Reisende mit Mundschutzmaske in der oeffentlichen Verkehrsmittel in Berlin am 28. April 2020. (Quelle: imago images/Emmanuele Contini)
Bild: imago images/Emmanuele Contini

Busse und Bahnen in Berlin - BVG kehrt Montag zu Regelfahrplan zurück

Der öffentliche Nahverkehr in Berlin kehrt ab Montag vorerst wieder zur Normalität zurück. Busse, U- und Straßenbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) befördern ab dem 4. Mai Passagiere nach dem Regelfahrplan, wie die BVG am Freitag mitteilte.

Einzige Ausnahme bei den U-Bahnen bildet die U55, die normalerweise vor allem von Touristen genutzt werde. Der Betrieb der kurzen Linie werde wieder aufgenommen, wenn sie Ende des Jahres an die U5 angebunden und verlängert worden sei.

Fahrgastrückgang und Einschränkung wegen Corona

Die BVG hatte ihr Angebot in den vergangenen Wochen nach eigenen Aussagen um etwa 13 Prozent eingeschränkt, weil die Anzahl der Fahrgäste aufgrund der Corona-Krise eingebrochen gewesen sei. Die öffentlichen Verkehrsmittel seien bis zu 75 Prozent weniger genutzt worden.

Unter anderem fahren Bahn- und Buslinien derzeit noch seltener als vor Ausbruch der Pandemie. Bereits ab dem 20. April kehrten die ersten U-Bahnlinien zu den gewohnten Takten zurück. "Hinter uns liegen schwierige Wochen", sagte BVG-Vorstand Rolf Erfurt. Nun sei es Zeit, dass er  sich bei den Mitarbeitern der BVG für "ihren unermüdlichen Einsatz" und bei den Fahrgästen für "ihren besonnenen Umgang mit der Situation" bedanke.

Mindestabstand einhalten und Hauptverkehrszeiten meiden

Auch wenn Berlin zum Regelfahrplan zurückkehre, die Corona-Krise bleibe auch für den öffentlichen Nahverkehr eine Ausnahmesituation, heißt es weiter in der Mitteilung. Trotz der Vorschrift zur Bedeckung von Mund und Nase, die seit Ende April im Einzelhandel und im öffentlichen Personenverkehr gilt, müsse weiterhin ein Mindestabstand zu anderen Personen eingehalten werden.

Das sei vor allem zu den Hauptverkehrszeiten eine Herausforderung. "Wir bitten unsere Fahrgäste weiterhin, die volle Länge der Fahrzeuge zu nutzen und auch beim Ein- und Aussteigen, auf Abstand zu achten", so Erfurt. Wer es einrichten könne, solle auf Fahrten in den üblichen Hauptverkehrszeiten vermeiden.

Der Einstieg in Busse durch die Vordertüre bleibt weiterhin ausgesetzt. Der Berlkönig soll weiterhin Mitarbeiter des Berliner Gesundheitswesens zur Arbeit und von dort nach Hause fahren.

Sendung:  Inforadio, 1.5.2020, 10:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ja der Berliner Senat wird dafür sorgen, das die Busse genauso im Stau stehen wie alles in Berlin. Ab Montag fährt auch wieder der X49. Also Mega Stau auf der Heerstraße. Da die Ampelreglung an der Flatowallee falsch geschaltet ist, kommt es in diesem Bereich zu Mega Staus. Grünstreifen weg, und eine eigene Busspur nur für Busse wäre genial. Vom Theo bis nach Spandau. Aber die Politik bremst lieber den ÖPNV aus.

  2. 3.

    Dann sind also diese ohnehin störenden sogenannten PopUp Radwege am Montag auch verschwunden, ober wo sollen die Busse zum Beispiel fahren? Auf der einzig noch verfügbaren Fahrspur? Viel Spaß.

  3. 2.

    Ich denke auch damit könnte man die Masken Pflicht im ÖPNV langsam beenden und die Leute eher wieder an das Abstandsgebot erinnern.
    Das ist übrigens auch in Asien der große Vorteil und nicht die versifften Gesichtslappen.

  4. 1.

    Super. Die Argumentation, in den ausgedünnten Öffis sei es so voll, dürfte für die Maskenpflicht ja dann obsolet sein...

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