Dr. Julia Fischer erklärt in einem Video dern Begriff "Resilienz". (Quelle: rbb)
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Video: rbb|24 | 11.05.2020 | Material: rbb spezial | Bild: rbb

Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Resilienz: So entsteht unsere psychische Widerstandskraft

Die Corona-Krise ist für viele eine psychische Herausforderung: Stress, Angst und Unsicherheit nehmen zu. Dabei kommen manche mit der neuen Situation besser klar, als andere. Woran das liegt, erklärt Dr. Julia Fischer.  

Anmerkung: Die Erklärvideos entsprechen dem Wissensstand des Ausstrahlungsdatums. Da zu dem neuartigen Coronavirus noch nicht viel bekannt ist, sind viele Erkenntnisse medizinisch und wissenschaftlich noch nicht ausreichend gesichert und durch Studien belegt.

Das Fachwort lautet Resilienz. Es bedeutet so viel wie Widerstandskraft und beschreibt die Fähigkeit, die psychische Gesundheit auch in Stresssituationen aufrecht zu erhalten. Dass belastende Situationen gar keine oder nur kurzzeitige Auswirkungen auf die Stimmung haben.

Weniger resiliente Menschen haben in schweren Zeiten eher mit Depressionen, Angst und Hoffnungslosigkeit zu kämpfen. Aber warum sind einige von uns widerstandsfähiger als andere? Nur 1/3 der Resilienz ist angeboren. Ein weiteres Drittel ist das Ergebnis unserer Erziehung; Waren Eltern in der Kindheit ängstlich oder haben uns wenig zugetraut? Das kann die Ausbildung der Widerstandskraft mindern. Und ein Drittel haben wir selbst in der Hand: wir können Resilienz lernen!

So kann man Resilienz lernen

Ein wichtiges Stichwort ist Selbstwirksamkeit. Menschen, die an sich glauben und daran, dass sie auch größere Aufgaben bewältigen können, sind resilienter. Dafür kann es helfen, den Alltag zu strukturieren und sich morgens drei realistische Ziele aufzuschreiben. Sie abends abzuhaken, macht stolz und motiviert. Es hilft, die Schuld an etwaigen Problemen nicht anderen zuzuschreiben, sondern sie selbstbewusst selbst anzupacken. Jeden Tag ein bißchen mutiger sein, auch das kann man lernen. Wer sich in negativen Gedanken verliert, sollte zur Ablenkung etwas mit den Händen machen: aufräumen, basteln, kochen, sporteln. Wichtig ist ein soziales Netzwerk, das stärkt und motiviert. Resiliente Menschen nehmen Unterstützung von anderen an. Wer allein ist, kann auch im Internet an sog. Resilienz-Foren teilnehmen.

Wir sollten alle etwas für unsere Widerstandskraft tun. Um diese Zeit gut zu bewältigen und vielleicht sogar an ihr zu wachsen.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Aha. Da fehlt wohl Einiges! Die psychische Widerstandskraft resultiert wohl nicht nur aus Erbgut, Erziehung und Erlernen sondern ist häufig das Ergebnis von schlechten Erfahrungen (Trauma). Da helfen keine netten Worte und Aufforderungen wie mutig zu sein! Ich nehme an, Psychologie ist nicht Ihr Fachgebiet!

  2. 2.

    Hey Erklärbär- Tante: Psychische Stabilität kommt ganz sicher nicht von der Maßnahme, den Menschen ihre Lebensgrundlage zu nehmen. Das lernen Sie noch.

  3. 1.

    Immer wieder klasse. Gebt ihr mehr Zeit.

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