Symbolbild: Eine ältere Dame und ein Kind (Quelle: dpa/Christin Klose)
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Corona-Regeln | Kinderbetreuung - Kann im Notfall nicht doch die Oma auf die Kinder aufpassen?

Schulen und Kitas sind längst zu, aber auch der Osterurlaub fällt aus - und die Arbeit geht unter Umständen im Homeoffice weiter. Die Corona-Krise stellt viele Eltern mit zu betreuenden Kindern vor eine große Herausforderung. Wer darf noch auf sie aufpassen?

Es gelten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, gleichzeitig müssen viele Eltern im Homeoffice arbeiten und Kitas und Schulen waren schon lange vor den Ferien geschlossen:  Die Corana-Krise bringt viele Menschen mit zu betreuenden Kindern in eine schwierige Lage.

Deswegen hat uns oft die Frage erreicht, ob nicht doch Oma oder Opa oder ein Freund im Bedarfsfall auf die Kinder aufpassen darf. Wir haben nachgefragt, wie die Berliner und Brandenburger Verordnungen zur Eindämmung von Corona in dieser Hinsicht zu verstehen sind.

In welchen Fällen ist eine Betreuung der Kinder durch nicht im Haushalt lebende Verwandte oder Bekannte erlaubt?

Berlin:  Dies sei erlaubt, wenn ohnehin schon enge soziale Kontakte zwischen Kind und der Betreuungsperson bestünden, so die Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Familie, Iris Brennberger. Wenn jedoch dadurch neue Kontakte entstünden, soll keine Betreuung erfolgen. Bezahlte Babysitter-Dienste, durch die neue Kontakte zustande kämen, seien nicht erlaubt, betont Brennberger.

Die Eindämmungsverordnung erlaubt zudem das Verlassen der Wohnung für die "Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen". Diese Begleitung sei nicht auf Eltern oder Sorgeberechtigte beschränkt, erklärte die Sprecherin. So könnten beispielsweise auch ältere Geschwister die jüngeren begleiten.

Auch Bewegung an der frischen Luft ist nach wie vor gestattet und diese Aktivitäten dürfen auch mit einer weiteren Person, die nicht im Haushalt lebt, stattfinden. Das gelte auch für Kinder und Jugendliche, so Brennberger. Die Freundin der Familie kann somit auch mit dem Kind in den Park gehen.

Bei der Betreuung durch Oma und Opa ist allerdings grundsätzlich zu beachten, dass ältere Menschen zur Risikogruppe gehören – und zugleich die Kinder im Falle einer Infektion längst nicht immer Symptome zeigen.

Brandenburg: Die Eindämmungsverordnung gibt vor, die Kontakte auf den eigenen Hausstand zu beschränken, betont Andreas Carl vom interministeriellen Koordinierungsstab. Alternativ könne sich aber eine Person eines Hausstandes mit einer Person eines anderen Hausstands treffen. Das heiße, so Carl, es kann maximal ein Kind von einem oder einer Bekannten oder Verwandten betreut werden.

Auch hier gilt: Die Verordnung erlaubt das Verlassen der eigenen Wohnung, um Minderjährige zu begleiten. Mit Begleitung sei zwar nicht die allgemeine Betreuung gemeint, betont Carl, sondern Begleitung im öffentlichen Raum von A nach B. Diese Begleitung könne aber auch durch eine andere Person als die Sorgeberechtigen wahrgenommen werden.

Anmerkung der Redaktion (30.04.2020): In einer vorherigen Version des Textes hatten wir die Aussagen zu Berlin und Brandenburg vertauscht. Wir haben das korrigiert.

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Antwort auf [Oma Vorsicht] vom 14.04.2020 um 20:41
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18 Kommentare

  1. 18.

    Na klar passen Oma und Opa auf die Enkel auf. Wer denn sonst wenn beide Elternteile arbeiten müssen. Beide sind übrigens Mitte 50 und würden das auch tun, wenn sie über 60 wären. Selten dämliche Diskussion hier von einigen. Wenn man keine Kinder oder keine Oma hat kann ich auch die Klappe aufreißen. Diese Blockwartmentalität ist einfach nur abartig. Wenn die Hygienemaßnahmen von allen eingehalten werden ist das doch völlig in Ordnung.

  2. 17.

    Die „Oma“ ist knapp 60 und arbeitet in einer Notkita. Warum soll sie nicht die eignen Enkel auch betreuen? Ernsthaft, kann man das am Wort „Oma“ festmachen?

  3. 16.

    Locker bleiben. Das nennt man Satire. Mag ihnen nicht gefallen, ist aber so. Wenn's sie stört, schalten sie ab.Und vor allem:Die Hauptlast der Kriese, die Unendlich großen Schulden, dürfen diese Kinder noch abzahlen bis sie selber alt sind. Da kann man auch Solidarität von Großeltern Erwarten, da diese ja auch möchten, das noch genug Geld für die Renten verdient wird! Aber gleich kommen sie wieder mit dem"Land aufgebaut " Märchen....Sie können sicher sein, das ich für Leute wie sie nicht mehr aufstehen werde in der Bahn, auch meine Kinder nicht!
    Aber es sind ja ,das ist prima, auch nicht alle Alten wie sie!

  4. 15.

    @Daniel W.
    Genau so sehe ich das auch. Die Zwerge sind jetzt seit über 14 Tagen in Quarantäne, die Eltern auch.
    Wir sind ebenso gesund und halten alle Maßnahmen ein, Abstand, Hände waschen und desinfizieren usw.
    Wenn wir uns irgendwo anstecken, dann beim Einkauf oder beim Arzt.
    Aber meine Tochter tut mir nur noch leid. Homeoffice und Kinderbetreuung schließen sich definitiv aus. Und wenn es nicht dieses Verbot gäbe, dann würden wir selbstverständlich die Kinder betreuen.
    Noch besser wäre es natürlich wenn die Kita wieder aufmachen würden. Also besser für die Enkel.

  5. 14.

    Vor einigen Wochen war die Oma im Lied beim WDR noch eine alte Umweltsau, jetzt soll sie plötzlich wieder die Gören behüten? Dazu scheinen die klapprigen Omas ja noch gut zu gebrauchen zu sein.

  6. 12.

    Ja, ja, der Staat hat es versäumt, in den letzten vier Wochen das Virus zu verscheuchen. Aber über nacht Milliarden locker machen für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen, dass kann er! Schande über ihn!
    Über Tests, Imunisierung und die Erprobung bekannter Medikamente und die Entwicklung von neuen ist so viel geschrieben und gesendet worden. Der Nachteil: Man muss es lesen, sich anschauen und - zuhören. Und man kann sogar nachfragen. Geht so einfach wie hier zu posten.
    Dann doch noch mal zum Testen: Ein Testergebnis gilt genau für den Zeitpunkt, wann getestet wurde. Also eher rückwirkend. Ohne Prognose für den nächsten Test. "Vom Wiegen wird die Sau nicht fetter".

  7. 11.

    Ihr müsst Oma die Enkelbetreuung nicht verbieten - schließlich habt ihr ja alle min. 2 Omas, vielleicht dank Patchwork sogar 4? Da macht es nichts aus, wenn eine nicht mehr kommt, weil sie im Bergmann liegt. Oder auf dem Friedhof. Die restlichen Omas unter 65 können ja selber entscheiden, was sie tun. Arbeiten oder Enkel betreuen. Die älteren Omas werden sich hüten, Enkel zu hüten, es sei denn, sie sind lebensmüde.

    Unsere Oma - Jahrgang 1938, wir haben nur eine Oma - möchte bitte nicht angesteckt werden und mit dem drei Jahre älteren Opa noch ein bisschen weiterleben!

    Ich werde die Omas und Opas dieser Welt weiter schützen, sie sind nicht ersetzbar, nicht austauschbar und für unsere Gesellschaft über-lebenswichtig.

    Leave noone behind - auch nicht im eigenen Land.

  8. 10.

    Es geht um Leben und Gesundheit der Großeltern. Meine Enkel wohnen 400 km weit weg. Also steht nicht die Entscheidung an, ob ich mal schnell einspringe. Sie haben mir schöne Bilder gemalt mit " Oma bleibe gesund ".
    Aber ja, wenn die Eltern es nicht mehr schaffen, stelle ich die eigene Gesundheit hinten an. Dass Wissenschaft und Politik so genaue Hinweise liefern, finde ich gut und sehe die auch nicht zuerst als Vorschrift . Vor allem, weil Enkel und Kinder Oma um Vorsicht bitten, halte ich mich daran.

  9. 9.

    Nur wenn die Oma dann plötzlich schwer erkrankt, ist das Geschrei wieder groß. Sie und andere hier haben die Situation rein gar nicht verstanden. Auch übertreiben Sie maßlos was die Übernahme von schwer erkrankten Corona Patienten aus anderen EU Ländern betrifft die Berlin übernommen hat. Leute wie Sie sind es, welche momentan sämtliche Regeln zu brechen versuchen. Geduld ist eine Tugend. Das sollte gerade die Oma wissen.

  10. 8.

    Wenn das nicht bald langsam gelockert wird und Kinder wieder in Schulen und Kitas können haben wir keine andere Wahl als es so zu machen, Virus hin oder her, dann ist es eben so. Die Kinder sind ja alle völlig verängstlicht gegenüber anderen aus der Familie. Alle müssen dann neue Eingewöhnungen starten, was soll das. Der Staat bekommt es nicht auf die Reihe neue oder alte Mittel zu testen geschweige denn überhaupt mal zu testen wer das Virus nun schon hatte oder nicht. Da ist seit Wochen nichts passiert. Das geht noch ein bis zwei Wochen gut dann interessiert sich keiner mehr für irgend welche Regeln. Dann werden auch Geschäfte wieder auf machen weil es eh keiner kontrolliert, selbst wenn schon, dann zahlen die Geschäfte eben Strafen, immer noch billiger als der Wirtschaftliche Schaden. Waren ja nun 4 Wochen Zeit zu überlegen wie man das lösen kann, passiert ist nichts... Irgendwie verliert man da leicht den Glauben... Aber Klopapier gibt es ja ja auch ohne Ende...

  11. 7.

    Genau, macht was Ihr wollt, aber kommt nicht ins Krankenhaus angerannt und wollt behandelt, womöglich noch beatmet werden, weil Ihr Euch fahrlässig angesteckt habt. Und übernehmt Verantwortung für jeden der von Euch angetseckt wir und dann stirbt. Mündige Bürger sollten das doch hinkriegen oder?

  12. 5.

    Es ist auch Opas freie Entscheidung, sich dem möglichen Virus-Risiko auszusetzen.

  13. 4.

    Ja, ihr mündigen und selbst denkenden Menschen, macht einfach, was ihr wollt. Macht das Virus auch.

  14. 3.

    Ja das ist endlich mal ein Kommentar der genau das aussagt, was ich auch denke.
    Was soll das denn hier mündigen Bürgern alles zu verbieten? Jeder Mensch sollte selbst entscheiden und einschätzen können, ob er sich dem Risiko stellt oder nicht. Das ganze ist doch nicht mit Kontaktverboten oder Ausgangsbeschränkungen in den Griff zu bekommen sondern mit Immunität!! Und das erreicht man nicht mit einsperren von Menschen. Wenn doch so auf unser Gesundheitssystem geachtet werden muss warum kommen dann hunderte Menschen aus anderen Ländern zur Beatmung hierher? Also ehrlich denkt doch mal richtig nach ob das wirklich nur noch der "Schutz der Bevölkerung ist"
    Das ist eine Katastrophe mit der ganzen Wirtschaft etc. und mit den Kindern die nicht lernen können und zu Hause langsam durchdrehen, weil sie niemanden zum Spielen und austauschen haben....man man...
    Und ja los nun wieder die Kommentare wie dumm ich doch bin und keine Ahnung habe...genau...so wird es sein...

  15. 2.

    Nichts und niemand wird unseren innerfamiliären Kontakt beschränken oder verhindern. Dazu gehört selbtverständlich auch die Oma, die ein selbstdenkender und mündiger Mensch ist und entscheiden darf, ob sie ihre Enkelkinder sehen möchte. #stay free

  16. 1.

    Derartige Beiträge gehen an der Realität vorbei. Familien werden sich nicht durch staatlich Verordnungen an ihren Tun hindern lassen. Kinderbetreuung durch Oma bleibt Familie, egal was die Justiz definiert.

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