Symbolbild - Ein Manschaftswagen der Berliner Polizei fährt zu einem Einsatz (Bild: imago-images/Sabien Brose)
Bild: imago-images/Sabien Brose

Arabischstämmige Großfamilie - Polizei löst Trauerfeier auf Privatgelände in Neukölln auf

Erneut ist die Berliner Polizei mit einem Großeinsatz gegen eine stadtbekannte arabischstämmige Großfamilie vorgegangen. Auf einem Grundstück in Neukölln hatten sich Dutzende Menschen zu einem Trauergedenken versammelt.

Zahlreiche Angehörige eines bekannten arabischstämmigen Clans haben erneut für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, versammelten sich am Donnerstagnachmittag Dutzende Verwandte aus einer Großfamilie auf dem Grundstück einer Villa im Stadtteil Alt Buckow in Neukölln und missachteten dabei die Einhaltung der Corona-Regeln. 

Die Familienmitglieder trauerten um den Tod einer älteren Frau, die in der Nacht zum Donnerstag im Urban-Krankenhaus in Kreuzberg verstorben war. Bereits in den vergangenen Tagen musste die Polizei immer wieder die Menschenansammlungen vor und im Krankenhaus auflösen, weil die Personen gegen die geltenden Abstandsregeln verstießen. 

Polizei will Beerdigung der Frau überwachen

Wegen der Versammlung auf dem Villen-Gelände in Neukölln nahmen die Polizisten die Personalien von 47 Menschen auf und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen die Abstandsregeln ein.

Die Polizei kündigte an, auch die Beerdigung der Frau an einem der nächsten Tage zu begleiten. "Wir werden die Einhaltung der Bestimmungen überwachen", sagte der Sprecher. Dazu werde es einen entsprechenden Einsatz geben, der genaue Termin stehe aber noch nicht fest.

Man habe Verständnis für die Trauer und die Suche nach Trost im Verwandtenkreis, hieß es bei der Polizei. Aber angesichts der geltenden Infektionsschutzgesetze müssten auch Beerdigungen in Einklang gebracht werden mit den Regeln. Darauf habe man die Familie mehrfach hingewiesen und ihr das erläutert.

Verfolgungsjagden vom Wohnhaus der Patientin zum Krankenhaus

Die erkrankte Frau war in der Nacht zu Dienstag in das Krankenhaus eingeliefert worden. Vor dem Eingang versammelten sich schnell viele Menschen, so dass die Polizei anrückte. In Neukölln kam es zu zwei Verfolgungsjagden zwischen Polizisten und Autofahrern, die vom Wohnhaus der Patientin zum Krankenhaus rasten und dabei Kontrollen missachteten und fast Polizisten überfuhren.

Am Dienstag und am Mittwoch standen dann tagsüber immer wieder große Gruppen, insgesamt bis zu 100 Menschen, vor dem Krankenhaus. Am Eingang bildeten zeitweise Dutzende Polizisten eine Kette, um den Zugang zu kontrollieren.

Sendung: Inforadio, 24.04.2020, 12:17 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

59 Kommentare

  1. 59.

    Sehen sie, das war mit völlig klar dass sie versuchen mir die Worte im Munde zu verdrehen. Werden sie glücklich damit. Auch wenn ich ihnen völlig klare Antworten ohne Klauseln gegeben habe.

    Da sieht man mal wieder was man davon hat wenn man Trolle füttert... so what.

  2. 58.

    Sehen sie, das war mit völlig klar dass sie versuchen mir die Worte im Munde zu verdrehen. Werden sie glücklich damit.

    Eigentlich soll man ja Trolle nicht füttern... so what.

  3. 57.

    Danke für Ihre, wenn auch etwas verklausulierte, Antwort, die bei der Einordnung Ihrer Kommentare hilft. Ich wünsche Ihnen übrigens ebenso ruhige Nächte. :)

  4. 56.

    Wieso "spitz"? Ich habe ihre Unterstellungen zurückgewiesen. Wenn sie wissen wollen wie ich über "die Gründe für das besagte Verhalten der Familie sind, die regelmäßig in die Berichterstattung schafft." denke, dann fragen sie das doch einfach ohne Unterstellungen.
    Gegenfrage, was haben sie davon wenn ich ihnen mitteile was ich darüber denke? Aber wie schon Fritz Teufel sagte "Wenn's der Wahrheitsfindung dient".
    Ich halte davon was ich auch bei anderen Verstößen der verfassungswidrigen "Corona-Verordnung" davon halte und was die angeblichen "lebensgefählichen Verfolgungsjagten" angeht, so halte ich davon was ich von allen Verkehrsverstößen halte, wo Menschen gefährdet werden.

    Können sie jetzt ruhiger schlafen?

  5. 55.

    Huch, warum denn so spitz? Ich meinte nicht, daß Sie irgendwas gutheißen, sondern wollte einfach nur Ihre Meinung hören, was aus Ihrer Sicht die Gründe für das besagte Verhalten der Familie sind, die regelmäßig in die Berichterstattung schafft. Naja Mark, und was mein Leseverständnis angeht - geschenkt.

  6. 54.

    Die "Villa" existiert nur in den Köpfen von Boulevardjournalisten und den üblichen Verdächtigen*. Und selbst wenn es eine Villa wäre ist ihr Geschwafel schnell als solches zu erkennen. Im Kommentar von Martina ist nämlich von dem was sie hier fabulieren nichts derartiges zu lesen.

    *Laut Nachbarin, die das zu hier berichten wußte.

  7. 53.

    Mit dem Leseverständsnis ist es bei ihnen nicht weit her oder wo sehen sie dass ich die "Blockade einer Rettungsstelle und die offenbar lebensgefählichen Verfolgungsjagten" gutheiße?

    Außerdem möchte ich von ihnen wissen wo sie in meinen Kommentaren eine, wie auch immer geartete, Ideologie herauslesen wollen?

    Die Ideologie derer, die hier diese Aktionen zum Anlass nehmen um hemmungslos zu hetzen ist dagegen nicht schwer zu erraten.

  8. 52.

    Stimmt. "Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen arm und reich - Frieden den Hütten, ...". So hieß das doch immer, oder? Und nun steht da was von "Villen-Gelände" in Zusammenhang mit einer arabischen Großfamilie - wie ist das einzuordnen?

  9. 51.

    Ja Martina, ich frage mich wie alt ist dieser Steffen, schon 80, oder woher her hat er die ganzen Weisheiten?

  10. 50.

    Sehr gut. Nun lassen Sie bitte auch mal Ihre Ideologie beiseite und erklären uns, worin Sie die Gründe für die o.g. Blockade einer Rettungsstelle und die offenbar lebensgefählichen Verfolgungsjagten mit der Polizei durch Neukölln sehen.

  11. 49.

    Wie war das noch mal, alle Menschen in Deutschland sollen gleich behandelt werden, unabhängig von Religion, Herkunft, etc.

    Ich vermisse da jetzt die Meldung wie viele Ordnungsgelder in Höhe von 25 bis 500 Euro verhängt worden sind. Oder wird wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen?

  12. 47.

    Das z.Zt. aufgrund der coronabedingten Einschränkungen nur max. 20 Personen an einer Trauerfeier/Beerdigung teilnehmen dürfen, ist für alle Familien in solcher einer Abschiedssituation eine zusätzliche Belastung. Viele Familien haben mehr Trauernde Angehörige,Freunde,Bekannte etc.,die sich auf dem letzten Weg verabschieden möchten. Diese Einschränkung gilt aber für ALLE, egal welchen Geschlechts,Glaubens ,Staatsangehörigkeit oder anderer Merkmale. Wir leben gerade in einer schwierigen Zeit, in der wir ALLE und in allen Bereichen Abstriche machen müssen. Um alle, die sich nicht daran halten,muss sich dann leider die Polizei kümmern.

  13. 46.

    Glückwunsch! Ich dachte wirklich den rechtspopulitischen Blödsinn einiger Schrei(b)er)hier könne man nicht mehr toppen.

    "Das der afrikanische Kontinent keinen Fortschritt macht, ist nicht primär dem ehemaligen Kolonialismus geschuldet, sondern wie auch immer gearteten Clan-Strukturen, deren Folge Rechtsbeugung, Korruption und Machtmissbrauch sind."

    Das ist nicht Geschichtsklitterung, das ist schon Verweigerung der Realität. Ich will nicht behaupten dass erst durch Kolonialismus Rechtsbeugung, Korruption und Machtmissbrauch entstanden sind, er hat es aber wesentlich gefördert. Egal ob "Hänge-Peters" oder Leopold II, sie sind oder waren die großen Vorbilder für Clans und Diktatoren. Der Kolonialismus hinterließ ein zerschundenes Land wo das anschließende Machtvakuum und willkürlich gezogenen Grenzen schreckliche Folgen hatte, bzw. immer noch hat.

    Der Rest ihres "Kommentars" sind die üblichen Phrasen der Rechtspopulisten und -extremen.

  14. 44.

    "Ich habe für Kriminelle generell null Verständnis, egal welche Herkunft die haben."

    Und wieder kann man sie beim Lügen beobachten. Sie haben für Kriminelle sogar allergrößtes Verständnis wenn es sich z.B. um die Terrorserie in Neukölln habdelt. Da lassen sie nichts unversucht deren Taten zu verharmlosen und zu vertuschen.

  15. 43.

    Habe ich das jemals behauptet?

    Oh, sie wollen uns schon verlassen? EOD würde implizieren sie hätten eine Diskussion beendet. Dabei haben sie nie eine Diskussion eröffnet, bzw. haben zu einer Diskussion beigetragen. Sie wollen nicht diskutieren. Sie agitieren und ich habe schon bessere Versuche von ihnen gesehen.

  16. 42.

    Ich habe keine Ahnung, was Sie mir mit diesem Gestammel mitzuteilen versuchen, Sie verfügen aber über beeindruckend viel Phantasie. Leider ist diese in Ihrer Schwarz-Weiß-Denke gefangen. Schönes Wochenende!

  17. 41.

    Das mit der fehlenden Arbeitserlaubnis stimmt nicht. Auch Geduldete dürfen legal arbeiten. Hunderttausende von denen tun das auch. Die meisten dieser Clan Angehörigen sind zudem längst eingebürgert oder gar in Deutschland geboren. Auch aus den Clans hat der größte Teil nichts mit Kriminalität am Hut und sorgt legal für sich selbst. Den Rest muss man aber klar beim Namen nennen, die tanzen der gesamten Gesellschaft auf der Nase herum. Es gibt für Deutsche keine Entschuldigung für Kriminalität, nicht für Zuwanderer und auch nicht für Geflüchtete.
    https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Infos-fuer-Asylsuchende/arbeitsmarktzugang-asylbewerber-geduldete.html
    Damit ist für mich diese Diskussion dann aber auch mal beendet, zumal sie mit dem Artikel nur am Rande zu tun hat. Im Artikel geht es "nur" um Ordnungswidrigkeiten.

  18. 40.

    30 Jahre Duldung, kein Recht auf Arbeit und nichts. Dann irgend wann mal ausgeschlafen und festgestellt, die haben sich nicht an die Auflagen gehalten. Das Kapitalismus was mit den Menschen macht ist bekannt, nur dass er so schwere Hirnschäden verursacht, mit völligem Realitätsverlust, das hätte ich nicht gedacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Archivbild: Noel Martin nimmt in Mahlow an einer Demonstration gegen Rassismus teil (Bild: dpa/Nestor Bachmann)
dpa/Nestor Bachmann

Beisetzung in Birmingham - Mahlow gedenkt Neonazi-Opfer Noël Martin

Noël Martin ist am Freitag in seiner Heimatstadt Birmingham beigesetzt worden. Auch im brandenburgischen Mahlow wurde an den Briten erinnert, der nach einem Neonazi-Angriff 1996 vom Hals abwärts gelähmt war - und der sich stets für Toleranz einsetzte.