Symbolbild: Die ersten Corona-Impfstoffe von Pfizer und BioNTech (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 26.12.2020 | Bild: dpa

Berlin und Brandenburg - Erste Lieferungen von Corona-Impfstoff sind eingetroffen

Einen Tag vor dem geplanten Start der Corona-Impfungen sind die ersten Lieferungen der Firma Biontech eingetroffen. Ab Sonntag sollen mobile Impfteams besonders gefährdeten Personen Impfungen anbieten.

In Brandenburg und Berlin sind am zweiten Weihnachtsfeiertag die ersten Lieferungen des Impfstoffs gegen Sars-CoV-2 eingetroffen.

In Brandenburg sind 9.750 Impfdosen eingetroffen, wie das Gesundheitsministerium am Vormittag mitteilte. Aus Sicherheitsgründen werde der Impfstoff von Biontech/Pfizer an einem geheimen Ort gelagert.

Die Impfungen in Brandenburg mit einem mobilen Team sollen am Sonntag in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz beginnen. Danach sind Impfungen in Heimen in den Landkreisen Havelland und in Cottbus geplant. Von Dienstag an sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Anschließend sollen bis Anfang Februar weitere neun Impfzentren im ganzen Land aufgebaut werden.

Zur Terminvergabe soll vom 4. Januar an unter der Nummer 116 117 eine Hotline freigeschaltet werden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg berichtete. Dort sollen zunächst über 80-Jährige einen Termin bekommen. In den Zentren sollen sechs Impfteams jeweils bis zu zehn Bürger pro Stunde impfen. Dafür haben sich mehr als 1.000 Ärzte freiwillig gemeldet. Der weitere Ablauf der Impfungen hängt vor allem von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab.

Mobile Impfteams fahren ab Sonntag zu Berliner Pflegeheimen

Einen Tag vor dem geplanten Start der Impfungen ist auch in Berlin die erste Lieferung eingetroffen, teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Auch hier werde der Impfstoff aus Sicherheitsgründen zunächst an einem zentralen geheimen Ort gelagert. Die ersten Impfungen soll es am Sonntagmorgen geben. Zunächst sind die Bewohner der Berliner Pflegeheime an der Reihe, die als besonders gefährdete Gruppe gelten.

"Auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis wir die sogenannte Herdenimmunität erreichen werden, ist der heutige Tag ein Tag der Hoffnung", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstag. "Dennoch bitte ich alle, halten Sie die AHA-Regeln ein und bleiben Sie zu Hause." Die erste Lieferung für Berlin umfasst laut Kalayci ebenfalls 9.750 Impfdosen.

Für die Impfungen müssen die rund 29.000 Bewohner der Berliner Senioren- und Pflegeheime nicht in eines der sechs neuen Berliner Impfzentren kommen. Für sie sind in ganz Berlin mobile Impfteams unterwegs, von denen es insgesamt 60 gibt.

Deren Einsatzzentrale ist im alten Terminal C des Flughafens Tegel untergebracht. Das Einsatzzentrum hat die Routen für die Impftouren festgelegt. Zu den Impfteams gehören jeweils ein Arzt oder eine Ärztin, Fachkräfte zur Aufbereitung des Impfstoffs und zwei Bundeswehrsoldaten für die Betreuung und die Dokumentation.

Außerdem sollen auch die Mitarbeiter der Pflegeheime geimpft werden. Dafür geht am Sonntag um 14 Uhr das mit gut 80 Impfkabinen größte der sechs Berliner Impfzentren in Betrieb. Es ist in der Arena-Halle in Treptow untergebracht, die sonst zum Beispiel für Konzerte genutzt wird.

Über 80-Jährige sollen schriftlich Einladung erhalten

Weitere Impfzentren sind auf dem früheren Flughafen Tegel (Terminal C), in einer Halle auf dem Messegelände, im Hangar 4 auf dem früheren Flughafen Tempelhof, im Velodrom in Pankow und im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding zu finden. Die Impfungen sollen künftig ausgeweitet werden - das ist allerdings abhängig von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs. Derzeit ist noch nicht sicher, welche Impfzentren als nächstes starten und auch nicht wann.

Im neuen Jahr sollen zunächst Berlinerinnen und Berliner über 80 Jahre geimpft werden, die nicht in Pflegeheimen wohnen. Sie erhalten schriftlich eine Einladung. Das Schreiben enthält laut der Gesundheitsverwaltung einen Code, mit dem ein Termin in einem der sechs Impfzentren per Telefon oder online gebucht werden kann. Für eine Impfung ist rund eine Stunde Zeit zu veranschlagen.

Im Impfzentrum in der Arena sind die Abläufe am Mittwoch bereits getestet worden - mit der Hilfe von 300 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Sie haben beispielsweise die Anmeldeprozedur, das Weiterleiten der Menschen in Videoräume für eine erste Impfinformation und den Gang zu den gut 80 Impfkabinen durchgespielt.

Video: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über die ersten Impfstoff-Lieferungen


Pflegekräfte sollen bis Mitte Februar Impfung erhalten können

Ab Sonntag sollen in der Arena Ärztinnen und Ärzte die Pflegeheimmitarbeiter über die Impfung aufklären und dann in den Oberarmmuskel piksen. Ein Dokumentar erfasst das alles. Danach geht es weiter in den Ruhebereich, wo mögliche Impfreaktionen abgewartet werden sollen.

Allein in der Arena in Treptow können täglich rund 5.000 Menschen geimpft werden - wenn genug Impfstoff für diese Größenordnung zur Verfügung steht. Das wird am Anfang noch nicht so sein. Kalayci geht davon aus, dass die Impfungen für die Bewohner in den Pflegeheimen bis Anfang Februar dauern werden, die der Pflegekräfte bis Mitte Februar.

Sendung: Brandenburg aktuell, 26.12.2020, 19.30 Uhr

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86 Kommentare

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  1. 86.

    Sie können doch bestimmt lesen?! Dann lesen Sie doch bitte richtig meinen Kommentar und interpretieren Sie nicht irgendwelche geistigen Ergüsse Ihrerseits rein.
    Sie können gerne meine Impfpass haben da ich mich nicht impfen lasse

  2. 85.

    Kampf gegen Corona-Pandemie
    Wer, wann und wo -
    alles zum Impfstart
    Stand: 27.12.2020 03:51 Uhr
    https://www.tagesschau.de/inland/faq-corona-impfstoff-111.html

  3. 84.

    An alle Ungeduldigen und an all die Kommentstoren,die vorläufig sowieso nicht dran sind:
    1. Es kann nur soviel geimpft werden wie auch Impfstoff zur Verfügung steht. Für 2 Impfungen pro Person innerhalb von 3 Wochen.
    2. Es geht hier nicht um Tempo sondern um Sicherheit,z.B. Einhaltung der Kühlkette,auch wenn Landesfürsten pressewirksam was anderes suggerieren.
    3. Wer dran ist um geimpft zu werden,wird informiert.
    Das organisieren die Länder unterschiedlich.
    4. Sobald die Impfzentren in Berlin loslegen geht es nach der Benachrichtigung nur mit Termin.
    5. Wer sich regelmäßig informieren will bekommt auch stündlich landesweite Infos per Fernsehen bei ntv
    und online bei ntv ,rbb24,berlin.de.
    6. Auch wer geimpft ist muss weiterhin rücksichtsvoll mit seinen Mitmenschen umgehen.Corona ist für uns alle auch nach 2 Nadelstichen noch nicht vorbei.


  4. 83.

    "Mit 101 hat man sein Leben gelebt."
    Vll. wird die Dame noch 102, 103. Wollen sie ihr, evtl. aus Futterneid, diese Zeit verwehren?

  5. 82.

    Typisch langsam für Brandenburg. Warum sind nicht schon alle Impfzentren seit dem 15.12. fertig aufgebaut?
    Wo bleibt die Info über die Impfzentren?
    Gab es einen Livestream über die 1. Impfungen in Brandenburg??
    Unseren werten MP sieht man nur dann, wenn es was zu feiern gibt, etwas einzuweihen gibt, wenn er sich wirksam in Szene setzen kann. Von unserer Gesundheitsministerin hört man nichts, wäre schön, wenn sie uns regelmäßig via Fernsehen informieren würde.

  6. 81.

    Liebe Toska,
    meine Antwort unter @79. Habe es leider versemmelt direkt zu antworten.

  7. 80.

    Für diesen Personenkreis sind auch mobile Impfteams im Gespräch und Daten derer,die zu benachrichtigen sind,sollen einigen Pressemitteilungen zufolge das Einwihnermeldeamt zur Verfügung stellen.
    Also abwarten und bei Unsicherheit im Jan. Vllt den Hausarzt fragen.

  8. 79.

    "Ich finde es etwas merkwürdig das man nun eine 101 jährige Seniorin impft, selbstverständlich sollen die Älteren geschützt werden und müssen auch geschützt werden. Aber irgendwie komme ich ins nachdenken ob das der Schlagzeile wegen war .
    Mit 101 hat man sein Leben gelebt."
    Hinsichtlich der Schlagzeile stimme ich Ihnen zu. Man könnte den Ball flach halten und bekannt geben,dass man mit der Impfung der 1.Gruppe angefangen hat. Man sieht ja auch an etlichen Kommentaren ,wss Schlagzeilen auslösen.
    Die Frage,ob man mit 101 nicht eigentlich sein Leben gelebt hat. Das mag sein,das muss aber m.E. jeder für sich selbst entscheiden. Gäbe es nur noch Impfdosen für 2 Personen in meinem Umfeld ,würde ich mit meinen 64plus sagen,ich habe mein Leben gelebt,impft lieber meine Nichte und meinen Patensohn.
    Aber wenn wir eins aus unserer Geschichte gelernt haben , dann,dass wir solche Fragen/Diskussionen erst gar nicht aufwerfen.
    Ich wünsche Ihnen einen schönen letzten Sonntag in 2020.

  9. 78.

    An einem verlängerten Lockdown werden m.E. die Impfungen auch nichts ändern,denn bei der Frage Lockerungen oder nicht sind die Infektionszahlen ausschlaggebend. Diese Zahlen werden wohl eher noch steigen und sind abhängig vom Verhalten der Bevölkerung. Erst Anfang Jan. werden wohl auch alle Daten ab der Vorweihnachtszeit vorliegen,da Labore und Gesundheitsämter aktuell reduziert arbeiten. Wir werden auch mit Impfung noch länger mit Maske und den AHA-l Regeln leben müssen. Und diese Aufregung um den Impfstart verstehe ich nicht. Die erste Lieferung ist angekommen und nun sollte jeder Impfwillige warten,bis er nach den Regeln an seinem Wohnort dran ist.

  10. 77.

    In einem Seniorenheim in Halberstadt in Sachsen-Anhalt hat es einen Tag vor dem offiziellen Impfbeginn die ersten Impfungen gegeben. Der Heimbetreiber bestand darauf seine 101-Jährige Seniorin impfen zu lassen. Das gab gestern Abend zu lesen, dass der Heimbetreiber es so wollte. Das machte natürlich Schlagzeilen.

  11. 76.

    Das ist doch mal ne echt humane Meinung, Daumen hoch. Wünsche Ihnen ein langes Leben.

  12. 75.

    Da möchte ich das Geschrei der hier kommentierenden, ewig Unzufriedenen nicht hören, wenn Frau Merkel sich quasi vordrängeln würde.

  13. 74.

    Lassen Sie doch dieser 101- jährigen Frau den Vortritt, oder wollen Sie sich an dieser Frau vorbeidrängen?

  14. 73.

    warum muss man zuerst die über 80 jährigen impfen gibt es nicht andere die es nötiger hätten zum beispiel polizisten und krankenpfleger

  15. 71.

    Wenn man über 80 Jahre alt ist, wird man schriftlich benachrichtigt und soll dann zum impfen gehen. Was ist aber mit Pflegefällen die das Alter erreicht haben und das Haus nicht verlassen können? Meine Frau ist 83 hat Pflegegrad 5 und ist fast unbeweglich. Sie wird von mir im Haus gepflegt. Soll das vielleicht der Hausarzt machen oder die Schwestern vom Pflegedienst. Könnte auch sein ich muss sie mit einem Krankentransport zum impfen fahren lassen?

  16. 70.

    Warum wurde nicht gleich mit den Impfungen begonnen nachdem das Serum vor Ort war? Senat wie immer im Tiefschlaf, die Provinz ist einfach mal vorgeprescht. Bei einem nichtregierenden Bürgermeister mit diesem Senat natürlich unvorstellbar.

  17. 69.

    Ich finde es etwas merkwürdig das man nun eine 101 jährige Seniorin impft, selbstverständlich sollen die Älteren geschützt werden und müssen auch geschützt werden. Aber irgendwie komme ich ins nachdenken ob das der Schlagzeile wegen war .
    Mit 101 hat man sein Leben gelebt.

  18. 68.

    Mal angenommen die Impfung ist der Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie. Warum wird die mRNA Formel nicht an andere Pharmakonzerne weitergegeben, dami ausreichend Impstoff hergestellt werden kann?

  19. 67.

    Hab die bisherigen Kommentare nicht gelesen, aber eine Frage zur Wirksamkeit der Impfung: Man ist doch erst nach allen beiden Spritzen geschützt und der Virus hats nach der ersten noch nicht schwerer--- oder doch? Weil, wenn wir jetzt loslegen mit dem Impfen und erst in 3 Wochen die ersten Leute den Impfschutz haben und das werden ja dann noch lange nicht alle aus Stufengruppe 1 sein, sondern erst ein Bruchteil--- dann muss/ wird der Lockdown doch mit Sicherheit noch länger dauern. Oder??? Ich meine, man wird am 10.1. noch nicht alle in den Heimen geschützt haben können und draußen kann das Anstecken ja derweil noch völlig ungebremst weitergehen.

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