Ein Motoradfahrer fährt am Sonntagmorgen über die leere Budapester Straße. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
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Corona-Verordnung in Berlin - Polizei registriert am Sonntag deutlich weniger Verstöße

Was Sie jetzt wissen müssen

Das nasskalte Wetter hat am Sonntag offenbar nur sehr wenige Menschen in Berlin nach draußen gelockt: Die Berliner Polizei registrierte in der Stadt nur wenige Verstöße gegen die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus.

Rund 350 Polizeikräfte waren am Sonntag zwischen 6 und 18 Uhr unterwegs und überprüften zwei Objekte sowie 94 Personen im Freien. Insgesamt wurden dabei neun Straf- und 21 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Verordnung eingeleitet, wie die Polizei am Montag mitteilte. “Es war deutlich ruhiger als noch am Samstag“, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage von rbb|24.

Auch von Sonntagabend bis Montagfrüh überprüften 350 Kräfte die Einhaltung der Verordnung. Dabei wurden vier Objekte und 98 Personen im Freien überprüft. Dabei gab es acht Straf- und 31 Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Viel Arbeit am Samstag

Am Samstag registrierten die Polizeikräfte in Berlin wesentlich mehr Verstöße. Bei frühlingshaften Temperaturen strömten viele Menschen in die Berliner Parks und Grünflächen. Die Wiese auf dem Boxhagener Platz musste wegen Überfüllung geräumt und gesperrt werden. In Kreuzberg und in Mitte wurden Kundgebungen mit zahlreichen Teilnehmern aufgelöst.

Insgesamt leiteten die Einsatzkräfte am Samstag 41 Straf- und 108 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Verordnung zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus ein.

Geisel zieht positive Bilanz

Nach Einschätzund des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD) verhält sich die Berliner Bevölkerung in der Coronakrise zunehmend vernünftiger. Es habe mit der Akzeptanz und Durchsetzung der zahlreichen Verbote anfangs Anlaufschwierigkeiten gegeben, sagte Geisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. "Polizei und Ordnungsämter mussten in nicht unerheblichen Umfang tätig werden." Es seien viele Strafverfahren etwa gegen Geschäftsbetreiber eingeleitet worden.

In der vergangenen Woche habe sich die Lage aber deutlich beruhigt, sagte Geisel. Abgesehen von Einzelfällen habe es auch am Wochenende nicht die befürchteten Konflikte gegeben. "Diese Botschaft ist bei den Berlinern angekommen." Die Akzeptanz sei insgesamt sehr hoch. Bei Ermahnungen durch Polizisten hätten die Menschen größtenteils mit Verständnis reagiert. "Wir beobachten sehr verantwortungsbewusstes und solidarisches Verhalten."

Sendung: Abendschau, 30.03.2020, 19:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Den Kommentar hätten Sie sich sparen können. Es ist immer wunderbar einfach, auf Kritiker zu zeigen. Aber warum wird denn überhaupt kritisiert? Nicht, weil sich alle vorbildlich und rücksichtsvoll verhalten, sondern weil sehr oft das Gegenteil der Fall ist, leider. Wer sich eigennützig verhält, verdient keine Schonung und keine Beschützer. Und gegen Vernünftige zu wettern, ist nun wirklich das Letzte.

  2. 3.

    Und noch mehr ausgeprägt in dieser Stadt sind die ewigen Nörgler Meckerer und Panikmacher, schlimm...

  3. 2.

    Genua so ist es. Sobald das Wetter wieder warm und trocken wird, wird ganz sicher leider alles wieder weitergehen, als gäbe es kein Kontaktverbot... Viele Leute sind sich numal selbst die nächsten, ganz besonders ausgeprägt in dieser Stadt.

  4. 1.

    War wohl dem Wetter geschuldet. Niemand legt sich freiwillig bei Kälte und Regen im Park auf die Wiese.

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