Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Grafik-Collage: Corona-Neuinfektionen in Berlin seit März 2020 bis Oktober 2021. Grafik links oben: Corona-Neuinfektionen in Brandenburg seit März 2020 bis Oktober 2021. (Quelle: datawrapper/rbb24)
Bild: datawrapper/rbb24

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es? Wie hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz? Und wie viele Menschen sind geimpft? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske, Arne Schlüter und Sophia Mersmann

Aktuell

  • Das Wichtigste im Überblick

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den vergangenen 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Wie verbreitet sind die verschiedenen Virus-Varianten?

Der Wildtyp des Corona-Virus ist zunehmend von Varianten verdrängt worden, die sich besser ausbreiten und teilweise auch häufiger zu schweren Verläufen führen können. Teilweise wurde gezeigt, dass von einer Erkrankung mit dem Wildtyp Genesene an diesen neuen Varianten erkranken können.

Gleichwohl bieten die aktuellen Daten aus Studien zu Impfstoffen Hoffnung. Es sieht so aus, dass die Impfungen auch gegen diese Varianten helfen, sofern ein voller Impfschutz vorliegt. Die aktuelle Verbreitung der Varianten in Deutschland sieht wie folgt aus:

Für den Moment zeigt rbb|24 hier nicht die Zahlen für Berlin und Brandenburg aus den RKI-Berichten [rki.de]. Zum einen, weil nur die Stichproben auf Bundesebene repräsentativ gezogen werden. Auf Länderebene oder in Laborverbänden wie ALM wird dann sequenziert, wenn zum Beispiel durch Ausfall bestimmter PCR-Marker oder Reisehintergrund der Infizierten es Verdachtsmomente gibt [rki.de]. Zum anderen, weil es aktuell keine maschinenlesbare Version der in den Berichten gezeigten Tabellen gibt.

Gleichwohl zeigen wir an dieser Stelle auch die Verteilung der Varianten in Nachbarländern und wichtigen Urlaubsländern Deutschlands. Diese Auswertung basiert auf dem Projekt Covariants.org, das hierfür Daten der Sequenzierungsdatenbank GISAID benutzt. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass hier die Stichproben verzerrt sein können.

Wo ist die 7-Tage-Inzidenz wie hoch?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage, wobei wir hier uns auf die RKI-Zahlen beziehen und nicht die Landeszahlen. Diese 7-Tage-Inzidenz ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse.

Zu beachten ist hierbei, dass es nicht nur um die Fälle geht, die binnen der letzten sieben Tage berichtet wurden, aber auch in den Meldezeitraum fallen. Was das genau bedeutet, haben wir hier erklärt.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Und zu beachten sind zwei wichtige Änderungen:

Zum 2. September 2021 änderte der Senat die Datengrundlage der Ampel: Sie berücksichtigt seitdem, wie viele Menschen nach einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden. Dieser Wert ersetzt in der Ampel den Wochentrend (relative Veränderung) der 7-Tage-Inzidenz.

Zuvor hatte der Senat sein System zur Auswertung des Infektionsgeschehens schon einmal zum 23. Juli 2021 verändert und dabei die relative Veränderung der 7-Tage-Inzidenz neu eingeführt und damit den 4-Tage-R-Wert als Indikator innerhalb der Corona-Warnampel ersetzt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Hospitalisierungs-Inzidenz (seit 02.09.2021)

Die Hospitalisierungs-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Ist ein Wert von 4 erreicht, zeigt das entsprechende Ampelsignal Gelb, bei 8 dann Rot.

(Die Hospitalisierungs-Inzidenz ersetzt seit dem 2. September den Wochentrend, der wiederum Ende Juli den bis dahin genutzten 4-Tage-R-Wert ersetzte.)

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen (neue Grenzwerte seit 31.08.2021)

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 35, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 35, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 100, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen (neue Grenzwerte seit 31.08.2021)

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 5 Prozent liegt. Steigt der Wert über 5 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 20 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, weshalb wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie haben sich die Hospitalisierungsinzidenzen entwickelt?

Ferner finden Sie hier die Hospitalisierungsinzidenz, die nun vor dem Hintergrund der Impfungen als inzwischen wichtigerer als die reinen Inzidenzen gesehen werden. Allerdings gibt es bei diesem Indikator erhebliche Verspätungs- und Unterschätzungsphänomene wie zum Beispiel "Zeit Online" [zeit.de], "Der Spiegel" [spiegel.de] und NDR [ndr.de] zeigen.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispiel am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Benutzt rbb|24 überall nur die Daten von Senat, Gesundheitsministerium und RKI?

Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen, abzufangen. Zum Beispiel haben wir Differenzen an Fallmeldungen auf mehrere Tage verteilt und nicht nur auf den einen Tag der Korrekturmeldung. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass in der Regel der beste Indikator für die aktuelle Lage die Wochenvergleiche sind. Vergleiche über längere Zeiträume sind dagegen schwierig. Weil sich die Testkapazitäten, die Teststrategie, die Virusvarianten und die Durchimpfungsquote verändert haben.

Wie verlässlich sind die Daten am Wochenende?

Sowohl Berlin als auch Brandenburg haben ihr Datenangebot verringert. rbb|24 arbeitet darum mit einigen Ersatzlösungen, die sich wie folgt darstellen:

Berlin:

Der Senat meldet am Wochenende neue Fallzahlen, aber keine neue Zahlen zu Hospitalisierungen und Toten. Weil die Trends bei Hospitalisierungen und Totenzahlen träger sind, führen wir am Wochenende schlicht die Stände vom Freitag weiter. Die ITS-Auslastung führen wir allerdings basierend auf dem Divi-Register täglich aktualisiert weiter.

Brandenburg:

Brandenburg meldet weiterhin am Wochenende Neuinfektionen, darum nutzen wir diese auch weiterhin für unsere Trenddarstellungen. Hingegen werden inzwischen nur noch an Freitagen Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser angegeben. Wir führen deshalb an den übrigen Tagen den bestehenden Stand fort. Auch hier liefert uns das Divi-Register aber zumindest für die Intensivstationen aktuellere Zahlen zu. Die Totenzahlen werden ebenfalls täglich aktuell gehalten.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfizierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

Kommentar

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Antwort auf [Björn] vom 25.09.2021 um 23:23
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9143 Kommentare

  1. 9143.

    " ... mehr Eintragungsmöglichkeiten ins Heim" Entschuldigen Sie die Nachfrage. Aber ist das Personal nicht geimpft - sollte jetzt bereits die Auffrischung bekommen haben. Und Besuch sollte doch mindestens nach 3G (vielleicht auch nur 2G) zugelassen sein. Die Bewohner sollten auch gerade die Auffrischung bekommen. Wo kommt bei Ihnen der Eintrag her? Wo sehen Sie da eine Lücke?

  2. 9142.

    Ja, das ist ein vorstellbare Möglichkeit. Meine Frage ist aber nach den ganz konkreten Erkenntnissen zum Ansteckungsweg der aktuell hospitalisierten älteren Patienten, nicht die abstrakte Möglichkeit von vorstellbaren Übertragungswegen. Wenn wir beicden vorstellbaren Möglichkeiten sind, kann man sich auch vorstellen, daß sie von den Enkeln angesteckt wurden, die noch jünger als 12 Jahre sind und noch gar keinen zugelassenen Impfstoff bekommen könnten - dann wäre es auch unabhängig von der Impfquote der Jahrgänge dazwischen. Ohne konkrete Informationen zu aktuellen nachgewiesenen Ansteckungswegen kommen wir nicht wirklich viel weiter.

  3. 9141.

    ich bin als Risikogruppen-angehörig klar wieder für einen Lockdown. Vllt. kotzt ein nochmaliger Stillstand ja sogar auch die bislang vorhandenen Impfgegner genügend an, um noch mal nachzudenken über ihre 'Clubmitgliedschaften'.
    Es werden nämlich auch für die Geimpften mehr und mehr Impfdurchbrüche geben, und 'irgendwann' muss mal Schluss sein mit diesem mehr als suboptimalen Zustand!

  4. 9140.

    Ich hätte gedacht, dass Sie die Ansteckungswege kennen, wenn Sie davon ausgehen können, dass die Hospitalisierungsrate nicht von der Impfquote der jungen Leute abhängt.
    Bei uns werden die alten von den jungen betreut und für mich ist damit der Weg des Virus ins Altenheim klar. Mehr Ungeimpfte draußen bedeuten mehr Ansteckungsmöglichkeiten draußen und dadurch mehr Eintragungsmöglichkeiten ins Heim. Ich bin aber leider keine Expertin und kann das nur mutmaßen.

  5. 9139.

    Das ist theoretisch richtig. Aber was ist denn über die Ansteckungswege der derzeit hospitalisierten älteren Generationen bekannt? Und waren nicht erst vor kurzem wieder Ausbrüche in Altersheimen im Focus (z.Bsp. Eberswalde) wo wohl eine sehr hohe Impfquote sein sollte? Übrigens scheint es auch wieder in fleischverarbeitenden Betrieben loszugehen - fühlt sich alles wie ein deja vu an.

  6. 9138.

    Wie kommen sie denn zu der Ansicht das ungeimpfte sich so verhalten, dass sie sich nicht infiziert und sich und andere nicht gefährdet?
    Wenn man ehrlich ist, auch zu sich selbst…. mit 20+ hielt man sich für unverwundbar.
    Und es ist doch so, dass ein junger infizierter in der Regel kein Problem mitbringen Infektion hat falls er sie überhaupt bemerkt.

  7. 9137.

    "daß eine Erhöhung der Impfquote bei jüngeren Altergruppen wohl fast nichts an der Hospitalisierunginzidenz ändern wird"
    Eine höhere Impfquote bei jüngeren schützt das Ansteckungsrisiko von älteren, wenn die Experten recht haben und Geimpfte das Virus weniger stark verbreiten.

  8. 9136.

    Ich verstehe nicht, was an diesen LAGeSo-Daten (https://data.lageso.de/lageso/corona/corona.html#impfungen) neue Fragen aufwirft. Die Raten geimpfter Hospitalisierter aus "Hospitalisierte COVID-19 Fälle nach Impfstatus" auf jener Seite sind in meinen Augen plausibel. Es errechnen sich für Aug-2021 (Impfquote: 51% und Anteil Geimpfter: 14%), Sep-2021 (61% und 22%) sowie Okt-2021 (64% und 23%) Impfeffektivitätswerte von jeweils über 80% (82% bis 84%).
    Ganz analog die Zahlen aus "Inzidenz nach Impfstatus", auch plausibel.

    Das von Ihnen beschriebene Szenario von mehr Geimpften als Ungeimpften (51%) unter allen Fällen, kann man ausrechnen:
    1. Bei gleichbleibender Impfeffektivität von sagen wir 83% ist das beim Erreichen einer Impfquote von 86%.
    2. Bei gleichbleibender Impfquote von derzeit 65% müsste die Impfeffektivität auf 45% sinken.
    Also Vorsicht bei der Interpretation der Anteile Geimpfter an den Fallzahlen, man muss dabei immer auch die Impfquote beachten.

  9. 9135.

    Sie haben sicherlich Recht damit, dass 2G zur Virusverbreitung beiträgt. 3G ist sicherer, aber Party mit Maske kann ich mir nicht vorstellen und ein Leben ohne Party viele andere auch nicht. Geimpfte bekommen die meisten Freiheiten zurück und Ungeimpfte können nicht überall teilnehmen und müssen sich vielleicht sogar zusätzlich schützen oder geschützt werden, anders wird es wohl nicht funktionieren. Sie können den durch Impfung kaum gefährdeten Leuten nicht ewig Ihre Grundrechte einschränken, nur weil ein Teil den Impfschutz verweigert, aber Sie können auch nicht alle Maßnahmen für alle einfach weglassen, weil dann die Ansteckungsgefahr für alle noch weiter steigt, wie Sie selbst schreiben und damit potenziell die Belastung der Krankenhäuser. 2G sehe ich daher als guten Kompromiss bei den vorhandenen Zielkonflikten.

  10. 9134.

    Hallo Gerhard,
    die Leute, "die sich auf 2G-Zusammenkünften anstecken", werden danach im Alltag (Beruf, privat) wieder Kontakt zu anderen Personen haben und somit rein zahlenmäßig die Ansteckungsgefahr vergrößern.
    Deshalb finde auch ich die Fokussierung auf das 2G-Konzept nicht stimmig.
    3G mit bestimmten Regeln (Maske, Abstand) klingt für mich schlüssiger.

    Mein individueller Impfschutz hat damit eigentlich nicht direkt etwas zu tun.

  11. 9133.

    Der nicht geimpfte wird alles dafür tun, bzw. sich so an die Hygieneregeln halten, damit er sich nicht infiziert, er weiß nach fast 2 Jahren wie er sich zu verhalten hat um sich und andere nicht zu gefährden. Den geimpften und genesenen hat man Freiheiten eingeräumt die jetzt dafür sorgen dass die Zahlen explodieren. Die Erkrankungen verlaufen wohl nicht mehr so krass dass man sterben muss, trotzdem finde ich das schon sehr unlogisch, nur weil 80 % der Bürger geimpft sind so zutun als wäre alles in trockene Tücher, weil man ja von dieser dümmlichen "Herden-Immunität" ausgeht. Es wird nie so eine Immunität geben, schon allein aus dem Grund, weil sich schon wieder eine Mutante auf den Weg gemacht hat, die gefährlicher wie die Delta ist. Ich garantiere jeden, es wird für viele wieder Einsam, ob geimpft oder nicht, das wird auch die dümmste Regierung mal begreifen müssen. Aufbruch in eine neue Zukunft die kann es bei den Infektionszahlen nie geben. Das Virus kostet viel Geld, Geduld, etc.

  12. 9132.

    Es gibt zwar sinnlose Maßnahmen aber eine sinnvolle Alternative ist nicht in Sicht.

    Das ist das Dilemma der AfD: gegen alles sein aber keine Lösungen anbieten können.

  13. 9131.

    "beweist erwartungsgemäß dass die 2G-Strategie ohne jegliche Evidenz eingeführt wurde und zum Scheitern verurteilt ist"
    Können Sie das bitte etwas genauer erläutern? Ich hatte bisher immer gehört, dass Leute, die sich auf 2G-Zusammenkünften anstecken, nur milde oder gar keine Symptome entwickeln. Ist das gar nicht so?

  14. 9130.

    Danke. Die Lageso Datensammlung wirft leider mehr neue Fragen aus als sie Antworten gibt. Trotzdem brisant, denn wenn man die bisherige Entwicklung in die nächste Zukunft extrapoliert dann werden wir spätestens im Dezember mehr Geimpfte haben die sich infizieren als Ungeimpfte. Auch der Geimpften-Anteil bei den Hospitalisierten, der sich ziemlich eindeutig entwickelt, beweist erwartungsgemäß dass die 2G-Strategie ohne jegliche Evidenz eingeführt wurde und zum Scheitern verurteilt ist. Freuen tut mich das aber nicht. Es gibt zwar sinnlose Maßnahmen aber eine sinnvolle Alternative ist nicht in Sicht. Zumindest ich sehe keine.

  15. 9129.

    zu 2) Könnte so in etwas hinkommen. Ich habe halt gern etwas Unterfütterung mit Zahlen oder wenigstens Abschätzungen.
    zu 3) Wenn die Abschätzung zu 2) so hinkommt, ändert das aber trotzdem nichts dran, daß eine Erhöhung der Impfquote bei jüngeren Altergruppen wohl fast nichts an der Hospitalisierunginzidenz ändern wird, da von dort einfach bisher nur sehr wenige ins KH kommen und noch weniger auf die ITS wegen COVID-19. Höchstens das ändert sich noch was - das hätte man dann aber schon in anderen Ländern gesehen, die uns zeitlich voraus sind.
    Btw. In England gibt es wohl eine vielleicht interessante neue Variante - momentan noch unter Beobachtung.

  16. 9128.

    Zu 2.): Tja, eben das ist mir auch schleierhaft. Wenn das Lageso 80% nichtgeimpfte Hospitalisierte angibt, das Alter dieser aber hauptsächlich bei den Ü60 liegt, so stimmt da vielleicht was nicht.
    Andererseits kann es aber gut sein, dass nun tatsächlich fast alle ungeimpften Ü60 erkranken. Soo wenige sind das auch nicht. (Aktuell sind 280 in Berlin hospitalisiert. Bei ca. 10 Tagen Verweildauer laufen im gleichen Zeitraum aktuell etwa 8000 Positive auf. Also sind es nur ungefähr 3,5% derer. Das könnte schon hinhauen.)

  17. 9127.

    https://data.lageso.de/lageso/corona/corona.html#impfungen
    zeigt eigentlich den Impfstatus an. Sieht nach 20% Geimpften aus.
    Genesene lasse ich weg. Gehe einfach für's Beispiel davon aus, dass alle Ungeimpften es noch bekommen. Wären ca. 20% x 3,6 Mio = 700 Tsd. . Bei Inzidenz von 1000 wären das (höchstens) 700 Tage.
    Das ist natürlich Unfug, zeigt aber, dass beim allgemeinen Trallala meist vergessen wird, dass die Zahl Genesener immer weiter steigt. Und die Impfquote immer irrelavanter wird. Wollte Imgrunde nur das ausdrücken.

  18. 9126.

    "Nebenbei kleine Rechnung: Wären alle 20% Nichtgeimpften noch nie an Covid erkrankt, und bekämen sie es alle irgendwann, so bräuchte es dafür mit den demnächst zu erwartenden Inzidenzen ca. 22 Monate, bis alle durch wären. ;-)"

    Wie haben Sie das berechnet? Woher nehmen Sie die Zahl der Genesenen? Denn sofern ich weiß hat man in Berlin noch nie eine Studie zur Ermittlung des Impfstatus der Bevölkerung hat laufen lassen.

  19. 9125.

    Nachrichtenauslese (gmx.net) aus der Mittagspause:
    1. Nach einer repräsentativen Yougov-Befragung sind 57% für ein Ende der epidemischen Lage nationaler Tragweite wollen aber die Schutzmaßnahmen weiter aufrechterhalten. Das finde ich leicht schizophren. Man will also die Maßnahmen weiter aber man will nicht den juristischen Rahmen mehr so nennen.
    2. Vertreter des britischen Gesundheitsdienstes fordern eine sofortige Rückkehr zu Corona-Maßnahmen. Geht also dan hin und her schon wieder in Europa los? Etwas ähnliches könnte auch in anderen europäischen Ländern passieren. Man fährt wohl großteils in Europa weiter nur auf kurze Sicht ohne weitreichendere Pandemieplanungen.

  20. 9124.

    1. Ich hatte nur den ITS-Anteil vergleichen, nicht die allg. Hospitalisierung
    2. "Bei den Hospitalisierten haben wir es jetzt mit 80% Nichtgeimpften zu tun" Die Hospitalisierunginzidenz wird fast ausschlißlich von der Gruppe 80+ bestimmt nach obiger Graphik. Ergo wären von den hospitalisierten dieser Gruppe rund 80% nicht geimpft - das ist aber die Gruppe mit der höchsten Impfquote.
    3. Da 80+ die Hospitalisierung bestimmt, was bringt dann eine weitere Erhöhung der allg. Impfquote? Sollte man nicht die Impfquote in der Altersgruppe 80+ dann eher erhöhen bzw. auffrischen?
    4. Immer mal auf die absolute Darstellung umschalten, um sich zu erinnern, daß 7d-Inzidenzen die Anstiege der epidemiologischen Kurve sind und nicht die epidemiologische Inzidenz-Kurve selbst.

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