Impfzentrum Schönefeld, 15.02.2021 - Impflinge und ein Soldat der Bundeswehr im Impfzentrums im Terminal 5 des BER Flughafens. (Quelle: imago-images/Jochen Eckel)
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Corona-Impfungen - Brandenburg bietet Online-Termine für Kita- und Schulpersonal

Lange liefen die Corona-Schutzimpfungen in Brandenburg schleppend. Seit Kurzem vergibt das Land daher auch online Termine. Ab sofort können so auch Grundschullehrer oder Erzieher einen Impftermin mit dem Wirkstoff von Astrazeneca buchen.

Brandenburg startet mit der Vergabe von Online-Impfterminen für Kita- und Schulpersonal. Das teilten Bildungs- und Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Damit setzt Brandenburg die Änderung der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums um, die das bundesweit seit Mittwoch ermöglicht.

Den Angaben zufolge haben Brandenburgerinnen und Brandenburger im Alter von 18 bis 64 Jahren, die in der Kindertagesbetreuung und -pflege, in der Primarstufe oder in Förderschulen tätig sind, ab sofort auch die Möglichkeit, auf der entsprechenden Plattform [impfterminservice.de] einen Termin für ihre Corona-Schutzimpfung zu buchen. Nötig sei dazu eine Arbeitgeberbescheinigung. Der Impfstoff stammt von Astrazeneca.

Hoffnung auf Möglichkeiten für Schulöffnungen

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) teilte mit, "die Impfungen ebnen den Weg heraus aus der Pandemie". Zusammen mit Schnelltests und Hygiene-Maßnahmen trügen Impfungen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche endlich wieder in ihre Kita und Schule gehen können.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) betonte: "Kinder und ihre Eltern sind in der Corona-Krise mit am stärksten von den Einschränkungen belastet." Deshalb sei es wichtig, Kitas und Grundschulen wieder schrittweise zu öffnen. In Brandenburg ist das, wie in einigen anderen Bundesländern, darunter Berlin, seit einer Woche wieder der Fall.

Freischaltung der Termine in Etappen

Es stehe ein begrenztes Kontingent an freien Terminen für die Online-Buchung zur Verfügung, hieß es am Sonntag vom Gesundheitsministerium. Am Freitag seien die ersten 11.280 Impftermine freigeschaltet worden, weitere 17.280 folgen demnach am Dienstag.

Ergänzend sollen bald in ausgewählten Krankenhäusern Impftage für Personen, die in Grund- und Förderschulen tätig sind, durchgeführt werden. Bereits in der kommenden Woche würden die ersten Kliniken Impftage anbieten, kündigte das Ministerium an.

Seit Freitag können bereits Pflegekräfte oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder Behinderungen einen Termin für eine Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca online buchen.

Einladungen für Über-85-Jährige

Nachdem die Impfungen in den ersten beiden Monaten mit einer Telefon-Hotline nur schleppend und mit einigen Problemen angelaufen sind, bietet Brandenburg seit Freitag eine Online-Terminvergabe an. Zudem werden an Menschen über 85 Jahre, die bislang leer ausgegangen sind, nun Impfeinladungen verschickt.

Ab März will Brandenburg in einem Modellprojekt zudem Impfungen in Hausarztpraxen durchführen. Zunächst ist das Vorhaben in fünf Praxen geplant, perspektivisch dann in 50 Praxen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 28.02.2021, 19:30 Uhr

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39 Kommentare

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  1. 39.

    Man vergisst mal wieder einen wichtigen Punkt zum Thema Schulöffnung. Es gibt auch Eltern die zur Rsikogruppe gehören. Das wird schon die ganze Zeit ignoriert. Diese Eltern haben nichts davon das nun die Lehrer geimpft sind weil das Risiko für sie selber daran zu Erkranken ist immernoch gleich hoch oder sogar noch höher da die Risikoeinschätzung damit in den Schulen noch weiter sinken würde. Es müssen auch die Risikogruppen geimpft werden.

  2. 38.

    lese gerade, Parteifunktionäre, die den alten Menschen Impfdosen wegnehmen, gibt es nicht nur in der Altparteienlandschaft, sondern auch in der AfD: Der NRW-Fraktionschef Markus Wagner ließ nicht nur sich und seine Frau impfen, sondern managte auch Schwiegermutter seinen 16-jährigen Sohn an der Impf-Schlange vorbei.
    Ich bin gespannt, wie die NRW AfD darauf reagiert.

  3. 37.

    Tut mir total leid um Sie selber, aber die KultusministerInnen der föderalen Länder haben beschlossen, beliebige Schulklassen einzubestellen und Kitas zu öffnen. Schon allein damit kann man eine 3. Welle starten. Die Kinder kann man nicht impfen. Aber wenigstens die Lehrer. Damit sie es nicht von Klassenraum A zu Klassenraum B weiterverteilen. Wenn sie von den KINDERN angesteckt werden.

    Klar würden fast alle die Infektion überleben, aber deren Eltern und Großeltern oder vorerkrankte Angehörige wie Sie nicht. Insofern gibt es dadurch ein Minimum an Schutz.

    Besser wäre es natürlich, die Organisation so im Griff zu haben, dass Vorerkrankte gleich MIT den Lehrern und Erziehern geimpft würden... aber Organisation scheint inzwischen in D ein Fremdwort zu sein, im Gegensatz zu England und Italien, über die wir immer gelacht haben...

  4. 36.

    Ein wichtiger Schritt, damit Kitas und Schulen wieder zum Normalbetrieb zurückkehren können. Allerdings hat das Land Brandenburg es trotz "rumliegendem" Impfstoff noch immer nicht geschafft, seinem medizinischen Personal in allen Kliniken im Land ein Impfangebot zu machen - und die haben mit dem entsprechenden Risiko die ganze Zeit durchgearbeitet. Ich hoffe, die ausgewählten Krankenhäuser, in denen geimpft werden soll, konnten ihrem Personal schon ein Angebot machen, sonst könnte es da Ärger geben.

  5. 35.

    Fr.Merkel soll sich nach einer Empfehlung eines Wissenschaftler öffentlich gegen Corona mit AstraZeneca impfen lassen. Mein Vorschlag ,nehmen sie doch bitte gleich unsere Vorzeigeministerin Fr.nonnemacher gleich mit ran. Wäre gar nicht so schlecht.

  6. 34.

    Ich kann der Alt- Westberlinerin nur beipflichten: man sollte hier eigentlich proaktiv werden im Sinne einer Kampagne, denn wir sind - wenn auch in geteilten Gruppen- seit Beginn des Jahres an vorderster Front im Dauerrisiko, zumal Kollegen, die selbst wegen Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören.
    Aber wenn man sich allein die Organisation der FFP2- Masken- Vergabe ansieht ( und deren Anzahl pro Lehrkraft...), kommt man nicht aus dem Zweifeln raus: ursprünglich sollten diese von der Polizei (!!!!) verteilt werden ( Stand : Dezember) nun sind bei einer Dienstleistung den Schulleitern diese Lose in Umzugskartons (!!!) in die Hände gedrückt worden, auch denen, die mit dem ÖPNV oder dem Zweirad unterwegs sind.
    Sollten die Ursulas und Brittas dieser Welt es Ernst meinen, wäre der offensichtliche Reputationsverlust wohl nur durch ein öffentliches Impfen vor Kameras wegzuwummsen...;-)))

  7. 33.

    Nun erkläre mir doch mal jemand, wozu ich eine Arbeitgeberbescheinigung brauche wenn ich mich impfen lassen möchte???

  8. 32.

    Danke für Ihren Beitrag!
    Mal schauen, wie lange wir Risikopatienten weiter warten müssen. Durch die vorgezogenen Impfungen für LehrerInnen und ErzieherInnen rutsche ich wieder weiter nach hinten in der Liste. Habe Asthma bronchiale und Krebsvorerkrankung und gehe kaum noch vor die Tür seit fast einem Jahr.

  9. 31.

    Genau, das ganze muss jetzt schleunigst deutlich entbürokratisiert werden, sonst wird das dieses Jahr nix mehr mit Durchimpfung. Die Lieferung läuft ja nun schon wieder besser als das Verimpfen. Das wird demnächst peinlich, wenn die Logistik nicht endlich vereinfacht wird.
    Betriebsärzte, Hausärzte alles das muss viel stärker und schneller eingebunden werden. Die vorhandene über Jahre bewährte Infrastruktur liegt momentan noch brach. Warum eigentlich? Warum müssen da erst noch Modellversuche unternommen werden? Das sind studierte Ärzte, wenn die nicht ihre eigenen Patienten am besten impfen können wer dann?

  10. 30.

    Ich habe nichts von "Impfverpflichtung" geschrieben!

    Sie haben doch die Frage bzw. Forderung gestellt:
    "Wieso werden die Arbeitgeber nicht vom Gesundheitsministerium angewiesen ...
    ... Stattdessen muss nun jeder Impfwillige selbst beim Arbeitgeber anfragen, der dann kleckerweise die Bescheinigungen rausschickt..."

  11. 29.

    Das ist ganz einfach - weil sich um Kinder im Klartext keiner der Verantwortlichen einen Deut schert! Siehe Ursprungsaussage unserer Regierung - bis September wird jeder Bürger ein Impfangebot erhalten. Erst Wochen später hat dann einer gesteckt, dass es für Kinder und Jugendliche noch gar kein Impfstoff in der letzten Stufe des Zulassungsverfahrens gibt. Aber egal, Kinder sind halt keine richtigen Bürger.

    Außerdem, das Theater machen die Lehrer, die bei Schulöffnungen dagegen klagen, dass sie von ihrem Arbeitgeber der permanenten Infektionsgefahr ausgesetzt werden. Fällt dieser Grund weg, können und werden die Schulen öffnen...

  12. 28.

    Schade, dass Lehrer der Abschlussklassen, die keinen einzigen Tag Homeschooling hatten, wieder vergessen werden. Sie sind seit eh und je in der Schule, treffen pro Jahrgang ca. 100 Schüler in wechselnden (Kurse) Zusammensetzungen. Tschä - ist wohl doch nicht sooo wichtig, dass diese Lehrer der Abschlussklassen gesund bleiben... hm...

  13. 27.

    In Betrieben, Kitas und Pflegeeimrichtungen gibt es Betriebsärzte, die Impfen könnten
    Welcher Bürger soll jetzt noch durchblicken wer, wann und wo geimpft werden kann
    .

  14. 26.

    Ich habe doch gar nicht behauptet, dass eine zugesandte Arbeitgeberbescheinigung automatisch eine Impfverpflichtung nach sich zieht! Das hat sich dann ja wohl jeder gut überlegt, ob er die nette "Impfeinladung" annehmen möchte.

  15. 25.

    Wenn ich richtig informiert bin, hat man schon nach der 1. Impfung einen 60%-Schutz ...
    alles besser als null :-)

  16. 23.

    Diese ganze komplizierte Priorisierung wird sich nicht mehr lange halten können.
    Da rollt eine Lieferwelle auf Deutschland zu, die mit der jetzigen Logistik kaum abgearbeitet werden kann. Da müssen noch in der kommenden Woche deutschlandweit zügig über 300.000/Tag erreicht werden, um nicht Ende März neue größere Kühlschränke für die Lagerung kaufen zu müssen.

  17. 22.

    Ich verstehe was nicht: Bis alle Lehrer und Erzieher zweimal geimpft sind, vergeht ja noch ewig viel Zeit. Außerdem sind ja die höheren Klassen noch gar nicht an der Reihe. Aber es wird gesagt, dass die Impfungen( allerdings nicht die der Kinder oder der Eltern) eine Öffnung der Schulen ermöglichen (neben anderen Maßnahmen). Das ist doch voll irreführend. Das kann man doch nicht koppeln. Oder bedeutet es, wenn dann in den Schulen durchgeimpft ist, kann man öffnen? Wann soll das dann bitte sein?

  18. 21.

    Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen jetzt nicht automatisch eine Arbeitsbescheinigung zur Verfügung stellt, stimmt m.E. irgendetwas nicht.
    Jeder Arbeitgeber sollte doch wohl mit einer Impfung einverstanden sein - schon in seinem eigenen Interesse!

  19. 20.

    "bin nur seit über zwei Monaten im Präsenzunterricht. Das heißt, täglich enger Kontakt mit mindestens 25 Haushalten. Selbst bei geteilten Gruppen ist im Klassenraum ein Abstand von 1,50m nicht einzuhalten (laut Eindämmungsverordnung auch nicht vorgegeben. "
    Man, das ist schon wirklich extrem - wie oft denn Ihre Schule in Schwedt dadurch in den letzten Wochen Hotspot gewesen?

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