Ein Mann spaziert durch den herbstlich bunt gefaerbten Messelpark in Berlin, 29.10.2016. (Quelle: Florian Gaertner/imago-images)
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Interview | Psychotherapeutin über Corona-Auflagen - "Gestresst, gereizt, frustriert, enttäuscht, das sind wir alle"

Lockdown? Kennen wir. Dennoch ist die derzeitige Situation nicht mit dem Frühjahr vergleichbar, sagt die Psychotherapeutin Pilar Isaac-Candeias. Was an vielen nagt, ist die Ungewissheit, vor der wir jetzt stehen - und auf die es keine einfachen Antworten gibt.

rbb|24: Seit vergangener Woche befinden wir uns erneut in einem Shutdown, wenn auch mit weniger restriktiven Regeln als im Frühjahr. Ist es ein Vorteil, dass wir Erfahrungen haben, auf die wir zurückgreifen können oder befinden wir uns doch in einer ganz neuen Situation?

Pilar Isaac-Candeias: Nein, es ist kein Vorteil. Man muss das Ganze als einen Prozess sehen. Im Frühjahr war den Menschen bewusst: "Oh, jetzt ist was Schlimmes passiert. Wir haben den Shutdown, den haben wir noch nie gehabt. Das ist etwas ganz Besonderes, das ist schwierig für alle und macht natürlich Angst." Aber es war eben trotzdem Frühjahr und alle dachten, wir benehmen uns jetzt und dann wird das alles wieder gut. Nun stellen wir aber fest, es wird eben nicht alles wieder gut. Deswegen ist dieser Shutdown viel belastender, als es der erste war.

Im Frühjahr kamen relativ schnell wieder Lockerungen. Jetzt ist die Perspektive eine ganz andere. Wir haben November, wir wissen noch gar nicht, was im Winter passieren wird. Wie kann man damit umgehen?

Was wir alle aushalten müssen, ist die Ungewissheit und auch die Unsicherheit. Das ist, was uns allen so schwer fällt. Wir wollen ja immer schnelle Lösungen, schnelle Erklärungen. "Das ist passiert, auf diese Weise kann man das wieder wegmachen. Dann halten die Dinge besser aus, mit einer Erklärung und einer zeitlichen Perspektive." Aber nun stellen wir fest, im Grunde befinden wir uns in der Dunkelheit und leuchten ein bisschen mit der Taschenlampe hin und her, um irgendwie einen Weg aus diesem Tunnel heraus zu finden.

Wir können auch nur hoffen, dass diese ganzen Maßnahmen irgendwie dabei helfen. Es scheint so zu sein, dass sie zumindest die Infektionszahlen etwas drücken. Aber man sieht nicht, wie sich das ganze weiterentwickeln wird. Mutiert das Virus oder nicht? Kriegen wir das in den Griff? Wird es einen Impfstoff geben? Wenn es einen Impfstoff gibt, hält der länger als vier Monate oder muss man sich dann andauernd impfen lassen? Wir wissen nichts. Mit dieser Ungewissheit muss man leben und das fällt uns Menschen furchtbar schwer.

Hilft es, sich solche Perspektiven genauso bewusst zu machen? Wir wissen das nicht und möglicherweise wird es noch schlimmer, bevor es besser wird.

Wir wissen auch nicht, ob es schlimmer wird. Ich denke, es hilft sich diesen Ausblick bewusst zu machen, wenn man es denn schafft das auszuhalten. Menschen suchen jedoch gern nach einfachen Erklärungen und Sündenböcken. Das ist dann eben Bill Gates, die Politiker oder das RKI, die EU; es gibt immer Schuldige dafür, dass wir nicht so weiterleben können wie bisher.

Bei Gerichtsprozessen zu Gewaltverbrechen hilft es vielen Opfern, dass über Schuld gesprochen wird und Strafen verhängt werden. Nun ist das bei der Pandemie mit der Schuldfrage schwierig. Wer nach Schuld sucht, verrennt sich doch.

Ja natürlich. Das sehen wir an den ganzen Verschwörungstheoretikern, die sich verrennen. Das sehen wir an Donald Trump. Die Warnung, dass wir irgendwann eine Pandemie mit irgendeinem unbekannten Virus erleben würden, gab es ja seit Langem. Es gab Ebola, es gab viele Krankheiten und Viren, die uns bis zu ihrem Auftreten unbekannt waren und die wir nicht behandeln konnten. In dieser Form hat uns zwar bisher keine Pandemie getroffen, aber ich erinnere mich, wie Staaten Impfdosen gekauft haben, um die Schweinegrippe bekämpfen zu können.

Das Unbekannte ist nun, dass uns eben gerade dieses Virus getroffen hat. Da hilft es auch nicht zu sagen: "Der hat es falsch gemacht. Diese oder jene Maßnahme wurde zu spät, zu früh, irgendwann getroffen." Was sicherlich falsch war, war, was eben Boris Johnson, Donald Trump und andere gemacht haben. Zu sagen, das ist doch alles nix. Die haben es ignorieren wollen und damit schlimmer gemacht.

Ich habe das Gefühl, ich treffe momentan sehr viele Menschen, die sehr gestresst sind. In meinem direkten Umfeld ist das so, aber auch, wenn ich mich in der Öffentlichkeit bewege. Wenn ich in der S-Bahn sitze, wenn ich im Straßenverkehr bin und natürlich bin auch ich in vielen Situation gestresster, als ich es vor der Pandemie war.

Gestresst, gereizt, frustriert, enttäuscht, das sind wir alle. Das ist auch jetzt viel schwieriger zu managen als im Frühjahr. Weil es so ein langer Prozess ist, weil kein Ende abzusehen ist und wir wissen, wir werden uns weiter einschränken müssen. Wann kriegen wir das Leben zurück, das wir gewohnt waren? Das wissen wir eben nicht.

Manche reagieren auf ihren Frust und Stress mit Aggressionen. Sie wollen das nach außen kehren - "ich klage an, ich motze rum". Die anderen reagieren mit Depression, mit: "Ich ziehe mich zurück, ich verzweifle an der Welt und an mir".

Das sind beides schlechte Strategien, um mit Stress umzugehen. Müssen wir erkennen, dass wir alle gestresst sind und das jetzt akzeptieren?

Das sagt sich so schön: akzeptieren. Der Stress macht etwas mit einem. Er macht aggressiv, er macht depressiv, er frisst vor allem Energie. Die Frage ist, wie wir gemeinsam als Gesellschaft am besten mit dieser Situation umgehen? Das geht nur mit Solidarität. Ich stelle mich ein Stückchen zurück, um solidarisch andere zu unterstützen, die vielleicht schwächer sind, anstatt zu sagen: "Aber ich! Ich will in den Club, ich will doch dies und das." Ja, aber das geht eben nicht, weil es andere gefährdet. Wir sitzen alle in einem Boot, weltweit. Was können wir also tun, damit wir Gefährten sind, solidarisch miteinander sind?

Am Anfang der Pandemie, beim ersten Shutdown, haben viele für die Pflegenden in den Krankenhäusern geklatscht. Das sollte Anerkennung ausdrücken. Die Menschen haben Nachbarschaftshilfe organisiert und solche Dinge. Das scheint alles ein Stück weit wieder verloren zu gehen, da es in diesem langen Prozess so viel Frustration gibt. Zu sagen, "gemeinsam schaffen wir das, gemeinsam kommen wir da irgendwie durch", ist auch das Beste, was Sie als Journalisten verbreiten können. Ein solidarisches Denken, das die Egoismen - das "me first" - etwas zurückstellt.

Das ist natürlich schwierig, denn viele Leute haben auch Existenzängste und bekanntlich kommt, frei nach Brecht, "erst das Fressen und dann die Moral".

Die einen erleben Existenzängste, für andere fällt lediglich der Urlaub flach.

Genau. Die Relationen selbst in ein richtiges Maß zu rücken, wäre schon ganz gut, statt sich lauthals zu beklagen, obwohl die Einschnitte vergleichsweise gering ausfallen.

Statt eines Gefühls der Zusammengehörigkeit scheinen wir nun aber eine gesellschaftliche Teilung zu erleben.

Ja. Eine Gesellschaft besteht aus Individuen und es gibt Menschen, die mit der aktuellen Situation nicht gut umgehen können. Mit diesem, ich fühle mich hilflos und unsicher, ich kann gar nichts machen. Da entstehen momentan tatsächlich so etwas wie Parallelgesellschaften.

Gefördert auch durch das Internet, in dem jeder seine eigene Echokammer findet. Manche lesen nur noch, was in ihr eigenes Weltbild passt. Die passenden Informationen findet man überall. Und die kommen auch zu uns, das bekommen wir zugeschickt. Wer anfängt, alles auszublenden, was nicht die eigene Meinung stützt, so etwas nicht mehr zur Kenntnis nimmt oder als Fake News bezeichnet, der wird sich irgendwann auch nicht mehr mit anderen Perspektiven auseinandersetzen.

Wie erkennt man, dass man in dieser Falle sitzt? Und wie kann man sich da selbst wieder rausholen oder anderen raushelfen?

Ich als Psychotherapeutin würde bei meinen Patienten versuchen herauszufinden, was die Motivation dahinter ist? Welche Ängste verbergen sich dahinter? Was bringt einen dazu sich in so ein geschlossenes Weltbild zu flüchten? Das findet man auch bei Ideologien oder bei Sekten. Geschlossene Weltbilder vermitteln Sicherheit.

Auch ohne das Virus durchleben wir eine Zeit der gesellschaftlichen Transformation mit vielen Ungewissheiten. Durch die Digitalisierung lösen sich Grenzen von Raum und Zeit auf. Ob ich nun in Berlin arbeite oder in San Francisco, ist bereits in vielen Berufen egal. Die heutige Zeit ist auch von einer Unübersichtlichkeit geprägt. Ich glaube, diese Transformationen machen den Menschen viel Angst. Und dann kommt das Virus obendrauf. Da suchen sich viele Gleichgesinnte, an denen sie sich festhalten können. Aber eigentlich geht es, meiner Meinung nach, um Ängste.

Wir leben zwar in einer fragmentierten Gesellschaft, dennoch erleben wir jetzt gemeinsam die gleiche Naturkatastrophe. Wir wissen alle nicht, wann das wieder aufhört und wir mit dem Wiederaufbau beginnen können. Ist diese Ungewissheit auch etwas Verbindendes?

Eigentlich ist sie immer erstmal etwas Trennendes. Wenn Menschen Angst haben, verbinden sie sich eher nicht und versuchen stattdessen, sich selbst zu schützen. Man müsste gesellschaftlich daran arbeiten, dass diese Situation etwas Verbindendes wird. Welche ethisch-moralischen Werte lassen sich jetzt in dieser Zeit in einer anderen, einer besseren Form finden? Das wäre die positive Wendung. Je bedrohlicher es für den einzelnen wird, desto schwieriger wird dies allerdings.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte zu Beginn der Pandemie einmal, dass wir uns am Ende gegenseitig einiges verzeihen werden müssen. Der Haken daran ist, dass jeder dazu bereit sein muss: zu verzeihen.

Das ist natürlich eine große Tugend: verzeihen zu können. Das ist eine große innere Arbeit, die einen moralischen Antrieb hat. "Du hast mir etwas Böses getan. Du, Gesundheitsminister, hast es verkehrt gemacht. Oder du, Nachbar, hast mich angesteckt. Aber trotzdem ist es in diesem Fall vielleicht nicht deine Schuld. Du hast es nicht mit Absicht gemacht, deswegen muss ich Gnade walten lassen." Es ist etwas anderes, wenn jemand mutwillig Schaden verursacht. Die Unwissenheit der anderen kann man leichter verzeihen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Oliver Noffke für rbb|24.

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32 Kommentare

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  1. 32.

    Diese Schlagzeile hier ist ja schon ein tag alt, aber zum Thema. Viele von Euch zeigen ja immer auf ASIEN, wo es selbstverständlich scheint MNS nicht in Frage zu stellen. Anderes Beispiel aus Asien, speziell Japan. Selbstmordrate in Japan auf einen Höchststand, überwiegend wegen der wirtschaftlichen Situation und Massnahmen wegen Corona. Überwiegend junge Frauen davon betroffen, um die 30 Jahre rum. Verzweiflung ist schon krass was da in Japan passiert. Todesfälle wegen Corona Stand 10.11.2020 / 1289, Suizid Fälle in 10/2020 über 2000, insgesamt 300 mehr als im Vormonat. Denke in Europa und D-weit wird es ähnliche Situationen geben, aber diese liest man kaum in den Medien. Nur mal so zum nachdenken, ist übrigens heute über einen Nachrichtenticker gelaufen und nicht über soziale Medienkanäle..

  2. 31.

    gereizt, frustriert, enttäuscht, Viele Meschen haben ihre Arbeit verloren, Kurzarbeitergeld- Arbeitslos. Können ihren Lebunterhalt nicht bestreiten oder grad man so. Das ist das Hauptproblem, dann Harzt IV wo die Menschen davor gut Verdient haben, hatten. Das ist eigentlich das schlimmste, wo die Menschen Angst davor haben. Alle müssen umdenken und sich neu sortieren. Abgesehen von den Existenzängsten vieler auch eine Chance, oder?" Vielleicht wäre das eine gute Form, Indem ich ein Buch empfehle, eine musikalische Aufnahme, etwas, das den Rhythmus dieser Tage unterbricht, etwas, das einen Horizont aufzeigt, das nicht ablenkt, das nicht beschönigt, das nicht einlullt, sondern trifft und überzeugt, durch analytische Präzision oder poetische Dichte, durch klugen Witz oder lebhafte Phantasie, durch ungezügelte Spielfreude oder was immer uns berühren mag in diesen ungewöhnlichen Zeiten.

  3. 30.

    Wir wollen aber nicht vergessen..... jeder der keine Maske trägt ist ein Maskenverweigerer und Aluhut träger.
    Damit hat man ein Objekt für den eigenen Frustabbau. Man geht grundsätzlich vom schlechtesten aus.
    Und sollte dieser, trotz aller Vorurteile, dann tatsächlich ein Attest haben ist dies mit Sicherheit ein Gefälligkeitsattest.
    Denn wir haben ja alle gelernt es gibt nur eine Gruppe die über jeden Zweifel erhaben ist..... die Risikogruppe.

  4. 29.

    Netzjargon - Der Ausruf !!11elf heißt eigentlich nichts Anderes, als dass sich jemand über aufgeregte Kommentatoren lustig macht oder die Zeichenkombination verwendet, um sich ebenfalls als aufgebrachter Nutzer zu präsentieren – natürlich nur ironisch versteht sich.
    Es gibt versch. Varianten dazu. In dem Sinne 11 !!!1
    Ganz früher wurde in Groups via Newsreader auch mit Fisch geworfen - digital latürnich.
    http://heise.forenwiki.de/index.php?title=Fisch
    Da sah man aber alles generell etwas lockerer - fehlt heute und -ehrlich- nicht persönlich gemeint.
    Also denn gn8.

  5. 28.

    Hallo Luna, stimme Deiner Antwort voll zu. Die Leute sehen nur Corona und nicht deren Folgen für die Gesellschaft etc.

  6. 27.

    Früher sagte man gerne mal: "Hauptsache gesund!". Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass erstaunlich viele Menschen lieber tot als arm wären.

    @Angela:
    Der Beitrag von "Berliner" war ironisch gemeint. Lesen Sie mal den Beitrag, auf den er geantwortet hat. Mit Ihrer letzten Frage haben Sie exakt den Punkt offengelegt, den "Berliner" seinem Kommentar kritisch ansprechen bzw. hinterfragen wollte.
    Die vielen Ausrufezeichen mit Einsen dazwischen sind inzwischen ebenfalls oft Bestandteil von ironisch gemeinten Posts. Es wird ein vehementes, lautes Ausrufen einer zuvor wenig durchdachten Aussage nachgestellt. Und in der aufgeregten Eile, diese spektakulären News zu posten, rutscht dann schon mal der Finger von der Shift-Taste, so dass sich auch mal eine "1" zwischen den "!" wiederfindet, bei manchen Schreibern ironischer Beiträge auch gerne mal eine "2", um die Ironie noch deutlicher zu unterstreichen.

  7. 26.

    Heutzutage feiert man ja schon, wenn man sich noch nach 17Uhr ein Stück Kuchen kauft.
    Warum muss man sich eigentlich fürs Leben rechtfertigen?
    Nervt echt langsam.

  8. 25.

    Egal, wie es kommen wird, es ist jetzt schon kaum erträglich! Mal abgesehen davon wie lange es noch dauert. Unser Land ist im Arsch! Die Wirtschaft wird sich davon eine Weile nicht mehr erholen. Das Virus wird jetzt ein Leben lang zu uns gehören und immer wieder mal ausbricht. Wie lange halten wir durch, Ängste machen sich breit. Auch Freundschaften gehen zu Bruch. Soziale Distanzierung betrifft auch das Bett: Das Kontaktverbot wegen des Coronavirus erschwert Menschen das Sexleben, die nicht in klassischen Zweierbeziehungen leben und sich sexuell ausleben möchten.

  9. 24.

    Schade, dass das Grundproblem der Pandemie nur mit etwas mehr als 3 Zeilen analysiert wird.
    Ansonsten leider zu viel Psychologie, Weltbilder und Begriffseinwürfe.
    Und Trump durfte ja auch nicht fehlen.

  10. 23.

    Jemandem der die aktuellen Sorgen und Nöte der Menschen auf "Feiergesellschaft, die sich mal etwas zurücknehmen sollte" runterbricht, bringe ich nicht allzu viel Verständnis entgegen, stimmt. Sonderlich verzweifelt wirkt der "Kranke" auch nicht, für ihn hat sich ja, wie er selbst sagt, kaum was geändert.

    Ich finde dieses ewige "Reißt euch mal am Riemen, dann halt mal keine Party ein paar Monate lang!" mittlerweile unerträglich - als wäre DAS das Problem! Es stehen Menschen vor den Trümmern ihrer finanziellen Existenz, der Artikel oben behandelt weitere psychische Folgen, und dann gibt es immernoch Leute die das nicht sehen wollen, weil Hauptsache Corona eindämmen - alles andere kommt danach - das wird uns noch gewaltig auf die Füße fallen!

  11. 22.

    Für viele Menschen hat sich aber ALLES geändert. Fragen Sie mal z.b. diejenigen welche ihre Arbeit verloren haben, und am finanziellen Abgrund stehen. Wie schon gesagt, nur weil SIE kaum Veränderungen zu Ihrem bisherigen Leben sehen, gilt das nicht für den Großteil der Bevölkerung. Das auf "Feiergesellschaft" runterzubügeln, nee sorry, da machen Sie es sich SEHR einfach!

  12. 21.

    Finde den Kommentar auch etas unpassend, denn User "Kranker" hatte ja selber gesagt, dass er sich zwar von Hause aus nicht so viel leisten kann, seiner Meinung nach aber zu viel aufgebauscht und gejammert wird, und dem stellen Sie ein "Lassen Sie sich einsargen" entgegen? Er meckert doch gar nicht?!? Außerdem schreiben Sie einerseits, dass Sie zwar klarkommen, andererseits aber auch für verzweifelte Menschen Verständnis haben, aber für welche, die Sie anscheinend (meiner Leseauffassung nach fälschlicherweise) für verzweifelt halten, wie "Kranker", haben Sie nur drastische Worte übrig?! Schon komisch. Vielleicht das nächste Mal vor dem Posten nochmal Stimmigkeit der Aussagen überprüfen. Danke.

  13. 20.

    ... und bei der Gelegenheit auch gleich die menschenverachtenden Antirauchervorschriften streichen! Freie Bürger fordern freies Quarzen! Wer Angst vor dem Passivrauchen hat, kann ja zu Hause bleiben... ;-)

  14. 19.

    Hä? Was soll das denn jetzt? Erstmal stirbt man ja im Straßenverkehr nicht nur im Auto. Zweitens, was soll denn "11 !!!1" heißen? Drittens, wie viele Leute wurden denn NICHT getötet, weil Airbags ausgelöst und Gurtstraffer gegriffen haben?

  15. 18.

    Also, ich habe Reiseverkehrskauffrau gelernt, seit 20 Jahren einen anerkannten IHK-Abschluss plus Fachwirtsausbildung (entspricht dem Meister) in der Tasche und -o Wunder- derzeit nicht genug Arbeit.
    Alle Musiker der Berliner Philharmoniker usw. -- Ach. diese Stümper! Hätten se mal keine Hochschulabschlüsse im jeweiligen Instrumentenfach gemacht, die Opernsänger nicht Operngesang studiert, Kunsthistoriker nicht im Museum angefangen. In Ihren Augen alles Fachidioten?!?
    Allerdings liegt es mir persönlich dennoch fern, zu verzweifeln und schwarz zu sehen. Es ist jetzt eben, wie es ist und wir müssen sehen, was kommt. Schlicht und ergreifend. (Ich selber z.B. habe zwar sehr speziell und auch nur operativ gearbeitet, aber gut, wenn der Markt sich nicht erholt, werd ich eben die Buchhaltungskenntnisse usw. noch mal ausgraben und gucken, dass ich in einem anderen kfm. Beruf weiter mache.)
    Es geht immer irgendwie weiter. Kopf hoch! Erst mal kein Corona kriegen. Der Rest findet sich. Sicher!

  16. 17.

    So kann man natürlich auch mit der Not anderer Menschen umgehen: überbügeln und die eigene Privilegiertheit feiern. Solidarität ist ist längst zur Worthülse verkommen, ein Kommentar wie der Ihre verdeutlicht dies einmal mehr. Traurig.

  17. 16.

    Letztes Jahr gab es rund 3000 Verkehrstote in Deutschland, trotz Gurtpflicht und Airbags. Ich fordere deshalb umgehend die Gurtdiktatur in Deutschland zu beenden, weil diese Maßnahme offensichtlich keinen Schutz bietet!!11!!!1

  18. 15.

    Das Leben ist schoen aber durch Corona ändert sich auch nicht alles und wie weit und jetzt wieder die Feiergesellschaft gebrachthat, mit ihrem ich mussmir das goennen sehen wir ja jetzt und alle müssen darunter wieder weiter zurück stecken.

  19. 14.

    Die Psychotherapeutin hat natürlich sehr gut analysiert. Keine Frage. Doch aus der Analyse zu schließen: Wir müssen alle solidarisch sei, ist doch eine wenig kurz gegriffen. Für einige sind die Kollateralschaden bereits jetzt viel höher als es die Pandemie an sich ist. Und da für muss ich keine Verschwörungstheoretikerin sein. Und auch ihre Ansage, die Journalisten sollten jetzt Optimismus und Frohsinn und "Wir schaffen das" verbreiten, finde ich viel zu einfach. Da fand ich beispielsweise den Artikel über die psychischen Folgen des Lockdowns gerade bei Jugendlichen, vom RBB Cottbus (glaube ich)sehr gut. Journalisten sollten recherchieren und berichten, und nicht nur Frohsinn verbreiten - da hat sie den Sinn von Journalismus in der Demokratie leider nicht erfasst. Und der Mensch kann sich von solchen Ratschlägen auch nicht wirklich ernst genommen fühlen. Schade. Das Interview fing gut an - lieferte aber, meiner Meinung nach, zu einfache Lösungsangebote.

  20. 13.

    ...ist doch klar, dass es Ängste und Hoffnungslosigkeit gibt. Die Politiker verkündigen auch nur Halbwahrheiten. Zu Beginn des Lockdown light heißt es, wir müssen die Zahlen senken! Ohne Angabe wohin man will,plötzlich steht wieder die 50/100000 im Raum. Das wird im Winter nie erreicht, also fühle ich mich von der Politik belogen. Nicht nur, weil mir finanziell Verluste entstehen, sondern auch weil meine Kontakte und Aufgaben im Sport weg brechen . Komisch das Herr S. und FraU K aus Berlin, trotz MNS in Quarantäne sind oder sich infiziert haben, also ist das mit den MNS sinnfrei, in den Öffis Bus /Bahn rappelvoll, dann hilft wohl auch kein MNS und die Fallzahlen werden steigen. Bin ja gespannt, ob über Suizid in Zusammenhang mit Corona berichtet wird.

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