Symbolbild - Ein Kind malt einen Coronavirus (Bild: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Fragen und Antworten - Das ist der Berliner Fahrplan für die Kita-Öffnungen

Bis zum 22. Juni soll jedes Kind in Berlin wieder ein Betreuungsangebot erhalten. Seit Wochen wird das Angebot schrittweise erweitert. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Ab wann gilt in Berlin wieder ein Kita-Normalbetrieb?

Ab dem 15. Juni soll mit der Rückkehr aller Kinder in die Kitas begonnen werden, das hat Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Dienstag (9. Juni) angekündigt. "Spätestens ab 22. Juni werden wir die volle Betreuunsgsituation nach Kitagutscheinen haben, damit sind wir einen Monat früher, als wir uns das eigentlich vorgenommen hatten", so Scheeres. Die Liste der systemrelevanten Berufe verliert ihre Gültigkeit, die Eingewöhnung von neuen Kindern ist möglich.

Darf ich mein Kind zu den gewohnten Zeiten in die Kita geben?

Grundsätzlich sollen bis zur Rückkehr zum Regelbetrieb alle Mädchen und Jungen einen Betreuungsanspruch von maximal vier Stunden pro Tag haben. Eine Ausnahme gilt für Eltern mit systemrelevanten Berufen. Ihre Kinder dürfen in Absprache mit der Kita-Leitung länger in die Kita gehen. Die Senatsverwaltung und der Landeselternausschuss Kita (LEAK) haben immer wieder an Eltern appelliert, solidarisch zu sein und nur so viel Betreuung wie nötig in Anspruch zu nehmen.

Ich kann mich mit der Kita-Leitung nicht auf Betreuungszeiten einigen. Was kann ich tun?

Sollte sich keine einvernehmliche Lösung zwischen Eltern und der Kita-Leitung finden, können sich Eltern laut Senatsbildungsverwaltung an eine Eltern-Hotline wenden. Die Rufnummer +49 30 90227-6600 ist von Montag bis Freitag zwischen 9.00 Uhr und 15.00 Uhr besetzt.

Dürfen Tagsmüttern oder -väter wieder Kinder aufnehmen?

Tagesmütter und -väter dürfen seit dem 25. Mai wieder alle Kinder aufnehmen, die sie vor der Corona-Schließzeit betreut hatten. Durch die Betreuung in kleinen und stabilen Gruppen könnten Infektionsketten gegebenenfalls leicht nachvollzogen werden, hieß es von Seiten der Senatsverwaltung.

Wie wird die Hygiene in Kitas sichergestellt?

Die Bildungssenatsverwaltung hat bislang darauf hingewiesen, dass die Hygiene in der Verantwortung der Kita-Träger liege. Analog zum Muster-Hygieneplan für Schulen haben die Kita-Träger Anfang Mai ein Empfehlungsschreiben der Senatsverwaltung erhalten. Darin heißt es unter anderem, dass Eltern eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sollten, wenn sie ihre Kinder bringen oder abholen. Kita-Erzieherinnen und -Erziehern soll das Tragen von Masken grundsätzlich möglich sein. Außerdem soll die Betreuung in möglichst kleinen Gruppen stattfinden. Denkbar seien Vormittags- und Nachmittagsgruppen oder eine Betreuung an versetzten Wochentagen. Dazu sagt die Bildungssenatorin: "Die konkreten Maßnahmen vor Ort hängen natürlich davon ab, wie viele Kinder tatsächlich in jeder einzelnen Einrichtung sein werden.

Was ist mit Betreuungspersonal, das den Risikogruppen angehört?

Wer einer Risikogruppe angehört, soll laut Empfehlung der Senatsverwaltung auf eigenen Wunsch und abhängig vom eigenen Gesundheitszustand in die Kinderbetreuung zurückkehren dürfen. Wie hoch der Anteil des Betreuungspersonals in der Risikogruppe ist, konnte die Bildungssenatsverwaltung nicht beantworten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat jedoch schon in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass wegen des wachsenden Betreuungsanspruchs immer häufiger Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten müssten, die besonders gefährdet seien. "Arbeitsmedizinische Vorsorgegespräche finden nicht immer statt", sagte der Berliner GEW-Sprecher Markus Hanisch.

Welche Möglichkeiten haben Eltern, deren Kinder nicht in die Kita können?

In Berlin ist seit dem 27. April eine private Betreuungshilfe erlaubt, damit können sich etwa befreundete Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder abwechseln. Auch Nachbarn oder Verwandte können wieder auf Kinder aufpassen. Eine solche "private, insbesondere nachbarschaftliche Betreuungshilfe" ist für maximal drei Kinder erlaubt - trotz der weiterhin geltenden Kontaktbeschränkungen.

Sendung: Abendschau, 13.05.2020, 19:30 Uhr

Kommentar

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37 Kommentare

  1. 37.

    Sie haben Kindern als Keimschleudern bezeichnet. Egal wie sauer man auf den Senat ist (und das kann ich gut verstehen). Kinder sind MENSCHEN!!! Ich kann nur hoffen, dass SIE keine Erzieherin sind.

    Und ja, ich habe seit 12 Wochen keine Minute Zeit für mich gehabt. Auch Mütter und Väter brauchen Pausen. Also lassen Sie bitte Ihre Moral-Keule im Keller.

  2. 36.

    Hallo,
    der Grund ist, dass es schlicht keine adäquate Schutzkleidung und FFP2-Masken (nicht mal für med. Personal ausreichend) oder die tatsächlich schützende Desinfektion/-reinigung zu kaufen gibt. Und zwar seid über drei Monaten.

  3. 35.

    Ich meine immer noch das Eltern sich doch hoffentlich freiwillig für ihre Kinder entschieden haben. Ich finde viel eher empörend, daß Sie mit ihrem Beitrag Eltern unterstellen Sie würden ihre Zeit nicht gern mit ihren Kindern verbringen und ihre "Freizeit" (also laut Ihrer Definition kinderlosen Zeit) vorziehen und nun seit 12 Wochen vermissen und nicht in der Lage sind ihre Kinder auch von zuhause aus zu bilden und Ihnen Lernanreize zu bieten. In der Kita in der ich arbeite sind die Eltern lieber vorsichtig und möchten für Ihre Kinder kein Risiko eingehen. Auch sie stehen dem grenzenlosen füllen der kleinen Räume skeptisch gegenüber. Ich kritisiere lediglich und nach wie vor das Vorgehen des Senats, der immer wieder kurzfristige Entscheidungen trifft ohne Rücksprache mit der Basis zu suchen. Wir sind nun mal die, die täglich ihre Gesundheit und die unserer Familien riskieren weil die Hygiene und Abstandsregeln im Kindergarten ständig verändert und aufgeweicht werden.

  4. 34.

    Leider wurden meine Zahlen sehr unübersichtlich dargestellt. Hier noch einmal:
    25.5. waren in Berlin infiziert:
    0-4 J. 96 Kinder
    5-9 J. 79 Kinder
    10-14 J. 126 Kinder
    14-19J. 192 Kinder

    Am 7.6.2020 waren infiziert
    0-4J 112 Kinder
    5-9-J. 96 Kinder
    10-14 J. 152 Kinder
    15-19 216 Kinder

  5. 33.

    warum veröffentlicht eigentlich kaum eine Internetseite die Zahlen wieviel Kinder in Berlin mit Corona infiziert sind.
    Da wird man nur duch Suchen beim Landesamt für Gesundheit fündig.
    7.6.2020 : 0-4 jährige 112 am 25.5.2020 ( als Kitas weiter geöffnet wurden: 96
    5-9 jährige 96 79
    10-14 jährige 152 126
    15-19 jährige 216 192
    Mal sehen, was in 14 Tagen ist!

  6. 32.

    Ihr Kommentar ist empörend! Kinder sind Menschen, denen ihr Alltag, ihre Bildung, ihre Entwicklungschancen genommen wurden... und das kann nicht länger beschränkt werden. Warum soviel im privaten Bereich geöffnet wird, ist fraglich, aber mir egal. Für Eltern gibt es eh seit 12 Wochen keine Freizeit.

  7. 31.

    Ich bin wirklich entsetzt !!!! Wir haben heute in unserer Kita das Trägerschreiben 14 der Senatsverwaltung bekommen und ab sofort sind alle Gruppen wieder ohne mindestabstand voll zu belegen. Unabhängig von Raum und Gruppengröße.... Ich fasse einfach nicht wie unsinnig das alles ist. Wenn ich keinen Abstand mehr zu den Keimschleuder Kindern brauche, muss ich ihn im Restaurant oder Kino oder Theater doch auch nicht mehr einhalten.... Danke jetzt schonmal am die Sesselpu... das es egal ist ob wir uns an der Basis infizieren oder nicht.

  8. 30.

    Da der Senat nur Sprüche klopft, aber nichts in die Gänge bekommt, bleibt die Initiative an uns selbst hängen.
    Seit Wochen bitten wir, dass die Erzieher, die jetzt seit 12 Wochen in der Notbetreuung arbeiten getestet werden.
    Nix passiert. Also lassen wir uns privat testen auf eigene Kosten.
    Von wegen Berlin will Erzieher testen lassen. Das ist nur mediales Gerede um in der Presse mal wieder glorreich da zu stehen, und betrifft nur einige ausgewählte Einrichtungen.
    Für unsere Mitarbeiter haben wir natürlich auch selbst Masken genäht, schon Anfang März.
    Die Trägerschreiben sind ein Witz. Das letzte kam am Feiertag( Donnerstags, Freitag war Brückentag) mit Umsetzung Montag! Wer sich auf den Senat verlässt ist wirklich verlassen.
    Was sich da am Schreibtisch ausgedacht wird ist in der Realität nicht umsetzbar.
    Vielleicht liebe Senatsmitarbeiter,einfach mal in die Kitas gehen und eine Woche dort arbeiten so als praktische Erfahrung!

  9. 29.

    OT:
    "Drosten ist OUT, heute hü, morgen hott. Keiner will mehr seine Einschätzungen hören. Die Diskussion ob Kinder Virenschleudern sind, will keiner mehr hören."
    Wenn Sie ein bisschen nachdenken würden, hätten Sie gemerkt, dass es bei dem neuen Virus vieles gibt, das unbekannt ist, und sich beinahe täglich Erkenntnisse ändern, neu ergeben, etc.
    DAS ist Wissenschaft. Bei etwas Unbekanntem kann man im Vorhinein zwar Vermutungen anstellen, wenn es Ähnlichkeiten zu Bekanntem gibt. Das hat Herr Drosten aber auch immer gesagt oder geschrieben.
    Mit dem Hü und Hott beziehen Sie sich vermutlich auf Ddie Masken... Da hatte Herr Drostenzu Beginn der Pandemie gesagt, dass es "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht sinnvoll ist, da damals nur in einzelnen Landkreisen Fälle auftraten. Außerdem gab es neue Studien, sowohl zu Masken, als auch zur Ansteckbarkeit vor Krankheitsbeginn oder Weiterverbreitung durch Kinder. Und aus diesen neuen Erkenntnissen haben sich die Einschätzungen verändert.

  10. 28.

    Haben Sie es noch nicht gemerkt? Drosten ist OUT, heute hü, morgen hott. Keiner will mehr seine Einschätzungen hören. Die Diskussion ob Kinder Virenschleudern sind, will keiner mehr hören.

  11. 27.

    Laut Drosten sind Kinder Superspreader. Und dann Kita öffnen?

  12. 26.

    Wie überall obliegt die Organisation von Mund- und Nasenbedeckung den Trägern und bei kleineren sogar der Kita-Leitung ... haha ... schon mal versucht in den letzten Wochen rückfettendes Händedesinfektionsmittel zu bestellen oder Einmalhandtücher. Wir arbeiten als Kita (freier Träger nicht 100% finanziert)seit 8 Wochen im "Notbetrieb" und der Senat hat es geschafft .... oh wie feierlich...hurra... nach sage und schreibe 7 Wochen und 14. Trägerschreiben einen Musterhygieneplan an die Kitas zu schicken. Wie immer an einem Freitag weit nach 20 Uhr. Würden wir als freier Träger uns auf den Senat verlassen, hätten wir wir schon längst geschlossen oder alle Eltern auf dem Schoß sitzen, weil sie nicht mehr weiter wissen, überfordert sind und dankbar für jede Minute analoge Sozialmedia.
    An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle Eltern, die ihre Kita unterstützen mit Dingen, die uns Fachkräften den Alltag erleichtern, großen und kleinen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern....Danke

  13. 24.

    Ich finde, Kinder haben mehr Sozialverhalten und Abstandsetiquette als viele Erwachsene.
    Man wird von sämtlichen Erwachsenen am Tag mit knappem Abstand geschnitten, dazu dieses agressivw Anti-Masken-Halbstarken-Klientel.
    Kinder habe ich in den letzten Wochen hingegen als sehr diszipliniert erlebt.
    Und warum sollen die Eltern, die arbeiten müssen und den Laden bezahlen den Lehrern, die für 100% Homeoffice machen, obwohl sie dafür bezahlt werden, deren Arbeit auch noch machen?
    Die Eltern habem kein Problem mit ihren Kindern sondern ein Zeitproblem.

  14. 23.

    Nochmal ein kleiner Nachtrag - es ist der Senatsverwaltung für Jugend und Familie heute leider nicht !!! gelungen das groß angekündigte Schreiben zur Umsetzung ihrer Pläne an die Leitungen und Träger zu schicken. Daher haben wir immer noch keinerlei Handreiche wie es nun ab Donnerstag weitergehen soll. Dafür ist es aber gelungen bei Twitter ein "Heut ist Tag der Kinderbetreuung und da wollten wir mal Danke sagen" Tweet zu verfassen. Das können sie sich sparen. Das ist inzwischen wirklich mehr als lächerlich. In der Öffentlichkeit verkaufen sich die Damen und Herren als die großen Elternfreundlichen Macher aber hintenrum sieht es komplett anders aus. Da wird auf dem Rücken der Kinder, der Eltern und den Kitas Politik betrieben und sich damit gebrüstet, Berlin sei Vorreiter im Kita-Öffnungs-Konzept. Um nochmal auf die Überschrift dieses Artikels zurück zu kommen "So ist die Kita Notbetreuung in Berlin geregelt" hier die Antwort : Sie ist gar nicht geregelt !

  15. 22.

    Ja, das frage ich mich auch - denn dann sind plötzlich alle anderen nicht mehr systemrelevant? Vorallem wie lange soll dieser Zustand gehen?

  16. 21.

    Warum lese ich in diesem Bericht eigentlich nichts davon, dass ab dem Moment, in dem die Vorschüler in die Kitas kommen, alle Kinder nur noch einen Anspruch auf bis zu vier Stunden Betreuung in der Kita haben? Das gilt übrigens auch für Systemrelevante - für die sollen aber im Einzelfall (!) längere Betreuungszeiten vereinbart werden können.
    Allen berufstätigen Eltern einen schönen Start in die neue Woche, und den Kita-Leitungen viel Kraft beim Planen!

  17. 20.

    Ich bin Erzieherin und könnte ausflippen wenn ich miterlebe wie mit Gewalt jetzt wieder die Kitas vollgepropft werden. Ab Donnerstag sollen wir plötzlich 40 !!! Kinder mehr betreuen ( 30 Vorschulkinder + Geschwister). Zur Zeit sind es 20 Kinder, die im Wechsel vom überhaupt verfügbarem Personal betreut werden können (einige Kolleginnen gehören der Risikogruppe an). Wir werden von den Eltern angefeindet weil wir die Gruppengröße klein halten, die Spielbereiche aufteilen etc... . Und wieder gibt es für uns durch den Feiertag weder genug Zeit zur Planung, noch Schutzkleidung für die Kollegen oder auch nur eine Handhabe, wie mit Risikokollegen umzugehen ist (Homeoffice ist ja schlecht in dem Beruf). Es wird nicht das Gespräch mit der Basis gesucht, sondern wie immer von oben herab entschieden. Danke Frau Scheeres, gut gemacht.

  18. 19.

    In Parks werden die Kinder zurechtgewiesen, wenn sie zu laut sind beim Spielen oder anderen zu nahe kommen, in der Öffentlichkeit werden sie angeschrien, wenn sie eine Rasenfläche vor einem Mehrfamilienhaus betreten. Wehe sie bemalen den Bürgersteig mit Kreide! Im Hinterhof dürfen sie nicht spielen, weil die Tontöpfe Vorrang haben und in der Wohnung (kein Garten, kein Balkon) kommen die Nachbarn hoch und Beschwerden sich über den Lärm. Abgesehen davon: Welcher Arbeitgeber macht das noch lange mit? Der Gesellschaft ist nicht mit Millionen neuer ALG1 oder 2-Beziehen gedient.

  19. 18.

    Wollen Sie tatsächlich den Krieg als Vergleich heranziehen? Sie scheinen selbst keine Kinder zu haben (oder es ist zu lange her). Kinder, insbesondere die in der Stadt, die von jeglicher Art sozialem Kontakt abgeschnitten sind. Weder Freunde zu treffen, kein Spielplatz, auf dem sie sich austoben können, teilweise ist es sogar verboten, sie in Lebensmittelgeschäfte mitzunehmen. Super für Alleinerziehende mit Kleinkindern. Soll man die alleine Zuhause lassen?

  20. 17.

    Hat mal jemand nach früheren Epidemien, wo massenhaft Leute starben und zum Teil auf der Straße lagen, jemand danach gefragt, was das mit Kinderseelen macht? Oder, aus aktuellem Anlass: was war mit den Kindern, die Kriege erlebt haben und zum Teil tagelang in dunklen Bunkern oder in Häusern unter Beschuss sitzen mussten? Auch diese Kinder sind groß geworden und haben nicht alle ein lebenlanges Trauma erlitten. Kein Mensch hat Anrecht darauf, seine ganze Kindheit lang in Watte gepackt aufzuwachsen, wir müssen uns den Lebensumständen beugen und klarkommen. Esgibt eine Menge Selbstheilungskräfte, auch im seelischen Bereich. Wir haben jetzt einen absoluten Ausnahmezustand, eine Pandemie. Da muss es doch mal möglich sein, einzusehen, dass jetzt nicht alles normal laufen kann. Und kein Kind muss eingesperrt sein, wir dürfen schließlich raus und z.B. in Parks gehen. Das ist Jammern auf hohem Niveau.

  21. 16.

    Wir müssen reden und handeln:
    In Bezug auf die Kinder. Mit den Kindern. Für die Kinder.
    Mit den Politikern, die schlicht ohne ausreichende Datengrundlage falsche weil unangemessene Maßnahmen ergriffen haben und dem Deutschen Volk massiven Schaden zugefügt haben. Insbesondere den Kindern. Aus meiner Sicht ist das, was durch die Regierung(en) derzeit verordnet wurde die geschichtlich größte staatliche Kindswohlgefährdung seit Jahrzehnten.
    Untereinander, um wirkliche Demokratie zu leben.
    Artikel 20 GG: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.[...]Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

  22. 15.

    Die Regeln der Vergangenheit bedeuteten Zwangsisolation aller kleineren Kinder von allen familienfremden wichtigen Personen. Was macht Massenpanik mit Maskentragen und sich von ihnen wegen des Sicherheitsabstandes entfernenden Erwachsenen mit Kinderseelen? Was die existenziellen Ängste und entsprechendes (Angst essen Seele auf) Verhalten der Eltern, wenn sie mit ihnen wochenlang eingesperrt sind? Was macht der Anblick eines demonstrativ abgesperrten Spielplatzes mit Kindern? Was, wenn alle im Herbst "Infektionsketten" verfolgen werden, sie Teil davon sind und sich mal nicht die Hände richtig gewaschen haben und sich nun schuldig fühlen.

  23. 13.

    Ich finde allein dieses inflationäre Wort 'Betreuung' hier deutlich fehl am Platz. Kinder benötigen jemanden der sich Ihnen annimmt, der ihnen Zeit widmet und der sie bildet. 'Betreuung', wie es hier oft verwendet wird, ist wie ein bisschen Pampe auf den Teller geklatscht um nur etwas satt zu werden. Anders ist es auch nicht, wenn man nebenbei im Home Office arbeitet und Kinder "betreut".
    Die Würde der Kinder ist in diesen Zeiten in der Tat angetastet! Und darum geht es. Das sollten eigentlich alle begreifen, auch diejenigen, die das nicht so anstrengend finden.

  24. 12.

    Entschuldigen Sie bitte, aber Mundschutz für Erzieherinnen? Wie wollen Sie denn das den Kinder beibringen? Es funktioniert so nicht und die Erzieherinnen sollen sich einfach einmal mehr die Hände waschen. Desinfektionsmittel oder Papierhandtücher kosten Geld und sind durch die Träger meist nicht leistbar, genauso wie Kleingruppen.

  25. 11.

    Das war doch der ewige Streit, zwischen Betreuungsgeld (Herd-Prämie)und Anspruch auf einen Kita Platz. Obwohl gar nicht sichergestellt war, dass für alle ein Kit Platz zur Verfügung steht hatte man sich dafür entschieden. Wer keinen Platz bekam durfte klagen. Ist doch gar nicht lange her.In Bayern hat man das dann, ohne den Bund auf Landesebene geklärt!
    Statt des als "Herdprämie" verspotteten Betreuungsgeldes und des Landeserziehungsgeldes sollen Eltern von ein- bis zweijährigen Kindern künftig ein Familiengeld bekommen – egal, wie ihre Kinder betreut werden. So ist das wenn alle recht haben, dann bleibt eben alles auf der Strecke, wenn keine Einigung besteht. Da ist der Platz kostenlos, da muss gezahlt werden. Jeder wie er will. Wie in einem Irrenhaus. Frauen fallen in alte Strukturen zurück, bei Herd-Prämie. Gehen dann nicht mehr arbeiten. Der Witz des Jahrhunderts, bei den paar "Kröten"!

  26. 10.

    Diese inkompetente Senatorin Fr. Scheeres sollte sich lieber erst mal Gedanken machen, wie sie ihr Personal vor Ort schützen kann. Es gibt Einrichtungen in denen die Fachberatung, Leitungen oder Träger dem Personal verbieten Mundschutz zum Selbstschutz zu tragen! Absolut verantwortungslos!

  27. 9.

    Ihr Sohn hat Sozialkontakte, oder lassen Sie ihn den ganzen Tag allein? Was fehlt, ist finanzielle Unterstützung für Familien, beispielsweise eine vom Bund finanzierte Freistellung mindestens einen Elternteils, damit man sich nicht zwischen Kind und Beruf zweiteilen muss.

    Alles andere wälzt die Krise auf die Schultern von Erzieherinnen ab, die oft selbst zu Risikogruppen gehören. In den meisten Kitas ist es schlicht unmöglich, sich an die Hygienevorschriften zu halten, wenn mehr als ein Viertel der Kinder da sind. Wir Eltern sollten uns dafür einsetzen, dass wir, unsere Kinder UND die Erzieher geschützt sind, und das geht im Moment nur, wenn so viele von uns wie möglich sich selbst um ihre Kinder kümmern.

  28. 8.

    Was ist aber mit den Eltern, bei denen ein Teil systemrelevant ist und der andere Teil im "starren" Home-Office arbeitet?
    Gilt dann auch die o.g. Einzelfallentscheidung? Oder ist der systemrelveante Beruf ausschlaggebend? In unserer Kita wird in dem Fall dann so entschieden, dass Home-Office als Betreuung gilt, auch bei einem Elternteil mit systemrelevanten Beruf. Das finde ich nicht richtig. Es muss für die KITAS deutlich gemacht werden, was für jeden einzelnen Fall gilt und es soll keine Willkür geben.

  29. 7.

    Hallo, es ist eine Frechheit wie mit unseren Kindern umgegangen wird. Kinder haben auch Bedürfnisse ob große oder Kleine. Die Kitas müssen unbedingt wieder aufgemacht werden. Das ist doch kein Zustand mehr für unsere Kinder. Unser Sohn ist 2,5 Jahre alt und für ihm ist es schwierig solange ohne Sozialkontakte usw klar zukommen. Es wird mehr als Zeit auch an unsere Kinder und an die Familien zu denken.

  30. 6.

    Wenn ich lese, dass einem vorgeworfen wir, ein paar Wochen Betreuung seien wohl zu viel, geht mir die Hutschnur hoch!!! Lieber Vater, dessen Tochter 4 Tage die Woche bei ihm ist: Bravo! Das macht 3 Tage "kinderfrei". Wir haben 3 davon. 11, 9, 3. Die Großen werden mit Schulaufgaben vollgehäuft, das Homeoffice soll Ergebnisse liefern und dazwischen saust der Dreijährige rum. Und das seit 6 Wochen ohne Aussicht auf Besserung, abgesehen davon dass wir vielleicht demnächst wieder außer Haus arbeiten dürfen... Nein, sollen. Ich persönlich unterschreibe die Notwendigkeit der getroffenen Maßnahmen aus Epidemieschutzgründen aber es ist verdammt nochmal richtig hart. Und zwar 7 Tage die Woche, 24 Stunden. Ohne Pause. Also halten Sie sich bitte mit solchen selbstgefälligen Kommentaren etwas zurück.

  31. 5.

    Die einzigste Ressource, die noch nicht völlig ausgeschöpft ist, mit der aber leider die Regierung täglich kalkuliert, ist die Leistung der arbeitenden Eltern, des Mittelstandes. Man fühlt sich wie Marionetten und hat keine Zeit zu verschnaufen, in jeder Hinsicht wird volle Leistung verlangt. Die Burnout- Fälle oder ähnliche psychische Erkrankungen häufen sich. Nur damit die Wirtschaft am Laufen gehalten werden kann.

  32. 4.

    Natürlich ist das aus Infektionssicht keine gute Lösung. Aber was ist denn die Alternative zur Kita wenn der Jahresurlaub aufgebraucht ist? Nicht die Betreuung ist anstrengend sondern die finanzielle Situation. Alle die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben sollten sich mal lieber fragen, ob sie vielleicht auf die Rente über ALG2 verzichten wollen. Rentner haben 0% Finanzeinbußen, Angestellte in Kurzarbeit 20-50%, Selbstständige und Alleinerziehende bis zu 100%. Da würde ich mal eher nach dem Fehler suchen...

  33. 3.

    @TruElla
    Ich sehe das ganz genauso... In den Kitas werden jetzt Konflikte ausgetragen, die da nicht hingehören und das Klima in den Einrichtungen nachhaltig prägen werden. Eltern die keinen Platz bekommen und Erzieherinnen die sich nicht geschützt fühlen.
    Wenn die Einrichtungen zu voll werden, müssen sie sich selbst kümmern... Und einige Einrichtungen sind jetzt schon recht voll... Bei uns sind es aktuell 30 %.
    Wer soll denn bitte das organisieren??? Bei all den unterschiedlichen Bedürfnissen der Eltern?
    Die Kitapolitik des Senats ist meinen Augen eine absolute Katastrophe.
    Aus Sicht der Eltern und der Pädagogen...

  34. 2.

    Ich bin selbst Vater einer vierjährigen und lebe getrennt. Meine Tochter ist vier Tage pro Woche bei mir. Jeder weiß, wie schnell sich Krankheiten in Kitas verbreiten. Und genau das ist der Grund der Schließungen. Kleinkinder können einfach keinen entsprechenden Abstand halten. Und die Kinder können sich bei den Eltern anstecken und das in die Kita tragen usw. Alle die sich beschweren sollten sich einmal Gedanken machen, wieso Sie Kinder wollten wenn ein paar Wochen Betreuung am Stück anscheinend zu anstrengend sind.

  35. 1.

    Ich finde es nach wie vor eine Frechheit, wie zur Zeit mit Familien und den Bedürfnissen der Kinder umgegangen wird. Auch wie die Träger mit der Organisation allein gelassen werden und sich z.T. mit stark geforderten Eltern auseinander setzen müssen. Hygiene über Menschenwürde. Wo sollen die Kinder denn den Virus her haben? Seit sechs Wochen sind die Kinder isoliert und eingesperrt gewesen.

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