Symbolbild: Ein alter Mann sitzt allein an einem Tisch eines Berliner Seniorenheims, aufgenommen am 27.04.18 (Quelle: imago images / Florian Gaertner/photothek.net).
Audio: rbb 88.8 | 18.12.2020 | Interview mit Alexander Blum | Bild: imago images / Florian Gaertner/photothek.net

Interview | Pflegeheim-Leiter zu Corona-Regeln - "Auch Angehörige zu testen, würde uns kolossal überfordern"

Besucher dürfen Berliner Senioreneinrichtungen nur noch dann betreten, wenn sie ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen können. Die Umsetzung dieser Regeln stellt viele Heime vor Probleme, sagt Alexander Blum, Leiter eines Seniorenzentrums in Hohenschönhausen.

rbb: Herr Blum, wie ist die Situation in Ihrer Caritas-Pflegeeinrichtung angesichts der nun für Besucher verpflichtenden Schnelltests?

Alexander Blum: Die Verordnung des Senats sieht vor, dass jeder Besucher der Einrichtungen entweder einen tagesaktuellen Antigen-Schnelltest vorlegen soll oder einen PCR-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist. Wir sehen das mit sehr gemischten Gefühlen. Wir finden es sehr traurig, dass wir solche Einschränkungen hinnehmen müssen. Für unsere Bewohner der Einrichtung war eigentlich unser oberstes Ziel, die Einrichtung offenzuhalten.

Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass sich der Senat es einfach gemacht hat oder ob man sagen soll, dass es doch sehr verantwortungslos ist, diese große, gesamtgesellschaftliche Aufgabe auf die Pflegeeinrichtungen abzuwälzen - nämlich dass Aufgaben der gesundheitlichen Dienste, die Angehörigen zu testen, jetzt von den Pflegeeinrichtungen übernommen werden sollen. Das sehen wir deutlich anders. Vor allem haben wir überhaupt nicht die personellen Ressourcen dafür. Das würde uns kolossal überfordern, das können wir niemals in der Realität abbilden. Letztendlich sind die Leidtragenden die Bewohner und die Angehörigen, die sich dann sehr, sehr eingeschränkt an den Festtagen sehen können.

Also sind die Schnelltests selbst gar nicht das Problem? Haben Sie davon ausreichend?

Wir haben die Schnelltests schon, aber nur in sehr limitierter Anzahl. Die Tests reichen für die Testung unserer Mitarbeiter, die alle zwei Tage getestet werden müssen, und für die Testung unserer Bewohner. Aber wenn wir jetzt noch im großen Stil auch Angehörige testen würden, würden wir an unsere Kapazitätsgrenzen kommen. Aber man muss ganz klar sagen: Das Hauptproblem ist unsere personelle Situation.

Wir können die Strukturen nicht bieten, die da gefordert sind. Dass unsere Mitarbeiter die Angehörigen unserer Bewohner testen, wird in der Praxis nicht funktionieren. Man muss da auch wirklich sehr deutlich sagen, dass der Senat in unseren Augen sehr verantwortungslos gehandelt hat. Denn er lässt die Pflegeeinrichtungen und das Personal damit ziemlich im Stich und allein auf weiter Flur.

Rufen bei Ihnen nun viele Angehörige an und sind verzweifelt, weil sie nicht wissen, wie sie nun an Schnelltests kommen können?

Natürlich rufen die ersten an, weil sie es aus den Medien erfahren haben. Wir raten dazu, die Berliner Testzentren aufzusuchen, um dort Schnelltests durchführen zu lassen. Wenn die Angehörigen andere Möglichheiten haben, an Schnelltests oder PCR-Tests zu kommen, ist das natürlich auch richtig. Sie können auch einen Schnelltest mitbringen und sich in unseren Einrichtungen testen, ein Mitarbeiter kann das Testergebnis dann ablesen.

Kann man überhaupt als normale Person in die Apotheke gehen und sich einen Schnelltest besorgen?

Bei uns kann man keinen Schnelltest kaufen; in den Apotheken gibt es solche Tests [für medizinisches Personal; Anm. d. Red.], man kann sie sicherlich auch bestellen. Ein Stück weit müssen wir auch auf die Eigeninitiative der Angehörigen setzen, sich da selbst zu informieren, auch wenn wir immer gerne beraten. Da stoßen wir letztendlich an unsere Grenzen.

In Brandenburg soll es mobile Teams geben, die in Pflegeeinrichtungen die Schnelltests abnehmen können. Wie sieht es in Berlin aus?

Es gibt auch in Berlin diese Teams. Wenn ich richtig informiert bin, sind es zwölf Teams, die für 300 Pflegeeinrichtungen in ganz Berlin zuständig sein sollen. Bei der Differenz hört man ja schon, dass das nie im Leben aufgehen kann. Ich habe für unsere Pflegeeinrichtung schon Anfragen rausgeschickt, damit diese Testteams uns an den Feiertagen unterstützen. Aber ich weiß nicht, wie das ausgehen wird.

Überlegen Sie parallel, wie Sie es personell doch noch einrichten zu können, eine Art Testzentrum an der Pforte, beispielsweise mit Medizinstudenten, hinzubekommen, um Angehörige zu testen?

Wir spielen alle möglichen Szenarien für uns durch und überlegen, wie man die Situation noch bewerkstelligen kann. Aber im Moment ist es so, dass wir so schnell keine tragbare Lösung auf die Beine stellen können und diese Tests leider nicht durchführen können.

So ein Test kostet bis zu 70 Euro. Müssen die Angehörigen das aus eigener Tasche zahlen?

Sicherlich kosten die Tests in den Testzentren Geld, die Schnelltests sind günstiger als die PCR-Tests - das würde ja bei uns reichen. Die Krankenkassen werden selber damit überfordert sein, wenn jetzt da Anfragen kommen. Ich glaube, man hat bei der ganzen Verordnung bezüglich der Testpflicht für Besucher überhaupt nicht daran gedacht. Die Einrichtungen tun das wirklich nicht aus bösem Willen. Wir können es einfach nicht leisten.

Was wünschen Sie sich jetzt von der Gesundheitsverwaltung den Gesundheitsämtern, damit die Verordnung, so wie sie jetzt aussieht, möglichst gut umgesetzt werden kann?

Das Beste, was die Senatsverwaltung tun könnte, wäre den Pflegeeinrichtungen ausreichend Personal zur Verfügung zu stellen, das die Testung der Besucher übernehmen könnte. Ich glaube, das ist ein Wunsch, den momentan alle Pflegeinrichtungen haben, weil alle damit überfordert sind und der Senat überhaupt nicht im Sinne dieser Einrichtungen gehandelt hat.

Tauschen Sie sich mit anderen Pflegeheimbetreibern aus? Hören Sie da Ähnliches?

Man hört momentan aus jedem Pflegeheim, jeder Einrichtung, egal welcher Träger das ist, von derselben Situation: Dass da eine Flut von Informationen ist, die bearbeitet und umgesetzt werden muss - und das bei der ohnehin schon knappen Personalsituation. Es herrschen eine sehr große Anspannung und ein sehr hohes Stresslevel, schon seit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr.

Können Sie - was den Infektionsschutz angeht - nachvollziehen, dass die Gesundheitsverwaltung diese Regeln erlassen hat?

Es ist auf jeden Fall eine sinnvolle Maßnahme, Infektionsketten mit Schnelltests zu entdecken, um dann schnell reagieren zu können. Die Maßnahme kann ich nachvollziehen, aber sie kann halt so nicht umgesetzt werden.

Vielen Dank für das Gespräch.

Mit Alexander Blum sprach Anke Michel für rbb 88.8. Dieser Beitrag ist redaktionell bearbeitet. Das Originalinterview können Sie mit Klick auf das Audiosymbol im Aufmacherfoto nachhören.

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23 Kommentare

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  1. 23.

    Von dem Kontingent müssen sich auch die Mitarbeitenden testen. Das Pflegepersonal jeden 2. Dienst - in einem Drei-Schicht-System muss man kein Mathe-Genie sein, um darauf zu kommen dass die Refinanzierung für ein Kontingent von 30 Test pro Bewohner bei den Vorgaben schnell aufgebraucht ist. Auch da stimmen leider die Vorgaben nicht zu den geschaffenen Strukturen...

  2. 22.

    Ich stimme mit Ihnen weitgehend überein. Nur die pauschale Verachtung der Querdenker mag ich so nicht akzeptieren, weil da die Spannweite von-bis viel zu vielfältig ist. Meine Verachtung, die ich mit Ihnen vorbehaltlos teile gilt den Maskenverweigerern und jenen, die auf sämtliche Abstandsgebote pfeifen. Sie gilt aber nicht jenen, die kritisch hinterfragen, ob der Staat mit seinen Verboten und Geboten denn das Richtige tut, um die Menschen vor Infektionen zu schützen oder ob nicht zumindest zum Teil Alibi-Maßnahmen verordnet werden, nur um überhaupt etwas zu tun. Es ist die Aufgabe und das Recht der Presse und jedes Demokraten, dies kritisch aber ehrlich zu durchleuchten und zu bewerten und nicht alles ungefragt hinzunehmen.

  3. 21.

    "Er soll die Verbreitung des Virus reduzieren." Das der Lockdown das tun soll (!), ist mir schon klar. Wie ich aber bereits ausgeführt habe, tut er das in der Realität eben nicht. Egal in welches Land Sie schauen, ein harter Lockdown verschafft erst nach sehr langer Zeit einen kurzen Aufschub. Es wäre daher gesellschaftlich sinnvoller, diejenigen vor einer Infektion zu schützen, die ein erhöhtes Sterberisiko haben. Für den Rest der Bevölkerung liegt die Gefährdung genau so hoch, wie bei einer Influenza-Infektion (die im Übrigen mehr jungen Menschen das Leben kostet als Corona). Wir bekommen Corona nur mit AHA und Tests in den Griff, nicht mit einem Lockdown. Da unsere Regierung aber darauf vollkommen unvorbereitet ist, spielt sie mit dem Lockdown einen Schutz vor, den es so nicht gibt. Die hohen Todeszahlen konzentrieren sich auf genannte Einrichtungen, die schützt der Lockdown nicht, auch nicht indirekt.

  4. 20.

    Ja, den Angehörigen aus dem Heim zu holen ist eine Überlegung, die wir jetzt mehrfach hatten. Meine Mutter kam Dezember 2019 in ein Heim mit der höchsten Pflegestufe 5. Nach ausgiebiger Beratung bei einem Pflegestützpunkt. Wir wohnen 5. Etage ohne Aufzug und sind selbst schon in Rente. Spaziergang wie im Heimpark unmöglich. Ich schaffe es kaum, ihr eine warme Jacke anzuziehen. Pflegekräfte sind ausgebildet. Auch die mobile Pflege ist z.Zt. gefährdet! Für die Pflegeheime und uns Angehörige ist es eine schreckliche Belastung, was jetzt sich abspielt. Bereits zweimal wurden alle Bewohner 14 Tage in ihrem Zimmer eingesperrt ohne Besucher wegen Corona im Heim. Seit März findet auch sonst kaum noch etwas statt wegen der Hygienemaßnahmen. Corona Schnelltest ist auch sehr unangenehm! Hochachtung vor allen Pflegekräften und meine Verachtung den Querdenkern!

  5. 19.

    Ein Trauerspiel das Ganze- Die armenAlten im Pflegeheim !! Ich habe meiner Mutti versprochen wenn sie in ein Heim geht, werde ich sie regelmäßig besuchen und ihr ein wenig normales Leben zu erhalten ! Und nun ? Sie versteht leider nicht warum ich nicht zu ihr darf ! Demenz und die Situation lassen sie immer depressiver werden ! Besuche - Dazu gehören auch gemeinsame Spazierfahrten im Rollstuhl oder der Besuch des Friedhofs.
    Schnellteste sind teuer und hier am BER waren gestern lange Schlangen- 6 h Wartezeit !!!!!!!!
    Also denke ich , wenn ich nicht rein darf, dann muss sie rauskommen .. Aber das Heim sagt das ist auch ein Kontakt und ein negativer Schnelltest auch dann erforderlich !
    Wo steht das ? Weiß das jemand ? Heimaufsicht sagt das sie raus dürfen -Heim sagt Nein ?
    Traurig !!

  6. 18.

    Eine solche Initiative ist wunderbar, denn die Tür zum Pflegeheim ist zu, das Chaos groß. Danke dafür
    Der Test kostet um die 50 € - ich bin Soloselbstständig jetzt unter Hartz 4 Niveau lebend. Ein Kontakt zur Bewohnerin, (meiner Mutter) nicht möglich.
    Heute kam die Botschaft - nach erfolgtem Schnelltest! - das Heim ist zu wegen Coronafällen. Es ist zum verzweifeln. Trotzdem nicht aufgeben und hoffen auf ein Überleben.

  7. 17.

    Wenn ich diese ganze Tragik lese, könnte man zu dem Schluss kommen, dass es für Pflegeheime und Familien besser ist, manch einen Angehörigen wieder nach Hause zu holen und selbst zu pflegen. Man soll ja eh nicht raus, bei vielen ist Homeoffice möglich, Schüler sind auch überwiegend Zuhause.

  8. 16.

    Zur Info, der Senat hat jetzt Schnellteststellen im Bezirk für Angehörige eingerichtet, vielleicht bekommen sie dort einem Test, vielleicht Pflegeheim nachfragen.

  9. 15.

    Und weil die Heime so gebeutelt sind, mach ich morgen bei einem Heim in Wohnungsnähe das Corona-geplagt ist mal komplett Abstriche beim ganzen Heim.
    120 Betreute und Personal.
    Nicht jammern. Ran an die Bouletten.
    HAbe mit der Heimleitung vereinbart, dass ich richtig guten Kaffee bekomme.....

  10. 14.

    Seid gegrüßt !

    In dem Zusammenhang stellt sich mir auch noch die Frage, wer die Kosten für die Tests direkt im Pflegeheim trägt ?

    Meines Wissens stellt doch der Bund 20-30 Schnelltests pro Bewohner pro Monat zur Verfügung, wenn man davon ca. 10 Tests für Besucher abzweigt, hätte man immer noch ein gutes Kontingent für die Bewohner um jeden 2./3. Tag zu testen, wenn so oft überhaupt erforderlich.

    Als Pflegeheim wäre mir eine Testung vor Ort sogar angenehmer, als wenn die Angehörigen irgendwo unterwegs einen durchführen und sich ggf. auf dem Weg zur Pflegeeinrichtung weiterer Ansteckung aussetzen müssen.

    Man hat im Sommer versäumt Maßnahmen zu ergreifen ....

  11. 13.

    Seid gegrüßt !

    Vorab, vielleicht sollte der RBB derartige Beiträge zum Anlass nehmen und bei Frau Kalayci nachfragen, wie Sie sich die Umsetzung gedacht hat !

    Die Belastung für die Angehörigen und Pflegeheimbewohner ist ebenfalls enorm und wurde seitens der Frau Kalayci nicht bedacht.

    Auch mein erster Gedanke nach Publikation/Ankündigung von Frau Kalayci war, dass ich demnächst für rd. 50 EUR selbst einen Test machen lassen muss, was ich mir definitiv nicht 4-5 x im Monat leisten kann

    Wer leidet ?

    Meine Mama im Pflegeheim.

    Es gab Zeiten, in denen habe ich Sie täglich besucht für mehrere Stunden - aktuell bin ich froh, wenn 2x pro Woche erlaubt wird und wenn jetzt noch die finanzielle Eigenbelastung plus der zeitliche Aufwand hinzukommen, dann sehe ich leider schwarz und habe von anderen Angehörigen auch bereits vernommen, dass sie dann max. nur 1x noch kommen können.

  12. 12.

    "Der Lockdown rettet diese akut gefährdeten Menschen nachgewiesenermaßen nicht sondern zerstört nur die Wirtschaft."

    Der Lockdown soll ja auch nicht diese Menschen retten. Er soll die Verbreitung des Virus reduzieren. Das wiederum rettet die Menschen. Denn wenn weniger Menschen außerhalb der Einrichtungen bzw. Wohungen infiziert sind, um so geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Personal ansteckt.

  13. 11.

    Das war doch bei der Flüchtlingskrise auch schon so! Anstatt auf das Technische Hilfswerk zurückzugreifen, das sich mit der Notversorgung von Menschenmengen auskennt und Routine hat (Bereitstellung von Toiletten, Essen, Trinken, Notunterkünften) wurde auf das Engagement von netten, aber völlig ahnungslosen und bald überforderten Freiwilligen gesetzt.

  14. 10.

    Hallo Steffi, unsere Erfahrungen sind dieselben. Die vorgesehene Nachtestung mit PCR-Tests dauert zu lange - personelle Engpässe sind die Folge. Ein Gesundheitsamt sagte uns, dass dies an den begrenzten Laborkapazitäten liegt. Wir alle müssen mit strukturellen Problemen umgehen, die von der Politik nicht bedacht wurden. Vor Wochen und Monaten hätte man hierfür schon Lösungen erarbeiten müssen.

  15. 9.

    Die Politik lässt die Betroffenen hier wieder mal allein, statt Lösungen zu bieten. Warum kann hier nicht die Bundeswehr mit ihrem Sanitätsdienst unterstützen? Einfach Testzentren für Angestellte und Besucher errichten, ohne aktuellen Test darf keiner zu den Patienten/Pfleglingen. Der Lockdown rettet diese akut gefährdeten Menschen nachgewiesenermaßen nicht sondern zerstört nur die Wirtschaft. Trotzdem wird einfach weiter gemacht und der Tod dieser Menschen letztlich billigend in Kauf genommen und irgend welchen angeblich "Unvernünftigen" in die Schuhe geschoben. Deutschland begeht genau den selben Fehler, den Schweden im Frühjahr begangen hat. Sind ja nur "Alte", die den Staat nur noch Geld kosten und der Wirtschaft nichts mehr bringen. Man kann es nur noch mit fiesem Sarkasmus ertragen!

  16. 8.

    Man kann alte Leute nicht wie Hühner halten, die eigentlich auch ni ht. Die Heime sind eigentlich teuer genug. Die Mitarbeiter geben sich grosse Mühen, sinx aber unterbezahlt, da ein Heimlpatz genau wie ein Krankenhausplatz Provit einbringen muß. So kann es aber nicht weitergehen.
    Nicht nur die Schüler müssen geschützt werden sondern auch unserere Alten. Zumal diese auch noch Waehler sind. Man denke nur an die n. Wahl und es sind viele.

  17. 7.

    Auch im Seniorenzentrum meiner Oma (99 Jahre) ist die Lage so. Sie weint jeden Tag am Telefon und das macht es mir sehr schwer. Nun ist bald Weihnachten und hoffentlich kann ich sie wenigstens zu Weihnachten mal sehen. Sie möchte ganz schnell die Impfung und dann wieder ihre Freiheit zurück - sie empfindet das wie eine Zeit im Gefängnis...

  18. 6.

    Als Pflegefachkraft kann ich nur sagen: " Hier wird sichtbar was schon immer schief gelaufen ist!"
    Zu wenig Personal auf zu viele Pflegebedürftige! Es gibt so viele Missstände die nicht mehr Menschenwürdig sind!

  19. 5.

    Wie so oft..... Theorie trifft auf Wirklichkeit.... führt die Erkenntnis dann dazu etwas zu ändern.... nö.

  20. 4.

    Ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst und wir stehen vor demselben Problem. Wir müssen bisher "nur" unsere Mitarbeiter 2x die Woche schnelltesten, schaffen aber aus personellen Gründen nur 1x. Das Problem ist aber die hohe Fehlerquote bei einem positiven Ergebnis. Wir hatten gerade erst diesen Fall: Kollegin im Schnelltest positiv, der PCR-Test jedoch negativ. Bis zu diesem Negativ-Ergebnis musste sie aber erst mal in Quarantäne. Wenn das mit mehreren Pflegekräften passiert, haben wir ein sehr heftiges Problem. Dann kriegen wir die Patienten nicht mehr versorgt. Auch das wurde bei der Senatsverwaltung nicht bedacht.

  21. 3.

    Was für eine Verzweiflung aus diesem Interview spricht! Personalmangel lässt sich leider nur mit langfristigen Mitteln beheben. Mir tut es in der Seele weh, mir die Arbeitsbedingungen vorzustellen.

  22. 2.

    Und dann wundern wir uns also tatsächlich noch, dass es zu massenhaften Corona-Ausbrüchen in Pflegeheimen kommt und sind maximal betroffen? Wenn nicht getestet oder ein aktueller Test vorgelegt werden kann, dann wäre ja "Zutrittsverbot" für die Angehörigen die logische Schlussfolgerung. Man läßt die Pflegeheime allein. Wiedermal. Traurig.

  23. 1.

    Wir sind auch betroffen unsere 87jährige Oma ist in einem Pflegeheim, in dem im Normalfall oft nur 2 Pflegende auf ca. 40 Bewohner kommen. Die Bedingungen waren vor Corona schon unverantwortlich..... jetzt noch diese Situation...... mir tun die Pflegenden leid, die ich häufig schon schweißgebadet erlebt habe, da sie ihr Arbeit gar nicht schaffen können. Ich zerbreche mur häufig den Kopf über die Tatsache, dass unsere Oma dort nur ein Minimum an Betreuung erhalten kann obwohl die Pflegenden alles menschenmögliche tun. Leider sind wir nicht in der Lage, die Pflege selber zu leisten :(

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