Die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kalayci (SPD) spricht nach der Sitzung des Senats am 15.12.2020 zu Journalisten. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Impfbeginn ab 26. Dezember geplant - Kalayci: Erste Impfdosen in Berlin reichen nicht einmal für Pflegeheim-Bewohner

In Berlin sollen ab dem 26. Dezember die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden können. Doch laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci werden zunächst deutlich weniger Dosen geliefert als erwartet - sie reichen gerade einmal für 9.000 Personen.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet für den geplanten Start der Corona-Impfungen am 26. und 27. Dezember mit weit weniger Impfdosen als erwartet.

"Mit den Informationen, die wir zurzeit haben, rechnen wir mit 18.000 Impfdosen. Das wird noch nicht einmal für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen reichen“, sagte sie der rbb-Abendschau. Da die Impfung - je nach Stoff - im Abstand von zwei oder drei Wochen einmal wiederholt werden muss, würden die Dosen für rund 9.000 Personen reichen.

Spahn unterzeichnet Vorordnung für Impfungen

Die Beschaffung des Impfstoffs liegt in den Händen des Bundes. Ursprünglich waren 900.000 Impfdosen für Berlin erwartet worden, die Zahl wurde erst vor wenigen Tagen korrigiert auf 550.000 für das erste Quartal 2021.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterzeichnete am Freitag die Verordnung, die den Rahmen für die Impfungen gegen das Coronavirus schafft. [tagesschau.de] Grundsätzlichen Anspruch darauf haben demnach alle Menschen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Deutschland. Festgelegt wird aber, dass Bund und Länder den zunächst nur begrenzt vorhandenen Impfstoff in einer festgelegten Reihenfolge einsetzen sollen.

Impfstoff wird in festgelegter Reihenfolge angeboten

Nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (Stiko) sollen zuerst Bewohner von Pflegeheimen, Menschen über 80 und besonders gefährdete Mitarbeiter des Gesundheitswesens die Möglichkeit für eine Impfung bekommen.

In einer zweiten Prioritätengruppe sollen dann die 75- bis 80-Jährigen sowie etwa Bewohner von Demenzeinrichtungen Impfungen angeboten bekommen. Zudem zählt zu dieser zweiten Gruppe auch Personal im stationären oder ambulanten Dienst in Einrichtungen für Demenzkranke oder geistig Behinderte. Auch bei ihnen gilt das Risiko als "hoch". Ihre Zahl wird auf mehr als 6,7 Millionen Personen bundesweit geschätzt.

In eine dritte Gruppe sortiert die Stiko mehr als 5,5 Millionen Menschen ein, die etwa zwischen 70 und 75 Jahre alt sind, schwere Vorerkrankungen oder Kontakt mit Schwangeren haben. Dazu gehört auch das allgemeine Personal im öffentlichen Gesundheitsdienst.

Sendung: Abendschau, 18.12.2020, 19:30 Uhr

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101 Kommentare

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  1. 101.

    Ich hoffe nur, dass mich dann niemand attackiert, wenn ich Maske trage.

  2. 99.

    Ich meine auch FFP2. Und mich macht unkomplizierte Gesundheitsvorsorge nicht aggressiv. Warum auch?

  3. 98.

    Warum wird nicht zu erst das Pflegepersonal geimpft. Polizisten und Ärzte sollten auch an erster Stelle stehen.

  4. 97.

    "Freiwillig kann die jeder gern tragen"
    Ich trage meine MNS zwar nicht gern, aber trotzdem freiwillig. ;-)

  5. 96.

    Freiwillig kann die jeder gern tragen.... man darf nur nicht erwarten das dies viele machen werden... und noch wichtiger man muss es für sich tun und nicht das andere es für einen machen.

  6. 95.

    @Felix Heise: sehen Sie, genau solche Meinungen sind die, die ich befürchte(te).
    Damit ist dem Masken-Nicht-Träger auch "nach Corona" das Bashing sicher. Wenn sich dem so entwickelt, werde ich das Land dann wohl wirklich und ehrlich verlassen müssen.
    Mich macht der Anblick aggressiv und das in nicht geringem Maße. Dazu dann auch noch dieser Nuschelsound, der das Ganze noch perfektioniert.
    Ich möchte definitiv NICHT bis zum Lebensende damit konfrontiert sein.
    Für mich ist das wirklich und ehrlich wie anderswo Bekleidungsvorschriften.
    Ich möchte bitte gerne selber entscheiden, in wie weit ich mich selber schütze und auch, in wie weit ich bereit bin, andere zu schützen.
    Mit schiefender Rotznase bin ich nicht arbeiten gegangen und Abstand halten kann ich auch - im Gegensatz zu den meisten anderen, die mir grad begegnen und denken, der Lappen vor dem Mund täte da irgendwie das ersetzen (ich meine ausdrücklich nicht FFP-Masken, die ja nun wirklich einen Sinn machen).

  7. 94.

    Das können Sie doch halten wie Sie möchten. Wenn Sie die Impfung vorziehen, bitte sehr. Ich werde hinfort lieber MNS tragen.

  8. 92.

    Nicht nur freiwillig, wir müssen nach der Impfung noch mindestens ein halbes Jahr noch die Masken tragen.

  9. 90.

    Na endlich .... nicht immer die Party Leute in Deutschland sind schuld .... jetzt sind auch die Party Leute in China böse :D

  10. 89.

    ".....lasse ich mich erst impfen, wenn Merkel, Spahn, Drosten und auch Sie Frau Senatorin sich haben öffentlichkeitswirksam impfen lassen."
    Warum soll man ihnen mitteilen wann die Leute geimpft wurden? Ich denke mal das ist deren Privatsache.
    Und wer sagt ihnen denn das Sie nicht längst geimpft sind?

  11. 88.

    "...eine Menge Erkältungskrankheiten bis hin zu Grippe vermeiden."
    Gegen Grippe gibt es ne Impfung. Warum soll ich nen MNS tragen wenn ich geimpft bin?

  12. 87.

    Sind aber auch Menschen da in China. Mal davon abgesehen, dass das Quatsch ist, was Sie schreiben.

  13. 86.

    Da kann ich nicht mit Ihnen gehen, man habe sozusagen aus Geiz nicht genügend Impfstoff geordert. Ist doch klar, dass Lockdown teurer ist. Und wo haben Sie das her, dass die Hersteller mehr liefern könnten?

  14. 85.

    Ich fände es nicht schlecht, wenn wir freiwillig den Winter über auch in Zukunft Masken trügen. Es ließen sich dadurch, wie Sie ja selbst schreiben, eine Menge Erkältungskrankheiten bis hin zu Grippe vermeiden. Und wer will die schon? Warum also nicht den entsprechenden Schutz tragen?

  15. 84.

    Danke,dem ist wirklich kaum etwas hinzuzufügen.
    Auch @68. der Alt- Westberlinerin stimme ich zu.
    Wir wissen noch zu wenig über COVID19, angeblich gibt es ja auch schon eine mutierte Variante und wie der/ die Impfstoff/e bei den div. Alters- und auch Risikogruppen wirken,muss sich zeigen. Es ist auch nicht klar,ob man auch geimpft nicht noch eine Infektion weitergeben kann,so wie aktuell Infizierte ohne Symptome.
    Es gibt weder in der Medizin noch im Leben eine Vollkasko,wir haben das IFSG für den evtl. Blumenkohl am Kopf und ansonsten hoffentlich den gesunden Menschenverstand. Den man aber leider schon jetzt bei vielen Leuten anzweifeln muss. Also weiterhin die AHA-L Regeln anwenden und am eigenen Durchhaltevermögen arbeiten.

  16. 83.

    Da hat doch mal wieder einer zu viel Optimismus verbreitet. Könnte ja sein, dass sich mal die freuen, die nichts abgekommen haben. Obwohl absolut kein Impfgegner und Querdenker, lasse ich mich erst impfen, wenn Merkel, Spahn, Drosten und auch Sie Frau Senatorin sich haben öffentlichkeitswirksam impfen lassen. Ich bleibe dabei "Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst.

  17. 82.

    "Wir haben dann aber die Möglichkeit den Blumenkohl am Kopf zu reklamieren:-)"
    Auch in meinen Augen ein ganz entscheidener Vorteil. ;-) Was wäre das Leben ohne Garantien?!

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