Grafik-Collage: Corona-Neuinfektionen in Berlin seit September 2020, bis Mai 2021. Grafik oben rechts zeigt Corona-Neuinfektionen in Brandenburg seit September 2020, bis Mai 2021. (Quelle: rbb24/datawrapper)
Bild: rbb24/datawrapper

Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es - und wo? Werden Krankenhausbetten knapp? Und wo steht die Ampel? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Das RKI meldet als aktuelle Inzidenzen (Stand: 08.05.2021, 10 Uhr):

- Berlin: 97,0
- Brandenburg: 91,8

Für Berlin sehen die weiteren Zahlen laut Senat wie folgt aus (Stand: 08.05.2021, 10:00 Uhr)*:

- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 592
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 563, davon werden intensivmedizinisch 294 Personen behandelt und hiervon wiederum 209 beatmet.
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.266 (+11)

*Berlin hat sich mit dem Inkfrafttreten der Bundesnotbremse entschieden Zahlen künftig immer am Morgen schon zu veröffentlichen – mit einem Tag Verzug. Infolgedessen gab es keine neuen Meldungen am 06.05. rbb|24 hat sich darum entschieden rückwirkend alle gemeldten Fälle um einen Tag nach vorne zu datieren, um weiter korrekte Trends anzuzeigen.

Für Brandenburg sehen die Zahlen gemäß Ministerium wie folgt aus (Stand: 08.05.2021, 10:20 Uhr):

- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 333
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 367, davon werden 122 Personen intensivmedizinisch behandelt und hiervon wiederum 104 beatmet**
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.626 (+8)

*An Wochenenden und Feiertagen meldet Brandenburg keine Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser. Wir führen deshalb an diesen Tagen den bestehenden Stand fort.

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Wo ist die 7-Tage-Inzidenz wie hoch?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage, wobei wir hier uns auf die RKI-Zahlen beziehen und nicht die Landeszahlen. Diese 7-Tage-Inzidenz ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den vergangenen 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, wieso wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Außerdem zeigen wir hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispeil am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Benutzt rbb|24 überall nur die Daten von Senat, Gesundheitsministerium und RKI?

Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen, abzufangen. Zum Beispiel haben wir Differenzen an Fallmeldungen auf mehrere Tage verteilt und nicht nur auf den einen Tag der Korrekturmeldung. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass in der Regel der beste Indikator für die aktuelle Lage die Wochenvergleiche sind. Vergleiche über längere Zeiträume sind dagegen schwierig.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso passen die Inzidenz-Zahlen und Trends bei rbb|24 nicht zu denen von Berliner Senat, Brandenburger Regierung oder RKI?

rbb|24 übernimmt die 7-Tage-Inzidenz-Zahlen vom Berliner Senat und vom Brandenburger Ministerium für Gesundheit. Der Berliner Senat rechnet seine 7-Tage-Inzidenz allerdings immer basierend auf dem Datenstand vom Vortag [berlin.de]. Das kann dazu führen, dass an einzelnen Tagen die absoluten Zahlen im Wochentagsvergleich zurückgehen und dennoch die Inzidenz steigt. Ebenfalls erklärt das, wieso der 7-Tage-Trend bei rbb|24 von dem des Senats mitunter abweicht. rbb|24 rechnet den 7-Tage-Trend nämlich basierend auf den neuesten absoluten Zahlen.

Ferner gibt es mitunter teils erhebliche Unterschiede zwischen der 7-Tage-Inzidenz, die das RKI angibt, und derjenigen, die die Bundesländer vermelden. Grund dafür ist, dass positive Testergebnisse erst mit Zeitverzögerung bei den Landesbehörden und dem RKI bekannt werden. Wenn zum Beispiel an einem Tag ein Fall am Nachmittag gemeldet wird, aber erst am nächsten Morgen weiter übermittelt wird, kann dieser Fall in Daten zum aktuellen Tag nicht auftauchen.

Der Berliner Senat versucht dies auszugleichen, indem er, wie gesagt, seine Inzidenzberechnung mit einem Tag Zeitverzug macht. Sprich der aktuelle Inzidenzwert basiert auf Fällen, die bis gestern gemeldet und bis heute übermittelt wurden. Dadurch ist dieser Inzidenzwert zwar leicht veraltet, basiert aber auf vollständigeren Daten. Das RKI dagegen rechnet auch den heutigen Meldetag voll ein. Das führt, vereinfacht gesagt, zu einer Art 6,5-Tage-Inzidenz, da die Fälle fehlen, die spät am Nachmittag gemeldet, aber noch nicht weiter übermittelt wurden. Wieso das problematisch ist, hat der Datenjournalist und Programmierer Sebastian Vollnhals hier erklärt [twitter.com].

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

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Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

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Antwort auf [Sascha.T.] vom 19.04.2021 um 16:03
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6808 Kommentare

  1. 6808.

    "Zusammenhänge mit dem Wetter etc. finde ich immer interessant. "

    Auf die Gefahr, mich jetzt lächerlich zu machen..
    In meiner Datenbank berechne ich seit einiger Zeit einen "Corona-Wetterindex", der die täglichen Wetterdaten des DWD für Berlin zur Grundlage hat:
    Const MinFeuchte = 30
    Wetterindex = (Feuchte - MinFeuchte) ^2
    Wetterindex += Niederschlag_mm * 300
    Wetterindex += (36 - Temperatur_C) ^2
    Wetterindex -= Sonne_h * 60
    Wetterindex -= Wind_ms * 100
    Die Faktoren sind irgendwie geschätzt aufgrund meines angenommenen Einflusses auf die Virenverbreitung. Je höher der Index, desto besser für das Virus.
    Werde das mal mit dem RWTH-Paper überarbeiten, und bin auf die Korrelation der Ergebnisse zu Inzidenzsenkungen für die nächsten Wochen gespannt.

  2. 6807.

    "...deshalb zählt im Endeffekt..."
    Als Endeffekt ging es ja im Thread um den Endpunkt der Pandemie [in der BRD] mit den Maßnahmen im Fokus. Dafür ist ja nunmal bisher allein die Inzidenz verantwortlich. Und die sinkt infolge der Erstimpfungen eben auch stark.

    Kreuzimpfungen: Da die STIKO die nicht empfohlen hat, ist es fragwürdig, ob man von "Zulassung" sprechen kann, denke ich...

  3. 6806.

    Deswegen würde mich interessieren, wie man gedenkt dieses Gesetz bei den Genesenen in der Praxis unzusetzen? Insbesondere deshalb, weil das mit den Genesenen von allen Seiten immer so besonders betont wird, u.a. auch hier beim rbb https://www.rbb24.de/politik/thema/corona/beitraege/2021/05/brandenburg-berlin-geimpfte-genesene-lockerungen-bundesrat.html

  4. 6805.

    "... bereits die erste für eine Immunitätsquote wie etwa bei der Grippeimpfung aus." Ja sicher, aber das hält halt nicht lange an und deshalb bedarf es (wie bei anderen Impfungen auch) einer zweiten Impfung in einem definierten Zeitfenster, um eine halbwegs lang andauernde Immunität aufzubauen (bei FSME braucht es z.Bsp. sogar noch einer dritten Impfung dafür - also nichts Ungewöhnliches). Und deshalb zählt im Endeffekt halt doch nur die Quote an vollständigen Impfungen.
    Hat jemand die Ergebnisse für die Wirksamkeit von Kreuimpfungen mit verschiedenen Impfstoffen? Müßte ja als Studie bei der EMA eingereicht worden sein zur Zulassung, wenn man das durchführt.

  5. 6804.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass da Zahlen oder Bescheinigungen vorhanden sind. Die meisten haben doch nur einen Anruf vom Arzt oder Gesundheitsamt bekommen. Ich vermute, die Ärzte und Ämter werden in den nächsten Wochen richtig Stress kriegen, wenn alle ehemals positiv Getesteten eine Bescheinigung haben wollen. Mal abgesehen davon, dass ein positives Testergebnis nix über eine vorhandene Krankheit aussagt. So dass wahrscheinlich 90 % davon keinerlei Antikörper im Körper haben und genauso dastehen, wie alle ohne positiven Test. Aus virologischer Sicht ist das alles riesiger Unfug.

  6. 6803.

    Proportional 1/e kommt aus allg. epidemiologischen Modellen und der Beschreibung über Differentialgleichungen. Wie der Expononent ist, sagt der Wert von R_eff.
    Zusammenhänge mit dem Wetter etc. finde ich immer interessant. Danke!

  7. 6802.

    "Aber für 70-80% Immunität reicht das noch nicht. "
    Aber nur dann, wenn man für "Immunität" die zweite Impfung voraussetzt!
    Wie sich zeigte, reicht nicht nur bei Johnson, sondern auch Biontech und Astra bereits die erste für eine Immunitätsquote wie etwa bei der Grippeimpfung aus.
    Das nützt zwar nicht, um in den Genuss eines Impfpasses zu kommen, aber, was die Weiterentwicklung der Fallzahlen angeht,durchaus schon.

  8. 6801.

    1/e ? Wo kommt das her?
    Wenn man Streek folgt, dann gleicht die Kurve saisonal etwa der von Grippe. Das sieht dann etwa so aus:
    https://riff.media/images/who-influenza-0620.webp?w=768&s=85dd2cb6650ac0061d9f451a88842aa8
    Ich habe gerade noch eine ziemlich gute Studie rund um die Abhängigkeit von Krankheitserscheinungen zur Luftfeuchtigkeit und anderen Parametern gefunden:
    https://publications.rwth-aachen.de/record/811532
    (Dort das PDF.)
    Ich gehe davon aus, dass das weitgehend auf Covid übertragbar ist. Und die Kurve deshalb schneller abflacht. (Falls das Wetter mitspielt; die Vegatation ist ja leider ca. drei Wochen im Verzug und für Corona gilt möglicherweise dasselbe.)
    Impfquote: Ausgehend von den aktuell ca. 30000 Impfungen pro Tag wären 2 Monate 61*30.000 = 1.830.000. In Berlin wären das dann 2,9 Mio. = 78% Die Tendenz bei der Quote ist aber zusätzlich steigend.

  9. 6800.

    Liebe Redaktion,
    der Abschnitt "Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?" sollte sich nun erledigt haben. Da Genesene nun genau definiert sein sollten, um die Regelausnahmen in Anspruch zu nehmen, sollte auch deren exakte Zahl im Sinne des Gesetzes bekannt sein, da ja entsprechende Bescheinigungen existieren müssen für den Nachweis.

  10. 6799.

    Wenn man den Mitbürgern folgt scheint ja für die nächsten 2 Monate alles ausgebucht zu sein. Wenn man den Politikern folgt scheint zumindest Astra in riesigen Mengen verfügbar zu sein. In Berlin hat man sich verzählt und setzt wie immer auf die Solidarität der anderen.
    Wenn ich der ZI Prognose folge, dürften bis Ende Mai wöchentlich insgesamt über 5mio Nachschub kommen und dann noch mal hoch auf 9mio/Woche. Verimpft wurden in den letzten 7 Tagen 4,8mio. Das wäre der Plan für die kommenden 2 Monate. In Summe ca. 60mio überschlage ich mal. Janssen zählt ja doppelt also noch etwas mehr. Aber für 70-80% Immunität reicht das noch nicht.
    Nun kommen aber wieder 2 kurze Wochen in denen weniger getestet und weniger geimpft werden wird. Dann nochmal 2 Wochen bis die Zahlen wieder aussagekräftig sind.
    Warum können wir jetzt nicht mal 2 Wochenenden richtig Gas geben? Feiertag hin oder her. Viel machen kann man doch eh noch nicht.

  11. 6798.

    Kennt jemand aktuelle Untersuchungen zur aktuellen Immunität der ersten Fälle aus dem letzten Frühjahr?

  12. 6797.

    Der Trend bei den neugemeldeten Infektionen ist gut. Allerdings darf man nicht vergessen, daß die Kurve wie eine 1/e-Funktion ausläuft und nicht wie eine linieare Funktion, es müßte also schon noch 1-2 Monate so weiterlaufen, um von sowas wie einem Ende der Epidemie zu sprechen. Alternativ müßten halt in den nächsten 2 Monaten die vollständigen (!) Impfungen wesentlich in Richtung der angestrebten 70-80% vorankommen - was ich illusorisch finde bei bisherigem Fortgang. Uns hilft wohl auch, daß momentan relativ wenig Infektionsdruck von den Nachbarländern da ist, vorallem nicht wieder solche extremen Hochinzidenzgebiete wie es CZ war.

  13. 6796.

    Ich weiß, daß das nicht nur Einzelpatente sind, sondern ganze Bündel. Ich habe schon beim Deutschen Patentamt mal kurz nachgesehen. Kleine Nebenerkenntnis: Pfizer hat auch sehr viele Patente im Zusammenhang mit Impfungen bei nicht-humanen Coronaviren - da sollte man doch Erkenntnisse und Parallenen zur jetzigen Impfung ziehen können.

  14. 6795.

    Auf https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/ und dort Impfungen auf Kreisebene. Die Datenlage auf Kreisebene ist sehr durchwachsen, bei einigen Bundesländern ist es auf Kreisebene bekannt (Bsp. Mecklenburg-Vorpommern), bei anderen wie Brandenburg ist auf Kreisebene wohl nichts bekannt an Daten zu den Impfungen. Hier https://www.zeit.de/wissen/corona-karte-deutschland-aktuelle-zahlen-landkreise gibt es deshalb wohl nur die Darstellung nach Ländern - aber man sieht, daß Brandenburg (8,9%) und Berlin (10,5%) bei den vollständigen Impfungen relativ besser stehen als z.Bsp. Bayern (8,3%) - siehe auch Balkendiagramm hier, in einer Kartendarstellung springt es einen aber mehr visuell an.

  15. 6794.

    Berlin kriegt es mit den Impfungen mal wieder nicht hin, weil die Politik es mal wieder vergisst, rechtzeitig Impfstoff zu bestellen. Das macht mich und meine Familie sowie andere Impfwillige sehr traurig.

  16. 6793.

    Ja auch bei den älteren ist noch viel Luft. Wird aber zunehmend schwieriger werden im „Verdrängungskampf“ um die knappen Ressourcen. Kann man nur hoffen, das die Ärzte bei Anfrage von älteren Mitbürgern schnell reagieren können und weiterhin bevorzugt behandeln. Kann nur von meinen Eltern sprechen, denen die Impfung sicher einigen psychischen Druck genommen hat.
    Zumindest für BRB scheinen sich die Erstimpfungen ü60 aber noch messbar nach oben zu bewegen, soweit ich die Zahlen im Blick halte. Selbst bei den Vorreitern (Israel) scheint man ja nun bei immer noch unter 60% Gesamtquote nicht mehr so zügig voran zu kommen. Der Rest werden ja wohl kaum Kinder und bereits Infizierte sein.
    Gibraltar hat inzwischen wie auch immer >100% Durchimpfung geschafft.

  17. 6792.

    Streng genommen geht es dabei natürlich um so einige Patente und ggf. länderspezifisch herumliegen tun auch eher die Patentinhaber - falls das die Firma ist, sitzt sie natürlich eher. ;-)

  18. 6791.

    An alle vom rbb24-Team, die diese Seite betreuen: DANKESCHÖÖÖÖÖÖÖÖN!!!!!!!! :-)

  19. 6790.

    Danke für den Link zum Impfquotenmonitoring. Das kannte ich noch nicht, bisher hatte ich nur die Lageberichte vom RKI angesehen.
    Es wird nur zwischen 60+ und <60 unterschieden, man kann also nicht mehr erkennen, wie die Impfquoten bei 70+ und 80+ aussehen. Das Angebot der Impfzentren haben viele (Erfahrung aus meinem Umfeld) aus verschiedensten Gründen nicht wahrgenommen. Es ist zu hoffen, dass die Arztpraxen noch diese Leute erreichen.

  20. 6789.

    Danke für den Hinweis. Ich hatte es falsch mir zusammengereimt. Tatsächlich hat der Berliner Senat gestern gar keine neuen Zahlen gemeldet, um den Stand von RKI und Senat zu synchronisieren.
    https://www.berlin.de/corona/lagebericht/desktop/archiv/berlin-website-2021-05-06.html

    Heißt: Morgens werden nun immer neue Zahlen gemeldet. Vom RKI und vom Senat. Und beide beziehen sich auf den Vortag. Wir haben darauf basierend jetzt unsere Datengrundlage angepasst und unsere Grafiken. In der nächsten Stunde sollte das dann alles wieder höchstaktuell sein.

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