen, von Angesicht zu Angesicht und wenn man sich an Abstand und Hygiene hält, wird dadruch das Risiko von weiterer Ausbreitung wohl geringer sein, als bei jenen, die noch U-/S-Bahn fahren müssen.

  21. 45.

    Ja, ich hatte vorher auf eine vertrauenvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern gesetzt. Habe mehrmals das Gespräch gesucht. Ich habe ein Elterngespräch gehabt, um das ich gebeten hatte. Dort wurden die Probleme runtergespielt. Ich habe vor der Schulschließung außerdem 3 mal das Gespräch gesucht um Lösungen gemeinsam mit Lehrern zu suchen, für diese Zeit. Ich habe gefragt ob wir uns denn nicht vielleicht mal vorher überlegen sollten, wie wir das Ganze im Sinne der Kinder gut handhaben. Mir wurde gesagt Eltern seien eh nicht qualifizert mit ihren Kindern zu lernen. Das war es. Und nein, eine direkte Kontaktmöglichkeit während der Schulschließungen ist auch nicht gegeben. Ich bin sehr enttäuscht. Alles auf dem Rücken unserer Kinder.

  22. 44.

    P.S.: nein, eine Kontaktaufnahme zum Lehrkörper während dieser Zeit ist uns auch nicht möglich. Das ist auch nicht gewünscht seitens des Lehrkörpers. Von anderen Eltern habe ich gehört, das Rückfragen möglich sind, das Lehrer Arbeitsmittel erstellen usw. DAS ist bei uns eben nicht der Fall. Ich habe vor der Schulschließung mehrmals Kontakt aufgenommen und um eine Zusammenarbeit und eine Lösungserarbeitung bei einer möglichen Schulschließung zu besprechen und bin komplett abgeblockt worden. Es ist keine Pauschalisierung, es ist ganz einfach die Realität.

  23. 43.

    Es gab ja noch keine Zeugniss in der ersten Klasse. Ich habe schon vorher das Gespräch mit Lehrern gesucht WEIL mir eben aufgefallen ist das Probleme vorhanden sind. Diese wurden im Gespräch seitens der Lehrer einfach heruntergespielt. Die Hausaufgaben werden in der Schule erledigt. Wenn ich nicht zusätzlich immer zu Hause schon vor der Krise mit meinem Kind zusätzlich geübt hätte, hätte ich es wohl erst in der Corona Krise gemerkt. So habe ich es vorher gemerkt, aber wie gesagt es wurde seitens der Lehrer total runtergespielt. Ich habe nach dem Elterngespräch gedacht - ach so, wenn die Fachkraft das sagt, dann wird ja wohl alles in Ordnung sein. Pustekuchen.

  24. 42.

    Wie gesagt, nach Ostern muss es ein anderes Konzept geben. Eltern sind nicht die Lehrer*innen der Kinder. Die Aufgabe zu lehren nach Lehrplan und Lernfortschritte festzuhalten, sowie allgmein didaktische Umsetzung obliegt den Lehrer*innen. Im Bekanntenkreis sehe ich, das es geht. Es muss auch nicht alles sofort gehe, wie gesagt, ich werde bis Ostern weiter die Arbeitsblätter mit meinem Grundschulkind bearbeiten, aber dann hatten die Lehrer*innen fünf Wochen Zeit für ein neues Konzept, denn sie haben den Lehrauftrag, nicht wir. Zusammenfassend: Es muss an besserer Umsetzung gearbeitet werden, was auch geschieht, denn jeden Tag fünf Arbeitsblätter ist einfach zu sehr "Und-täglich-grüßt-das-Murmeltier".

  25. 41.

    Wie gesagt, nach Ostern muss es ein anderes Konzept geben. Eltern sind nicht die Lehrer*innen der Kinder. Die Aufgabe zu lehren nach Lehrplan und Lernfortschritte festzuhalten, sowie allgmein didaktische Umsetzung obliegt den Lehrer*innen. Im Bekanntenkreis sehe ich, das es geht. Es muss auch nicht alles sofort gehe, wie gesagt, ich werde bis Ostern weiter die Arbeitsblätter mit meinem Grundschulkind bearbeiten, aber dann hatten die Lehrer*innen fünf Wochen Zeit für ein neues Konzept, denn sie haben den Lehrauftrag, nicht wir. Zusammenfassend: Es muss an besserer Umsetzung gearbeitet werden, was auch geschieht, denn jeden Tag fünf Arbeitsblätter ist einfach zu sehr "Und-täglich-grüßt-das-Murmeltier".

  26. 40.

    je Kind ein Notebook, fettes WLan, super Netz von der z. B. Telekom. Also sagen wir mal: 5 Notebooks gleichzeitig online. 2 Telefonkonferenzen. Wo gibts eigentlich gerad noch SCHNELL Druckerpatronen? Wie, das habt ihr nicht sofort arrangieren können, als plötzlich die Schule ausfiel? Seid doch mal ein bisschen professionell! Der Senat ist es doch auch....

  27. 39.

    Auch nach Ostern wird es keine Schule geben können, weil sonst die Risikogruppe der besonders gefährdeten Lehrer wegsterben würde. Am Artikel und den Kommentaren kann man sehr deutlich sehen: Nicht Corona und nicht die Lehrer sind das Problem ... es tritt nur offen zu Tage!

  28. 38.

    Endlich mal jemand, der berichtet, wie es tatsächlich ist. Alleine zu Hause mit zwei Schulkindern. Nichts funktioniert, der Frust ist hoch. Dann kommt noch das Versagen der Technik hinzu. Die Lehrer scheinen sich auf Drohungen zu Anwesenheit und Abgabeterminen zu konzentrieren. Am besten schaffen wir die Computer zu Hause alle ab.

  29. 37.

    Wer mehr als ein Kind für Heimschule hat, müsste doch auch, wegen der Abgabefristen der Aufgaben, für jedes Kind ein Computer haben oder geht das auch mit Smartphone? Erstaunlich was heutzutage vorausgesetzt wird.

  30. 36.

    Eines muss ich auch noch ergänzen: Meine Tochter (9) bekommt nun jeden Werktag zwischen 3-5 Arbeitsblätter per Mail zugeschickt, die sie lösen soll. Daneben erhalte ich Lösungsblätter zum korrigieren. Das geht nun die dritte Woche so. Die Lehrpersonen haben Null Einblick, was sie lernt (was die gesamte Klasse lernt). Für die Zeit nach Ostern muss ein anderes Konzept her. Zusätzlich auch der psychische Aspekt betrachtet werden. Damit meine ich nicht die gestressten Eltern, die Lehrer spielen müssen, sondern die Kinder, die eben andere Kinder brauchen... Freundschaften schließen, Streitigkeiten austragen,... Digital Learning kann möglich sein, digitale Sozialisation nicht

  31. 35.

    es ginge doch auch SO:
    Sommeerferien vorverlegen--Schule dann im Sommer-----

  32. 33.

    "Home-Schooling" LOL
    "warum nicht Unterricht zu Hause" ?

  33. 32.

    Sooodele, jetzt läuft die Spülmaschine, Wama auch, ich bin geduscht, gegessen haben alle, nun fange ich (!) also an, die Aufgaben für die "Nebenfächer" zu erledigen. Wie hundertausende Eltern es tun... denn ich bin froh, wenn bei dem Wust an Aufgaben mein Kind die "systemrelevanten", nämlich MaDeuEnglNaturwissenschaften (alle E-Kurse) erledigt.
    Mutti macht dann das, was in Abi nicht zählt. Puh. Nervt ganz schön, dauert wieder bis 3 in der Nacht, und morgen früh um 8 dann wieder Homeoffice nebst Videoschalte, als nix mit Jogginghose und ungekämmt. Kind sitzt dann wieder und macht Ma oder Deu.

    Da haben wir ALLE was gelernt. Icke die vielen Nebenfächer und das Kind, dass es aufs Wesentliche ankommt.

  34. 31.

    Jau, was so eine Krise bewirkt! Vom Nichtarbeiter bis zum Dr., diskutieren alle gemeinsam zum Thema Bildung, versuchen sich in Bildungswelten und die ihrer Kinder hineinzuversetzen. Das ist eine tolle Entwicklung und in allen Bereichen der digitalen Schule, ist in den letzten 14 Tagen mehr passiert, als zuvor in Jahren. Nimmt man mal das Beispiel Schulcloud, dann gibt es kaum mehr Barrieren, am HPI und im Ministerium arbeiten sie praktisch alles ab, was für die nächsten Jahre erträumt war. DerAutorin kann ich nur zu gut nachfolgen. Diese Medienberufe sind nichts, was man einfach so in einen 0815 Tag integrieren kann, es funktioniert eher andersherum. Warum sie, ihr Mann oder alle Berufskolleg*innen nun previlegiert sein sollen, weil sie nicht auf dem Bau oder an der Kasse, in der Pflege etc.pp. arbeiten erschließt sich mir nicht. Wer da jetzt Menschen dividiert, handelt verantwortungslos. Was jetzt ist, ist für ALLE neu! Trial and Error, jeden Tag werden wir besser. Haltet durch!

  35. 30.

    Um die Wissenslücken ihres Kindes festzustellen brauchen Sie den Elternsprechtag? Es gibt doch Zeugnisse und man sollte doch "massive Probleme" in einem Fach auch zu Hause mitbekommen. Im Übrigen hat keiner der Lehrer, die ich kenne, momentan Urlaub, sondern stundenlang home office pro Tag, während pro Woche hunderte von Mail gelesen und beantwortet werden! Ihre Pauschalisierung scheint mir wiederum ein massives Problem zu sein.

  36. 29.

    Was haben Sie? Das ist ein humoristisch überhöhter Text und es war toll ihn zu lesen. Es kann momentan nicht in jedem Artikel um jede Person in der Gesellschaft gehen.

  37. 28.

    Bleibt noch anzumerken, dass auch zahlreiche Lehrkräfte sich in der gleichen Zwickmühle befinden sowohl homeoffice als auch Kinderbetreuung und homeschooling zu stemmen. Auch deren Kinder werden nicht notbetreut. Wir befinden uns alle in einer besonderen herausfordernden Situation.

  38. 27.

    Von welcher Verantwortung sprechen Sie denn? Es steht in der Verantwortung der Lehrer Aufgaben zu verteilen, damit die Schüler weiterhin einen strukturierten Tagesablauf nachgehen können. Wenn Sie normalerweise von 6 Schulstunden in der Schule sitzen, kann man auch erwarten, dass sie entsprechende Aufgaben zu Hause erledigen. Ich spreche den Schülern der weiterführenden Schulen da ein hohes Maß an Eigenverantwortung zu. Bei Grundschülern sehe ich die Sache anders und verstehe eine intensive Betreuung durch die Eltern. Da sind weniger Aufgaben mehr. 30 min Schule, wie im Wochenplan dargestellt, halte ich für ganz schön knapp. Wenn die Zeit aber ausreicht, um die Aufgaben zu erledigen, dann ist das schon okay. Problematisch ist doch eher das viele davor und danach, wenn die Kinder ebenfalls beschäftigt werden wollen. Das hat dann aber auch nichts mehr mit der Schule zu tun.

  39. 26.

    Haben Sie denn mal nach Unterstützung gefragt oder ist das nur eine Pauschalanklage?
    Woher wissen Sie denn, dass die Lehrer einen schönen Urlaub haben?
    Hatten Sie denn vorher Respekt vor den Lehrern?

    Kompetenz ist das Produkt aus Wissen x Können x Wollen. Welche Lücke hat Ihr Kind denn gehabt? Ein Wollen kann man im Home schooling natürlich schön durch ein "Müssen-weil-Mama-neben-mir-sitzt" ausgleichen. Im Unterricht können die Lehrer diesbezüglich manchmal wenig erreichen.

  40. 25.

    Ist es denn Ihre Aufgabe diese Sachen zu vermitteln? Wie wäre es denn mit mehr Eigenständigkeit seitens der Schüler. Es gibt Bücher, es gibt das Internet, es gibt Erklärvideos und es gibt immer schlauere Mitschüler und ein Telefon! Es gibt mglw. sogar eine Email-Adresse der Lehrer, an die man sich mit Fragen wenden kann.
    Letztlich soll die Arbeit des Kindes bewertet werden und nicht Ihre!

  41. 24.

    Abgesehen davon das Homeoffice und Kinder unterrichten (bei uns 1 Klasse) schwierig ist (Regelmäßigkeit??), frage ich mich wie live Unterricht via Laptop funktionieren soll, wenn mit dem selbigen gleichzeitig Teammeetings etc. abgehalten werden?

  42. 23.

    Alles was hier steht ist ein super Problem. Nicht nur die Schulen bis zum Abitur sind davon betroffen. Frau Scheeres und ihre Staatssekretärin wissen von nichts nichts. Wer hat sie eigentlich gewählt? Unsere Azubis werden auch mit Homelearning zugeschüttet. Viele Ausbilder nehmen sich die Zeit über die Aufgaben mit den Azubi zu sprechen. Das geht aber nur, weil die Nachfrage nachgelassen hat. Eben auch Frau Senatorin hat den Bewertungsmassstab so verändert, dass 9 Prozent Wissen ausreichend sind um nicht mehr mit der Note 6 bewertet zu werden. Dann dürfte jedem klar sein, dass in Bayern der Studienzugang mit zwei Noten schlechter bewertet wird.

  43. 22.

    Kommentatoren wie Peter und Co haben sicher keine schulpflichtigen Kinder und daher null Ahnung, was Schule daheim bedeutet. Dumm schwatzen ist einfach. Ich habe 2 Kinder die zu Hause beschult werden müssen, zum Glück Sonderurlaub bis Ostern und bin von morgens bis abends voll beschäftigt. Es ist nicht einfach, zugleich ist es auch wichtig den Schulstoff weiter zu vermitteln und Lehrer möchte ich jetzt auch nicht sein. Es ist für alle eine Herausforderung. Deshalb vielleicht einfach mehr Verständnis und Gelassenheit.

  44. 21.

    Das sind Kommentare, die keiner braucht.
    Wenn sie der Bericht nicht interessiert, können sie nach den ersten Zeilen aufhören und suchen sich den nächsten Bericht.
    Aber die Autorin dieses Berichts zu diffamieren hilft überhaupt nicht und niemandem.
    Ich fand ihn schön zu lesen - vor allem weil ich dann sehe, das es anderen auch so geht.
    viele Grüße

  45. 20.

    Ähnliche Situation bei mir. Meine Schlüsse aus dem ganzen sind weitestgehend deckungsgleich mit den ihrigen. Ich habe volles Verständnis, dass Legrer in dem, was sie Schülern und Eltern auftragen, nich sehr unerfahren sind. Mittlerweile sollte aber jedem klar sein, dass die individuellen Möglichkeiten derart variieren, dass es sowieso Nonsens ist zu erwarten, nach diesem Debakel einfach am gelernten Haus-Stoff ansetzen zu können. Ich bin die Beschäftigungstherapie leid, ich brauche jetzt einen fitten Dealer! Sonst drehe ich durch...

  46. 19.

    Danke, dass es vielen so ergeht!
    Unser Sohn 8. Klasse hat so viele Aufgaben in jedem Fach mit wöchentlichen Abgabefristen. Diese Arbeiten werden dann auch noch benotet! Wir Eltern gehen auch tgl arbeiten und müssen dann abends auch noch Lehrer für das Kind sein. Man eignet sich dank YouTube diverse Sachen an um es dem Kind so gut wie möglich zu vermitteln! Wir kommen an unsere Grenzen!!

  47. 18.

    Wenn ich eines festgestellt habe dann: ich habe absolut keinen Respekt mehr vor Lehrern. Wir bekommen Null Unterstützung. Die Lehrer machen sich einen schönen Urlaub. Ich habe bei meinem Kind große Lücken festgestellt. Vor der Schulschließung war Elternsprechtag: alles in Ordung!
    Nee, nichts ist in Ordnung - mein Kind hat in einem Fach massive Probleme. Das so etwas nicht auffällt. Nun übernehme ich den Job mal so nebenbei und mein Kind macht Fortschritte. Wie kann das sein? Ich habe hiermit offiziell den Glauben an unser Schulsystem verloren!

  48. 17.

    Ich bekomm auch das Brechen, wenn ich höre, wie manch einer seine Langeweile verbringt: Backen, Kochen, Malen, Spielen mit den Kindern. Ich weiß nicht, wem ich zuerst gerecht werden soll: Kind 1, Kind 2, Kind 3, Chef. Jeder fühlt sich wichtig und möchte gehört werden. Meine Kinder, alle natürlich in einer anderen Klassenstufe, haben so viele Aufgaben und somit Fragen, dass ich nach dem Homeschooling schon genug vom Tag hab. Dann dürfen noch die Ergebnisse unseres Tuns an die Lehrer versandt werden.
    Wenn ich dann solche Sprüche lese, wie "Jetzt merken die Eltern, dass nicht der Lehrer das Problem war ...", werde ich echt sauer. Darüber amüsieren sich die Lehrer, die jetzt zuhause sind und deren Job wir jetzt übernehmen.
    Nach den Osterferien kann ich diesen Job in dieser Intensität nicht mehr übernehmen.
    Offensichtlich ist das übertragene Pensum für die Schüler verschiedener Schulen sehr verschieden: von "lese ein Buch und halte einen Vortrag darüber" bis Aufgaben mit Benotung in jedem Schulfach für jede ausgefallene Stunde ist alles dabei.
    Ich brauche Urlaub!

  49. 16.

    Die derzeitige Situation wird noch einmal verschärfen, was ohnehin durch diverse Bildungsstudien belegt ist. Der Bildungserfolg der Kinder hängt in Deutschland in einem außerordentlich hohem Maße vom Elternhaus ab. Durch die derzeitigen Schulschließungen wird die soziale Ungleichheit um ein vielfaches verschärft. Eltern die schon vorher, wie auch immer gelagerte, Probleme hatten, ihre Kinder im schulischen Bereich zu unterstützen, werden diese Probleme auch jetzt haben. Bloß fehlt jetzt auch noch der Rest, den unser Bildungssystem für die Kinder getan hat. Die Schere der Ungleichheit wird noch stärker auseinander gehen.

  50. 15.

    Ich möchte mich den Ärzten anschließen und noch etwas hinzufügen.
    Es gibt tatsächlich Menschen die nicht im Home-Office arbeiten und dennoch ihre Kinder in der außerschulischen Lernsituation begleiten sollen.
    Z.b. Polizeibeamte, die alleinerziehend sind, in der Mitte Berlins arbeiten und dennoch irgendwie klarkommen müssen. Und das wäre schon ohne Arbeit, wie ja bereits hier dargestellt, mit pubertierendem Kind nicht ganz einfach.
    Homeoffice fände ich deutlich besser...!
    Und ich muss feststellen, dass es sich einige Lehrer beim Vorbereiten ihrer Aufgaben recht leicht gemacht haben. Und von einer hilfreichen Begleitung ist auch nichts zu merken.

  51. 14.

    Das Gejammere ist kaum zu ertragen. Es ist für alle eine schwierige Situation - nicht nur für privilegierte Journalistinnen.

  52. 13.

    Wir sind zu fünf auf 67qm. Meine Frau geht arbeiten von 5-17 Uhr. Meine Tochter 9 versuche ich nach besten Möglichkeiten zu unterstützen. Sie hat allerdings auch noch zwei Brüder (2;5). Das macht das Lernen schwer. Ich mache das alles noch bis nach Ostern mit, danach lehne ich ab. Schule ist Sache der Lehrer*innen, nicht der Eltern. Wenn sie nach Ostern nicht wieder zur Schule geht, müssen andere Wege gefunden werden. Wie sollen die Lehrer*innen sonst überhaupt den Lernstand der einzelnen Schüler*innen erfassen?

  53. 12.

    Viele Eltern erkennen jetzt, dass der Lehrer nicht das Problem ist...

    Wie schon von vielen Kommentatoren geschrieben: Sie jammern auf hohem Niveau! Was sollen die Menschen sagen und machen, deren Kinder tagsüber in der 50qm Wohnung auf sich alleine gestellt sind und trotzdem ihre Hausaufgaben, letztendlich abends mit Hilfe ihrer erschöpften Elternteile erledigen müssen.

    Lernen Sie doch einfach, sich Ihren Tag vernünftig und kindgerecht einzurichten. Das dürfte mit zwei Erwachsenen im Homeoffice und einem Kind auf 95qm gut zu schaffen sein.

  54. 11.

    Erstmal haben sie voll recht. Es gibt Menschen, die haben weit aus größere Probleme und sichern trotzdem unser tägliches Leben.
    Wenn alle Lehrer ihrer Verantwortung in dieser Situation gerecht werden würden, gebe es diese Probleme nicht. Leider(oft bei die Jüngeren) ist das nicht immer der Fall und das erschwert den Familien das Leben.
    Aber mit viel Herzblut und Arrangement ließe sich diese Aufgabe etwas leichter lösen.
    Wir schaffen das nur zusammen und mit gesundem Menschenverstand.

  55. 10.

    Wie sind beides Ärzte und haben 3 Kinder. Wir sind beide jeden Tag 10std außer Haus. Das klappt garnicht mit der Schule zu Hause. Nach Ostern werden wir sehen wieviel unsere Kinder dann nachholen müssen.

  56. 9.

    Zwei Leute im Home Office auf 50 qm? Da würde ich jederzeit tauschen. Sie unterschätzen den Spagat zwischen Home Office und Home Schooling und zudem das Verständnis der Kinder für den unstrukturierten Alltag. Schon manchem Erwachsenen fällt das schwer. Ich könnte immer das brechen bekommen wenn ich Artikel lese, was man nun alles mit seiner vielen Zeit anfangen soll...

  57. 8.

    Sehr schöner Artikel und das jetzt einfach mal zwei für zwei Schulkinder mit doppelt soviel Fragen und doppelt soviel Opposition. Aus den sechs Stunden nach acht ... Willkommen in meinem Leben!

  58. 7.

    Dieser Beitrag mag für die Autorin ein Feiertag sein, es ist in keiner Weise mehr zu ertragen, wenn ich jeden Morgen bei 88.8 die Homeoffice Ansagen hören muss. Was soll die Frau an der Supermarktkasse, der Müllmann, die Krankenschwester, alle die persönlich und direkt am Menschen sagen und machen? Ihre Jobs gehen nicht von zu Hause und auch die haben Kinder. Ihre Selbstdarstellung muss auf diese wirken, als wären sie asozial!

  59. 6.

    Klasse, ich habe herzhaft gelacht. Ein munterer Beitrag, wenngleich ich froh bin, dass mein Sohn sich gerade auf seine fünf Abi-Prüfungen vorbereitet (na ja - vorbereiten müsste).
    Ich kann die Kritik an den Lehrern nachvollziehen. Eigentlich will ich kein Nestbeschmutzer sein, aber in erlebe einen Teil meiner Kollegen*innen ähnlich. Schade, dass es so wenige echte Führungskräfte an den Schulen gibt. Genau jetzt sind die wichtig und sollten sich um das Kerngeschäft von Schule - den pädagogischen Alltag - kümmern. Jetzt ist Zeit dafür und die Notwendigkeit ja sowieso.Es gibt nämlich auch wirklich fitte, kreative und schülerzugewandte Kollegen*innen. Es müsste auch an den Schulen tägliche Videokonferenzen geben, gemeinsam angestimmte Wochenpläne für jede Klasse, strukturierte und ergebnisorientierte Kommunikation, Teamarbeit eben. Ein so geführtes Kollegium geht dann auch anders mit den Schülern*innen um.
    Das scheint an einem grundständigen Gymnasium aber eher schwierig zu sein.

  60. 5.

    Es gibt sicher keinen Idealweg bei der dauerhaften Hausaufgabenzeit (denn nichts anderes sollte es sein).
    Während mein Neffe im Fach Deutsch kompakt für 2,5 Wo. LB-Aufgaben und - darauf aufbauend - eine komplexe Gesamtaufgabe erhielt (Thema "Die Sprache der Werbung"), welche im Unterricht durchgesprochen wurden,
    muss meine gleichaltrige Nichte täglich um 16:00 Uhr ihre täglich gelösten Aufgaben zur Kontrolle hochladen, was ich persönlich als sehr kurzschrittig und nervig empfinde..
    Im ersten Fall setzt der Deutschlehrer darauf, dass die Schüler nicht bei kleineren Schwierigkeiten aufgeben und sich auf Lehrer und Eltern verlassen, sondern auf Durchhaltevermögen (ja, das müssen manche erst lernen) oder/und die gegenseitige Hilfe der Schüler über den Klassenchat. Zugesichert wurde den Schülern eine gemeinsame Kontrolle und Nachsicht bei falsch oder unkorrekt gelösten Teilaufgaben, auch der nachgewiese Versuch zähle.
    Am wichtigsten ist sicher die Strukturierung der Woche und des Tages, am besten orientiert man sich am normalen Stundenplan (Fächerverteilung, späterer "Unterrichtsbeginn"), den man dann entsprechend anpasst.

  61. 4.

    Auch andere können die Situation gut beschreiben. Sie haben genug Zeit zu Dritt für Freude aneinander...
    In diesen Tagen lohnt es sich, auf den Dekalog der Gelassenheit des heiligen Papst Johannes XXIII. zurückzugreifen.
    Wenn ich auch die Situation nicht ändern kann, so doch meine Reaktion darauf:
    1. Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben – ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
    2. Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern... nur mich selbst.
    3. Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin... nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.
    4. Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
    Na dann bleiben Sie gesund.

  62. 3.

    Hierzu kann ich nur sagen... heult doch! 95 qm zu dritt und alle drei sind Zuhause. Versuchen Sie mal ein vernünftiges Beziehungsgeflecht aufrechtzuerhalten wenn zwei Leute im Homeoffice in einer 50 qm Einzimmerwohnung aufeinander hocken. Jammern auf hohem Niveau.
    Beste Grüße

  63. 2.

    Ach ja, so gehts hier auch - nur ist es eine weiterführende Schule Brandenburg. Es ist natürlich wesentlich mehr Stoff, als in normalen Schulzeiten. Die Kinder sollen ja nicht raus. Für Hauptfächer (denkt ans Abi..) verstehe ich das ja, aber wenn Reli mit einem Mal das Hauptfach in Sachen Zeitverbrauch und Abgabetermine wird... nunja.... hm...

    Nahrung kaufen ist seit 2 Wochen unmöglich. Wenn ich mit Office und Schule durch bin, ist ausverkauft. Absolut nervig. Denn gefühlt die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung hat tagsüber frei oder keine Schulkinder.

    Die Aufgaben der Schule reichen jedenfalls noch für die Ferienzeit. Gut, dass man eh nicht weg kann.

    Ich glaube, von digitalem Unterricht und dem "Augenmaß" sind wir noch meilenweit entfernt.

  64. 1.

    Toll geschrieben ! Sicher eine schwierige Situation. Nun stellen sie sich mal die Situation vor: Mutter Einzelhandel ("systemrelev.) , Vater auf dem Bau und eine 10 jährge Tochter (5.Klasse). Wir können nur Schule mit ihr machen, wenn wir frei haben. Durch den Rest muss sie sich alleine kämpfen. Nachts kontrolliere ich Mathe. Das heißt für sie auch sonntags Schule. Die Lehrer sollten nicht vergessen, das ab nächster Woche Ferien sind !
    Und die müssen wir unseren Kindern auch gönnen !!!

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