Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Impfstoffe im Vergleich: Biontech und Moderna

Dr. Julia Fischer, Ärztin und rbb-Moderatorin (Bild: rbb)
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Video: rbb|24 | 15.01.2021 | Material: rbb SPEZIAL | Bild: rbb

Bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna handelt es sich um genbasierte Impfstoffe. Heißt: Sie transportieren ein kleines Stück Erbinformation des Coronavirus in unsere Zellen – in Form sogenannter mRNA. Sie ist eine Art Bauplan: Mit ihr können unsere Zellen kleine Mengen Virusprotein selbst herstellen. Der Körper erkennt es als fremd und bildet eine Immunreaktion dagegen.

Nur kleine Unterschiede – mehr Nebenwirkungen bei Moderna-Impfstoff

Beide Impfstoffe haben sich in Studien als hoch wirksam erwiesen – mit kleinen Unterschieden: Laut US-amerikanischer Arzneimittelbehörde FDA schützt der Biontech-Impfstoff Personen über 65 Jahre etwas besser als der von Moderna. Er liefert 94 Prozent Wirksamkeit, der von Moderna grob 86 Prozent. Bei den unter 64-Jährigen ist der Unterschied marginal: Hier ist der Impfstoff von Moderna zu 96 Prozent, der von Biontech zu 95 Prozent wirksam. Mit Blick auf die Nebenwirkungen schneidet Biontech besser ab: Die mit Moderna Geimpften klagten etwas häufiger über Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber.

Lagerung von Biontech-Impfstoff anspruchsvoller

Sämtliche dieser Symptome sind aber ungefährlich und vorübergehend. Ernsthafte Komplikationen kamen bei beiden Impfstoffen nicht häufiger vor als in den Placebo-Gruppen. Logistisch gesehen ist der Biontech-Impfstoff anspruchsvoller: Er hält sich bei Kühlschranktemperaturen nur fünf Tage, der von Moderna kann problemlos 30 Tage lang im Kühlschrank lagern. Beide Impfstoffe werden von der Kasse bezahlt und beide müssen zweimal gegeben werden: im Abstand von drei bis vier Wochen.

Fazit: Die Unterschiede sind klein und beide Impfstoffe sind eine effektive Waffe gegen die Pandemie.

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