Kita-Kinder halten sich an den Händen (Quelle: DPA/Monika Skolimowska)
Bild: DPA/Monika Skolimowska

Steigende Corona-Infektionszahlen - Potsdamer Kitas werden ab 4. Januar geschlossen

Hunderte Kinder im Kita-Alter sowie zahlreiche Erzieherinnen und Erzieher befinden sich derzeit in Potsdam in Quarantäne. Die Kitas sollen deshalb auch im Januar zunächst weiterhin geschlossen bleiben. Auch in der Prignitz bleiben die Kitas länger geschlossen.

Die Kindertagesstätten in Potsdam werden nach den Weihnachtsferien auch nach dem 4. Januar zunächst geschlossen bleiben. Hintergrund sei, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an Heiligabend mit 316,6 eine kritische Marke überschritten habe, teilte die Stadtverwaltung am Sonntag mit.

"Bei aktuell mehr als 500 Kita-Kindern in Quarantäne sowie zahlreichen betroffenen Erzieherinnen und Erziehern wird die Landeshauptstadt entsprechend der Hotspot-Strategie des Landes Brandenburg handeln", hieß es in der Mitteilung. "Damit werden die Kitas geschlossen."

Notbetreuung möglich

Im Lockdown seit Mitte Dezember blieben die Kitas in Brandenburg zwar weiter geöffnet. Den Eltern war aber dringend nahegelegt worden, ihre Kinder soweit wie möglich zu Hause zu betreuen. Vom 4. Januar an gibt es mit Ausnahme von Abschlussklassen und Förderschulen auch keinen Präsenzunterricht in Schulen.

Anspruch auf eine Notbetreuung ihrer Kinder haben nach einem Beschluss der Landesregierung Eltern dann, wenn beide Sorgeberechtigte in bestimmten Berufen arbeiten: Dazu zählen unter anderem Beschäftigte im Gesundheitsbereich, Erzieher und Lehrer sowie Mitarbeiter der Polizei und Rettungsdienste sowie bestimmte Medienberufe. Kinder haben auch dann einen Anspruch auf eine Notbetreuung, wenn eine sorgeberechtigte Person im stationären oder ambulanten medizinischen oder pflegerischen Bereich tätig ist.

Schließungen auch in der Prignitz

Vorläufig werden auch die Kitas im Landkreis Prignitz geschlossen bleiben. Das teilte am Sonntagnachmittag die Pressestelle des Landrats mit. Derzeit liege die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis bei über 395 Fällen, hieß es, deshalb könnten die Kindertagesstätten derzeit nicht geöffnet werden. Die Schließung gelte bis zum 10. Januar. Auch in der Prignitz werde eine Notbetreuung angeboten.

Sendung: Brandenburg aktuell, 27.12.2020, 19.30 Uhr

36 Kommentare

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  1. 36.

    Sie haben Recht und ich würde sofort mitmachen

  2. 35.

    Also ich würde sagen,es ist an der Zeit,dass ab sofort ALLE zu Hause bleiben...auch alle systemrelevanten Eltern,dann wird man sehen,wie weit man kommt.
    Wir schließen den Laden einfach komplett zu.
    Ich bin einfach nur schockiert, was sich manche Leute einbilden,vorallem die, die entweder keine Kinder haben oder die,die seit Jahren von Geld leben,was andere erarbeiten.
    Einfach OHNE WORTE!!!

  3. 34.

    Sie müssen jetzt ganz stark sein: Ja, Sie müssen für die Betreuung I h r e r Kinder selber sorgen, weil es I h r Kind ist. Warum auf Kosten der Anderen leben? Wir sind zwar kurz vor einer anspruchsvollen und "nimmersatten Elterndiktatur", aber es gibt in allen Bereichen Unterstützung materiell und moralisch. Das macht die Allgemeinheit nur deshalb, weil wir Kinder brauchen, aber das muss nicht für alle Zeiten so bleiben. Und Alleinerziehenden kann der Staat nicht bei der Partnerwahl helfen, das muss man mit Anstrengungen selber schaffen. Schafft man es bedauerlicherweise nicht, ist nicht die Allgemeinheit materiell verantwortlich zu machen, auch wenn hier und da geholfen wird - dann ist eher Dankbarkeit in Demut angesagt...Solidarität nur, wenn man Dankbarkeit statt Anspruchsdenken spürt.

  4. 33.

    In welchem Zeitalter leben sie denn bitte? Von realen Lebenswirklichkeiten sind ihre absurden Vorstellungen jedenfalls weit entfernt. Als würde in der heutigen Zeit der Mann als Alleinverdiener ausreichen, das ist bei den wenigsten Familien so. Alleinerziehende kommen in ihren Vorstellungen wohl auch nicht vor?

    Und dieses pauschal dümmliche "Kinder lernen am besten zu Hause": es gibt zahlreiche bildungsferne Haushalte, für deren Nachwuchs der Kindergarten im Hinblick auf die Entwicklung ein Segen ist!

  5. 32.

    Bleibt natürlich die Frage offen, wenn dies erst ab dem 11. Gebot drinstehen soll, was im 11. Gebot selbst steht.

  6. 31.

    Ich beschäftige mich gerne und ausgiebig mit meinem Kind. Aber leider muss ich irgendwie Miete, Essen, Kleidung und Windeln bezahlen, sodass ich auf die Fremdbetreuung angewiesen bin. Und ja ich kann natürlich meinen Jahresurlaub dafür verwenden. Aber sofern wir davon ausgehen, dass dieser Lockdown bis ins Frühjahr dauert werden a) die Tage knapp und b) besteht kein Anspruch auf soviele Wochen Urlaub am Stück. Mein Arbeitgeber bedankt sich und wird in Zukunft die Einstellung von Eltern mit kleinen Kindern massiv überdenken.

  7. 30.

    Das kann ich bestätigen mit den seltenen Tests bei Kindern. Viele Eltern meiner Einrichtung berichten, das Kinderärzte keine Tests durchführen wollen (sollen?) und auch beim eigenen Kind wollte der Kinderarzt bei einer Erkältung wären des ersten Lockdowns auch kein Test machen. Sei halt nur eine Erkältung.

    Kein Wunder also, das man Kinder kaum in einer Bilanz wiederfindet. Hauptsache die Kinderbetreuung ist am laufen.

  8. 29.

    Ja, diese Antwort hatte ich erwartet man kann sich alles schön reden. Kinder lernen zu Hause am besten, nur leider hat heutzutage kaum noch jemand Lust, so viel und intensiv Zeit mit seinen Kindern zu beschäftigen. Und es wird suggeriert, dass alle (aushäusig) arbeiten müssen, während andere die Kinder beaufsichtigen...

  9. 27.

    Nein, das ist das Update der Regeln von Moses namens Infektionsschutzgesetz ;-)
    "Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)
    § 28a Besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)"
    https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__28a.html

  10. 26.

    Ich würde mir schon mal ne Alternative suchen, echt... Viele Studenten sind aufs Geld angewiesen und studieren sogar was entsprechendes. Als Tipp.

  11. 25.

    Diese Regeln und Grenzwerte hat wohl Mooses mitgebracht .... stehen bestimmt ab dem 11. Gebot drin

  12. 24.

    Kinder sind leider genauso infektioes wie Erwachsene.. Werden eben seltener getestet.. Meine Schwester ist Kita Erzieherin.. Jetzt ueber Weihnachten in Quarantäne... Wie 2 Kolleginnen..

  13. 23.

    "Sehe ich genauso. Man hat den Eindruck, dass Eltern die am meisten betroffenen sind, weil sie sich nun mal selbst mit ihren Kindern befassen müssen.. " Ich befasse mich gern mit meinem Kind. Aber ich bin aufs Gehalt angewiesen. Ich KANN nicht gleichzeitig erwerbstätig sein UND mich um mein Kind kümmern.

  14. 22.

    Viele Eltern haben Panik, besonders Alleinerziehende. Kommen wir wieder in Zustände wie in den 1950er Jahren, wo Mütter ihre Kinder einfach einschließen und alleine lassen mussten, wenn sie erwerbstätig waren? Wo ist das Verständnis von Arbeitgebern? Wo lebensnahe Lösungen aus der Politik?

  15. 21.

    "Die Leute wissen nicht, worum es bei dieser Pandemie geht". Dieser Artikel erschien am 24.12. auf rbb24 wer diesen Artikel gelesen hat versteht warum wir einen langen Lockdown brauchen

  16. 20.

    Kitas sind genauso Bildungseinrichtungen wie Schulen. Kinder lernen dort idealerweise alle notwendigen grunlegenden Dinge, die für die Schule wichtig sind. Sie haben offenbar keine Ahnung, wie Kinder lernen.

  17. 19.

    Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es Leute die von Kita- Schließungen hart betroffen sind, aber genau diese Zeitgenossen halten sich am wenigsten an die AHA-Spielregeln und Kontakt-Beschränkungen, ich sehe es jeden Tag, da brauche ich nur über den Gartenzaun schauen.

  18. 17.

    Unsere Regierung ist ausnahmslos kinderlos. Woher bitte soll da ein Horizont erwachsen, der Organisation, Schutzvorrichtungen in Schulen und Bussen, Digitalisierung der Schulen, staatliche Lohnersatzleistungen bei lockdown in Schulen/Kitas umfasst? Woher soll es bei Spahns oder Merkels kommen?

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