Symbolbild: Eine Mann mit Mund-Nasen-Schutz schiebt auf dem Marktplatz von Senftenberg im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz sein Fahrrad an geschlossenen Weinachtsbuden vorbei. (Quelle: dpa/C. Soeder)
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Anstieg innerhalb von 24 Stunden - Corona-Fallzahlen in Brandenburg mehr als verdoppelt

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg hat einen neuen Höchststand erreicht. Im Vergleich zum Vortag gab es beinahe eine Verdopplung. Zudem sind noch nie so viele Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben wie in den vergangenen 24 Stunden.

Die Corona-Fallzahlen in Brandenburg haben sich im Vergleich zum Dienstag mehr als verdoppelt. Laut einer Mitteilung des Brandenburger Gesundheitsministerium [msgiv.brandenburg.de] vom Mittwochmorgen stieg die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden auf einen neuen Höchstwert von 1.580. Am Vortag waren es noch 774.

Die Gesamtzahl der Covid-19-Fälle in Brandenburg stieg am Mittwoch auf 38.897.

Mehr als 1.000 Menschen im Krankenhaus

Inzwischen sind in Brandenburg 856 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das ist eine Zunahme von 49 Personen innerhalb von 24 Stunden - so viele Corona-Tote innerhalb eines Tages hat es in Brandenburg bislang noch nicht gegeben. Der bisherige Höchstwert von 42 mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen in Brandenburg stammt vom 17. Dezember.

1.078 Menschen liegen wegen einer Corona-Infektion derzeit in Brandenburger Krankenhäusern. Davon befinden sich 191 auf der Intensivstation, 126 Personen müssen beatmet werden. Einige Patienten und Patientinnen mussten bereits nach Berlin verlegt werden, da in den Landkreisen die Kapazitäten für eine intensivmedizinische Betreuung inzwischen erschöpft sind.

Oberspreewald-Lausitz ruft Großschadensereignis aus

Die höchste 7-Tage-Inzidenz weist aktuell der Landkreis Elbe-Elster auf. Dort lag die Zahl der Neuinfektionen laut Gesundheitsministerium zuletzt bei 578,4 pro 100.000 Einwohner. Auch Oberspreewald-Lausitz hat mit 523,9 Fällen eine ähnlich hohe Neuinfektionsrate. Die wenigsten Brandenburgerinnen und Brandenburger infizieren sich derzeit im Landkreis Barnim. Dort liegt die 7-Tage-Inzidenz laut RKI bei 159,8.

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat wegen der hohen Fallzahlen bereits ein sogenanntes Großschadensereignis ausgerufen. Beim "Massenanfall von Erkrankten" handelt es sich um die Vorstufe vom Katastrophenfall. Damit bekommt die untere Katastrophenschutzbehörde bei Bedarf weitreichende Kompetenzen. Dazu könnte zum Beispiel gehören, dass Hotels oder Pensionen beschlagnahmt werden, um sie als Hilfskrankenhäuser zu nutzen. Es können auch geeignete Personen herangezogen werden, wie zum Beispiel niedergelassene Ärzte mit ihrem Personal oder medizinisches Personal im Ruhestand.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 23.12.2020, 19:30 Uhr

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31 Kommentare

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  1. 31.

    Wieso gehen SIE denn nicht einkaufen? Als wäre das ausschließlich eine Frauenaufgabe! Meine Güte, was für antiquierte Lebensrealitäten einige haben... Ihre Frau könnte Ihnen ja einen Einkaufszettel schreiben, wenn Sie das sonst nicht gebacken kriegen, und beim Ausladen zu hause darf ja sogar die ganze Familie wieder gern helfen, Bierkisten und Paletten Jägermeister, und Kartoffelsäcke zu schleppen - oder was auch immer man so Schweres und Sperriges UNBEDINGT braucht an den Feiertagen...

  2. 30.

    Hallo Vorort, bei uns in MOL gibt es ein täglichen Lagebericht. Da ist sehr gut aufgeschlüsselt, wo die Infektionen herkommen. Jedes Pflegeheim ist aufgeschlüsselt.
    Ich bin ehrlich, ich halte nichts vom Lockdown, es sollten endlich betroffene Sparten geschützt werden

    https://www.maerkisch-oderland.de/de/aktuelle-situation.html?fbclid=IwAR1A4DIn5OnSsZlLCbuyiiUwPrpcRgEvtw0sya-F9CotisZ1puGjI2MLZ2Q

  3. 29.

    Die hohen Infektions- und Todeszahlen haben eindeutig die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Ihrer Verzögerungstaktik verschuldet. Es hätte, wie von vielen Wissenschaftlern dringend gefordert, schon viel früher (November) ein harter Lockdown angeordnet werden müssen. Statt dessen immer nur die Aussage der MP "wir warten erst mal ab".
    Der Wahlkampf lässt anscheinend schon grüßen.
    Wie so oft, scheint der Föderalismus nicht das Gelbe vom Ei zu sein und sollte in so einer Krisensituation durch verbindliche Anweisungen der Bundesregierung ersetzt werden.
    Ein Lacher war auch der "Teil-Lockdown", der sogar zu den Feiertagen aufgehoben werden sollte. Einfach nur unprofessionell und dumm.
    Ich war nie ein großer Freund von Frau Merkel. In der jetzigen Situation muss ich dieser Frau (selbst Wissenschaftlerin) aber großen Respekt für Ihre eindeutigen Aussagen bezüglich der Pandemie und deren Bekämpfung zollen.

  4. 28.

    schon mal gehört: bandura-lernen durch beobachten??? schöne feiertage

  5. 27.

    Das ist ja das schlimme, sie beobachten. Sie müssen aber die Leute nicht beobachten weil sie es überhaupt nicht zu interessieren hat was diese Leute im Laden tun. Sie kennen keine Hintergründe und bilden sich einfach ein Urteil. Das steht ihnen aber nicht zu es kund zu tun. Wissen Sie ob sie richtig liegen ? ?

  6. 26.

    dann gehen sie doch für die ganze familie einkaufen und tragen die bierkästen. einkaufszettel sind wohl ein relikt aus analogen zeiten. ich beobachte leider ganze großfamilien. also papa, mama, opa, oma, die enkel und die beste freundin. was soll man sonst machen beim lockdown? alle gehen einkaufen!!! die parkplätze bei kaufland oder marktkauf sind übervoll. ein kleines übel unter vielen, aber die summe machts. viele unserer "bundes"landsleute scheinen immer noch zu glauben, sie hätten mit alle dem nichts zu tun. die diskussion über zigaretten kaufen in polen war deutlich aufgeregter, als über die auslastung der krankenhäuser zb in schwedt...bleibt sie gesund!!!!

  7. 25.

    Ja super Idee vom Wolfgang.

    Wenn Sie schonmal zu Hause bleiben können ist der Menschheit bestimmt geholfen. Tun Sie es jetzt!

  8. 24.

    .. sehen Sie sich doch an wie sorglos einige rumlaufen. Nase frei, Maske auf halb 9 oder erst gar keine Maske oder eine die aussieht als wäre sie 6 Monate in Benutzung. Dauerthema BVG. Und ich persönlich frage mich.. wenn ich durch meine Maske (die überall an der Haut anliegt) den Tabakqualm der Raucher, die vor den Eingängen der Märkte und auch an Haltestellen und Bahnhöfen rumlungern rieche oder das Parfum von an mir vorbeilaufenden, wie sehr schützt mich dann eine Maske überhaupt vor dem Virus.
    Schaut man sich die meisten Masken genau an, gibt es überall Lücken zwischen Haut und Maske und durch diese Lücken atmen die meisten aus und ein.
    Bleibt Zuhause und schleppt nicht die halbe Familie und Kinder mit zum Einkaufen. Einer sollte doch reichen, der einkaufen geht. Und lieber mal für paar Tage mehr einkaufen, damit man nicht alle 2 Tage in den Supermerkt muss.

  9. 23.

    Ich bitte um genauere Zahlen. In unserem Seniorenpflegeheim waren mit einem Mal 50+ Menschen infiziert. Vorher nix gesagt und dann nix mehr verschweigen können und nachmelden..

    Ich würde gerne wissen, wie die anteilige Altersverteilung und Heimzugehörigkeit ist.

    Betrachtet man alle Artikel bei rbb, Tagesspiegel und BZ kommt man zu der Erkenntnis, dass NUR Altenheime betroffen sind. Bitte gerne widerlegen.

  10. 22.

    Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass dieses Virus nicht nur über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Ich denke schon, dass vielen Menschen etwas an ihrer Gesundheit liegt und sie intelligent genug sind, sich zu schützen. Aber die Zahlen explodieren und explodieren. Irgendwas läuft hier nicht gut.

  11. 21.

    Jeder Tag Komplett-Lockdown ist quasi eine Politiker- & Bevölkerungs-Offenbarung.
    Nützt auch nichts, wenn über die Flughäfen die Leute durch den Globus tingeln als gäb's kein Morgen.
    Warum werden nicht auch endlich die Grenzen zugemacht?

  12. 20.

    Jeder kann mit etwas Vernunft dazu beitragen, dass die Zahlen nicht explodieren, aber 1.580 Neuinfektionen sind auch noch keine Katastrophe.
    Ebenso sterben täglich Menschen - ob nun im Krankenhaus oder zu Hause. Ob nun an Corona oder einem Herzinfarkt.
    Das ist im Einzelnen auch traurig, allerdings ist dies kein Grund zu Panikmache.
    Offenkundig reichten der Politik die Klinik-Kapazitäten über Jahre in der aktuellen Form aus. Somit war doch jedem vorher klar, dass bei einer Super-Grippe o. ä. reihenweise Menschen sterben würden.
    Wer sich am 24.12. mit anderen Menschen in einer engen Wohnung treffen wird, braucht hier weder Panik noch Erhobenen Zeigefinger machen.

  13. 19.

    Man sollte doch mal anfangen den Berufspendlerverkehr einzustellen.
    Wieviele Menschen pendeln täglich zwischen
    Sachsen und Brandenburg hin und her.
    Da braucht man sich doch nicht zu wundern, wenn in Südbrandenburg die Zahlen so in die Höhe schießen. Aber auf Arbeit kann ja nichts passieren.

  14. 18.

    Noch nicht mitbekommen? Wir haben seit rund 2 Wochen vergleichbare Todeszahlen wie in den USA, trotz mittlerweile knapp 8 Wochen Lockdown.

  15. 16.

    Sorry warum soll meine Frau alleine einkaufen gehen. Erstens hat sie keinen Führerschein und zweitens warum soll Sie meine Bierkästen schleppen. Aber nicht jeder hat ein Fahrzeug. Da ist jede helfende Hand der Familie erstrebenswert beim tragen. Dafür geht man nur noch 1x die Woche einkaufen. Ich verstehe Ihr Problem nicht.

  16. 15.

    das war zu erwarten . Es sind nur noch Demos genehm die Ihrer Meinung entsprechen. Alle anderen gehören verboten oder verteufelt. Zum Glück leben wir in keiner Diktatur.

  17. 14.

    endlich mal wieder ein vernünftiger Kommentar. Vielen Dank dafür und vollste Zustimmung. Ihnen schöne Feiertage

  18. 13.

    kann dir nur zustimmen. mundnasenschutz...ist höchstens mundschutz, einkaufen geht nicht einer, sondern mindestens die ganze familie (die männer können ja nicht in den baumarkt) uswuswusw. liebe brandenburger, es ist nicht mehr sommer auf dem dorf!!!

  19. 12.

    definieren Sie Wenn und aber. Wie stellen Sie sich einen kompletten Lockdown vor ? Sie wissen schon das Läden zur Grundversorgung offen gehalten werden müssen. Dann hauen Sie mal rein in die Tasten.

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