224 Todesfälle - Coronavirus greift in Berliner Pflegeheimen weiter um sich

Eine Altenpflegerin in Schutzausrüstung hält die Hand eines Bewohners. (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)
Audio: Inforadio | 02.12.2020 | Ricardo Westphal | Bild: dpa/Sebastian Gollnow

Die Zahl der erfassten Todesfälle nach Corona-Infektionen bei Bewohnern von Pflegeheimen in Berlin ist zuletzt weiter gestiegen. Nachdem die Gesundheitsverwaltung Mitte November (16.11.) noch von 132 solchen Todesfällen seit Pandemiebeginn im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 berichtet hatte, waren es Stand Montagnachmittag 224. Das teilte die Behörde auf Anfrage mit.

Insgesamt sind laut Corona-Lagebericht bisher knapp 600 Berlinerinnen und Berliner im Zusammenhang mit dem Virus ums Leben gekommen.

Auch 1.000 Pflegeheim-Mitarbeiter positiv getestet

Auch die Gesamtzahl positiv getesteter Pflegeheimbewohner stieg seit Mitte November noch einmal deutlich an: von damals 1.021 auf nun 2.050. Außerdem wurden laut der Statistik gut 1.000 Mitarbeiter seit Pandemiebeginn positiv auf Sars-CoV-2 getestet (16. November: 603).

Zu Fragen nach aktuellen Hotspots und aktuell Infizierten in Heimen machte die Gesundheitsverwaltung keine Angaben. Die jeweiligen Gesamtzahlen schlössen Genesene, Verstorbene und die derzeit noch Infizierten mit ein, hieß es. 223 stationäre Pflegeeinrichtungen meldeten laut Behörde seit dem Frühjahr bestätigte Fälle (Mitte November: 183).

Inzwischen sind laut Gesundheitsverwaltung über eine Million Corona-Schnelltests an Pflegeeinrichtungen ausgeliefert worden. Im Fall eines positiven Ergebnisses muss dies durch einen PCR-Test im Labor bestätigt werden.

Sendung: Inforadio, 02.12.2020, 08 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

3 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 3.

    Na, Hauptsache unsere hochbezahlten Fußball-Stars werden ständig getestet.....

  2. 2.

    Ich habe schon die ganze Zeit die Vermutung, dass diese ganzen Maßnahmen nicht wirksam die Risikogruppe schützen. Wie sollen unsachgemäß angewendete medizinische Masken und Stofflappen das leisten? Meine Vermutung scheint sich ja zu bestätigen.
    Im Übrigen gibt es Experten die schon länger einen Strategiewechsel fordern. Hin zu einem besseren Schutz der Risikogruppen. Sie werden aber nicht gehört.
    Stattdessen fordern viele noch mehr von diesen Gesellschaft zerstörenden Maßnahmen, deren Wirksamkeit nicht belegt ist.

  3. 1.

    Der Senat sollte sich Mal in Schweden erkundigen.
    Dort sind im Frühjahr überproportional Menschen in Heimen verstorben, nicht in der Community.Die Schweden haben wohl dazugelernt.Aktuell gibt es sehr wenig Tote ,trotz moderater Massnahmen.

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Sammlung Marzona
Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Sammlung Marzona

Joseph-Beuys-Ausstellung zum 100. - Von der Sprache aus

Joseph Beuys war Bildhauer, Zeichner und Performer. 1985, ein Jahr vor seinem Tod, sagte er in einer Rede, dass er seine Werke grundsätzlich von der Sprache aus entwickelt habe. Der Hamburger Bahnhof in Berlin verfolgt diese Spur in einer Ausstellung. Von Silke Hennig