Bützow (Mecklenburg-Vorpommern): Der Regionalexpress von Hagenow ins polnische Szczecin (Stettin) fährt am 28.04.2004 in den Bahnhof von Bützow ein. (Quelle: dpa/Jens Büttner)
Bild: dpa/Jens Büttner

Anti-Corona-Maßnahmen - Bahnverkehr von und nach Polen seit Sonntag stark eingeschränkt

Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung von Corona ist der Zugverkehr zwischen Deutschland und Polen seit Sonntag eingeschränkt. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt genau informieren, rät die Bahn.

Im Bahnverkehr nach Polen kommt es seit Sonntag zu erheblichen Einschränkungen und Zugausfällen. Grund sind Anordnungen der polnischen Behörden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Das Unternehmen spricht von einer Großstörung.

Betroffen ist unter anderem die Zugstrecke Berlin-Angermünde-Szczecin. Ab Tantow in Richtung Stettin sind einige Verbindungen hin und zurück komplett gestrichen.

Im Norden ist von Ausfällen auch die Strecke Stettin Lübeck betroffen, die Zugverbindung Berlin-Frankfurt (Oder)-Warschau funktioniert aber offenbar nach Plan.

Die Bahn rät dringend, sich vor Fahrantritt unter www.bahn.de/aktuell zu informieren.

Reisen aus Polen müssen sich registrieren lassen

Polen gilt wegen der hohen Anzahl an Corona-Infektionen seit Ende Oktober als Risikogebiet.Alle Zugfahrgäste, die aus Polen kommen, müssen sich deshalb registrieren lassen.

Hintergrund sind die neuen Quarantäneregeln, die in Deutschland seit Sonntag für Einreisende aus Risikogebieten gelten. Wer nach Deutschland einreisen will und sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss jetzt eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen.

Die Gesundheitsämter am Zielort des Reisenden sollen so kontrollieren können, ob die Quarantänepflicht von zehn Tagen eingehalten wird. Mit einem negativem Testergebnis kann die Isolierung frühestens fünf Tage nach der Einreise enden.

Einreisende müssen sich unverzüglich beim für sie zuständigen kommunalen Gesundheitsamt melden. Ausnahmen gibt es unter anderen ür Berufspendler und Studierende.

Sendung: Inforadio, 07.11.2020, 00:20 Uhr

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4 Kommentare

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  1. 4.

    Der "kleine Grenzverkehr" gilt seit 4.11.2020 auch für Berliner. Kontrollieren kann das sowieso keiner. Läuft man von Kostrzyn über die Brücke nach Küstrin-Kietz oder von Slubice durch die halbe Stadt über die Brücke nach Frankfurt (Oder) und steigt erst dort ein gibt es auch keine Aussteigerkarten.

  2. 3.

    Ich kann die Polen zwar verstehen, aber im Alleingang wird das nichts. Der kleine Grenzverkehr läuft weiter und wer will kontrollieren, ob nur Brandenburger kurz rübergekommen und zurück. Die kleinen Geschäfte müssen schließen aber die Grenzmärkte bleiben offen. Nicht nachvollziehbar, wie in Deutschland. Egon und sein Plan!?

  3. 2.

    Die Aussteigerkarten werden erstmal an den/die Zugbegleiter/in abgegeben und sollen an die zuständigen Gesundheitsämter weitergereicht werden. Machen die NEB, PKP Intercity und Przewozy Regionalne schon seit 24.10.2020 so und müsste die DB eigentlich seitdem auch schon machen.

    Praktischerweise ist auf diesen Karten der erlaubte "kleine Grenzverkehr" überhaupt nicht vorgesehen, so dass dann praktisch jeder Post bekommen müsste, der völlig legal und ohne Quarantänepflicht die Züge nutzt...

    Datenschutz gibt es da genauso wenig wie bei den Listen der Restaurants. Und die App soll nicht gleichzeitig laufen, sondern die Karte ablösen.

  4. 1.

    Wo ist die Abgabestelle der Aussteigerkarten? Wer ist für die Kontrolle zuständig? Datenschutz? Das wird so kaum funktionieren. Gleichzeitig soll es wohl per Smartphone ein Mitteilungsapp geben, wo sich Reisende, die aus Risikogebieten kommen einmelden müssen.

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