Symbolbild: Ein Briefzentrum in Deutschland (Quelle: dpa/Gregor Fischer)
Bild: dpa/Gregor Fischer

Corona-Ausbruch in Potsdam-Mittelmark - Vier Mitarbeiter des Postverteilzentrums Stahnsdorf infiziert

In einem Postverteilerzentrum in Stahnsdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) haben sich vier Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Eine Person stammt aus Potsdam-Mittelmark, eine aus Potsdam und zwei aus Berlin, wie der Landkreis am Samstag mitteilte.

Die Kreisverwaltung kündigte an, die Beschäftigten auf das Virus zu testen: "Beginnend mit der Nachtschicht von Sonntag auf Montag werden alle Mitarbeiter/innen abgestrichen." Pro Schicht arbeiteten rund hundert Menschen in dem Postverteilerzentrum. Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine" berichtet.

Bei 527 Menschen wurde im Landkreis die Erkrankung nachgewiesen (Stand Samstag 14.30 Uhr) - das sind sechs mehr als am Vortag. 41 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben, 227 haben sich von der Krankheit Covid-19 erholt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.05.2020, 12 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Hauptsache der Laden läuft und die Zahlen stimmen. Auf die Einhaltung von Mindesabständen wird weniger geachtet. Schutzmassnahmen wurden im BZ erst sehr spät umgesetzt als das Virus schon im Lande die Runde machte. Nun hat der Virus die ersten Leute getroffen. Mal gucken wann die Chefetage vernünftige Massnahmen umsetzt
    Mich wunderts das die Schicht nicht in Quarantäne geschickt wird wenn dort der Virus festgestellt wurde. Sollen sich die Familien noch anstecken und die restlichen kollegen?

  2. 7.

    Das erinnert mich an einen damals vermuteten Antrax Anschlag in mehreren Standart-Briefsendungen. Es wurde ein weißes Pulver in einer kaputten Briefsendung vorgefunden und Alarm geschlagen. Wir Nachtschichtler, die wir in der Briefordnerei ( BO i.BZ 10) tätig waren, wo auch Regierungspost eingeliefert wird, protestierten, da anfangs keine Schutzmaßnahmen vorgenommen wurden. Erst auf Druck vom Betriebrat (Verdi ) bekamen wir extra Handschuhe und Schutzmasken in der BO.

  3. 6.

    Vielleicht noch ein Nachtrag zu meinem vorigen Beitrag
    Ich arbeite selbst in solch einem Briefzentrum und kurz nach den allgemeinen Warnungen allerseits wurde ERST AUF DRUCK DER MITARBEITER Maßnahmen von den Vorgesetzten angeordnet zwecks Einhaltung von Sicherheitsabständen.
    DANKE DEUTSCHE POST FÜR DEN "SORGSAMEN " UMGANG MIT EUREN MITARBEITERN

  4. 5.

    Ungefähr so habe ich es auch vermutet... da wundert es einen nicht, wieso dort - wie auch in der Fleischindustrie - Verhältnisse herrschen, die Infektionen Vorschub leisten...
    Ein Grund mehr, möglichst wenig in meinem Einzugsgebiet mit Mitmenschen in Kontakt zu treten. Die Menschen dort gehen in die örtlichen Supermärkte, um sich zu versorgen... hm.... Die Infektionszahlen sind für Potsdam Mittelmark eh die höchsten... total toll.. direkt nebenan...

  5. 4.

    Naja, ich nenne sie Lohnsklaven. Hier im Artikel geht es um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „innerhalb“ des Briefzentrums 14. Diese kommen mehrheitlich (99%)nicht in Kontakt mit den Zubringer-Sklaven, die sich die Post AG nun zu eigen gemacht hat mit recht dubiosen Verträgen. So auch wie diese, die täglich jetzt in Privatfahrzeugen herumfahren um die Briefkastenleerungen zu erledigen. Dann gibt es noch die Fahrer, welche die verarbeiteten Sendungen in den Briefzentren zu den jeweiligen Zustellstützpunkten transportieren. All diese Tätigkeiten haben in der Vergangenheit fest angestellte Fahrer der Post erledigt. Doch davon hat sich die Aktien Post schon längst verabschiedet. Zum Leidwesen d.Gewerkschaft Verdi. Selbst die Stundenweise ( täglich nur 4 Std.)eingesetzten Kräfte in den Briefzentren bekommen keine festen Verträge. Müssen „schnell“ Malochen ( siehe Bild z.Artikel ), dürfen nicht ausfallen wegen Krankheit u.a. Denn sonst wird der befristeten Vertrag nicht verlängert.

  6. 3.

    Ja bei der Post besteht dringender Handlungsbedarf was die Abstandsregelung betrifft. Hier werden die Empfehlungen von virologen und der Bundesregierung seit Anfang der Epidemie mit Füssen getreten. Als ob es diese überhaupt nicht gibt. Aber Profit scheint hier wesentlicher als die Gesundheit der Mitarbeiter.

  7. 2.

    Aus privaten Gründen fahre ich oft dort vorbei. Unser Chor ist in der Nähe. Mich würde interessieren - Lothar, vielleicht weisst Du es ja sogar - ob die ganzen Polnischen und anderen Post-Zuarbeiter (wie nennt man diese Sklaven korrekt??), die dort mit dem ich sage mal "Sprinter" reinfahren, auch dort ein und aus gehen. Ich frage mich sowieso, wie die Polen das machen, trotz geschlossener Grenzen...

    Wie ist das bei Amazon? Es gibt ja noch ein paar mehr Sklaventreiber als nur die Post...

    Ist nicht gerade beruhigend, dass wieder dank schlechter Hygiene/Vorsorge der Virus in unsere Nähe getragen wird.

  8. 1.

    Das ist das Briefzentren 14 ( Stahnsdorf)Liebes rbb24 Team. Eigentlich bin ich nicht sonderlich überrascht darüber. Im Grunde müßten ebenso das Bz 13 ( Henningsdorf )Bz 12 ( Schönefeld ) Bz 10 ( Tempelhof ) dringend überprüft werden, da in den Briefzentren jeweils nur ein Pausenraum zur Verfügung steht. Dort sitzen dann die Kolleginnen u.Kollegen dicht gedrängt an den Tischen. Es sei denn, die Oberen haben rechtzeitig für mehr Platz gesorgt. Aber das entzieht sich meiner Kenntnis.

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