Ein Schild klebt an der Scheibe eines Zuges im Bahnhof Alexanderplatz und weist auf die Maskenpflicht hin (Quelle: DPA/Paul Zinken)
Bild: DPA/Paul Zinken

930 neue Corona-Fälle - Berlin meldet zweithöchsten Tageswert an Neuinfektionen

In Berlin sind am Montag 930 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das geht aus dem Corona-Lagebericht des Senats hervor [berlin.de/corona/lagebericht].

Das ist der zweithöchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Lediglich vergangene Woche Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden mehr neue Fälle gemeldet (971). In Berlin wurden damit 27.023 Infektionen von Sars-CoV-2 nachgewiesen, dem Virus, das Covid-19 auslösen kann.

An Wochenenden kommt es oft zu Verzögerungen bei der Meldung neuer Infektionen an die zuständigen Behörden. Zwischen Samstag und Montag sind die offiziellen Tageswerte deshalb meist unvollständig. Entsprechend enthalten die Zahlen ab Dienstag viele Nachmeldungen.

Alle Bezirke übersteigen kritischen Wert

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit der Krankheit ist um einen Fall auf 251 gestiegen. 9,2 Prozent der Intensivbetten in den Kliniken der Stadt sind momentan mit Covid-19-Patienten belegt. Von den sogenannten Corona-Ampeln des Senats zeigt nur noch eine Grün.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz - also die Anzahl neuer Fälle innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner - liegt nun berlinweit bei 131,8 (Sonntag: 122,7). Am stärksten betroffen ist nach wie vor Neukölln mit einer 7-Tage-Inzidenz von 290,7, gefolgt von Mitte (201,7) und Friedrichshain-Kreuzberg (168,7). Am niedrigsten sind die Werte weiter in den östlichen Bezirken der Stadt. Allerdings übersteigen nun alle den kritischen Grenzwert von 50.

Sendung: Abendschau, 26.10.2020, 19:30 Uhr

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21 Kommentare

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  1. 21.

    Am ersten Wochenende mir Sperrstunde und Alkoholausschankverbot ab 23 Uhr war ich um 0: 30 mit der U- Bahn nach hause untetwegs. Am Bahnhof Zoo stieg eine größere Gruppe junger Leute ohne Maske laut gröhlend, jeder mit einer Bierflasche in der Hand. Auf meinen Hinweis, dass Maskenmuffel 50€ Bußgeld zahlen müssen, antwortete man mir lachend, dass ein Clubbesuch mehr als 50€ kostet. Das Bußgeld ist demnach viel zu niedrig. 250 € wie in München wäre zu erwägen.
    Ich stieg dann an der nächsten Station aus und nahm die nächste Bahn.

  2. 20.

    "Da passt es ja gut dass neben den Kneipen nun auch die Tankstellen gegen die Sperrstunde klagen. Wie krank ist das denn? "

    Ich glaube Sie verkennen das Wesen des Problems. Bei den Pächtern ist es keine Frage des Profits, sondern des Überlebens.
    Das aktuelle Geschäftsmodell bedeutet, dass Tankstellen keinen Cent vom Tankstoffverkauf behalten dürfen. Ihr Gewinn stammt zu 100% aus dem Verkauf von Waren, Getränken usw.
    Das System ist krank, nicht die Mentalität der Taknstellenpächter.

  3. 19.

    Es ist von Kontaktreduktion die Rede, nicht von Isolation. Das geht durchaus. Auch im Hinblick darauf, dass ich dafür in Kauf nehme, die, für die Kontakte wirklich wichtig sind, davon abschneide. Heimbewohner, Krankenhauspatienten etc..

  4. 18.

    Einfache Dinge sind manchmal nur scheinbar einfach.

    Der Mensch ist ein Sozialwesen, kein als Einzelgänger lebendes Raubtier. Reduzieren der Kontakte fällt schwer. Auch das Ändern von jahrelang eingeübten Verhaltensweisen ist viel schwerer, als man denkt. Verhaltens- und Suchttherapeuten wissen ein Lied davon zu singen. Leute saufen sich oft eher tot, als ihr Verhalten zu ändern, als Beispiel. Kontaktreduzierung und Verhaltensänderung sind keine einfachen Dinge.

    Deshalb gelingt es auch vielen nicht, sich an die Regeln zu halten. Sie sind eben nur vermeintlich einfach. Bevor manche ihr Verhalten ändern, erklären sie das Virus einfach als harmlos, die Verhaltensänderung als sinnlos und gehen dann für die Beibehaltung ihres alten Verhaltens demonstrieren.

  5. 17.

    Mit den Parallel Gesellschaften ist es aber nicht erst seit heute dieses gibt's schon lange wo der Senat die Augen zu gemacht hat und nichts von wissen wollte.

  6. 16.

    Seit Monaten ist bekannt, was das Risiko einer Infektion am wirkungsvollsten zu senken vermag. Es kann wohl kaum jemand behaupten, davon so gar nichts mitbekommen zu haben. Einfache Dinge, die offenbar so schwer zu tun sind...

  7. 15.

    Suggerieren Sie, dass insbesondere Berliner mit Migrationsgeschichte zu den ansteigenden Infektionszahlen beitragen? Das ist schlicht nicht der Fall, sicherlich gibt es in groesseren Familien ein erhöhtes Risiko, aber soweit mir bekannt, waren hier diverse und unterschiedlichste Familien Infektionsorte. Die bezirklichen Infektionszahlen bilden das ebenso ab. Übersetzungen gab es im übrigen auch - aus Neukölln wurde hier zB durch den rbb24 berichtet.

  8. 14.

    Ihre Antwort ist leider populistisch. Sie insinuieren, dass die angesprochenenen Maßnahmen nachweislich eine Senkung herbeiführen könnten. Dem ist nicht so. Lassen Sie sich nicht durch Panik treiben!

  9. 13.

    Für alle lockdownfans: ich verstehe, dass der drang zu handeln groß ist. Niemand ist gern einer Naturkatastrophe willkürlich ausgeliefert. ABER: alle Länder, die teilweise monatelang lockdown hatten wie Italien, Spanien, Peru, Südafrika oder Indien stehen jetzt richtig schlecht da. Haben nicht nur die massivsten Einbrüche in der Wirtschaft, verelendung und Hunger, sie haben auch pro Kopf mehr Tote als zb die USA oder Brasilien. Ich wünsche mir daher faktenbasierte Entscheidung und keine populistischen Handlungen! Wir schmeißen das Geld aus dem Fenster als gäbe es kein morgen. Chef der Mittelstandsvereinigung: Zeit mit Steuergeld bis nach den Wahlen erkauft. Massivste Insolvenzwelle kommt. 3 bis 4 MILLIONEN neue Arbeitslose.

  10. 12.

    Alle vom Senat beschlossenen Maßnahmen und Empfehlungen bezüglich Corona hätten in die in Berlin gesprochenen Nationalsprachen übersetzt und verteilt werden müssen Das hat der Senat versäumt! Jetzt müssen wir alle mit den bitteren Konsequenzen leben! Und das in einer Stadt, die vorgibt, sich um Integration zu bemühen und dabei immer mehr Parallelgesellschaften entstehen lässt.

  11. 11.

    Anfang des Monats wurden neue Verordnungen und Verbote erlassen und ständig verschärft um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Jetzt am Ende des Monats steigen die Neuinfektionen oder bleiben zumindest auf einem sehr hohen Niveau. Also läuft hier doch irgendetwas falsch. Sperrstunde, Alkoholverbot usw. werden nichts zu bewirken, solange Partys mit 600 Gästen sowie grobe Verstöße gegen die Auflagen nicht verhindert werden können. Und bei allen Demokratieverständnis und Verständnis für das Demonstrationsrecht, aber vielleicht sollte man diese der Situation angepasst wie auch andere Grundrechte die bereits missachtet werden, temporär untersagen. Wenn erst 2000 Demonstranten dich beieinander versammelt sind, und dann wird versucht diese Demo aufzulösen, ist es um Infektionen zu vermeiden bereits zu spät.

  12. 10.

    Die Gesundheitskatastrophe mit überlasteten Krankenhäusern muss wohl auch hier bei uns ganz in der Nähe eintreten, quasi direkt zum Anfassen, mit dem eigenen Handy fotografierbar, bevor auch der letzte begreift, dass hier NICHTS verharmlosbar ist. Einsicht wird es dann wohl trotzdem nicht geben, sondern nur Schweigen, aber immerhin.

    Morgen kommen noch ein paar Nachmeldungen, dann haben wir mehr als 1000 Neuinfektionen täglich allein in Berlin. Wie will die Regierung das Ruder herumreißen? Sämtliche Maßnahmen werden ohnehin von Gerichten kassiert, weil sich laut RKI, auf das sich die Gerichte ja immer beziehen, inzwischen alle zu Hause anstecken...

    In China und Singapur hat man das Virus vertrieben und versteht nicht, weshalb überall in Europa die Menschen für ihr persönliches Recht auf Erkrankung demonstrieren, während zugleich die Wirtschaft, auch ohne Lockdown, allmählich chronisch zu leiden beginnt, vielleicht für Jahre.

  13. 9.

    Wenn es so weitergeht, werden in Kürze weder die Anzahl der Infektionen noch die hospitalisierten Fälle eine Rolle spielen, dann richten sich die Maßnahmen nach den Todeszahlen. Vielleicht versteht dann auch der letzte Freiheitskämpfer, worum es geht.

  14. 8.

    Eine sinnvolle Nachfrage und ja dazu gibt es ebenso Auswertungen durch das RKI: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/38_20.pdf?__blob=publicationFile

    Und da offenbart sich auch direkt ein Problem, besonders häufig sind Ansteckungen im privaten Bereich zB mit Freunden oder in Familien. D.h. insbesondere bei dem bereits aktuellen diffusen Imfektionsgeschehen wäre es zielführend, wenn tatsächlich sämtliche Kontakte im privaten Bereich in geschlossenen Räumen und mit vermeintlich nicht ansteckenden Freunden oder Familienmitgliedern (inkl Umarmungen etc) unterlassen bzw. reduziert werden. Selbst Treffen von zwei Haushalten, die von Tag zu Tag wechseln können, sind nicht zwingend hilfreich..

  15. 7.

    Corona corona corona gibt es nur noch corona. Es gibt viel wichtige Dinge auf der Erde. Die Natur und die holt sich das wieder was wir ihr geraubt haben. Wenn wir nun sterben müssen dann ist das eben so. Ändern können wir das sowieso nicht ob mit Maske oder ohne. Also immer mit der Ruhe

  16. 6.

    Da passt es ja gut dass neben den Kneipen nun auch die Tankstellen gegen die Sperrstunde klagen. Wie krank ist das denn? Wir fahren die Erfolge ordentlich gegen die Wand. Aber... Profit gewinnt gegen Verstand.

  17. 5.

    Höchstwerte werden derzeit überall gemeldet

  18. 4.

    Liebe Redaktion,

    gibt es zuverlässige Angaben dazu wo sich die Infizierten anstecken? Es werden ja andauernd Behauptungen aufgestellt wo das Ansteckungsrisiko am höchsten sei, diese Behauptungen müssten ja mit den neuen Fallzahlen bestätigt oder widerlegt werden können. Ich finde Informationen zu Ansteckungshochburgen wichtiger als die neuen Fallzahlen.

    Vielen Dank

  19. 3.

    Innerhalb letzter 6 Wochen hat sich die Anzahl der intensivmedizinisch behandelten COVID-19 Patienten in Berlin verneunfacht und erreichte derzeit 120. Und das ist besorgniserregend, nicht die Anzahl der "Fälle". Menschen erkranken an einer Krankheit, nicht an einem Erreger-Nachweis. Es ist immer noch nicht so viel wie im Mai, aber die Tendenz macht sorgen. Die 120 schwer kranke Patienten sind kein Problem für das Gesundheitswesen, wenn allerdings die Zuwachsdymamik andauern wird, kann es in sechs Wochen sehr unschön werden.

  20. 2.

    Kein Wunder-die Regeln werden teilweise noch immer nicht überall eingehalten !

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