Trauergast mit Rose, Quelle: rbb
Video: rbb|24 | 25.01.2021 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: rbb

Video | Beerdigung unter Corona-Bedingungen - "Würden sie einen Trauergast wegschicken?"

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6 Kommentare

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  1. 5.

    Die Friedhofsverwaltung übt das Hausrecht aus und gestaltet das verpflichtende Hygienekonzept - alles andere ist Wunschdenken >auch "öffentlicher Raum< / Wir leben in Deutschland, da gilt NUR das geschriebene Wort und Unwissenheit schützt nicht vor Recht und Gesetz

  2. 4.

    Meine Mama ist im August 2020 im Krankenhaus Dresden verstorben. Wir mußten regelrecht darum kämpfen ,das wir in der letzten Stunde bei Ihr sein durften. Es wahr ihr letzter Wille, und den haben wir ihr erfüllt. Bei der Beerdigung waren wir ca.10 Leute, unser Bestatter sagte wenn alle Abstand halten würde er keinen wegschicken.

  3. 3.

    Im Grundgesetz ist die Rede von Würde.

    Zur Würde gehört auch ein würdevoller Abschied, den die Politik derzeit stark einschränkt.

    Schon ein einsamer Tod im Krankenhaus ist unwürdig, wenn der letzte Gang auch noch ausfallen soll... unmöglich!

    Nicht immer kann man steuern, wer zu einer Beisetzung wirklich kommt. Tw. sind die Familien auch größer. Wer darf dann kommen wer nicht? Wer soll das entscheiden?

    Aus meiner sicht nicht verfassungskonform.

  4. 2.

    Wenn ich als " Überzahl" in angemessener Entfernung vom Grab stehe, der Friedhof ist ja öffentlicher Raum, wer könnte mich da, mit welchem Grund, wegschicken ?
    Es müssen ja nicht alle auf engstem Raum dicht gedrängt stehen, das sollte wirklich den aller engsten (5 ?) Angehörigen vorbehalten bleiben.

  5. 1.

    Meine Mutter ist Mitte März 2020 gestorben. Erst hieß es, 50 Personen dürfen zur Beerdigung kommen. Dann nur noch 20, dann 10. Am Tag der Beerdigung standen mein Vater, die 3 Geschwister meiner Mutter und ich erst am Grab. Es waren nur 5 Trauernde erlaubt, da die Sargträger auch mitzählten. Mein Mann und meine 2 Kinder waren nicht dabei. Auch andere Verwandte und Freunde nicht. Es wurde bei Verstoß mit Bußgeld gedroht. Auf den Wochenmärkten und in den Bussen waren an diesem Tag viele Menschen noch ohne Maske dicht gedrängt unterwegs. Wir hatten gehofft im Sommer am Geburtstag meiner Mutter eine Trauerfeier nachholen zu können, aber da hatten wir den nächten Schicksalsschlag. Ich war bisher nur 2 mal am Grab. Am Jahrestag können wir immer noch nicht zusammen kommen.
    Ich habe mich bis jetzt an alle Regeln gehalten, auch wenn es schwer fällt. Wenn ich Menschen mit Maske unter der Nase sehe, werde ich wütend und traurig zugleich, weil es alle bestraft, die sich an die Regeln halten.

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