Menschen gehen im Tempelhof Feld spazieren (Quelle: dpa/Abdulhamid Hosbas)
Bild: dpa/Abdulhamid Hosbas

Wenig Verstöße gegen Corona-Regelungen - Berliner Polizei zieht positives vorläufiges Oster-Fazit

Warmes Wetter, freie Tage  - viele hatten befürchtet, dass Ostern dazu führen würde, dass die Menschen sich weniger an das Kontaktverbot halten würde. Doch die erste vorsichtige Bilanz der Polizei zeichnet ein anderes Bild.

An den Osterfeiertagen haben sich die Menschen in Berlin laut einer ersten vorsichtigen Einschätzung der Polizei überwiegend an die Corona-Regeln gehalten. Trotz des guten Wetters seien die verordneten Einschränkungen von den Bürgern gut angenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Montagvormittag. Natürlich habe es auch nicht so einsichtige Menschen gegeben. Doch ihre Zahl habe sich im Rahmen gehalten. Die Polizei arbeite derzeit noch an der täglichen Bilanz mit aktuellen Zahlen zu den Verstößen.

Zu einem besonders dreisten Verstoß kam es in der Nacht zu Montag in Mitte - dort feierte eine 16-Jährige ihren Geburtstag mit 31 Gästen - in einer von der Mutter offenbar eigens zu diesem Zweck angemieteten Wohnung.

An Ostern gab es dieses Jahr viel Sonnenschein: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte in Berlin am Ostersonntag Temperaturen von bis zu 24 Grad. Die Polizei hatte daher zuvor befürchtet, dass es viele Menschen nach draußen ziehen könnte. Über die Feiertage kontrollierte sie die Einhaltung der Abstandsregeln mit mehr Einsatzkräften als üblich - auf den Straßen, in Parks, Wäldern, auf dem Wasser und an den Seen.

Vereinzelt größere Gruppen unterwegs

Am Sonntag versammelten sich vereinzelt größere Gruppen, beispielsweise im Tiergarten. Am Jagdschloss Grunewald genossen Hunderte Menschen das schöne Wetter am Wasser, auch zur Krummen Lanke in Dahlem kamen viele Besucher, ebenso auf das Tempelhofer Feld. Der Volkspark Wilmersdorf war ebenfalls wieder gut gefüllt. Am späten Nachmittag sprach die Polizei dennoch insgesamt von einer entspannten Lage.

Auch in Brandenburg zeigte sich die Polizei zufrieden mit ihrer Bilanz des Osterwochenendes.

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29 Kommentare

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  1. 29.

    Egal was man jetzt den Politikern und Ordnungshütern vorwerfen mag, aber scheinbar haben Viele nicht richtig mitbekommen, dass diese Situation auch für die Politiker eine absolut Neuland war und diese ganzen eingeführten Maßnahmen von jetzt auf sofort umgesetzt werden mussten.
    Wir können dankbar sein, dass es bei uns in Deutschland dadurch noch relativ glimpflich abgelaufen ist, das wir nur eine Ausgangsbeschränkung sowie nicht diese enormen Anzahl an Todesfällen haben und auch nicht diese harten Sanktionen wie sie in den Nachbarländern vorgegeben wurden mit teilweise weiterer Ausgangssperre wie ich gestern gelesen habe bis zum 11.Mai.
    Sicherlich sind da so einige Dinge die hätten besser laufen können, aber man muss jetzt auch mal feststellen wie relativ geordnet, diese ganze Situation mit fast allen Parteien ohne die üblichen Differenzen gelaufen ist und das sollte man auch mal erwähnen.

  2. 28.

    Am besten sind nun die, die leugnen, dass draußen viel los war, mehr als an WE ohne Corona. Waren wohl selber die, die die Vielen waren, die wir alle gesehen haben, die keinen Abstand hielten, sich sonnten statt zügig der sportlichen Betätigung nachzugehen, wie es vorgeschrieben ist. Oder gar den 16. Geburtstag mit 31 Freunden in einer eigens dafür angemieteten Bude feierten.
    Ich finde es nicht schlimm, soll jeder machen, wie er denkt, aber nicht wundern, wenn er dann 2 Wochen daheim bleiben muss und das OA wenigstens an Werktagen vorbeikommt zur Kontrolle.

    Ich selber würde auch gerne mehr draußen abhängen, also ohne mich stets zu bewegen, weil ja nur Sport und Bewegung an der frischen (wo?) Luft erlaubt sind. Ich würde dabei dann gerne nicht totgetrampelt :-)
    Was also tun? Weit nach Brandenburg rausfahren. Das Land ist so groß... sooo viel Platz... Störche ganz viele. Seen - mehr als Krumme Lanke und Schlachti - für jeden einen. Und nur an den großen Seen sind Kontrollen.

  3. 27.

    Die Polizei kann nur darüber ein Fazit abgeben, was sie im Blick hatte. Das sind zumeist Orte/Plätze, an denen sie einen großen Ansturm erwarten haben. Daher kann es ja sein, dass dort ein positives Fazit gezogen werden kann. Die Polizei war aber nunmal nicht überall; kann sie auch nicht sein. Deshalb liest man hier unter vielen Kommentaren auch, dass das Fazit derer eher negativ ausfällt. Und diesen Kommentaren muss ich mich leider anschließen!

  4. 26.

    Die Politik weiß, Grundrechte beschränken geht nur eine gewisse Zeit um sich nicht der Unverhältnißmäßigkeit der Mittel schuldig zu machen... Und überhaupt dabja vieles auf die älteren Leute und und/oder die Menschen mit Vorerkrankungen abgestellt ist
    Wo war und ist denn die Fürsorge der Bundesregierung für unsere Rentner, wenn es um die Pflege Derselbigen geht...? Wo ist sie denn bei der steigenden Zahl von Armutsrentnern, die nach Jahrzehnten der Arbeit zur Tafel müssen? Und jetzt soll man die Mär vom schutzbedürftigen Rentner glauben, die uns jetzt tagein und tagaus vorgebetet wird? Hinter dieser "Grippe" steckt was anderes...

  5. 25.

    Kann ja sein, ist aber am Ende nur ihre eigene subjektive Filterblase und die stimmt nun mal nicht mit den Massen erfassungen überein.
    Das können sie gerne anzweifeln, rücken sich damit aber selbst in die Nähe von Verschwörungstheorien.
    Herrlich finde ich auch immer die Leute die extra rausgehen um ihren Blockwart raushängen zu lassen und selbst damit zum Problem werden.

  6. 24.

    So so, Sie haben den Bericht der Polizei gelesen und sich eine eigene Meinung gebildet. Woher haben Sie denn den Bericht? Und weshalb kommen Sie zu einem anderen Ergebnis als die Polizei selbst? Oder sind das einfach mal nur alles Mutmaßungen? Keine Antwort nötig. Danke.

  7. 23.

    Ja, echt. Warum ich mich das frage, habe ich geschrieben. Einfach mal lesen, so wie ich den Bericht der Polizei auch gelesen habe, aber eben zu einem anderen Ergebnis komme, soll es geben in Demokratien...

  8. 22.

    Einfach mal bis Mittwoch warten. Die Leopoldina hat vernünftige Vorschläge für eine Lockerung gemacht und Bund und Länder werden auf der Basis einen Weg finden,

  9. 21.

    @Tex: Warum manche mehr wollen als die Profis? Weil die Professionalität immer mehr abgenommen hat. Liegt selbstverständlich leider auch an den fehlenden personellen Ressourcen. Und die Disziplinlosigkeit sehr vieler Mitbürger ist leider nicht zu übersehen, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht.

  10. 20.

    „ woher der Eindruck kommt, sie würden eingehalten, ist mir völlig unklar“. Echt? Steht im Bericht. Erkenntnis der Polizei. Sagen Sie nun, die Polizei lügt?

  11. 19.

    Welche Bahnen? OA hat da nix zu suchen. Deutsche Bahn inkl. SBahn ist Sache der Bundespolizei.

  12. 18.

    Genauso am Urbanhafen und rundum, alles voll und keine Kontrollen

  13. 17.

    Naja, um es mal krass zu formulieren - ohne Einschränkungen würden mindst. ca 95% der Menschen diese Pandemie überleben. Solcher morbiden Untergangsfantasien sind jenseits jeglicher Realität. Ist ja nicht so, das man sich infiziert und dann tot umfällt - für die meisten ist es nicht mehr und nicht weniger als wie ein Grippeanfall/Erkältung oder ähnliches, viele bleiben sogar symptomlos.

  14. 16.

    Hat die Polizei oder das Ordnungsamt auch mal in die Bahnen geschaut? Die waren teilweise so voll wie vor der Kontaktbeschränkung...

  15. 14.

    Sogar die Polizei ist zufrieden, nur die Überkorrekten nicht... ich würde sagen, es ist alles in Ordnung.

  16. 13.

    Ob man die Regeln nun sinnvoll findet oder nicht, woher der Eindruck kommt, sie würden eingehalten, ist mir völlig unklar. In Spandau waren die Wiesen an der Havel voll, oftmals waren Gruppen zu dritt oder gar zu sechst (alles WG´s ?), es gab Musik und Picknick... Von Ordnungsamt und Polizei habe ich nichts gesehen.
    Also, wozu dann das Ganze? Regeln um der Regeln willen? Wenn der Wille, die Einhaltung zu kontrollieren nicht da ist und stattdessen bagatellisiert wird, dann können wir es auch ganz lassen!

  17. 12.

    Hätte es nicht besser formulieren können.

    Wünsche Allen, einen schönen Ostermontag.

    Auch wünsche ich Allen, viel Gesundheit.

  18. 11.

    Weil ja auch die Sterblichkeitsrate so enorm ist. Sie verbreiten Angst. Einsamkeit verursacht auch Krankheiten. Und depressive Menschen leiden enorm derzeit. Ein wenig emphatisch könnte jeder mal sein.

  19. 10.

    Leichtsinnig aufgeben? Der Anstieg flacht ab. Und es ging darum, dass ein kollaps des Gesundheitswesens verhindert werden musste. Wie lange wollen Sie denn noch? Und @ Falk, wir haben eine Ausgangssperre mit leichten Öffnungen. Das ist so nicht mehr hinnehmbar.

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